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Archiv für den 15. Mai 2014

APP (Studio Hamburg/ALIVE)

am 15. Mai 2014 unter SciFi, Suspense, Thriller abgelegt

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Irgendwann musste es ja so weit kommen. Eine APP auf dem Handy macht sich selbständig und bringt Menschen um. Was sich abstrus anhört bleibt auch abstrus, doch der dazugehörige Film ist durchaus spannend geworden.

Anna und Sophie wohnen in einer WG und sind beste Freundinnen. Annas Bruder hatte einen Motorradunfall, liegt seitdem im Krankenhaus und kämpft sich zurück ins Leben, was ihm insbesondere beim Laufen noch sehr schwerfällt. Doch seine Schwester kümmert sich rührend um ihn und stimmt auch einer Operation zu, die ihm einen neuartigen Chip einpflanzt, der dafür sorgen soll, das sich seine Bewegungen wieder harmonisieren. Nach einer Party, auf der Anna ihren Ex wieder getroffen hat, wacht sie morgens völlig verkatert auf und entdeckt eine seltsame App namens IRIS auf ihrem Smartphone. Anfangs ist sie davon fasziniert, denn egal welche geschichtliche Fragen man stellt, IRIS kennt immer eine Antwort. Doch mit der Zeit stellt sich heraus, das die App noch ganz andere Dinge kann und vor allem sehr lernfähig ist, was zu einigen Todesopfern führt.

Soweit so unsinnig und auch die Auflösung versucht zwar die Vorfälle zu erklären, ist aber sehr sehr weit hergeholt. Trotzdem erkennt der treue Leser, das unter dem Film 6 Chuckys vermerkt sind. Das liegt daran, das der Film sehr gute und spannende Unterhaltung bietet und eine toughe Hauptdarstellerin besitzt, die den Streifen mühelos größtenteils alleine trägt

Zudem sind einige Ideen, die ich hier aus Spoilergründen nicht verraten will, wirklich klasse. Wer will kann sich IRIS (auf eigene Gefahr) auch downloaden und APP ist der erste Second Stream Film der je gedreht wurde. Also wer Lust hat – Handy bereithalten. Wer nicht weiß was dieser Ausdruck bedeutet, einfach googeln oder bei Wikipedia eingeben. Eine Erklärung meinerseits würde hier jetzt den Rahmen sprengen.

Fazit: Recht unlogischer, aber sauspannender Streifen, für die Generation Handy. Einige werden danach mit ihren Downloads vielleicht etwas vorsichtiger sein.

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ACCUSED – STAFFEL 2 (Justbridge)

am 15. Mai 2014 unter Drama, TV-SERIE abgelegt

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Die hochwertige Serie aus dem Mutterland des Fußballs geht in die zweite und leider letzte Runde, denn nach relativ mäßigen Quoten erfolgte die Absetzung. Warum ist mir schleierhaft. Das die Briten nicht gerne Serien mit Niveau schauen, kann man Ihnen nicht vorwerfen, denn SHERLOCK bricht sämtliche Rekorde und grandiose Serien wie HAUTNAH – DIE METHODE HILL oder SPOOKS hielten sich auch sehr lange und waren bestimmt keine anspruchslose Kost.

Schade eigentlich, denn auch hier war Jimmy Mc Govern wieder für die Drehbücher verantwortlich, der Schöpfer des kultigen FITZ (mit Robbie Coltrane).

Diesmal werden 4 verschiedene Schicksale beleuchtet. Die Machart hat sich zur ersten Staffel auch nicht verändert. Zuerst sieht man den Angeklagten auf dem Weg in den Gerichtssaal und dann wird in Rückblenden seine Geschichte erzählt.

Das Verbrechen passiert daher meist immer erst gegen Ende und der Zuschauer muss sich dann in die Rolle des Geschworenen begeben und für sich selbst beurteilen, ob er den Angeklagten für schuldig hält bzw. welches Strafmaß ihm für angemessen erscheint. Das ist und bleibt von der Idee her einfach einzigartig.

Neu ist, dass die beiden letzten Fälle miteinander verwoben wurden, was sich als ein Glücksgriff herausstellt. Auch die Folge mit Sean Bean als Transvestiten ist superb, lediglich Fall Nummer 2 schwächelt ein wenig, wohl auch weil man die Tat und den Täter schon recht früh sieht bzw. kennt.

Trotzdem bleibt unter dem Strich hier der zweite Teil einer außergewöhnlichen Serie, dessen Aus viel zu früh kam. Die mir vorliegende Blu Ray ist von Bild her ein echte Quantensprung zur DVD der ersten Staffel und es bleibt zu hoffen, das auch diese noch in dem Format erscheint. Verdient hätte es die Serie zweifelsohne.

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THE COMPANY YOU KEEP (Concorde)

am 15. Mai 2014 unter Drama, Thriller abgelegt

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Als sich eine Politaktivistin der militanten “Weathermen” aus den USA der Siebzigerjahre nach über drei Jahrzehnten im Untergrund der Polizei stellt, wird ein renommierter Anwalt durch die Recherchen eines jungen Journalisten mit der eigenen radikalen Vergangenheit konfrontiert und seine falsche Identität aufgedeckt. Während das FBI ihn wegen eines damaligen Banküberfalls mit tödlichem Ausgang jagt, sucht er seine frühere Geliebte, die als einzige seine Unschuld beweisen kann, und begegnet früheren Mitkämpfern.

Das ist die Zusammenfassung, die uns der Pressetext gibt und ich habe diese extra hier reinkopiert, weil ich finde, dass der Film ohne groß zu spoilern sehr schön zusammengefasst wurde, jedoch auch Erwartungen weckt, die der Streifen über weite Strecken nicht halten kann.

Ich mag Robert Redford und auch seine Regiearbeiten, nur handelt es sich hier um einen Thriller und nicht um den PFERDEFLÜSTERER – vom Tempo unterscheiden sich jedoch beide kaum. Und Langsamkeit ist in diesem Genre meistens der sichere Tod.

Was Redford hier an Besetzung auffährt ist zwar unglaublich, denn selbst der 15. Name des Vorspanns sagt dem Filmfan noch etwas, was jedoch den Film nicht rettet, bzw. ihm nicht in die Höhen verhilft, die man erwartne konnte. Shia LaBeouf ist (als einziger) grandios fehlbesetzt und bleibt absolut blass und auch Redford sieht man sein Alter mittlerweile an, und das er eine 11-jährige Tochter hat, ist auch schwer zu glauben.

Insbesondere gegen Mitte des Films wird die Geschichte immer verworrener und viele Dinge erschließen sich einem nicht. Zudem ist es weit hergeholt, dass er zwar sämtliche Mitstreiter von damals schon 30 Jahre nicht mehr gesehen hat, er aber relativ problemlos herausbekommt, wo sie sich nun befinden, obwohl sie alle verdeckt und mit neuen Identitäten leben.

Kein Totalausfall, aber bei der interessanten Story und dem Personal hatte ich doch etwas mehr erwartet.

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INSIDE WIKILEAKS (Constantin/Paramount)

am 15. Mai 2014 unter Biopic, Drama, Thriller abgelegt

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Daniel Domscheidt-Berg ist ein Computer-Nerd und arbeitet als Netzwerkingenieur. Irgendwann lernt er auf einer Messe den Begründer von WIKILEAKS Julian Assange kennen. Der hat sich zum Ziel gesetzt, heikle Unterlagen und Videos, welche von Regierungen gerne geheim gehalten werden, aufzudecken und auf seiner Webseite zu veröffentlichen. Daniel ist begeistert von der Idee und wird zu seinem treuen Helfer und sorgt dafür das das Wikileaks Imperium immer größer wird – doch auch Assange wird immer selbstgerechter und arroganter. Dann bekommt er brisante Informationen zugespielt, die er unzensiert auf seiner Webseite präsentieren will, was Hunderte von verdeckten Agenten in Gefahr bringen würde. Daniel bekommt Gewissensbisse.

Leider kann ich in Sachen Schauspielkunst nicht in den allgemeinen Tenor mit einstimmen, denn für mich ist Benedict Cumberbatch, den ich sehr mag und der mich sowohl in STAR TREK als auch in SHERLOCK HOLMES mehr als überzeugt hat, fehlbesetzt. Weiß gefärbte Haare machen eben noch keinen Assange aus ihm. Überzeugend hingegen die Leistung von Daniel Brühl.

Überhaupt ist das Casting unfassbar hochkarätig. Selbst für kleinste Nebenrollen waren sich Schauspieler wie Stanley Tucci, Laura Linney (alt geworden) oder Axel Milberg nicht zu schade.

Trotzdem kommt unter dem Strich zu wenig heraus. Für ein Drama ist der Film nicht tiefgründig genug, für einen Thriller ist er schlichtweg zu langweilig, denn wirkliche Spannung kommt nur selten auf. Zudem wird nicht wirklich klar, wodurch und wie der rasante Aufstieg der Webseite zustande kommt – vieles muss man sich selbst zusammenreimen. In diesem Fall wäre ein TV-Zweiteiler vielleicht doch die besser Wahl gewesen.

INSIDIDE WIKILEAKS ist kein schlechter Film geworden, jedoch wird hier einiges an Chancen verschenkt. Zudem sind die Extras absolut mau und beschäftigen sich mit uninteressantem Nonsens, statt ein wenig Aufklärung zu betreiben.

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