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Archiv für den 19. Februar 2014

GAGARIN (Ascot Elite)

am 19. Februar 2014 unter Biopic, Drama, SciFi abgelegt

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Für die Alzeyer und die Jugendlichen die meinen Bushido wäre „voll der star eh“ sei gesagt das Gagarin in Russland ein absoluter Volksheld ist. Allerdings hat der Mann dafür auch eine Leistung vollbracht.

Im Jahre 1961 fliegt Juri Gagarin als erster Mensch ins All und umrundet die Erde in 108 Minuten, bevor er wieder wohlbehalten auf die Erde zurückkehrt.

Heutzutage mag sich das nach nichts besonderes mehr anhören, da es kein großes Problem mehr darstellt ins All zu fliegen. Aber die damalige Technik der Russen war eigentlich noch nicht weit genug, um einen Menschen hinauf zu schicken und ernsthaft daran zu glauben, dass er dort an, geschweige denn wieder zurückkommt.

Doch das Kunststück gelang und in Zeiten des Kalten Krieges feierten die Russen damit einen großen Erfolg gegen die Amerikaner, welche stets betont hatten, die ersten im All sein zu wollen.

Der Streifen ist auch russischer Herkunft, was man ihm aber nicht so sehr ansieht. Der Hauptdarsteller ähnelt dem Original (zumindest mit Mütze) sogar etwas und liefert eine wirklich gute Leistung ab. Gagarin war wohl ein sehr angenehmer Mensch, der sich darüber freute, der erste zu sein, der ins All durfte, es aber auch jedem anderen gegönnt hätte.

In Rückblenden bekommt man immer wieder die Lebensgeschichte des Piloten erzählt, der leider trotzdem nur 37 Jahre alt wurde, da er bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz ums Leben kam, der bis heute nicht ganz aufgeklärt ist.

Was wirklich gefällt ist, dass die Russen die vielen Probleme nicht verschweigen und zwar Stolz empfinden, aber Ihren Film nicht annähernd mit einem solchen Patriotismus gespickt haben, wie es die Amerikaner in so einem Biopic getan hätten. So bleibt der Streifen erstaunlich unprätentiös und ist vor allem für Menschen geeignet, die sich für die Raumfahrt interessieren und somit ungeeignet für die Zielgruppe des ersten Satzes dieser Kritik.

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LAST PASSENGER (Universum Film)

am 19. Februar 2014 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Zusammen mit seinem siebenjährigen Sohn, steigt der alleinerziehende Vater und Arzt Lewis Shaler in einen Zug, um nach Hause zu fahren. Eigentlich nichts besonders sollte man meinen, doch dann beobachtet er bei einem Zwischenstopp, wie auf den Gleisen ein Verletzter herumtorkelt.  Zunächst misst er dem ganzen nicht so viel Bedeutung zu, zumal er auch nicht wirklich etwas genaues erkennen konnte. Doch dann bleibt der Zug an keiner Haltestelle mehr stehen, sondern rast mit hoher Geschwindigkeit durch die Nacht. Eine Handvoll verbliebener Passagiere versuchen den Zug zu stoppen, der anscheinend von einem Selbstmordkandidaten gelenkt wird, doch das gestaltet sich recht schwierig.

Last Passenger ist ein recht ungewöhnlicher Streifen, weil er in sich in seiner Machart nicht wirklich am modernen Actionkino orientiert, sondern in vielen Abschnitten eher eine Hommage an Hitchcock darstellt. Sogar die Musik klingt eher nach einem Soundtrack aus den 60er Jahren, denn nach einem neuen Streifen. Ich denke der Regisseur ist sicherlich Fan der Legende.

Schauspielerisch ist Dougray Scott, den ich noch nie in einem schlechten Film gesehen habe, natürlich eine Bank. Auch der Rest der Darsteller liefert ordentliche Leistungen ab, wobei der Handlungsstrang mit dem Flirt des Arztes und der jungen Dame eigentlich überflüssig ist und etwas aufgesetzt wird.

Wer zudem einen straighten Actioner erwartet, wird enttäuscht sein, da man hier mehr Wert darauf legt, die Verhaltensweisen und Reaktionen der verschiedenen Personen mit der Situation umzugehen darzustellen, denn hochkarätige Actionszenen im Minutentakt zu präsentieren, wobei die wenigen vorhandenen gelungen sind.

Fazit: Last Passenger ist eher was für Menschen, die Filme aus den 60ern und 70ern mögen. Diese Zielgruppe sollte nicht enttäuscht sein. Modernes Actionkino sieht anders aus, ist aber auch nicht die Intention des Films. Am Ende hätte ich mir noch eine kleine Überraschung gewünscht. So kommt es zu:

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WILD BEASTS (Koch Media)

am 19. Februar 2014 unter Thriller abgelegt

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Der offizielle Pressetext besagt folgendes: „Die sexy College-Studentinnen Sara und Alex werden zwei “Eiskalte Engel”, als es darum geht, sich ihrer jeweiligen Feinde zu entledigen: Sie schließen einen mörderischen Pakt, bei dem die manipulative Alex schnell die Oberhand gewinnt. Schon bald muss die eher unschuldige Sara nämlich feststellen, dass die Übeltaten ausschließlich ihr in die Schuhe geschoben werden sollen. Der Beginn eines Katz- und Maus-Spiels, an dem der alte Hitchcock seine wahre Freude hätte. „

Na ja, ich weiß nicht wer sich diese Zeilen ausgedacht hat, aber damit suggeriert man dem Zuschauer deutlich mehr, als das was er letztendlich bekommt. Hitchcock kann ich hier keinen erkennen und allzu viel von den Sexy College Studentinnen sehe ich auch nicht. Und „Eiskalte Engel“, den man als Vergleichsfilm eingebaut hat – welch pfiffiges Wortspiel.

Richtig ist jedoch, das sich gegen Ende die ein oder andere unerwartete Wende einschleicht .was dem Film gut zu Gesicht steht, denn am Anfang konnte man sehr schnell den Eindruck gewinnen, das alles doch relativ vorhersehbar ist.

Zudem ist der Streifen mit Agnes Bruckner und John Stockwell immerhin mit zwei bekannten Namen besetzt, wobei wir Madame ja eher aus Horrorfilmen, wie dem sehr gelungenen KILL THEORY kennen.

Sicher ist WILD BEASTS jetzt keine unglaubliche Offenbarung, wenn man sich jedoch nicht zuviel erwartet, ist er als netter kleiner Thriller für zwischendurch auf jeden Fall geeignet.

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PRISONERS (Universal Pictures)

am 19. Februar 2014 unter Drama, Thriller abgelegt

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Keller Dover ist ein einfacher Handwerker, der zusammen mit seiner Frau und zwei Kindern in einem kleinen Ort wohnt. Sein Leben erfährt jedoch eine unerwartete Wende, als seine kleine Tochter am Thanksgiving zusammen mit ihrer besten Freundin entführt wird. Ein Schuldiger ist schnell gefunden, dieser kommt jedoch nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß. Doch Dover ist davon überzeugt das er der Täter ist, entführt und misshandelt ihn, um herauszubekommen, wohin er die Mädchen gebracht hat. In der Zwischenzeit suchen die Cops, allen voran der desillusionierte Detektive Loki fieberhaft nach den beiden Kindern.

PRISONERS wird überall in den Himmel gelobt. Grundsätzlich ist der Film auch nicht schlecht, scheitert jedoch im Endeffekt in weiten Teilen an dem Anspruch den er sich selbst stellt und das ist Authentizität.

ACHTUNG SPOILER !!!!

Jeder Handlungsstrang endet mir einem Zufall, so dass es auch ja weitergeht in der Geschichte…zufällig schaut Loki bei dem Pater vorbei und findet den Typen im Keller. Zufällig sieht er den Typ der nen Teddy hinlegt und zufällig sieht er, nachdem er sein Büro demoliert hat das Labyrinth um den Hals des Killers hängen. Genauso zufällig schickt ihn sein Chef zu der gestörten Tusse, als die gerade das Kind von Dover umbringen will usw usw…wenn die komplette Polizeiarbeit in Amerika nur auf solchen Zufällen aufbaut, na dann gute Nacht. Hinzu gesellen sich Logikfehler:

Ein  Kindesentführer oder sogar Killer, wird festgenommen, aber die Hintergründe in keinster Weise beleuchtet – das er angeblich adoptiert ist – Scheiß drauf. Fingerabdrücke braucht man keine und auch das soziale Umfeld wird nicht kontrolliert. Psychologen zieht man keinen zu Rat, das macht alles der toughe Bulle gleich mit. Der Entführer wiederum kann zwar Autofahren und auch der Spannung zuträgliche Sätze wie “sie hat erst geweint als ich weg bin” von sich geben, aber beteuert bei der Folterung nicht einmal seine Unschuld oder sagt wo die Kinder sich befinden….das ist kompletter Unsinn und nervt, weil dieser Handlungsstrang ja schließlich die Hälfe des Films einnimmt…

Prisoners ist ein solider Thriller, der 30 Minuten zu lang gerät, und der zudem wegen eben ausgeführter Minuspunkte etwas an Qualität verliert.

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