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Archiv des Monats Januar 2014

EVIDENCE (Universum Film)

am 10. Januar 2014 unter Thriller abgelegt

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Es gibt immer wieder Filme, bei denen ich nicht die geringste Ahnung habe, wieso sie in den Kritiken so schlecht wegkommen, denn zum Zeitpunkt dieser Review hat der Film bei ofdb einen Schnitt von 3,94!!! Das ist normalerweise unterirdisch. Doch wieso eigentlich?

Natürlich kann Olatunde Osunsami seinen Vorgänger DIE VIERTE ART nicht toppen,. Das ist aber auch schwer möglich (obwohl auch der nur eine 5,5 bei ofdb hat), aber EVIDENCE ist auf jeden Fall mal was anderes.

Man kombiniert nämlich das Subgenre des FOUND FOOTAGE Films mit einer parallelen Handlung im Jetzt. Dort müssen die Polizisten Reese und Burquez herausfinden, wieso 5 Menschen auf brutalste Weise ermordet wurden. Zur Verfügung stehen ihn dabei nur Videoaufzeichnungen der Opfer.

Natürlich zieht sich das anfangs etwas, weil man erst einmal die komplette Vorgeschichte erzählt bekommt, aber gegen Ende wird das ganze dann richtig spannend.

Das einzige was man bemängeln kann ist, dass der Anteil der Szenen im Polizeirevier leider etwas gering ausfällt, denn diese Abschnitte sind mal richtig gut. Vor allem die Kamerafahren durch den Raum und die Polizisten, die auf jede Kleinigkeit achten müssen um den Tathergang zu rekonstruieren wurden glänzend in Szene gesetzt. Auch das Intro und das (fast) Outro mit Standbildern ist ein origineller Einfall.

Fazit: Völlig unterbewertet, muss ich den schlechten Bewertungen hier mal etwas entgegenwirken und das nicht nur weil die von mir geschätzte Radha Mitchell mitspielt…

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CYPHER (Ascot Elite)

am 10. Januar 2014 unter SciFi abgelegt

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Morgan Sullivan ist von seinem Leben und seiner Ehe gelangweilt und sucht eine neue Herausforderung. Da kommt ihm das Jobangebot der Firma Digicorp gerade recht. Die suchen nämlich einen Industriespion, der die Konkurrenz von Sunways infiltriert. Morgan ist zunächst begeistert, doch schnell stellt sich heraus, das der Job noch viel öder ist als der alte, da er lediglich Seminare besucht, die stundenlang dauern und sterbenslangweilig sind. Doch dann lernt er die geheimnisvolle Rita kennen, die ihm erzählt, dass die Seminare nur vorgeschoben sind und während diesen, den Teilnehmern einer Gehirnwäsche verpasst wird. Doch kann er ihr trauen?

Mehr will ich nicht schreiben, obwohl noch deutlich mehr passiert, aber das sollte man sich dann selbst anschauen, denn dieser Streifen gehört für mich in jede Filmsammlung. Er stammt bereits aus dem Jahre 2002 und war Vicenzo Natalis Nachfolger zu CUBE (wo bleibt davon eigentlich die Blu Ray?) – von einigen Auftragsarbeiten abgesehen…

Cypher besticht durch seinen ungewöhnlichen Look und eine interessante Geschichte, die in der zweiten Hälfte so viele Wendungen nimmt, so dass der Zuschauer gar nicht mehr weiß, was er noch glauben soll. Auch das überraschende Ende ist gelungen.

Der von mir eigentlich nicht sonderlich geschätzte Jeremy Northam (zu britisch) liefert hier die beste Performance seiner Karriere ab und sogar LucyLiu nervt nicht. Auch Natalis Kumpel David Hewlett ist wie in CUBE und NOTHING (wo bleibt der eigentlich?) wieder mit von der Partie.

Die Blu Ray ist tonal sehr gelungen, beim Bild hätte man etwas mehr herausholen können. Dafür gibt’s unglaublich viel Bonusmaterial, das ich mir sogar komplett angesehen habe, weil es sich wirklich lohnte.. auch der komplette Soundtrack ist dabei.

Wer abseits des Mainstreams einen guten Sci-Fi-Thriller sehen will, der ist mit CYPHER bestens aufgehoben…

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DRUG WAR (Koch Media)

am 10. Januar 2014 unter Action, Thriller abgelegt

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In diesem Fall kopiere ich mal wieder die Pressemitteilung hier herein und das aus einem bestimmten Grund. „Die Volksrepublik China zeigt kein Erbarmen mit Drogenhändlern. Weshalb auch Kokaindealer Timmy Choi die Todesstrafe droht, nachdem ihn das Team des unerbittlichen Ermittlers Zhang verhaftet hat. Chois einzige Chance: Er muss mit den Behörden kooperieren und seine Geschäftspartner ans Messer liefern. Doch je tiefer sich die Einheit von Zhang in den Drogensumpf begibt, umso drängender wird die Frage, ob sie Choi trauen können“.

Mit dieser Zusammenfassung hat man trotz der Kürze mehr an Handlung beschrieben, als mir eingefallen wäre, denn der Streifen hat eigentlich keine. Er besteht eigentlich durchgehend aus Verfolgungen, Polizeiarbeit und Schießereien.

Dennoch schafft es Hongkong-Ikone Johnie To, seinem Film, der dazu auch noch 107 Minuten lang ist, interessante Aspekte zu verleihen. Der Hauptdarsteller ist zum Beispiel absolut sensationell. Selten hab ich einen Asiaten so zurückhaltend spielen sehen wie hier.

Auch die komplette Atmosphäre und einige Kameraeinstellungen erinnern ganz klar an das europäische Kino, speziell das französische. Anscheinend wollte To mal eine ganz andere Art von Film drehen und das ist ihm gelungen. Würden in dem Streifen keine asiatische Gesichter dabei sein, würde man niemals auf die Idee kommen, das dieser Film aus Hongkong stammt.

Fazit: Trotz einer absolut minimalistischen Handlung die locker auf einen Bierdeckel passt, weiß DRUG WAR zu gefallen. Nur die Zielgruppe ist schwer zu bestimmen. Für Fans der asiatischen Filme ist der Streifen viel zu europäisch und viele Europäer mögen keine asiatischen Filme…tja und nun? Und in Alzey laufen Asiaten eh nicht (Insider).

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THE CALL (Universum Film)

am 10. Januar 2014 unter Thriller abgelegt

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Jordan ist eine sogenannte Notruftelefonistin. Ein schwerer Job, denn man muss in diesen Momenten immer ruhig bleiben und kühlen Kopf bewahren um den Anrufern zu helfen. Eines Tages macht sie jedoch einen großen Fehler der ein Menschenleben fordert. Daraufhin zieht sie sich zurück und unterrichtet den Nachwuchs. Doch dann gerät sie eher zufällig in die Leitung, als sich ein 16-jähriges Mädchen namens Casey meldet. Sie ist im Kofferraum eines Autos eingesperrt und ist sich sicher, das man sie ermorden will. Nun versucht Jordan mit allen Mitteln das Mädchen zu retten, doch die Zeit wird knapp.

THE CALL ist sicherlich kein B-Movie, was ich nicht nur an Halle Berry in der Hauptrolle festmache, sondern an der ganzen Inszenierung, die mir persönlich einen Tick zu mainstreamig geraten ist. Da jedoch Brad Anderson Regie führt, der nun wahrlich nicht für seichte Unterhaltung bekannt ist (ich sage nur THE MACHINIST), bekommt der Film dann doch noch die Kurve.

Vollkommen ungewöhnlich ist das für einen Hollywood-Streifen sehr konsequente Ende, was sicherlich auf Andersons Kosten geht. Frau Berry spielt überraschend gut und plappert in den Extras die ganze Zeit davon das das ihr Lieblingsgenre sei, obwohl sie fast nie in Thrillern zu sehen ist. Madame Breslin zeigt sich gegen Ende erstaunlich tough und kaschiert damit ihre eher maue Performance in den Anfangsminuten.

Sicher erfindet THE CALL das Genre nicht neu, bietet jedoch durchweg spannende Unterhaltung und das darf ja dann auch mal reichen.

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