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Archiv des Monats Dezember 2013

THE EAST (Fox)

am 09. Dezember 2013 unter Drama, Thriller abgelegt

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Sarah ist gutaussehend, motiviert und frühere FBI-Agentin. Nun strebt sie eine steile Karriere in einer Sicherheitsfirma an. Ihr erster großer Auftrag ist es, die Aktivistengruppe von THE EAST zu infiltrieren, obwohl manche sagen, dass diese ein Mythos ist. Doch dem ist nicht so, denn schon nach kurzer Zeit wird sie über Umwege und mit einer Portion Geschick Mitglied in diesem kleinen Kreis. THE EAST will mit teilweise recht heftigen Aktionen auf Missstände hinweisen, die die Umwelt zerstören oder Konzerne bloßstellen, die angeblich harmlose Medikamente verkaufen, die aber zu schweren Nebenwirkungen führen. Zuerst ist der Auftrag für Sarah kein Problem, doch mit der Zeit fängt sie an die Motive der Menschen zu verstehen und gerät in einen Interessenskonflikt.

THE EAST ist vor allem eins: Mal etwas ganz anderes. Ich dachte eigentlich, schon alles gesehen zu haben, aber diese Story ist mal wirklich originell. Zudem sind Filme, bei denen man nicht weiß, auf welcher Seite man nun steht, immer interessant, denn natürlich hegt man eine gewisse Sympathie für die Aktionen der Gruppe, auch wenn sie damit Gesetze brechen.

Brit Marling liefert eine grandiose Leistung ab und überzeugt in beiden Rollen und wird dabei unter anderem von der (wie immer) hervorragenden Ellen Page unterstützt.

Auch wenn die ein oder andere Szene etwas übertrieben erscheint (Stichwort: gemeinsames Essen) und man hier und da einiges hätte kürzen können (Flaschendrehen) ist der Film alleine schon aufgrund seiner Thematik absolut sehenswert, allerdings bei einem völlig falschen Anbieter, denn bei FOX läuft der Streifen eben nur neben den Blockbustern und erhält dadurch nicht die Aufmerksamkeit, die ihm zustünde.

Wieso es hierzu keine Blu Ray gibt, oder ob man die in einem Jahr hinterher schiebt um den Zuschauer doppelt abzuzocken bleibt vorerst ein Geheimnis.

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CONFESSION OF MURDER (Splendid)

am 09. Dezember 2013 unter Action, Suspense, Thriller abgelegt

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Lee Du-seok ist ein Serienkiller, der reihenweise Frauen auf dem Gewissen hat. Doch er wurde nie erwischt. Nach 15 Jahren taucht er aus dem Untergrund auf und veröffentlicht ein Buch über seine Taten, das zum Kassenschlager wird. Und man kann ihn dafür nicht einmal belangen, denn die Verbrechen sind verjährt. Sehr zum Unmut von Detektive Choi, der den Killer damals jagte, nachdem dieser seine Freundin umbrachte. Auch muss er beobachten, wie Lee Du-seok fast zu einem Popidol avanciert. Und auch andere wollen seinen Tod. Doch dann taucht plötzlich ein zweiter Mann auf, der behauptet der Killer zu sein.

Ich habe in den letzten Jahren eher selten asiatische Filme geschaut, was damit zusammenhing, dass wir jeden Schrott abbekamen, der dort produziert wurde. Insbesondere im Horrorgenre wurde man ja mit RINGU-Plagiaten überschwemmt. Aber auch im Action und Thrillerbereich wurde jeder Film aus Südkorea, Japan oder Hongkong als Überflieger angepriesen und viele davon waren einfach nur grottenschlecht.

Doch jetzt gibt es endlich mal wieder einen Knaller, auf den ich nur aufgrund seiner Vorschau aufmerksam wurde (da sieht man mal, das das immer noch funktioniert).

Die Geschichte ist originell und erfährt gegen Ende gleich zwei Wendungen, die beide absolut sensationell sind und die man beim besten Willen nicht vorausahnen kann. Auch die Actionszenen sind fulminant gefilmt. Alleine die Verfolgung auf der Autobahn ist ein Highlight.

Einziger leicht nerviger Punkt ist, das wieder einige Knallköpfe in dem Streifen mitspielen die pseudo- lustige Sätze aufsagen. Das ist irgendwie aber typisch für Filme aus dieser Ecke, obwohl ich das nicht wirklich verstehe. Zum Glück beschränkt sich das hier nur auf wenige Szenen.

Trotzdem ist CONFESSION OF MURDER ein spannender Mix aus Thriller und Drama, gewürzt mit faszinierenden Actioneinlagen. Absolut empfehlenswert.

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ONLY GOD FORGIVES (Sunfilm)

am 09. Dezember 2013 unter Drama abgelegt

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Die Brüder Julian und Billy leben in Bangkok und verdienen mit eher zwielichtigen Geschäften ihre Kohle. Als Billy eine Nutte abschlachtet, bekommt er danach ein Problem mit deren Vater. Und der wiederum eins mit einem Cop. Kurz daraufhin ist der Kopf ab und die böse Mama der beiden reist aus Amerika an und will Rache für ihren Sohn. Das soll Julian erledigen, doch er scheint dafür zu weich, doch die angeheuerten Gangster, die den ominösen Cop töten sollen, sind leider zu doof dazu. Jetzt hat auch Mama ein Problem.

Und ich auch. Denn wie soll man bitte so einen Film bewerten?

Eigentlich wollte ich ja keine Rezensionen für die Firma SUNFILM mehr schreiben, weil diese mir nicht wohlgesonnen ist (obwohl ich bis heute nicht weiß warum), aber ich denke dieser Streifen muss schon auf meiner Seite präsent sein, denn er ist schließlich schon ein Aushängeschild des neueren Independentfilms. Zumindest für viele Kritiker.

Man kann dem ganzen auch gewisse Reize nicht absprechen. Diese bestehen vor allem in der phänomenalen Optik und der virtuosen Kameraführung. Das geht wirklich nicht besser. Die Geschwindigkeit des Films ist sehr langsaaaaaaaaam, aber das ist bei Filmen von Nicolas Winding Refn ja nicht ungewöhnlich.

Hatte DRIVE jedoch noch eine interessante Geschichte zu erzählen, wäre dieses simple Rachedrama ohne die vorgenannten Pluspunkte nicht weiter erwähnenswert. Die Handlungen nahezu sämtlicher Protagonisten sind insbesondere gegen Ende hin absolut nicht nachvollziehbar. Es sei denn man hat mal Lust sich umbringen zu lassen, statt zu verschwinden. Zudem würde mich mal der Sinn dieser völlig beknackten Karaoke-Bar Szenen interessieren.

Diese verschandeln den ansonsten wirklich brillanten, elektronischen Soundtrack, bei dem ich kurz davor bin, ihn mir zuzulegen.

Und so bleibt als Fazit eine Menge positives, aber auch eine Menge Unsinniges und vor allem Unlogisches. Zudem liefert die von mir geschätzte Kristin Scott Thomas ein dermaßen übertriebenes Overacting ab, das ihre Figur zur Karikatur verkommt. Oder soll das so sein? Dann ist das bestimmt Kunst und die verstehe ich nicht.

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TWILIGHT ZONE (Koch Media)

am 09. Dezember 2013 unter Horror, SciFi, mystery abgelegt

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Es gibt Firmen, die geben sich bei Ihren Veröffentlichungen keinerlei Mühe und sind deshalb bei den Fans nicht wirklich beliebt. Dann gibt es aber auch welche, die sich sowohl mit Artwork als auch mit Restaurierung unheimlich viel Arbeit machen. Zu denen zählt sicherlich die Firma KOCH MEDIA.

Diese veröffentlicht nun die erste Staffel, der Mutter aller Mystery-Serien, nämlich TWILIGHT ZONE.

Die Anfänge der Serie sind bereits deutlich über ein halbes Jahrhundert alt und ich denke jeder Filmfan hat zumindest den Namen schon einmal gehört. Die Folgen waren immer nur 25-30 Minuten lang und kamen daher sehr schnell auf den Punkt. Einige (man nehme nur gleich die erste Folge DIE LEERE STADT) waren sogar wegweisend, denn die Auflösung dieser Geschichte ist für das Jahr 1958, in der sie entstand, wirklich faszinierend.

Insgesamt gibt es hier satte 35 Folgen zu sehen. Den 6-Dics wurde zudem eine wunderschöne Verpackung spendiert.

Mir liegt hier die Blu Ray vor, daher beziehen sich nachfolgende Sätze auch auf die Qualität dieser. Natürlich hat man es nicht geschafft sämtliche Unsauberkeiten zu entfernen, das wäre wohl auch zu viel verlangt, zumal man ja bedenken muss, dass es sich hier um eine TV-Serie handelt, deren Qualität ja eh nicht der eines Kinofilms standhalten kann. Aber man hat sich wirklich richtig Mühe bei der Restaurierung gegeben – Note 2. Wenn ich mal die grottigen AKTE X DVDs zum Vergleich nehme, die ich im Moment wieder durchschaue – da liegen Welten dazwischen.

Den deutschen Ton hat man auf DTS 2.0 aufgemotzt, was ebenfalls in Ordnung geht, denn dieser erfüllt seinen Zweck voll und ganz.

Witzige Idee: Man hat alte Werbungen von damals dazu gepackt und obendrauf gibt es immer ein Nachwort und eine Vorschau des Schöpfers Rod Serling, die man im Original-Ton belassen hat – eine wirklich putzige Idee.

Fazit: Rundum gelungen. Die nächsten Staffeln können kommen.