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OLYMPUS HAS FALLEN (Universum Film)

241131

Ich warne gleich vor, hier wird gleich gespoilert ohne Ende. Wenn man sich diesen Film anschaut und ihn auch noch bis zum Ende durchhält, hat man wirklich eine besondere Leistung vollbracht oder man beherrscht es sein Gehirn wirklich bis auf das letzte Fünkchen Verstand abzuschalten.

Nachdem er bei einem Unfall die Frau des Präsidenten nicht retten konnte, wird Agent Manning aus dem aktiven Dienst versetzt. Aber seine Stunde soll noch kommen.

Wie immer wollen gemeine Menschen die USA ärgern. Diesmal sind die Bösewichte aus Nordkorea. Der Südkoreanische Premier-Minister ist gerade zu Gast im Weißen Haus, da bietet sich das ja auch an. Also dringt man erstmal unbehelligt in den amerikanischen Luftraum und wird dabei auch nicht gestoppt, obwohl man auf amerikanischer Seite weiß, das dieser Flug nirgends registriert ist. Kurz bevor die Koreaner das Weisse Haus erreichen gedenkt man dann mal anzugreifen, doch die schlagen zurück. Huch.

Immerhin registriert man, das dies ja auf einen Anschlag auf den Präsidenten herauslaufen könnte und bringt ihn mitsamt den südkoreanischen Gästen in den Schutzbunker. Doch jetzt kommt die ganz böse Überraschung. Der Berater (oder war es sein Sicherheitschef, hab ich vergessen, spielt auch keine Rolle) ist ein böser Terrorist der mit einigen Komplizen die hohen Herrschaften als Geisel nimmt.

Natürlich hat sich niemand die Mühe gemacht, ihn und seine Gefolgsleute mal auf Waffen zu untersuchen, ist ja nur das Weiße Haus. Da macht man sowas nicht, sondern vertraut den Menschen die es betreten, blind. Soweit schon bescheuert genug, aber dann geht’s erst richtig los.

Von außen eröffnen die Komplizen des Bösewichts das Feuer auf den Secret Service und wollen das Gebäude einnehmen, was auch recht einfach gelingt, denn statt aus sicherer Deckung zu feuern, laufen alle sinnlos und ungeschützt durch den Eingang und lassen sich umnieten. Außer Herrn Butler, der schafft es natürlich problemlos den Feinden zu entkommen.

Im Gebäude angekommen besorgt er sich erst einmal ein Telefon und Waffen und fummelt an der Videoüberwachung rum. Selbstverständlich kennt er noch alle geheimen Codes auswendig und die wurden natürlich auch nicht geändert in seiner Abwesenheit. Wieso auch?

Nachdem er den Sohn des Präsidenten in Sicherheit gebracht hat (der einzige akzeptable Handlungsstrang des ganzen Streifens) geht die Jagd auf den Bösewicht weiter, der wie sich mittlerweile herausgestellt hat „einer der meist gesuchtesten Terroristen der Welt ist“ und dieser spaziert lustig als Vertrauter neben dem südkoreanischen Premier ins Weiße Haus?? Ja is klar. War bestimmt die Brille, die dafür sorgte, dass ihn niemand erkannte.

Und nun bekommen wir die schlimme Wahrheit präsentiert. Der Oberterrorist will Amerika vernichten, in dem er ein Programm aktivieren will, welches alle Atomraketen Amerikas auf einmal hochgehen lassen soll!!!!!??????? Spätestens an dieser Stelle MUSS man als normal denkender Mensch ausschalten. Viel verpasst man auch nicht mehr, außer das der Präsident natürlich gerettet, der Terrorist gestoppt wird und Amerika nochmal davon kommt. Puh, Glück gehabt.

Zum Abschluss gibt es dann eine tolle Rede vor dem amerikanischen Volk, aufgebauscht mit pathetisch-schleimiger Musik und wir vernehmen: „Das Land ist durch diesen Anschlag nur noch stärker geworden“. Unfassbar was für eine Grottenkacke.

Ein kurzes Wort zu den Schauspielern: Butler mag sich ja als Actionheld, von einem Bruce Willis ist er aber weit entfernt. Aaron Eckart der als Kassengift gilt, wollte auch mal in einem Film mitmachen, der versprach erfolgreich zu werden. Angela Bassett und Robert Forster hatten schon lange nicht mehr so viel Screentime. Radha Mitchell wollte auch mal in einem Blockbuster mitspielen und Morgen Freeman wusste zwar wie grottig dieses Werk wird, aber dachte sich, das Milliönchen Gage nehme ich noch in die Rente mit.

Fazit: Ein unfassbar schlechtes Machwerk mit amerikanischem Hurra-Patriotismus und mehr Logiklöchern als ein Käse in einem Raum mit 100 Mäusen.

2chuckys

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