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Archiv für den 19. November 2013

CRAWLSPACE (Universum Film)

am 19. November 2013 unter Horror, SciFi abgelegt

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Irgendwo in der weiten australischen Wüste hat man unterirdisch ein Militärlabor gebaut. Doch anscheinend ist dort ein Experiment schiefgelaufen, denn man fängt einen Funkspruch auf, der darauf hindeutet. Also wird eine Gruppe Soldaten beauftragt, die Anlage zu eliminieren und die Wissenschaftler zu retten. Doch schnell stellt man fest, dass es sich hier um eine recht spezielle Art von Forschung handelt, bei der man Menschen ausbildet in die Gedanken anderer einzudringen und diese zu manipulieren. Schnell wird den Soldaten klar, dass hier wohl keiner wieder lebend herauskommt.

Das Ding wird auf allen Seiten im Internet komplett zerrissen und wieder einmal habe ich damit ein leichtes Verständnisproblem, besonders wenn ich sehe, welche andere Schott auf eben diesen Seiten hohe Bewertungen erzielt.

Natürlich erfindet CRAWLSPACE dieses Genre nicht neu, aber die Darsteller sind solide, die klaustrophobische Enge in manchen Bereichen des Labors sorgt für zusätzliche Spannung und auch die Grundidee mit der Gedankenkontrolle, die Menschen dazu bringt Dinge zu sehen oder zu tun, die sie nicht wollen, hat Potential.

Allerdings denke ich, dass man den Film besser chronologisch erzählt hätte, anstatt den Zuschauer langsam durch Rückblenden aufzuklären. Das sorgt ab und an für einen Durchhänger.

Trotzdem bietet CRAWLSPACE durchaus nette Unterhaltung und einige wirklich gelungene Effekte, besonders wenn man das kleine Budget zu Grunde legt.

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186 DOLLARS TO FREEDOM (Justbridge)

am 19. November 2013 unter Drama abgelegt

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Wayne arbeitet als Lehrer in Lima. Seine Leidenschaft gilt allerdings dem Surfen. Dabei lernt er auch seine Traumfrau kennen. Als er sein abgelaufenes Visum verlängern will, wird er aus heiterem Himmel eingesperrt. Man hat ihm Drogen untergejubelt, weil die geldgeile Polizei sich von dem Kalifornier Geld erhofft, welches man aus seinen Eltern erpressen könnte. Doch Wayne lässt sich auf diesen Deal nicht ein und wird von den korrupten Polizisten gequält. Zudem droht die Stimmung zwischen Wärtern und Gefangenen zu eskalieren.

Und da ist sie wieder, die „wahre Geschichte“. Dieser Ausdruck ist mittlerweile dermaßen durchgenudelt, das man eher erschreckt, wenn man das liest. Doch diesen Wayne gab es tatsächlich und seine Geschichte ist autobiographisch.

Der Film fängt relativ harmlos an, nimmt aber in Sachen Gewalt gegen Ende deutlich zu. Hintergrund des Streifens ist „Der Bewaffnete Konflikt in Peru“, ein Binnenkonflikt in Peru, der am 17. Mai 1980 begann und zu heftigen Aufständen führte. Einige reale Szenen von damals sind auch integriert .

Der mir unbekannte Darsteller John Robinson liefert eine sehr gute Leistung ab, auch wenn ich irgendwie nicht ganz glauben kann, dass sich jemand diesen Qualen hingibt, statt sich freizukaufen. Aber so muss es wohl gewesen sein.

186 Dollars to freedom ist ein spannendes Drama, gut synchronisiert und mit überzeugenden Darstellern besetzt. Ein kleiner Geheimtipp. Der Titel des Films wird übrigens auch aufgeklärt.

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MARIA WERN – KRIPO GOTLAND/STAFFEL 1 (Koch Media)

am 19. November 2013 unter TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Krimis aus dem hohen Norden haben in den letzten Jahren ja Hochkonjunktur. Insbesondere aus Dänemark und Schweden schwappen immer wieder neue Serien zu uns herüber. Frau Wern ist nun das neueste vorliegende Produkt.

Allerdings sei Fans der düsteren Sachen wie „Kommissarin Lund“ gleich gesagt – das hier geht in eine andere Richtung und ist eher wie ein TATORT aufgemacht, was keinesfalls negativ gemeint sein soll. Aber die düstere Grundstimmung, die man aus dem nordischen Raum kennt fehlt hier (außer beim letzten Fall). Wern ist zudem kein gebrochener Charakter. Sie hat zwar ihren Mann verloren, aber ist mit ihren beiden Kindern glücklich. Zudem spielen die Fälle alle bei Tageslicht, was auch ein enormer Gegensatz zu den sonstigen Krimis aus dieser Ecke Europas darstellt.

Drei Fälle in Spielfilmlänge gibt es hier zum Auftakt:

In „Immer wenn die Götter schweigen“ geht es um einen bestialischen Serienkiller, der seine Opfer enthauptet und sie zusammen mit Tieropfern am Bau aufhängt.

Fall Nummer zwei, der mir persönlich besser gefällt als der erste. Es dreht sich um eine ehemalige Army-Freundesgruppe, die sich nach und nach dezimiert. Ist die Freundin des einen die Killerin?

Und in „Schneeträume“ wird ein junges Mädchen tot auf einer Straße gefunden. Es sieht nach Suizid aus. Das Mädchen war jedoch nicht depressiv und ihr Rachen ist verätzt. Das ist auch die mit Abstand stärkste Folge der ersten Staffel.

Insgesamt bietet die Serie unterhaltsame Krimikost, die aber auch zur Primetime im Fernsehen laufen könnte. Positiv: Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und die Fälle die zunächst klar scheinen, erhalten immer eine Wende, mit der man nicht gerechnet hat. Für Fans dieser Serienart durchaus einen Blick wert.

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HOME SWEET HOME (Mad Dimension/ALIVE)

am 19. November 2013 unter Horror, Reviews, Suspense, Thriller abgelegt

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Sarah und Frank kommen von einer Party zurück in ihr schickes Zuhause. Dort sind sie allerdings nicht alleine, denn bereits seit Stunden lungert dort ein recht fieser Verbrecher herum, der mal Lust hat ein paar Menschen zu quälen.

Das wars. Mehr gibt es nicht zu erzählen, denn dieser Film bietet einfach nicht mehr Handlung. Was sich jetzt allerdings relativ banal anhört, ist durchaus raffiniert inszeniert.

Alleine schon die 15-minütige Anfangssequenz, in der man den Eindringling in dem Haus herumlaufen sieht, wie er dieses ausspioniert und sich auf seine Bluttaten vorbereitet, sind durchaus atmosphärisch in Szene gesetzt und auch mal etwas Neues.

Überhaupt lebt der Film von der filigranen Kameraarbeit und den durchaus ordentlichen Schauspielern. Dazu gibt es gegen Ende noch eine kleine fiese Überraschung.

Der Splattergehalt ist nicht allzu hoch, die FSK Freigabe geht aber trotzdem in Ordnung.

Ein kleiner, feiner Thriller, der aus einer Minimal-Story fast das Maximum herausholt.

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OLYMPUS HAS FALLEN (Universum Film)

am 19. November 2013 unter Action, Reviews, Thriller abgelegt

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Ich warne gleich vor, hier wird gleich gespoilert ohne Ende. Wenn man sich diesen Film anschaut und ihn auch noch bis zum Ende durchhält, hat man wirklich eine besondere Leistung vollbracht oder man beherrscht es sein Gehirn wirklich bis auf das letzte Fünkchen Verstand abzuschalten.

Nachdem er bei einem Unfall die Frau des Präsidenten nicht retten konnte, wird Agent Manning aus dem aktiven Dienst versetzt. Aber seine Stunde soll noch kommen.

Wie immer wollen gemeine Menschen die USA ärgern. Diesmal sind die Bösewichte aus Nordkorea. Der Südkoreanische Premier-Minister ist gerade zu Gast im Weißen Haus, da bietet sich das ja auch an. Also dringt man erstmal unbehelligt in den amerikanischen Luftraum und wird dabei auch nicht gestoppt, obwohl man auf amerikanischer Seite weiß, das dieser Flug nirgends registriert ist. Kurz bevor die Koreaner das Weisse Haus erreichen gedenkt man dann mal anzugreifen, doch die schlagen zurück. Huch.

Immerhin registriert man, das dies ja auf einen Anschlag auf den Präsidenten herauslaufen könnte und bringt ihn mitsamt den südkoreanischen Gästen in den Schutzbunker. Doch jetzt kommt die ganz böse Überraschung. Der Berater (oder war es sein Sicherheitschef, hab ich vergessen, spielt auch keine Rolle) ist ein böser Terrorist der mit einigen Komplizen die hohen Herrschaften als Geisel nimmt.

Natürlich hat sich niemand die Mühe gemacht, ihn und seine Gefolgsleute mal auf Waffen zu untersuchen, ist ja nur das Weiße Haus. Da macht man sowas nicht, sondern vertraut den Menschen die es betreten, blind. Soweit schon bescheuert genug, aber dann geht’s erst richtig los.

Von außen eröffnen die Komplizen des Bösewichts das Feuer auf den Secret Service und wollen das Gebäude einnehmen, was auch recht einfach gelingt, denn statt aus sicherer Deckung zu feuern, laufen alle sinnlos und ungeschützt durch den Eingang und lassen sich umnieten. Außer Herrn Butler, der schafft es natürlich problemlos den Feinden zu entkommen.

Im Gebäude angekommen besorgt er sich erst einmal ein Telefon und Waffen und fummelt an der Videoüberwachung rum. Selbstverständlich kennt er noch alle geheimen Codes auswendig und die wurden natürlich auch nicht geändert in seiner Abwesenheit. Wieso auch?

Nachdem er den Sohn des Präsidenten in Sicherheit gebracht hat (der einzige akzeptable Handlungsstrang des ganzen Streifens) geht die Jagd auf den Bösewicht weiter, der wie sich mittlerweile herausgestellt hat „einer der meist gesuchtesten Terroristen der Welt ist“ und dieser spaziert lustig als Vertrauter neben dem südkoreanischen Premier ins Weiße Haus?? Ja is klar. War bestimmt die Brille, die dafür sorgte, dass ihn niemand erkannte.

Und nun bekommen wir die schlimme Wahrheit präsentiert. Der Oberterrorist will Amerika vernichten, in dem er ein Programm aktivieren will, welches alle Atomraketen Amerikas auf einmal hochgehen lassen soll!!!!!??????? Spätestens an dieser Stelle MUSS man als normal denkender Mensch ausschalten. Viel verpasst man auch nicht mehr, außer das der Präsident natürlich gerettet, der Terrorist gestoppt wird und Amerika nochmal davon kommt. Puh, Glück gehabt.

Zum Abschluss gibt es dann eine tolle Rede vor dem amerikanischen Volk, aufgebauscht mit pathetisch-schleimiger Musik und wir vernehmen: „Das Land ist durch diesen Anschlag nur noch stärker geworden“. Unfassbar was für eine Grottenkacke.

Ein kurzes Wort zu den Schauspielern: Butler mag sich ja als Actionheld, von einem Bruce Willis ist er aber weit entfernt. Aaron Eckart der als Kassengift gilt, wollte auch mal in einem Film mitmachen, der versprach erfolgreich zu werden. Angela Bassett und Robert Forster hatten schon lange nicht mehr so viel Screentime. Radha Mitchell wollte auch mal in einem Blockbuster mitspielen und Morgen Freeman wusste zwar wie grottig dieses Werk wird, aber dachte sich, das Milliönchen Gage nehme ich noch in die Rente mit.

Fazit: Ein unfassbar schlechtes Machwerk mit amerikanischem Hurra-Patriotismus und mehr Logiklöchern als ein Käse in einem Raum mit 100 Mäusen.

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