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Archiv für den 11. November 2013

THE CURSE OF CHUCKY (Universal Pictures)

am 11. November 2013 unter Horror, Reviews abgelegt

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Die querschnittgelähmte Nica lebt mit ihrer Mutter in einer riesigen Villa in England. Ihr Leben ist eher bescheiden, zumal ihre Mum wie eine Glucke über sie wacht. Dann flattert eines Tages ein Paket in Haus und was ist da drinne? Eine Good Guy Puppe. Keiner weiß wer der Absender ist und so landet diese schnell im Müll. Ein grober Fehler, denn am nächsten Tag hat Mutti das Zeitliche gesegnet. Zur Beerdigung erscheinen dann Nicas Schwester, deren Mann, ihre Nichte und die Nanny. Die Kleine ist sofort begeistert von der Puppe und schleppt sie überall mithin. Doch dann häufen sich die Todesfälle und so langsam dämmert es Nica, dass der kleine Good Guy durchaus etwas damit zu tun haben könnte.

Na endlich, werden die Old-School-Fans sagen, denn die letzten beiden Teile der Mörderpuppe waren einfach nur schlecht und dermaßen ins Lächerliche gezogen, dass einem das nackte Grausen kam. Daher war auch für mich Chucky immer nur eine Trilogie. Der neue Teil ist allerdings wieder gelungen, auch weil man sich in der ganzen Machart viel eher an die 80er Jahre hielt, denn an neue Gepflogenheiten.

Sehr schön ist die Auflösung des Ganzen und die Hinleitung zum ersten Teil und auch die Schlussszene entlockt einem ein gewisses Schmunzeln und lässt einen auf den nächsten Part gespannt sein.

Ein weiterer Coup ist, dass man als Hauptdarstellerin doch tatsächlich die Tochter von Brad Dourif verpflichtet hat, der im Original den bösen Serienmörder spielt, der dann in die Puppe reinschlüpft und ihr in den anderen Teilen im Original auch weiterhin die Stimme verleiht.

Fazit: Ein erfrischender Neuaufguss für Fans der alten Teile, der zudem geschickt alte Handlungsstränge integriert. Allerdings kann es sein, dass Leute die Chucky zum ersten Mal sehen einiges nicht verstehen werden. Für die Fans jedenfalls ist dieser Teil endlich wieder eine Besinnung zu alten Tugenden.

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ACCUSED – STAFFEL 1 (Justbridge)

am 11. November 2013 unter Reviews, TV-SERIE abgelegt

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Wie ich ja schon öfters betonte, kann man bei Serien der BBC eigentlich kaum was falsch machen. Wenn einem in groben Zügen die Handlung gefällt, die auf dem Cover steht, bekommt man eigentlich nie Mist geboten.

ACCUSED allerdings reiht sich sogar in Ausnahmeserien wie SPOOKS oder SHERLOCK ein, denn hier hat man sich ein wirklich interessantes Konzept einfallen lassen.

Die ersten Minuten der 6 Folgen sind eigentlich immer ähnlich. Der Gefangene wird kurz vorgestellt und in den Gerichtssaal geführt. Danach bekommt der Zuschauer die Vorgeschichte erzählt, wobei man immer mal wieder kurz ins Diesseits abschweift.

Jetzt könnte man ja meinen, das das auf Dauer langweilig wird – dem ist aber nicht so. Dafür sorgen schon die sehr abwechslungsreichen Fälle und, das man anfangs auch nie weiß, wessen Straftat der Angeklagte nun bezichtigt wird.

Insgesamt gibt es 6 Protagonisten, nämlich Will, Liam, Franky, Alison, Kenny und Helen. Ihre Geschichten werden in jeweils einer Folge erzählt. Zum Schluss bekommt man dann die Verkündung des Urteils mit und man ertappt sich dabei, dass man sehr oft eben nicht der gleichen Meinung wie die Geschworenen ist, denn Schuld und Unschuld bzw. nachvollziehbares Verständnis für die Tat sind hier wirklich fließend.

Keiner der 6 Geschichten fällt in irgendeiner Form ab, alle sind interessant und vor allem lebensnah erzählt, und schildern Situationen in die jeder von uns geraten könnte (vielleicht bis auf die Folge mit Franky, weil diese nicht im Alltag, sondern beim Militär spielt).

So mausert sich ACCUSED zu eine der besten Serien die ich den letzten Jahren gesehen habe und ist dazu mit Christopher Eccelston, Andy Serskis, Naomie Harris oder Juliet Stevenson auch noch hochkarätig besetzt.

Fazit: 6 x 1 Chucky für jeden Fall und noch einen Zusatzpunkt für die tollen Dialoge und die Grundidee. Ich hoffe, das wir Staffel 2 auch noch zu sehen bekommen, Nur schade, das es die Serie lediglich auf DVD gibt.

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VIOLET AND DAISY (Capelight/ALIVE)

am 11. November 2013 unter Komödie, Reviews, Thriller abgelegt

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Violet und Daisy sind zwei ganz normale Teenager, mit dem kleinen Unterschied, das sie statt zu kellnern oder Regale in Supermärkten aufzufüllen ihre Einnahmen eben mit Auftragsmorden verdienen. Warum auch nicht? Ist ja schließlich ehrliche Arbeit. Auch Mr. Russ, der ihren Auftraggeber beklaut hat, stellt da zunächst keine besondere Herausforderung da, als man in seine Wohnung einbricht. Doch dieser ist gar nicht interessant darin weiterzuleben, was die beiden Damen doch ziemlich verwirrt. Und je intensiver sie den Mann kennenlernen, desto schwerer fällt es, den Auftrag durchzuführen.

Der Streifen hat durchaus seine Momente. Vor allem wenn die 4 obercoolen Gangster bei Russ eindringen ist das schon sehr amüsant. Überhaupt ist durch die abstrakte Grundidee Potenzial vorhanden, das aber leider nicht wirklich ausgeschöpft wird, was an manchen etwas langatmigen Passagen liegt.

Auch die beiden Mädels (insbesondere Saorise Ronan, die sich aber mal einen Künstlernamen zulegen könnte, denn den kann sich echt niemand merken) und James Gandolfini als Mr. Russ sind ideal besetzt, doch zwischen einem guten Gag oder einer interessanten Action-Sequenz liegt immer Leerlauf. Das macht den Film irgendwie zu einem unvollständigen Ganzen.

So verpufft die gute Grundidee insgesamt zu einem durchschnittlichen Gangsterkrimi mit einigen humorvollen Einlagen, bei dem man nach dem Abspann unweigerlich denkt „Da wäre doch irgendwie mehr drin gewesen“

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DAS PENTHOUSE (Universum Film)

am 11. November 2013 unter Reviews, Thriller abgelegt

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Sara ist eine talentierte Foto-Reporterin, die allerdings bei einem Auftrag in einem Kriegsgebiet durch eine Bombe ihr Augenlicht verliert. Doch mittlerweile führt sie mit ihrem neureichen Freund Ryan ein sorgenfreies Leben in einem Appartement in der Heimat. Als sie eines Tages vom Einkaufen nach Hause kommt, ist Ryan ermordet worden und sein Mörder noch in der Wohnung, sie schafft es zwar diesem zu entkommen, doch danach fängt der Alptraum erst so richtig an.

Der Streifen kommt im Internet nicht wirklich gut weg, was ich nicht nachvollziehen kann. Denn neben der wirklich exzellenten Besetzung, mit dem (in die Jahre gekommenen) Michael Keaton und Michelle Monaghan, hat die Story durchaus einige wirklich interessante Wendungen zu bieten. Insbesondere der Showdown ist sehr originell aufgezogen, wobei ich ohne zu spoilern dazu nicht mehr sagen kann.

Schenken können hätte man sich allerdings die Aufschrift „Vom Regisseur von DER FEIND IN MEINEM BETT“, denn das ist der schlechteste Film, den ich von Joseph Ruben kenne. Den hat man aber wohl genommen, weil Breitmaulfrosch Julia Roberts Anfang der 90er damit groß rauskam. Seine wirklichen Highlights hat Ruben aber mit „DAS ZWEITE GESICHT“ und dem absolut genialen „DIE VERGESSENEN“ abgeliefert, der mittlerweile aber auch schon satte 8 Jahre zurückliegt.

Aber auch DAS PENTHOUSE ist deutlich besser als der Referenzfilm, weil die 90 Minuten rasend schnell vorbeigehen, was ich schon länger so nicht mehr bei  einem Film wahrgenommen habe. Zudem unterscheidet er sich in seiner ganzen Machart deutlich von dem mittlerweile auch öde gewordenen Home-Invasion Einerlei.

Fazit: Im Internet völlig unterrated dürfte DAS PENTHOUSE“ Freunden gute Thrillern auf jeden Fall zusagen. Auch das Wiedersehen mit Keaton erfreut den Cineasten.

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