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Archiv für den 01. November 2013

FRESH MEAT (Capelight/ALIVE)

am 01. November 2013 unter Horror, Komödie, Reviews abgelegt

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Rina besucht in den Ferien ihre Maori-Eltern und freut sich auf das Wiedersehen. Leider hat sich aber insbesondere kulinarisch einiges geändert, denn die Mutter, eine Fernsehköchin und ihr Gatte, haben eine recht krasse Ernährungsumstellung vorgenommen und verspeisen nun Menschenfleisch. Da trifft es sich ganz gut, dass eine Killerbande die Familie als Geiseln nimmt, denn da ist der Frischfleischbestand wieder gesichert. Die ahnen natürlich nichts davon und machen auf coole Gangster. Das allerdings ändert sich als sie auf der Liege Platz genommen haben, die dazu da ist, Körperteile abzutrennen.

Das hört sich jetzt extrem trashig und auch doof an, ist es aber gar nicht, sondern wirklich an manchen Stellen extrem witzig. Die Idee Menschenfresser und Killer aufeinandertreffen zu lassen und den Zuschauer miterleben zu lassen, wer denn nun gewinnt, ist grundsätzlich schon mal eine witzige Idee, die hier auch teilweise sehr geschmacklos umgesetzt wurde.

Wenn auch nicht jeder Gag zündet und einiges ein wenig übertrieben ist, geht insbesondere gegen Ende richtig der Punk ab und auch Splatterfans kommen auf ihre Kosten.

Dem neuseeländischen Film wurde noch dazu eine erstaunlich gute Synchronisation verpasst, was die Qualität des Streifens steigert.

Tamuera Morrison ist wohl DER Kino-Star der Maoris. Ich kannte ihn nicht, er spielt die Rolle des Familienoberhauptes aber mit Verve, Ebenso Kate Elliott, deren bekannteste Rolle wohl die einer Vampirin im genialen 30 DAYS OF NIGHT sein dürfte, als Gegenpart.

Fazit: Auch wenn sich das alles recht chaotisch anhört, gleitet der Streifen nie ins dümmliche ab, sondern hält ein erstaunlich hohes Niveau. Menschen die Filme wie TUCKER UND DALE gut finden, könnten hieran auch Gefallen finden, Könnte ein Kultfilm werden und ihr habts dann auf Videotie als erstes gelesen :o )

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COMPLEX (Koch Media)

am 01. November 2013 unter Drama, Horror, Reviews abgelegt

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Es gibt Regisseure die landen einen Kulthit, danach versinken sie in der Versenkung. So auch Hideo Nakata, der 1998 mit THE RING eine ganze Invasion von Horrorfilmen aus Asien auslöste, meistens mit Mädels inklusive schwarzen langen Haaren in der Hauptrolle. Danach aber kam nicht mehr viel. Der respektable DARK WATER und die Fortsetzung des o.g. Streifens, der (insbesondere im amerikanischen Remake, das Nakata selbst drehte) aber deutlich schlechter war.

Nun ist er also wieder da und bietet uns mit COMPLEX durchaus ansprechende Genrekost.

Asuka ist soeben mit ihrer Familie in einen GebäudeCOMPLEX eingezogen. Jeden Morgen wird sie gegen 5.30 Uhr von einem Wecker aus dem Schlaf gerissen. Als sie ihren Nachbarn daraufhin ansprechen will, findet sie ihn tot in seiner Wohnung auf. Kurz nach dem Schock lernt sie im Park einen kleinen Jungen kennen, der ihr ans Herz wächst und der den Verstorbenen kannte. Doch diese Freundschaft steht unter gar keinem guten Stern….

Mehr kann ich nicht verraten, denn dann würde ich zu sehr spoilern. COMPLEX fängt sehr langsam an, weil sich Nakata für die Charakterzeichnung seiner Hauptfigur recht viel Zeit gönnt. Das ist aber in Ordnung. Die Wende gegen Mitte des Films ist zwar nett, aber selbst der dümmste wird diese erkennen, da Nakata einen mehrmals richtiggehend drauf stößt.

Die letzte halbe Stunde ist dann richtig schön spooky und das Ende ziemlich gemein, zumindest für die beteiligte Person.

Es fragt sich jedoch ob alle diesen Streifen bis zum Schluss sehen werden, da es teilweise schon sehr langsam vorangeht und viele diesen Stil nicht mögen, den man von Nakata aber eigentlich gewohnt ist.

Die beste Rolle hat der kleine Junge (man verzeihe mir, dass ich nicht weiß wie er heißt), der gegen Ende wirklich die Sau rauslässt. ^^

Insgesamt ein solider Genrebeitrag von Nakata, den man sich durchaus ansehen kann, wenn man keinen zweiten RING erwartet.

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THE PLACE BEYOND THE PINES (Kinowelt)

am 01. November 2013 unter Drama, Reviews abgelegt

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Luke ist Motorradstuntman, arbeitet auf einem Jahrmarkt und zieht mit diesem von Ort zu Ort, Eines Tages trifft er Romina wieder, mit der er einen One Night Stand hatte. Eher aus Versehen erfährt er, dass er einen Sohn hat. Luke ist bereit sich der Verantwortung zu stellen und kündigt. Doch die Versorgung der Familie ist schwer und so begeht er Bankeinbrüche. Doch irgendwann geht einer davon schief und er wird von Avery Cross, einem ehrgeizigen Cop gestellt.

Mehr an Beschreibung ist nicht drinne, weil ich ansonsten den ganzen Film verraten würde. Sicherlich für andere Rezensenten auch nicht gerade einfach einen Film zusammenzufassen, der eigentlich aus drei Abschnitten besteht, die miteinander zu tun haben, aber in der Zeitfolge hintereinander passieren.

Fakt ist aber, dass THE PLACE BEYOND THE PINES ein wirklich toller Film geworden ist. Das liegt unter anderem an der exzellenten Besetzung, wobei Gosling mal wieder eine Meisterleistung abliefert, obwohl er ja grundsätzlich eher mit ausufernder Mimik geizt. Zudem sind auch die Nebenrollen hochkarätig besetzt.

Der Film dauert zwar 141 Minuten, hat aber einen sehr schönen Fluss, so dass diese erstaunlich schnell vorbeigehen. Der letzte der drei Handlungsstränge ist, und das ist der einzige kleine Kritikpunkt schon ein wenig konstruiert. Zumindest das Zusammentreffen der Protagonisten ist schon weit hergeholt, aber da kann man natürlich auch mit Sprüchen wie „So klein ist die Welt“ oder „Wie das Schicksal so spielt“ argumentieren.

Am Ende stellt man sich zwangsläufig die Frage, wer hier der gute und der Böse ist, da man für beide Parteien irgendwie Verständnis aufbringt und die Grenzen verschwimmen.

Wer DRIVE mochte wird auch diesen Film gut finden, da die Stimmung sehr ähnlich ist. Zwar gibt es hier auch einige Actionsequenzen, doch insgesamt ist das hier doch ein stilles Drama, das mehr Zuschauer im Kino verdient gehabt hätte.

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DARK ROOM (Justbridge)

am 01. November 2013 unter Reviews, TV-SERIE, Thriller abgelegt

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Jinx erwacht nach einem Autounfall aus dem Koma und kann sich an nichts erinnern. Daher geht ihr Psychologe zunächst von einem Selbstmordversuch aus. Kurze Zeit später findet man in einem abgelegenen Waldstück zwei Leichen, die sich als Jinx’ beste Freunde Meg und Leo herausstellen. Als die Polizei herausfindet, das Leo sich kurze Zeit vorher von Jinx getrennt hatte, und das auch noch wegen Mag, verdichtet sich der Verdacht, das die junge Millionenerbin bei dem Mord die Finger im Spiel haben könnte, denn Eifersucht ist immer ein gutes Motiv. Mit Hilfe des freundlichen Psychologen Alan versucht sie auf eigene Faust zu ermitteln, was passiert ist. Doch dann wird auch dieser im Schlaf attackiert und die Verdachtsmomente gegen Jinx erhärten sich.

Die Miniserie ist bereits aus dem Jahre 1999, aber erst letztes Jahr bei uns auf DVD erschienen. Bei einer Veröffentlichung der BBC kann man eigentlich immer sicher sein, dass man keinen Mist geboten bekommt. Ich kann mich nicht an eine einzige Produktion erinnern, die richtig schlecht war. Im Gegenteil – mit den brillanten SHERLOCK, HAUTNAH und SPOOKS hat man drei absolute Highlights im Repertoire.

Aber auch DARK ROOM lohnt sich durchaus. Das Alter sieht man dem Streifen auch nur an den Computern und den Frisuren an. Eine gute Geschichte ist schließlich nicht vom Alter abhängig und wer mir jetzt erzählt, dass er auf diese Auflösung kommt, den muss ich leider auslachen, denn darauf KANN man nicht kommen. Trotzdem wirkt diese aber gar nicht mal zu sehr konstruiert und somit bleibt der Streifen auch bis zum Ende spannend..

Die Darsteller, die ich alle nicht kenne, erledigen ihren Job durchweg gut, wobei mir insbesondere der verbissene Detektive gefallen hat, aber auch Dervla Kerwin als Jinx, weil sich ihr Charakter im Laufe des Streifens stark verändert und sie diese Gratwanderung problemlos hinbekommt.

Fazit: Wer auf gute Fernsehunterhaltung aus dem Mutterland des Fußballs steht, kann hier bedenkenlos zugreifen.

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ZIMMER 205 (Eurovideo)

am 01. November 2013 unter Horror, Reviews abgelegt

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Katrin steht kurz davor ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und mit dem Studium zu beginnen, denn sie hat ein schreckliches Erlebnis hinter sich bringen müssen, als sie ihre Mutter tot auffand, Seitdem muss sie auch starke Psychopharmaka nehmen und wird von ihrem Vater wie ein rohes Ei angepackt. Doch damit ist es in der Studentenbude endlich vorbei. Schnell lernt sie auch einen süßen Typen kennen und alles scheint sich zum Besseren zu wenden. Doch dann erfährt sie, dass ihre Vorgängerin spurlos verschwand. Als sie deren Videotagebuch entdeckt, versucht sie herauszufinden, was damals passiert ist. Doch diese Aufklärungsversuche kosten jede Menge Menschenleben.

Die Deutschen und Horrorfilme – ein leidiges Thema. Thriller können wir ja, aber bei Horror hört es dann meistens auf und man muss sich echt schon anstrengen, dass einem ein wirklich guter Horrorfilm aus diesem Land einfällt. Entweder endet das in bemühtem Unsinn (ANATOMIE) oder in Gewaltorgien der Herren Ittenbach und Schnaas. Daher ist man als Rezensent immer besonders gespannt, was einen erwartet und ich wurde einigermaßen überrascht denn im Grunde macht Regisseur Matsutanin nicht wirklich viel falsch.

Ein solider Spannungsaufbau, eine gute Hauptdarstellerin und einige wirklich gelungene Kameraspielchen (ich sage nur Loch in der Wand/Wäschetrommel) sorgen für ordentlichen Grusel. Einen richtig dicken Pluspunkt verdient sich ZIMMER 205 mit dem Schluss, der auch optisch ideenreich in Szene gesetzt wurde.

Zudem sieht der Streifen auch wirklich wie ein Kinofilm aus und nicht wie eine Fernsehproduktion, obwohl Matsutanin eher vom TV kommt.

Auch wenn Jennifer Ulrich ihre Rolle gut spielt – wie eine Studentin Anfang 20 sieht sie dann doch nicht aus, aber das stört nicht wirklich. Unbedingt erwähnenswert sei hier auch wieder der geniale Andre Hennicke, der im Allgemeinen viel zu wenig Gelegenheit erhält sein Können zu zeigen und hier als ermittelnder Kommissar agiert.

Fazit: Durchaus anständiger Horrorbeitrag aus deutschen Landen, mit einigen wirklich netten Einfällen.

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