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RUMBLE FISH/TWIXT (Koch Media/Studio Canal)

rumbletwixt

Auf den ersten Blick ist dieses Double-Feature sicher äußerst merkwürdig, denn was haben ein relativ neuer Horrorfilm und ein Streifen aus den frühen 80ern denn gemeinsam? Nun das will ich gerne aufklären.

Zum ersten handelt es sich bei beiden Filmen um den gleichen Regisseur, nämlich Francis Ford „der Pate“ Coppola. Beiden Filmen war nicht wirklich Erfolg vergönnt und beide Streifen haben trotz der unterschiedlichen Entstehungsjahre den gleichen Stil.

Rumble Fish drehte Coppola etwa gleichzeitig mit den OUTSIDERS. Er hatte schon immer ein gutes Händchen für Nachwuchstalente, denn Matt Dillon, Diane Lane und auch Mickey Rourke wurden später zu Stars. Bei den Outsiders waren ja sogar noch mehr, heute sehr bekannte Namen, dabei.

Allerdings hat Rumble Fish nur eine minimale Handlung, die sich im Groben darum dreht, dass Rusty James (Dillon) seinem älteren Bruder nacheifert und einen eben so gewaltigen Ruf erlangen will wie dieser. Viel mehr (außer einer Romanze) gibt es hier nicht zu berichten. Der Film spielt mit Traumsequenzen und Farbgebungen zwischen dem Schwarz-Weiss Bild und genauso verfährt Coppola auch in TWIXT. In dem Streifen geht es darum, dass ein heruntergekommener Buchautor (und wen könnte man da besser besetzen als Fettbäckchen Val Kilmer) in einem kleinen Ort auf ein dunkles Geheimnis stößt und einen Bestseller wittert. Zwar ist die Technik mittlerweile 30 Jahre weiter, doch das Stilmittel ist das gleiche, das Coppola hier benutzt und auch bei TWIXT gibt es nur eine rudimentäre Handlung. Man muss die Bilder auf sich wirken lassen, sonst wird man zu den Filmen keinen Zugang finden.

Beide Streifen sind aus eben erwähnten Gründen äußerste Geschmackssache und eine Bewertung ist sehr schwierig. 1983 war die Zeit für so ein filmisches Experiment noch nicht reif, heutzutage haben sich die Sehgewohnheiten geändert – trotzdem ist TWIXT alles andere als Mainstream….

Bei so einem alten Streifen wie RUMBLE FISH will ich aber auch kurz auf die Technik eingehen, denn diese ist hervorragend. Das schwarz-weiße Bild macht auch auf dem Beamer eine gute Figur – der Ton wurde bestmöglich aufgemotzt. Dazu gibt es eine tolle Verpackung und ein sehr informatives, mehrseitiges Booklet, welches sich mit Coppola und den beiden, damals entstandenen Filmen beschäftigt – das alles für einen fairen Preis, daher können Fans hier bedenkenlos zugreifen.

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