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Archiv für den 06. September 2013

FESTUNG (Lighthouse)

am 06. September 2013 unter Drama abgelegt

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Die 13-jährige Johanna und ihre kleine Schwester Moni leben noch bei ihrer Mutter, während, die ältere Schwester bereits die Flucht ergriffen hat, denn der Vater hat sich nicht unter Kontrolle und prügelt pausenlos auf seine Gattin ein. Auch eine Therapie bringt keine Besserung, doch sie nimmt ihn immer wieder bei sich auf und kommt nicht von ihm los. Die beiden Mädchen wissen, dass Ihnen eventuell das Jugendheim droht, wenn herauskommt, was zu Hausse passiert. Daher versuchen sie die Sache geheim zu halten, so lange es geht. Doch Johanna verliebt sich das erste Mal, doch da sie ihren Freund immer anlügen muss und der glaubt, das sie einen anderen hat, scheint diese Romanze zu zerbrechen. Johanna muss sich nun entscheiden….

Zuerst einmal 2 Fragen vorweg: Wieso gibt es diesen Film lediglich auf DVD? Nicht, das dies nun ein Streifen wäre, der aufgrund seines Looks nach einer Blu Ray Auswertung schreit, doch als Sammler ist es ärgerlich, wenn man seine Sammlung wieder um ein älteres Medium ergänzen muss, wenn einem dieser Film gefallen hat. Und warum hat das Mädel das hier die Hauptrolle spielt, bislang nichts weiteres gedreht?

Ihre Vorstellung ist grandios und sie spielt ihre bekannten Mitstreiter Peter Lohmeyer und Karoline Herfurth mal eben locker an die Wand. Auch der Junge, der ihren Freund gibt, macht einen sehr guten Job. Die Romanze der beiden, ist wie auch der gesamte Film, sehr lebensnah konstruiert und die Dialoge und Verhaltensweisen der Teenager wirken nie gespielt sondern echt.

Auch ansonsten kann ich hier nur Lob verteilen. Das Thema wurde glaubwürdig und sensibel umgesetzt. Und auch das Ende hat mir gut gefallen, obwohl es die ein oder andere Frage offen lässt, aber das ist auch ganz gut so und lässt den Zuschauer während des Abspanns (unterlegt mit sehr schöner Musik) noch über den Film nachdenken.

Fazit: Sehr gutes und intensives Drama mit überzeugenden Jungdarstellern. Wer dieser Thematik offen gegenüber steht, sollte zugreifen.

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DIE JAGD (Universum Film)

am 06. September 2013 unter Drama abgelegt

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Lucas hat sich nach der Trennung von seiner Frau ganz der Arbeit verschrieben. Als Erzieher in einem Kindergarten, ist er sowohl bei den Kollegen, als auch bei den Kids sehr beliebt, insbesondere Klara, die Tochter seines besten Freundes hat ihn sehr gerne. Doch als sie sich von ihm vernachlässigt bzw. abgewiesen fühlt, setzt sie das Gerücht in die Welt, dass er ihr sein Geschlechtsteil gezeigt habe. Die Chefin des Kindergartens suspendiert ihn sofort. Als sich in der Stadt herumspricht, was Lucas angeblich getan hat, stoßen ihm Hass und Missachtung entgegen. Doch das ist erst der Anfang.

Der Film bekommt überall sensationelle Kritiken und Mikkelsen sehe ich auch ganz gerne (obwohl mir sein Bruder lieber ist), also war ich sehr gespannt – vielleicht auch zu sehr. Denn meiner Meinung nach, kann der Film seinem Anspruch nicht ganz gerecht werden.

Zuerst einmal finde ich es schon etwas übertrieben, das die Leiterin des Kindergartens einer Rotznase, die bekannt dafür ist, Geschichten zu erfinden, sofort Glauben schenkt und das ganze nur durch eine oberflächliche Befragung eines Freundes gestützt wird.

Zudem finde ich sowohl die Verhaltensweisen des Protagonisten, als auch seines Umfeldes etwas überzeichnet. Wieso begibt er sich denn ständig auf Konfrontationskurs mit den Einwohnern? Was soll das bringen? Und diese wissen eigentlich gar nicht genau was passiert sein soll, behandeln ihn aber sofort wie einen Aussätzigen und sprechen davon, dass er sich an dem Mädchen „vergangen“ hat, was ja überhaupt nicht zur Debatte steht.

Grundsätzlich ist die Thematik gelungen und auch die Schauspieler wissen zu überzeugen, jedoch empfinde ich persönlich die Reaktionen aller Beteiligter für etwas weit hergeholt und an manchen Stellen schlicht und einfach unrealistisch. Gut, aber nicht so gut wie erwartet.

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GALLOWWALKERS (Ascot Elite)

am 06. September 2013 unter Horror abgelegt

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Treffen sich 2 Produzenten:

1: Du ich hab ne coole Idee.

2: Ja was denn?

1: Ich will nen Film machen mit Zombies, aber nicht normalen Zombie sondern coolen Zombies, mit coolem Look. Und die Darsteller sollen auch die ganze Zeit cool schauen.

2: Hört sich nach ner coolen Idee an.

1: Ja aber jetzt brauche ich noch nen coolen Helden, der die Zombies an Coolness nochmal überbietet.

2: Der Snipes is doch ausm Knast raus oder?

1: Echt? Cool, dann nehmen wir den, denn der kann ja auch megacool schauen. Produzierst du den Streifen mit?

2:Klar wird bestimmt cool.

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RUMBLE FISH/TWIXT (Koch Media/Studio Canal)

am 06. September 2013 unter Drama, Horror abgelegt

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Auf den ersten Blick ist dieses Double-Feature sicher äußerst merkwürdig, denn was haben ein relativ neuer Horrorfilm und ein Streifen aus den frühen 80ern denn gemeinsam? Nun das will ich gerne aufklären.

Zum ersten handelt es sich bei beiden Filmen um den gleichen Regisseur, nämlich Francis Ford „der Pate“ Coppola. Beiden Filmen war nicht wirklich Erfolg vergönnt und beide Streifen haben trotz der unterschiedlichen Entstehungsjahre den gleichen Stil.

Rumble Fish drehte Coppola etwa gleichzeitig mit den OUTSIDERS. Er hatte schon immer ein gutes Händchen für Nachwuchstalente, denn Matt Dillon, Diane Lane und auch Mickey Rourke wurden später zu Stars. Bei den Outsiders waren ja sogar noch mehr, heute sehr bekannte Namen, dabei.

Allerdings hat Rumble Fish nur eine minimale Handlung, die sich im Groben darum dreht, dass Rusty James (Dillon) seinem älteren Bruder nacheifert und einen eben so gewaltigen Ruf erlangen will wie dieser. Viel mehr (außer einer Romanze) gibt es hier nicht zu berichten. Der Film spielt mit Traumsequenzen und Farbgebungen zwischen dem Schwarz-Weiss Bild und genauso verfährt Coppola auch in TWIXT. In dem Streifen geht es darum, dass ein heruntergekommener Buchautor (und wen könnte man da besser besetzen als Fettbäckchen Val Kilmer) in einem kleinen Ort auf ein dunkles Geheimnis stößt und einen Bestseller wittert. Zwar ist die Technik mittlerweile 30 Jahre weiter, doch das Stilmittel ist das gleiche, das Coppola hier benutzt und auch bei TWIXT gibt es nur eine rudimentäre Handlung. Man muss die Bilder auf sich wirken lassen, sonst wird man zu den Filmen keinen Zugang finden.

Beide Streifen sind aus eben erwähnten Gründen äußerste Geschmackssache und eine Bewertung ist sehr schwierig. 1983 war die Zeit für so ein filmisches Experiment noch nicht reif, heutzutage haben sich die Sehgewohnheiten geändert – trotzdem ist TWIXT alles andere als Mainstream….

Bei so einem alten Streifen wie RUMBLE FISH will ich aber auch kurz auf die Technik eingehen, denn diese ist hervorragend. Das schwarz-weiße Bild macht auch auf dem Beamer eine gute Figur – der Ton wurde bestmöglich aufgemotzt. Dazu gibt es eine tolle Verpackung und ein sehr informatives, mehrseitiges Booklet, welches sich mit Coppola und den beiden, damals entstandenen Filmen beschäftigt – das alles für einen fairen Preis, daher können Fans hier bedenkenlos zugreifen.