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Archiv für den 02. August 2013

BLOOD (Koch Media)

am 02. August 2013 unter Drama, Thriller abgelegt

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Joe Fairburn und sein jüngerer Bruder Chrissie, arbeiten, wie schon ihr Vater, bei der örtlichen Polizei. Als eines Tages ein junges Mädchen ermordet wird, steht der Täter schnell fest, doch Mangels Beweise kommt er wieder auf freien Fuß. Für Joe, der schon einmal einen Mörder hat Laufen lassen müssen, ist der Fall klar und er stellt den mutmaßlichen Täter nochmal zur Rede. Als dieser eine falsche Bemerkung macht, haut Joe ihm eins mit dem Spaten über. Dieser stirbt an den Folgen der Verletzungen und die beiden Cops versuchen das ganze nun sowohl zu vertuschen, als auch zu vergessen. Doch dann kommen klare Beweise ans Tageslicht, die den Ermordeten entlasten. Die beiden werden von ihrem schlechten Gewissen geplagt und auch ihr Kollege ahnt, das etwas nicht stimmt und ist den beiden auf den Fersen.

Paul Bettany, Brian Cox, Mark Strong – es gibt schlechtere Besetzungen für einen kleinen Thriller. Und eben diese sorgt auch dafür, dass die eigentlich relativ simple Geschichte nicht langweilt. Die Darstellung der beiden Brüder, ihr schlechtes Gewissen und die damit verbundene innere Zerrissenheit, sowie die Auswirkungen auf das Privatleben, werden von den beiden Darstellern grandios verkörpert.

BLOOD ist kein Hochspannungs-Thriller und besitzt auch nicht viel Tempo, aber neben den guten Darstellern gibt es wunderschöne Aufnahmen der britischen Küste und ein ganz feines Gefühl des Kameramanns für gelungene Einstellungen.

Regisseur Nick Murphy, der zuvor schon mit THE AWAKENING zeigte, was man mir guten Darstellern und ein wenig Phantasie im Bereich der Kameraführung herausholen kann, wechselt von Horror zum Thriller und vollzieht einen gelungenen Spagat.

Für Menschen die gerne anspruchsvolle kleine Streifen sehen, ist dieser hier genau richtig, auch wenn der Thriller eher ein Drama ist. Trotzdem entsteht ein wunderbares Gesamtbild, welches den Zuschauer die ganze Laufzeit bei der Stange hält. Sollte man mal gesehen haben.

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THE CRIME – GOOD COP/BAD COP (Universum Film)

am 02. August 2013 unter Action, Thriller abgelegt

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Die erste Frage die man sich stellt, wenn man den Film zu Ende gesehen hat ist: Wieso er eigentlich einen so dusseligen Namen trägt, der absolut KEINEN Zusammenhang mit dem Gesehenen hat? Wer denkt sich so etwas aus? Das ist aber auch so mit das einzigste negative was einem zu diesem Klasse-Streifen einfällt und dafür kann dieser ja nichts.

Jack Regan ist Chef einer Spezialeinheit namens Sweeney, die gezielt und recht kompromisslos gegen die Londoner Unterwelt vorgeht. Allerdings sind die Methoden, die die Truppe anwendet vielen höherrangigen Sesselfurzern ein Dorn im Auge und Ivan Lewis von der Dienstaufsichtsbehörde beginnt zu ermitteln. Pech zudem dass seine Gattin mit Regan vögelt, was dieser natürlich nicht weiß. Doch während dessen Ermittlungen bekommen es die Cops mit einem äußerst merkwürdigen Fall zu tun. Ein Raub eines Juweliergeschäftes endet mit einer Hinrichtung, die eigentlich überhaupt keinen Sinn ergibt, da der Beutezug gelungen war, und diese vollkommen unnötig erscheint. Regan kommt jedoch schnell den Verbrechern auf die Spur, weil diese mit einer speziellen Technik arbeiten für die nur eine Gruppe in Frage kommt. Doch nach deren Festnahme stellt sich heraus, dass diese zur Zeit des Bruchs gar nicht in London anwesend waren und der Druck auf Regan wird größer. Als es dann zu einem Banküberfall kommt, den die Truppe gegen den willen der Oberen versucht zu zerschlagen, was mehrere zivile Todesopfer zur Folge hat, folgt dessen Suspendierung……

Dieser Film basiert wohl lose auf einer Fernsehserie der frühen 80er, die ich allerdings nicht kenne. Von daher kann ich nur den Film bewerten und an dem gibt’s nahezu nichts auszusetzen.

Schauspielerisch erste Sahne und bis in die kleinsten Nebenrollen gut besetzt, stiehlt Winstone trotzdem allen die Show. Mit seiner abgefuckten Art (die sich allerdings an manchen Stellen sehr nahe am Overacting bewegt), die ein wenig an den früheren John Mc Lane erinnert, gibt er dem Wort Coolness eine völlig neue Bedeutung.

Die Geschichte ist relativ einfach und hält nur gegen Ende eine kleine wende parat. Dennoch ist der Streifen trotz relativ langer Laufzeit sehr unterhaltsam und die FSK 16 Freigabe erstaunlich, denn die gezeigte Brutalität ist hier doch an manchen Stellen ziemlich heftig.

Genial inszeniert wurde die sicherlich 20 Minuten lange Schießerei in der Mitte des Films und auch ansonsten passen die Actionszenen. Da ich nun wahrlich kein Fan dieses Genres bin und ich das trotzdem sensationell gedreht fand, müsste es Fans erst Recht gefallen.

Normal gehe ich nicht auf Bildqualität von neue Filmen ein, weil ich einfach voraussetze, das diese gut ist. Doch hier ist das Bild dermaßen scharf und hinterlässt im Zusammenspiel mit den leichten Blaufiltern versehenen Aufnahmen einen exquisiten Gesamteindruck.

Fazit. Ein straighter Action-Thriller, bei dem es recht heftig zur Sache geht. Aber auch die knackigen Dialoge zwischen den Action-Szenen sind spitze und Winstone ist einfach ne coole Sau. Unbedingt ansehen. Ein sicherer Tipp für das Geißlein (Insider wissen Bescheid).

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TERROR TRAP – MOTEL DES GRAUENS (DTP)

am 02. August 2013 unter Thriller abgelegt

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Dan und Nancy sind ein Ehepaar, das längst ihre Liebe gegen dauernde Sticheleien ausgetauscht hat. Als ihr Wagen auf einer einsamen Straße liegenbleibt, sind die auch noch gezwungen, in einem schäbigen Motel zu übernachten, was den beiden Jetsettern und insbesondere ihr gar nicht zusagt. Der Sheriff verspricht den beiden aber, den Wagen am nächsten Tag abschleppen und reparieren zu lassen. Doch das Motel erweist sich als wenig kuschelig, denn dort schaut man auch auch gerne mal zu, wie die Bewohner tyrannisiert und gekillt werden.

Eigentlich ist dieser Streifen gar keine Erwähnung wert, doch wer mal wieder wirklich amüsanten Trash sehen will, ist hier wirklich gut bedient. Dazu gibt es wirklich 3 oder 4 echte Lacher, insbesondere die Dialoge des rumzickenden Ehepaars sind wirklich witzig, wenn auch wahrscheinlich unfreiwillig komisch.

Kommen wir zu den Darstellern: Jeff Fahey kratzte Anfang der 90er mal an den A-Movies, schaffte den Sprung jedoch nie und stieg dann in die C-Liga ab. Seine Rolle hier ist relativ dümmlich. Michael Madsen hat das anders geregelt. Der fing sofort bei den A-Movies an und um dann direkt in die C-Klasse abzustürzen. Dieser Film hier ist allerdings auch dort so ziemlich das schlechteste was ich je von ihm gesehen habe. In seiner gefühlten Screentime von 7 Minuten lässt er ein paar Pseudo-coole Sätze los und spielt eine vollkommen dusselige Rolle, die sich bis zum Ende auch nicht erschließt.

Das man ihn nicht ganz vergessen hat, sah man an seinem Einsatz mit Jack Bauer in der letztem 24-Staffel, wo er beweisen konnte, dass er es doch noch drauf hat. Also Michael, hör auf in so einem Mist mitzuspielen.

Das der Film aber wirklich so richtig doof und dilettantisch ist, gibt’s dennoch aufgrund starken Trashbonus noch

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Y/N (Euro Video)

am 02. August 2013 unter Thriller abgelegt

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Kate und Jack sind anscheinend glücklich liiert, doch nach Ihrer Hochzeit erwachen Sie beide in seinem abgeschlossenen Raum, aus dem es kein Entrinnen gibt. Beide werden gezwungen diverse Fragen, die sich auf den Ehepartner beziehen, per Knopfdruck mit Ja oder Nein zu beantworten. Mit der Zeit werden diese immer persönlicher und die beiden beginnen sich, getrennt voneinander, immer mehr zu misstrauen. Es scheint sich hierbei um einen merkwürdigen Test ihrer gemeinsamen Liebe zu handeln. Ist diese wirklich so stark wie sie denken? Als dann noch Kates Ex Lover dazukommt, wird die Situation chaotisch und die Antworten immer schwieriger, um sie einfach mit Ja oder Nein abzuhandeln. Doch wenn kein Knopf gedrückt wird, folgen Strafen….

Das hört sich alles gar nicht so uninteressant an und ist es auch nicht – für 30 Minuten. Danach wirkt das ganze Thema dermaßen überkonstruiert, das der Zuschauer irgendwann gelangweilt die Lust verliert.

Den größten Fehler, den die Macher hier begangen haben ist, das ganze als Drama, denn als Thriller zu inszenieren. Hätte das ganze eine spannende Handlung und würden die beiden Knöpfe für Geschehnisse und Suspense sorgen, wäre das alles gar nicht so übel. Doch stattdessen erfährt man als Zuschauer in endlosen Rückblenden, wo denn nun die Ehegeheimnisse der beiden Protagonisten liegen.

Ähnlich wie bei dem ebenfalls heute besprochenen VEHICLE 19, reicht das alles für einen Kurzfilm, aber satte 110 Minuten (!!) sind hier locker 30 zu viel. So wird der Zuschauer immer desinteressierter und eigentlich ist einem der Ausgang egal, den man zudem schon voraussehen kann. Gääääähn.

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VEHICLE 19 (Studio Canal)

am 02. August 2013 unter Action, Thriller abgelegt

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Ex-Sträfling Michael wurde soeben aus der Haft entlassen und beschließt daraufhin gegen seine Bewährungsauflagen verstoßend, seine Freundin in Südafrika zu besuchen, die bei der dortigen Botschaft arbeitet. Doch von Beginn an läuft alles schief. Zunächst bekommt er von der Autovermietung einen falschen Wagen, danach findet er dort noch eine Waffe, ein Handy und eine gefesselte, entführte Staatsbedienstete und gerät in einen Korruptionsskandal der hiesigen Polizei und somit in eine aussichtslose Lage, denn bald sind ihm sämtliche Bullen auf den Fersen, da der Polizeichef der Drahtzieher des ganzen ist.

Die Grundidee des Streifens ist gar nicht mal schlecht. Mann muss sich aus allen Problemen raushalten und wird dann doch in eine Sache reingezogen, für die er gar nichts kann, und die sich sowohl ihm als auch dem Zuschauer erst nach und nach erklärt.

Das Hauptproblem von VEHICLE 19 ist aber, dass eben diese Grundidee keinen ganzen Spielfilm trägt. Trotz der recht knackigen Laufzeit, schleichen sich immer wieder Längen ein, sowie so manches Logiklöchlein. Insbesondere die letzten 20 Minuten finde ich aber durchaus gelungen.

Paul Walker mag ich eh gerne, nur sollte er sich mal einen anderen Berater in Sachen Filmauswahl zulegen, denn in seiner Filmographie findet sich haufenweise Schrott.

Allerdings finde ich, dass der Streifen bei Seiten wie ofdb mit einem Schnitt von (zum Zeitpunkt dieser Kritik) 3,73 doch etwas arg schlecht wegkommt. Die Idee ist gut, Walker ist gut, der letzte Abschnitt ist gelungen. Wenn ich sehe, was für ein Mist dort einen Schnitt von über 5 hat, kann ich da doch nur etwas staunen.

Daher vergebe ich hier

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