Kalender

Juli 2013
M D M D F S S
« Jun   Aug »
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 10. Juli 2013

SINISTER (Universal Pictures)

am 10. Juli 2013 unter Horror abgelegt

224371

Ellison Oswalt ist ein sogenannter TRUE CRIME Autor, der wahre Verbrechen recherchiert und sie versucht aufzuklären. Sein letzter Bucherfolg liegt jedoch schon lange zurück und das Geld ist verbraucht. Nun wittert er jedoch seine Chance, denn in einem kleinen Örtchen im Nirgendwo ereignete sich ein schreckliches Verbrechen, als eine ganze Familie kollektiv an einem Baum aufgehängt wurde. Alle – bis auf ein kleines Mädchen. Im Keller findet Oswalt jede Menge Super 8 Filme, die weitere Verbrechen an anderen Familien zeigen. Doch wer hat die dort platziert? Und wer ist Mister Boogie? Als Oswalt herausfindet, dass diese im Zusammenhang mit seinen jetzigen Untersuchungen stehen, geraten er und seine Familie ebenfalls in Lebensgefahr.

SINISTER ist einer der Filme, bei der eine Zusammenfassung unheimlich schwerfällt, weil man dauernd Gefahr läuft zu viel zu verraten, was gerade bei diesem Streifen äußerst schade wäre, denn für mich zählt dieser Film zum besten was ich seit Jahren im Horrorgenre gesehen habe.

Alleine für den Soundtrack, der erstaunlich elektronisch ausgefallen ist (eher ungewöhnlich bei solchen Filmen) hätte Christopher Young schon einen Oscar verdient gehabt. Dieser unterstützt die düsteren Bilder kongenial. Gerade in den Momenten, in denen Oswalt sich die Filme anschaut. Diese sind extrem spooky und erinnern ein wenig an das RING Video.

Ethan Hawke ist nun wahrlich niemand der im Horror-Genre zu Hause ist und somit gegen den Strich besetzt. Er spielt jedoch seine Rolle hervorragend und jederzeit glaubwürdig und wird dabei von der Theaterschauspielerin Juliet Rylance als Gattin perfekt unterstützt.

Die Geistererscheinungen sind genial in Szene gesetzt, und erscheinen meist vollkommen überraschend, so dass ich mehrmals erschrocken bin, dazu gesellt sich ein gelungenes Ende.

Fazit: Besser geht’s kaum. SINISTER ist in Sachen Spannung und Stimmung einfach optimal geworden. Regisseur Derrickson hat ja schon einige gute Sachen gedreht, hier jedoch liefert er sein Meisterwerk ab.

7

05chucky112721123

THE AWAKENING (Universum Film)

am 10. Juli 2013 unter Horror, Suspense, Thriller, mystery abgelegt

awa

Wir schreiben das Jahr 1921. Nach dem ersten Weltkrieg leiden viele Menschen unter Trauer, da sie geliebte Verwandte verloren haben. Das jedoch eröffnet eine völlig neue Geschäftssparte, nämlich die der angeblichen Medien, die mit den Toten Kontakt aufnehmen. Da haben sie die Rechnung aber ohne Florence Cathcart gemacht, die eben diese Betrügereien reihenweise entlarvt. Eines Tages wird sie von einem gewissen Robert Malory aufgesucht, einem Lehrer am Rockwood-Internat. Sie soll den mysteriösen Tod eines Schülers aufklären, der den anderen Jungs nun als Geist erscheint. Schon nach kurzer Zeit hat Florence auch dieses Rätsel gelüftet und befindet sich praktisch schon auf dem Weg nach Hause, doch dann geschehen Dinge, die die Wissenschaftlerin an ihrer Meinung, das es keine Geister gibt, zweifeln lassen.

THE AWAKENING hat gleich mehrere Pluspunkte auf seiner Seite. Die mit recht viel Grünfilter belegten Bilder zaubern eine tolle Atmosphäre auf den Bildschirm, welche ganz stark an THE OTHERS erinnert. Überhaupt lassen sich die Filme recht gut vergleichen, denn auch dieser spielt etwa um die gleiche Zeit und in beiden wird aufgezeigt, wie man ohne massenweise Blut zu vergießen, doch einen spannenden Grusel-Thriller gestalten kann.

Dazu gesellt sich eine erstaunlich gut aufspielende Rebecca Hall, die hier große Teile des Films im Alleingang trägt und mir vorher eigentlich noch nie so recht aufgefallen ist. Dominic West ist in der Rolle des Lehrers aufgrund seines sehr britischen Aussehens eh ideal besetzt.

Und noch eine Gemeinsamkeit gibt es zu THE OTHERS. Auch hier nimmt der Film gegen Ende eine erstaunliche Wende, mit der man nicht rechnen konnte, die allerdings doch recht schlüssig ist und nicht aufgesetzt wirkt.

Fazit: Rundum gelungener Geisterspuk, dessen einziges kleines Manko die etwas zu lange Laufzeit ist. Dafür nimmt man sich gerade gegen Ende viel Zeit die Wende auch sinnvoll aufzulösen, dafür gibt es dann:

6-chucky1212222

UNDER THE BED / THE ARK (Sunfilm)

am 10. Juli 2013 unter Horror, SciFi, mystery abgelegt

arkbed

Früher war die Firma SUNFILM auf meiner Seite sehr präsent. Mittlerweile schreibe ich über deren Filme nur noch selten, da diese sich bei Vergabe von Pressekopien anstellen, als würden Sie Goldbarren verschicken. Eines dieser Exemplare kostet zwischen 5 und 8 Cent. Wenn das einer so kleinen Firma zu viel ist, braucht diese sich nicht wundern, das es kaum Kritiken von deren Streifen im Internet zu bestaunen gibt. Wenn diese also 100 dieser Kopien an alle Onlineseiten verschickt, die es in Deutschland gibt, sind das 8 EURO. Wow, welch Kapitalaufwand.

Aber da mir die beiden o.g. Filme gut gefallen haben (die ich natürlich nur ausgeliehen habe und nicht gekauft) sollen sie hier doch eine Erwähnung finden.

Nachdem die Mutter von Neal in einem Feuer starb, für das sein Vater ihn indirekt verantwortlich macht, verbrachte er 2 Jahre bei seiner Tante. Nun gibt es die Rückkehr und Dad hat auch eine neue Flamme. An den Tatsachen hat sich jedoch nichts geändert. Neal ist sich sicher, dass sich unter seinem Bett eine unheimliche Macht befindet und seit er das Haus verlassen hat, kam auch sein kleiner Bruder Paulie mit dem Monster in Kontakt. Die beiden Jungs versuchen alles um sich gegen dieses Vieh zu verteidigen, doch ihr Vater tut das alles als Spinnerei ab, was ihn jedoch bald den Kopf kosten wird.

Was den Film von Anfang an unterhaltsam gestaltet, ist die perfekte Chemie zwischen den beiden Brüdern. Diese spielen das so hervorragend, dass man wirklich glaubt, sie seien dies auch im echten Leben und so entsteht eine hohe Identifikation mit den beiden Protagonisten.

Natürlich gibt es bei diesen Geistergeschichten immer das ein oder andere Logikloch, über das man aber großzügig hinwegsieht. Beim Finale sieht man dem Streifen an manchen Stellen zwar das geringe Budget an, was jedoch nicht den Gesamteindruck schmälert. Für Leute geeignet, die zum Beispiel THE HOLE (den von Ascot) gut fanden.

Noch einen Tick besser hat mir THE ARK gefallen, zumal Christian Slater endlich mal wieder in einem gescheiten Film zu sehen ist, nachdem er auf dem besten Wege war in die C-Garde der Darsteller abzusteigen.

Slater spielt Colonel Gerard Bruchman, der mit seiner Crew auf einer Mondbasis stationiert ist. Eines Tages richtet ein Meteoriteneinschlag einigen Schaden an der Station an. Zwar sind die Reparaturarbeiten schnell abgeschlossen, doch auf dem Gestein befinden sich merkwürdige Sporen, die dafür sorgen werden, das das Leben der gesamten Crew bald in Gefahr geraten wird oder sind es doch die aufgrund des Kohlendioxid auftretenden Wahnvorstellungen?

Mehr will ich nicht verraten, da der Streifen etwa eine Stunde offenlässt, ob hier wirklich ein Parasit sein Unwesen treibt oder ob es doch Albträume sind, die die Crew durch eine Vergiftung erlitten hat.

Im Internet finden sich wieder haufenweise Plagiatsvorwürfe. Natürlich sind hier Parallelen zu anderen Filmen vorhanden (welche kann ich nicht verraten, denn sonst wüsstet ihr ja was mit der Crew passiert), aber das ist die alte Diskussion, die es auch in der Musik gibt. Alle die elektronische Musik machen klingen nach Depeche Mode, die wiederum klangen nach Kraftwerk usw usw.

Natürlich hat man das alles schon einmal gesehen., aber es ist doch erstaunlich was man aus so einem kleinen Budget für ein spannendes Filmchen gezaubert hat. Zudem wirken die Effekte und der Aufbau der Station erstaunlich professionell und auch das Ende hat mir gut gefallen.

Daher gibt es für diesen Streifen 6 Chuckys, UNDER THE BED erhält einen halben weniger.

6-chucky1212222

5-chucky2232511223

05chucky112721123

BEHIND YOUR EYES (WVG)

am 10. Juli 2013 unter Thriller abgelegt

221353

Steven und seine Gattin wollen seine Eltern besuchen, die Madame bisher nicht kennt. Immer wieder hat er jedoch erwähnt, dass die beiden recht schwierige Charaktere sind. Doch erst einmal kommt man dort gar nicht an, denn auf dem Weg dorthin wird das Pärchen von einem unbekannten Angreifer attackiert und entführt. Zwar kann Erika sich befreien und erreicht eine kleine Hütte im Wald, doch damit kommt sie vom Regen in die Traufe.

Bis zu dem Moment der Flucht ist das ganze gerade noch in Ordnung, wenn die Synchronisation auch mies ist, doch dafür kann der Film ja nichts. Danach folgt jedoch ein strunzdummes und hanebüchen konstruiertes Szenario mit unfassbar bescheuerten Dialogen („Sei still Weib“).

Die Wende in der Mitte des Film ist zwar nicht unbedingt vorhersehbar, aber zusätzlich leider totaler Unfug, besonders wenn man die ersten 20 Minuten des Films als Grundlage nimmt.

Die Schauspieler haben die Bezeichnung nicht wirklich verdient. Madame hat zwar große Titten, aber nur einen Gesichtsausdruck, während ihr Gatte aussieht als würde er gleich im Stehen einschlafen.

Dumm und Dümmer, langweilig und langweiliger. Vollkommen abstruser Nonsens der angeblich mehrere Preise gewonnen hat. Fragt sich ob es die auf dem Cover aufgeführten Veranstaltungen wirklich gibt und wenn ja von wem diese besucht werden, wahrscheinlich von Mitgliedern der dort ansässigen Klapse.

1chuckys