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Archiv für den 02. Juli 2013

THE BAY (Koch Media)

am 02. Juli 2013 unter Horror, Suspense, Thriller abgelegt

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Die kleine Hafenstadt Claridge scheint auf den ersten Blick ein kleines Paradies zu sein. Sympathische Bürger und eine wunderschöne Bucht locken regelmäßig Touristen an. Doch plötzlich ist alles anders, denn man entdeckt Millionen von Fischen, die plötzlich tot an der Küste auftauchen. Zudem fallen Vögel vom Himmel. Als die ersten Menschen mit dem hiesigen Wasser in Berührung kommen geht das Grauen los. Schon nach kurzer Zeit, ist der Körper übersät von einem merkwürdigen Ausschlag mit Todesfolge, bei dem noch eklige Viecher aus den Toten herauskriechen. Zunächst zeigt sich die Seuchenbehörde kooperativ, doch dann wird der Kontakt plötzlich abgebrochen und die Bürger ihrem Schicksal überlassen. Eine Reporterin fasst ein Jahr später in einer Dokumentation die Ereignisse zusammen, die die Regierung der Welt vorenthalten will.

THE BAY hat ein Problem und das ist sein Erscheinungstermin. Nachdem wir alle in den letzten Jahren von den Found Footage Filmen überschwemmt wurden und mittlerweile wissen, das es in nahezu jeder Ecke Amerikas „paranormale Ereignisse“ gibt, ist dieses Genre wirklich extrem durchgenudelt.

Schade, denn hier sieht man, das ein wirklicher Fachmann am Werk war, denn das Ganze ist sehr liebevoll und vielschichtig gemacht. Hier wird immer wieder zwischen verschiedenen Geschichten und Schicksalen hin und her geswitcht, was das ganze nie langweilig werden lässt, wie es bei vielen Filmen dieser Art oft der Fall ist.

Das ausgerechnet der 71-jährige Hollywood-Haudegen Barry Levinson einen solchen Streifen dreht ist zudem überraschend. Der Mann hat vorher immerhin Filme wie RAIN MAN oder WAG THE DOG abgeliefert, die ja mit diesem Genre hier gar nichts zu tun haben. Aber laut einer Information im Internet wohnt der gute Mann wohl in der Nähe dieses Gebietes und es war ihm ein Anliegen einen Film darüber zu drehen, was dort passieren könnte.

Fazit: Spannendes und extrem gut geschnittenes Horrorszenario, das ich nicht für so arg weit hergeholt halte.

Für Leute die diese Art Film schon oft gesehen haben:

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Fur Neueinsteiger in dieses Subgenre:

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PAPERBOY (Studio Canal)

am 02. Juli 2013 unter Reviews abgelegt

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Sommer 1969 kehrt Ward Jansen zurück nach Hause. Der gefeierte Reporter will in dem verschwitzten, unauffälligen Kaff in Floridas Sümpfen beweisen, dass der verurteilte Mörder Hillary Van Wetter unschuldig ist und nichts mit der kaltblütigen Ermordung eines Sheriffs zu tun hatte. Seine Verlobte behauptet, sie habe entsprechende Beweise. Doch Charlotte Bless erweist sich als wenig vertrauenswürdige Sexbombe mit einer Vorliebe für schwere Jungs. Ihrem aufreizenden Auftreten kann man sich nur schwer entziehen, und auch Wards kleiner Bruder Jack verfällt ihr zusehends. Als Ward von Unbekannten attackiert und schwer verletzt wird, wird eine Kette folgenschwerer Ereignisse ausgelöst…

Das war die Beschreibung die ich gelesen habe, bevor ich mir diesen Mist angesehen habe. Dazu standen noch John Cusack und Nicole Kidman auf der Besetzungsliste. Was sollte da also schiefgehen? Die Antwort ist: ALLES.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich mal so einer geballten Verschwendung von schauspielerischem Talent beiwohnen durfte und weiß auch nicht was insbesondere Cusack in so einem uninspirierten, langweiligen Mist zu suchen hat.

Das Wort Thriller hier überhaupt nur auszusprechen ist schon eine Beleidigung für das Genre. Hier herrscht Langweile pur, garniert mit strohdoofen Dialogen und einer hundsmiserablen Synchronisation.

Ich muss aber zugeben, dass ich auch nach 35 Minuten ausgeschaltet habe, weil ich den Stuss nicht mehr ertragen konnte und mir meine Lebenszeit dafür auch zu wertvoll ist.

RATE DRINGEND AB!!!

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HIT AND MISS (Ascot Elite)

am 02. Juli 2013 unter Drama, Thriller abgelegt

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Mia ist eine Profikillerin, die allerdings ein Geheimnis birgt. Sie ist Transsexuell. Und die Umwandlung in eine Frau ist noch nicht komplett abgeschlossen. Das hält sie allerdings nicht davon ab ihren Job auszuführen. Eines Tages bekommt sie einen Brief ihrer Ex-Freundin Wendy, dass sie beide ein gemeinsames Kind haben. Zunächst versucht Mia dies zu ignorieren, doch dann entschließt sie sich doch ihren Sohn kennenzulernen. Dieser wohnt mit seinen Geschwistern in einem heruntergekommenen Landhaus. Obwohl man ihr nicht gerade freundlich gegenübertritt – insbesondere die älteste Tochter von Wendy lehnt sie komplett ab, rauft man sich mit der Zeit irgendwie zusammen und Mia gewinnt das Vertrauen der 4 Kids und hilft Ihnen ihr Land gegen den skrupellosen Besitzer zu verteidigen. Doch unter ihrem Engagement leidet ihr eigentlicher Job, was ihrem Boss gar nicht gefällt.

Eine reichlich ungewöhnliche Geschichte bekommt der Zuschauer hier geboten, die ihren Fokus allerdings eher auf das Verhältnis der Killerin zu ihrer neuen Familie legt, als auf ihren Job. Daher ist dies hier deutlich eher ein Drama, denn ein Thriller.

Zudem wird hier auch die innere Zerrissenheit Mias mit ihrer Sexualität oft in den Fokus gestellt, was dem ganzen einen leicht morbiden Touch gibt. Frau Sevigny liefert hier die beste Performance ihres Lebens ab, denn sie überzeugt in allen Situationen, besonders in denen, wo sich wieder ihr Körper meldet, der selbst nicht genau weiß, ob er jetzt Mann oder Frau ist. Gerade in diesen eindringlichen Momenten liegt die Stärke der Serie.

Das ganze endet in einem halboffenen Schluss, der nur bedingt befriedigt und Raum zur Spekulation lässt. Doch die Serie war auch nur für 6 Folgen konzipiert, sollte also nach dem Willen der Macher genauso enden.

Fazit: Eine wirklich interessante Serie, die noch lange nachwirkt – insbesondere die Leistung der Hauptdarstellerin. Schade dass man nicht noch eine zweite Staffel in Auftrag gegeben hat, denn Potential wäre auf jeden Fall noch da gewesen. Vielleicht war den prüden Engländern das aber auch etwas too much.

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ARBITRAGE (Universum Film)

am 02. Juli 2013 unter Drama, Thriller abgelegt

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Eigentlich führt Miller ein tolles Leben. Er hat eine liebenswerte und intelligente Frau und seine Tochter zeigt ebenfalls Interesse an der Firma und hat eine wichtige Position inne. Aber wie das immer so ist – es herrscht keine vollkommene Zufriedenheit. So hält sich Miller eine Geliebte, nämlich die Kunsthändlerin Julie, die er auch finanziell unterstützt. Zudem hat er in der Firma einige nicht ganz legale Sachen abgewickelt, die jetzt ans Licht kommen und ihn den Kopf kosten können. Als er eines Abends einen Autounfall hat und seine Geliebte dabei umkommt, hat er ein weiteres Problem und sein Kartenhaus beginnt zusammenzustürzen.

Wirtschaftsthriller sind durchaus ein Genre, welches mir zusagt. Dazu gibt es auch noch eine exzellente Besetzung mit Richard Gere (der in den letzten Jahren wirklich keinen schlechten Film mehr gedreht hat), der immer großartigen Susan Sarandon, sowie Tim Roth in einer Nebenrolle.

ARBITRAGE ist gut, nicht mehr aber auch nicht weniger. Irgendwie fehlt dem ganzen ein Quäntchen mehr Spannung. Noch dazu dauert es relativ lange, bis es mal losgeht, weil man sich viel Zeit für Charakterzeichnung gönnt, was ja grundsätzlich nichts schlechtes ist, hier aber etwas den Fluss hemmt.

Im zweiten Teil, besonders nach dem Unfall, zieht der Streifen dann an, lässt den Zuschauer aber mit einem Ende zurück, dass nur bedingt zufriedenstellt, weil es doch viele Fragen offenlässt.

Obwohl Gere ja eigentlich hier die Rolle des „Bösen“ innehat, leidet man eher mit ihm, als ihn zu hassen, was ein interessanter Aspekt dieses Streifens ist.

So bleibt unter dem Strich ein grundsolider Thriller aus dem Reichenmilieu, bei dem man sich aber beim Abspann denkt, das hier noch ein wenig mehr möglich gewesen wäre. Trotzdem wird man gut unterhalten.

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