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Archiv des Monats April 2013

CHAINED (Capelight Pictures/ALIVE)

am 29. April 2013 unter Drama, Thriller abgelegt

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Hierbei handelt es sich um den dritten Film von Jennifer Lynch, Tochter des Star-Regisseurs, dessen Filme immer schräger wurden. Zwar erzählen die Filme seiner Nachkommin immer stringente Geschichten, doch Mainstream sind sie deshalb lange nicht. Ihr erster Streifen, BOXING HELENA war eine mittlere Katastrophe, das Nachfolgewerk UNTER KONTROLLE hingegen genial. Müsste jetzt der Regel nach ein mittelmäßiger Streifen folgen (allerdings hat sie dazwischen noch 2 andere Sachen gedreht, die aber fast kein Mensch kennt) und genau so ist es auch mit CHAINED.

Brad Fitler setzt seine Frau und seinen kleinen Sohn vor dem Kino ab. Es wird für lange Zeit das letzte Mal sein, dass er ein Familienmitglied gesehen hat, denn nach dem Besuch werden die beiden von einem Unbekannten entführt. Der vergewaltigt und tötet Tims Mutter. Doch was tun mit dem Blag? Also benennt der Killer ihn einfach in Rabbit um und benutzt ihn als seinen persönlichen Haussklaven. Über die Jahre bekommt Tim jede Menge toter Frauen zu sehen. Dann hält es sein neuer „Papi“ für an der Zeit, das der Kleine seine eigenen ersten Erfahrungen macht, doch ist er wie sein Ersatzvater oder ist das Menschliche in ihm geblieben?

Insgesamt wird der Streifen recht intensiv gelobt -dem kann ich mich nur bedingt anschließen. Die Kameraführung ist wirklich großartig, einige Szenen sind wirklich toll gedreht und auch die tristen Farben innerhalb der Wohnung die bunter werden, wenn es hinaus in die Freiheit geht, ist ein cooler Kniff.

Doch in dem Streifen tut sich einfach über lange Zeit zu wenig, als das er den Zuschauer fesseln könnte. Immer wieder sieht man das gleiche und ist irgendwann etwas gelangweilt. Zudem kann ich mit Vincent D’Onofrio nicht wirklich was anfangen. Der dreht zwar gefühlte 10 Filme im Jahr aber für mich ist er kein besonderer Schauspieler, obwohl er dieser Rolle durchaus einen gewissen morbiden Charme verleiht.

Fazit: Viel Leerlauf zwischen optisch sehr gelungenen Szenen ergeben für mich nur eine mittelmäßige Bewertung. Für Beschwerden stehe ich zur Verfügung :o )

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THE MONEY (Koch Media)

am 29. April 2013 unter Biopic, Drama abgelegt

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Izek lebt im Israel der 70er Jahre, immigriert dann aber in die USA um sich, wie er selbst sagt, den amerikanischen Traum zu erfüllen. Und es läuft auch sehr gut für ihn. Nachdem er mehrere Lokale aufpoliert und diese gewinnbringend verkauft hat, eröffnet er gemeinsam mit seinem Kumpel eine Autowerkstatt. Doch dann macht einer seiner Angestellten einen Fehler und er hat den städtischen Obermafiosi an der Backe kleben. Als dann auch noch sein Cousin auftaucht, der voller krimineller Energie steckt, droht er in einen Sog zu geraten, in den er nie geraten wollte.

Und wieder haben wir hier eine „wahre Geschichte“, diesmal die eines israelischen Einwanderers in die USA. Sehr schön finde ich, das im Abspann Originalfotos der real lebenden Personen im Splitscreen mit den Filmszenen dazu gezeigt werden.

Der Cast versammelt durchaus interessante Namen, die allerdings schon bessere Tage gesehen haben. Edward Furlong ist fett und sieht alt aus, James Caan sieht noch älter aus und sollte mal in Rente gehen (obwohl er seinen Charakter gut verkörpert) und Paul Sorvino (sah schon vor 20 Jahren alt aus) hat einen gefühlt 67 Sekunden andauernden Cameoauftritt.

Ob sich das ganze genau so zugetragen hat kann ich natürlich wieder nicht beurteilen, entstanden ist aber ein mit kleinem Budget gedrehtes Gangsterdrama, welches das Anschauen durchaus lohnt.

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ROBOT AND FRANK (Universum Film)

am 29. April 2013 unter Drama, Komödie abgelegt

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Das ist nun bestimmt der fünfte Film mit Frank Langella, den ich in den letzten Jahren sehe und immer spielt der Darsteller brillant. Der gute Mann ist mittlerweile aber bereits 75 Jahre alt, wo hat der sich nur in den 70ern und 80ern versteckt? Auch in seiner Filmographie ist in dieser Zeit nichts wirklich bemerkenswertes zu finden. Fast ein bisschen so, wie bei Leslie Nielsen.

Langella spielt hier (in einer nahen Zukunft) den unter Altersdemenz leidenden ehemaligen Meisterdieb, der aus Versehen schon mal in seine eigene Wohnung einbricht. Sein Sohn Hunter schenkt ihm daraufhin einen Roboter, der mit ihm Gedächtnisübungen durchführen soll, für eine gesunde Ernährung und auch Unterhaltung vorgesehen ist. Anfangs Kann Frank den neuen Kameraden nicht leiden, doch so langsam entdeckt er die Vorzüge und auch versteckte Talente. Sein Robi ist nämlich sehr gut im Schlösser knacken, also plant Frank ein paar Einbrüche mit dem neuen Kumpel und beginnt wieder Spaß am Leben zu finden. Doch so war das sicherlich nicht gemeint, als sein Sohn ihm den Roboter schenkte und bald hat Frank die Polizei auf dem Hals.

Robot und Frank ist trotz seines Hauptdarstellers und einem hochkarätigen Cast in Nebenrollen (bezaubernd: Susan Sarandon) ein ganz kleiner Indie-Film, der allerdings auch kein hohes Budget braucht um seine Geschichte zu erzählen, die zweifellos von Langella getragen wird, Aber auch die Bemerkungen des Roboters, der auf jegliche Anfeindungen von Frank immer freundlich antwortet sorgen für latentes Grinsen.

Gerät das ganze gegen Ende vielleicht etwas sentimental, hat man sich trotzdem (fast zu kurze) 85 Minuten blendend unterhalten. Da sieht man mal, das nicht alle Ideen schon ausgeschöpft sind und man nicht nur sinnfreie Action-Streifen machen muss. Gruß an Hollywood.

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LOVE CRIME (Universum Film)

am 29. April 2013 unter Drama, Thriller abgelegt

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Christine ist die Managerin eines Filiale eines amerikanischen Unternehmens in Paris. Doch mittlerweile tut sie nicht mehr wirklich viel dafür, sondern lässt vor allem ihre emsige Assistentin für sie schuften und Ideen ausarbeiten, die sie dann aber als ihre eigenen verkauft. Unterstützt von dem ihr wohlgesonnen Kollegen Daniel, der Christines Spiel schon lange durchschaut hat, führt Isabelle eines Tages eine Präsentation ohne das Wissen ihrer Chefin durch. Das schmeckt Madame gar nicht und so beginnt sie Isabelle zu diskreditieren. Doch die schlägt zurück.

Die erste Stunde des Streifens ist glänzend. Hier weht ein starker Hauch von Hitchcock durch die Büroräume und besonders die Racheaktionen von Christine sind wirklich fies.

Danach gibt es eine recht überraschende Wende und danach wirkt mir der Film etwas zu sehr konstruiert. Ich möchte da jetzt nicht zu viel verraten, ich fand aber den Ablauf der Geschichte ein wenig arg weit hergeholt. Dafür ist die Schlusspointe gelungen.

Schauspielerisch ist der Streifen exzellent besetzt, wobei mir insbesondere Kristin Scott Thomas, die mittlerweile fast nur noch in kleineren Filmen mitspielt, extrem gut gefallen hat. Die freundlichen aber gleichzeitig doch fiesen Gesichtszüge sind dabei hervorstechend. Aber auch der Rest des Castes weiß zu überzeugen.

Insgesamt durchaus eine Empfehlung wert, bin ich mir nicht sicher, ob nur mir die letzte halbe Stunde des Streifens ein wenig arg weit hergeholt erscheint, schlecht wird LOVE CRIME dabei aber nicht, nur eben ganz anders als zu Beginn.

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AMERICAN MARY (Universal)

am 29. April 2013 unter Drama, Horror abgelegt

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UNCUT steht überall auf den Seiten, auf denen der Film vertrieben wird. Was soll man hier auch schneiden? Denn eigentlich ist das ganze im Gegensatz zu dem was das Cover einen glauben lässt, ein Drama und kein Horrorfilm, aber ein gutes, doch der Reihe nach.

Die angehende Chirurgin Mary Mason hat zwar viel Talent, aber keine Kohle. Also bewirbt sie sich als Stripperin in einer Nachtbar. Während dem Gespräch mit dem Geschäftsführer braucht der dringend eine Medizinerin. Als sie den Eingriff erfolgreich durchgeführt hat, bekommt sie von ihm ein Bündel Kohle. In Zukunft wird bei solchen Fällen immer Mary engagiert und zudem erarbeitet sie sich den Ruf einer genialen Schönheitschirurgin, wobei sich das eher auf Body Modification denn auf Fettabsaugen bezieht. Bald kommen immer skurrilere Wünsche der Kunden. Es könnte alles gut laufen, doch dann wird Sie von Ihrem Lehrer vergewaltigt und ihr Leben nimmt, getrieben von Rachegedanken, einen anderen Verlauf als geplant.

Hört sich das nach einem Horrorfilm an? Sicherlich nicht und so könnte AMERICAN MARY viele enttäuschen, die hier ein Dauergemetzel erwarten. Trotzdem ist der Film sehenswert, alleine schon wegen der Galavorstellung von Kathrin Isabelle aus den drei GINGER SNAPS Teilen, die mir seitdem aber nicht mehr groß aufgefallen war.

Die beiden Regisseurinnen, die auch eine Nebenrolle spielen, sind auch im realen Leben zwei wirklich strange Gestalten, daher lohnt sich hier ein Blick in die Extras, zumal ich ja Menschen mag, die nicht der Norm entsprechen.

Fazit: Wer hier ohne Erwartung herangeht wird sicherlich nicht enttäuscht sein, auch wenn das Cover etwas völlig anderes erwarten lässt.

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5IVE DAYS TO MIDNIGHT (Universum Film)

am 01. April 2013 unter TV-SERIE, Thriller, mystery abgelegt

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John Neumeyer, ein Professor der Physik, hat vor einiger Zeit seine Frau verloren und muss nun seine kleine Tochter alleine großziehen. Als er eines Tages mit ihr zum Grab seiner Frau geht, finden die beiden einen mysteriösen Koffer. Dort findet Neumeyer den Polizeibericht zu einem Mordfall, nämlich seinem eigenen. Haargenau wird geschildert, wie Neumeyer stirbt und zwar in genau 5 Tagen. Natürlich glaubt ihm niemand in seinem Umfeld und auch der Polizist dem er sich anvertraut, ist nicht gerade überzeugt. Nun versucht er mit allen Mitteln zu verhindern, dass das alles so passiert, doch das gestaltet sich gar nicht so einfach. Und was hat eigentlich der Exmann seiner Freundin damit zu tun?

Das ganze war sicher mal eine Miniserie im amerikanischen Fernsehen, denn auf der DVD befinden sich 5 Folgen a 45 Minuten, die jeweils einen Tag im Leben des Professors abdecken.

Ich denke allerdings 3 hätten es auch getan, denn an manchen Stellen wiederholen sich einige Handlungsstränge und es werden Nebenschauplätze eingebaut, die es nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber immerhin weiß man bis zum Ende nicht, was denn nun passieren wird oder eben nicht. Dazu gibt es noch eine nette Schlusspointe, auf die man aber kommen kann, ich war anscheinend zu blöd dafür.

Mit Timothy Hutton hat man (wie immer eigentlich) einen guten Fang gemacht, ihm nimmt man die Rolle des verzweifelten und hauptsächlich um das Wohl seiner Tochter bedachten Professors jederzeit ab. Randy Quaid wird immer fetter, passt aber auch zur Figur des Polizisten.

Alles in allem eine durchaus unterhaltsame Miniserie, die man sich auf jeden Fall mal anschauen kann, und das ich nicht auf die Lösung gekommen bin ärgert mich immer noch, aber vielleicht schafft ihr das ja ^^.

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BLIND ALLEY (Koch Media)

am 01. April 2013 unter Horror abgelegt

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Rosa ist eine Hotelangestellte, die von einer Modelkarriere träumt, doch bis dahin muss sie noch die Zimmer anderer Leute säubern. Als eines Tages wieder einmal die Waschmaschine versagt, muss sie ihre schmutzigen Klamotten in einen Wäschesalon in einer Seitenstraße bringen. Dort ist sie zunächst ganz alleine, doch dann betritt ein äußerst dubioser Typ den Laden. Glücklicherweise taucht im gleichen Moment ein netter Kerl auf, mit dem Rosa ins Gespräch kommt, doch es ist alles nicht so wie es scheint.

Es ist wirklich schwierig die Handlung zu straffen ohne zu viel zu verraten, denn im Grunde genommen passiert nicht so viel, als das man hier eine riesige Inhaltsangabe machen könnte und gegen Mitte des Films merkt man auch, das diese Geschichte eigentlich eher für einen Kurzfilm geeignet ist, denn da wird das ganze mit Traumsequenzen doch etwas künstlich in die Länge gezogen.

Das ist aber der einzige Kritikpunkt an dem netten kleinen Horrorstreifen, der ein paar wirklich gruselige Moment parat hält und auch die Location des Wäschesalons ist perfekt ausgewählt. Außerdem zeigt der Regisseur anfangs das riesige luxuriöse Hotel mit seinen weiten Gängen und danach spielt sich alles nur noch in dem kleinen schäbigen Laden um die Ecke ab, das ist sicherlich genauso beabsichtigt, weil es den Kontrast der beiden Welten von Rosa sehr schön zeigt.

Das Mädel macht ihre Sache auch ganz ordentlich, während der männliche Gegenpart an manchen Stellen doch zu leichtem Overacting neigt.

Insgesamt ein kleiner, feiner Horrorstreifen mit einem geringen Budget gedreht, der zudem etwas zu lang gerät. Dafür gibt’s eine nette Schlusspointe und einige kleine Wendungen. Durchaus unterhaltsam.

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EDEN (Ascot Film)

am 01. April 2013 unter Biopic, Drama abgelegt

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Hyun Jae, Amerikanerin koreanischer Abstammung, ist eine ganz normale 17jährige. Doch ihr unbeschwertes Teenagerleben verwandelt sich innerhalb eines Abends zur Hölle auf Erden, als sie von einem Typen angebaggert wird, den sie auch sympathisch findet. Doch der gehört einem Menschenhändlerring an und kidnappt sie. Von nun an ist nichts mehr wie es war. Jae wird in einer Lagerhalle mit 30 anderen Mädels eingesperrt und hat im Zukunft sexuelle Dienstleistungen zu erledigen. Nach und nach findet sie sich jedoch mit ihrem Schicksal ab und arbeitet sich zumindest in der Hierarchie nach oben und gewinnt langsam das Vertrauen eines der Wärter – Die Flucht immer im Hinterkopf….

Hier haben wir wieder die so oft zitierte „wahre Geschichte“. Doch dieses mal ist dies wirklich so, denn man kann die Leidens -und Lebensgeschichte von Chong Kim überall nachlesen, denn diese hat das alles genauso erlebt und laut ihrer Aussage hält der Film sich auch nahe an der Realität.

Wer hier allerdings einen Thriller mit viel Haut und Geficke erwartet, dürfte enttäuscht sein, das ganze ist ein ruhiges, sehr sensibel erzähltes Drama. Die Handlungsweisen der Protagonisten sind absolut nachvollziehbar und auf Effekthascherei wird ebenfalls größtenteils verzichtet.

Das Mädel macht ihre Sache durchaus ordentlich und Beau Bridges mal als richtiges Arschloch zu sehen ist auch interessant, denn normalerweise verkörpert er eigentlich nur gutmütige und sympathische Charaktere.

Fazit: Stilles, zum Nachdenken anregendes Drama für Freunde des anspruchsvollen Films.

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MODUS ANOMALI (Mad Dimension/Alive)

am 01. April 2013 unter Horror, Thriller abgelegt

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Ein Mann erwacht in einem Erdloch im Wald und kann sich nicht mal an seinen Namen erinnern, geschweige denn wie er dort gelandet ist. Beim Umherstreichen entdeckt er eine Hütte in der er eine Frauenleiche findet – ebenso ein Video, das zeigt wie diese ermordet wurde. Langsam beginnt er sich zu erinnern. Auf einem Foto in seiner Hosentasche sind auch noch 2 Kinder und er erinnert sich, das diese bei dem Ausflug dabei waren. Verzweifelt beginnt er die beiden zu suchen, doch der Killer ist ihm immer auf den Fersen und meist auch einen Schritt voraus.

Immer wieder gerne genommen: Jemand oder eine Gruppe wacht auf und kann sich nicht erinnern, was passiert ist und wie man an den Ort gekommen ist an dem man sich nun gerade befindet.

Dieser Streifen ist eine indonesische Produktion – nun habe ich auch einmal einen Streifen aus diesem Land gesehen, von dem 99 % der Alzeyer Bevölkerung nicht mal grob wüssten, wo es liegt.

Der Film ist auch nicht unbedingt schlecht geworden, aber eben auch nicht überragend. Man weiß als Zuschauer eigentlich wirklich nur genau so viel wie der Hauptdarsteller und kann sich durchaus in seine Lage hineinversetzen.

Kommen wir nun zur „Schlusspointe“. So wirklich kann ich nicht sagen, ob ich die jetzt gelungen oder total aufgesetzt finde. Auch wenn andere Foren schreiben, das man diese schon vorausahnen konnte – ich wäre nicht darauf gekommen, weil die Auflösung schon recht abstrus ist.

Fazit: Grundsolider Horrorstreifen, dessen Ende jedoch die Geschmäcker spaltet. Zudem ist der Titel total beknackt, aber dafür kann der Film ja nichts.

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VAMPS (Koch Media)

am 01. April 2013 unter Komödie abgelegt

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Auf den ersten Blick sind Goody und Stacy 2 typische Mädels Mitte Zwanzig. Die besten Freundinnen wohnen in einer sehr speziellen WG zusammen und machen praktisch alles gemeinsam. Hört sich reichlich unspektakulär an, doch beide sind Vampire. Während Goody bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gebissen wurde, ist Stacy noch relativ neu im Geschäft, denn sie wurde erst Anfang der 80er zum Vampir, hauptsächlich weil Goody endlich mal eine gute Freundin haben wollte.Während letztere allerdings Probleme hat mit der Zeit mitzugehen (Stichwort Handys, PC usw.) hat Stacy damit weniger Berührungsängste, da erkennt man eben doch das eigentliche Alter. Als letztgenannte sich in der Abendschule in einen Typen verknallt, scheint ihr Glück perfekt, doch sollte dessen Nachname „Van Helsing“ ihr nicht zu denken geben? Und dann trifft Goody auch noch eine verflossene Liebe wieder…..

Die richtig guten Seiten des Films werden viele leider nicht verstehen. Nicht weil sie zu blöd dafür sind, sondern einfach zu jung, denn dieser Streifen ist für Menschen unter 35 ganz unterhaltsam, für Menschen darüber aber extrem lustig.

Da Stacy ja in den 80er gebissen wurde, lebt sie dort auch geistig weiterhin. Daraus ergeben sich so viele skurrile Bilder und Situationen, die man beim ersten Schauen gar nicht alle erfassen kann. An der Wand hängen Poster von CURE oder CLASH, in ihrem Schlafsarg sind Bilder von Matt Dillon oder Michael J. Fox angebracht und auch der ADAM ANT-Gag ist ein Brüller.

Überhaupt erinnert mich VAMPS unglaublich an die „Fabelhafte Welt der Amelie“, denn auch hier wurden so viele kleine Dinge für teilweise nur wenige Sekunden gezeigt, die aber den Film in seiner Schönheit komplettierten, so ist es hier auch.

Aber wie gesagt, vieles wird man als 20-jähriger nicht verstehen, obwohl trotzdem noch jede Menge schräger Ideen übrig bleiben. Sei es nun die Rattencoke, der Reisesarg oder das „Treffen der anonymen, nicht menschliches Blut Trinkender-Vampire“. Das Finale verdient sich zudem einen Extrapunkt.

Extrem überrascht hat mich Alicia Silverstone. Die mittlerweile 36-jährige, der eine große Karriere vorausgesagt wurde, ist eigentlich gänzlich in der Versenkung verschwunden und spielt hier wohl auch nur mit, weil sich Regisseurin Amy Heckerling an sie erinnert hat – war sie doch der Star ihres Kassenhits CLUELESS. Jedenfalls sieht Madame immer noch aus wie 23 und liefert eine tolle Performance ab, die mich besonders in den (wenigen) melancholischen Momenten überzeugt. Krysten Ritter passt aufgrund ihres Aussehens eh in das Vampirgenre. Dazu gibt es noch Auftritte von Sigourney Weaver, Malcolm Mc Dowell und der genial besetzte Wallace Shawn als Papa Van Helsing.

Fazit: VAMPS ist eine liebevoll gestaltete Komödie an der eigentlich alles stimmt. Wie bereits erwähnt sollte man aber schon ein gewisses Alter erreicht und sich auch in der Kindheit für Musik und Filme interessiert haben, sonst versteht man vieles einfach nicht. Ein kleiner Geheimtipp für die alten Menschen unter uns ^^.

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