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Archiv für den 06. März 2013

PREMIUM RUSH (Sony Pictures)

am 06. März 2013 unter Action, Thriller abgelegt

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Es ist der vermeintlich letzte Auftrag des Tages für den Fahrradkurier Wilee. Dieser ist in der Szene berüchtigt, fährt er doch ohne Bremse und Gänge und gilt als Kamikazefahrer, dem sein Leben egal zu sein scheint. Von der chinesischen Mitbewohnerin seiner Freundin wird Wilee angefordert, um einen wichtigen Umschlag nach Chinatown zu bringen. Doch das versucht der spielsüchtige Cop Monday zu verhindern, denn dieser hat extrem hohe Schulden und könnte diese decken, indem er eben diesen Umschlag besorgt. Doch Wilee händigt ihm diesen nicht aus und es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd durch New York.

Zugegeben die Geschichte passt auf einen halben Bierdeckel, doch das ist auch nicht die Intention des Films, hier ein verschlungenes Drehbuch zu zeigen, hier liegt der Fokus auf Action und die ist wirklich teilweise spektakulär.

Sehr positiv ist, das diese Szenen nicht mit der nervigen Handkamera gedreht sind, wovon man hätte ausgehen können, sondern das ganze mit schnellen Schnitten und einer „normalen“ Kamera dargestellt wird. Auch die graphische Darstellung von Wilee in verschiedenen Situationen verschiedene Wege einzuschlagen ist eine tolle Idee.

Joseph Gordon Lewitt ist natürlich schauspielerisch vollkommen unterfordert, während Michael Shannon das Arschloch durchaus mit Hingabe spielt.

Fazit: Wer hier ein raffiniertes Drehbuch erwartet, sollte den Film links liegen lassen. Wer einen straighten Actionstreifen sehen will, kommt um PREMIUM RUSH schwerlich herum, der mindestens soviel Tempo drauf hat wie seinerzeit SPEED.

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BRAKE (Concorde)

am 06. März 2013 unter Action, Thriller abgelegt

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Als Jeremy Reins aufwacht passiert dies in einer höchst unangenehmen Location, nämlich in einem engen Glasgehäuse im hinteren Teil eines Autos, in der gerade mal so viel Platz ist, das er sich umdrehen kann. Nur ein altes Funkgerät ist vorhanden, mit dem er auch versucht nach draußen Kontakt aufzunehmen. Es meldet sich auch ein Leidensgenosse, der ebenfalls in so einem Glaskasten eingesperrt zu sein scheint. Dieser wirkt auch verstört, doch nach einer gewissen Zeit beginnt er Jeremy auszufragen und dieser beginnt seinem vermeintlichen „Kollegen“ zu misstrauen, denn der weiß ziemlich viel über ihn und da Jeremy bei der CIA beschäftigt ist, könnte das ganze auch eine Falle sein und was bedeutet eigentlich die digitale Uhr die rückwärts läuft?

Aus diesem Szenario lässt sich sicherlich ein interessantes Schauspiel entwickeln und das gelingt BRAKE auch über weite Strecken, denn der Zuschauer weiß im Endeffekt genauso viel oder wenig wie der Protagonist.

Stephen Dorff meistert diese Rolle auch gewohnt souverän und ist seit langem mal wieder in einem guten Film zu sehen, von denen er in den letzten Jahren eher weniger vorzuweisen hatte.

Nun kommen wir zu den Stellen die anderswo kontrovers diskutiert werden, nämlich die beiden Schlusstwists. Nummer eins finde ich eigentlich o.k., wenn ich auch so etwas ähnliches vermutet hatte, doch Nummer 2 ist eigentlich totaler Schwachsinn, ohne dass ich nun verraten könnte wieso. Jedenfalls wird aus einer Reaktion von Jeremy eine Vermutung herausgefiltert, die wahrlich mehr als weit hergeholt ist.

So stolpert der Streifen nur die letzten 5 Minuten über seine (unnötige) Wende, hätte man diese weggelassen müsste ich nicht einen halben Chucky abziehen. Bis dahin ist der Film nämlich wirklich gut. Wer z.B. BURIED mochte durfte auch an BRAKE Gefallen finden.

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FIRE WITH FIRE (Universum Film)

am 06. März 2013 unter Action, Thriller abgelegt

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Als Feuerwehrmann Jeremy abends nach der Schicht noch ein paar Bier aus der Tankstelle holen will, wird er zufällig Augenzeuge, wie der gefürchtete Gangsterboss Hagan einen kaltblütigen Doppelmord verübt. Das FBI will ihn daraufhin als Belastungszeuge, denn Hagan ist denen schon lange ein Dorn im Auge: Bis zum Gerichtstermin wird Jeremy in das Zeugenschutzprogramm genommen, doch seine neue Identität sickert durch und von nun an, kann er sich nicht mehr sicher sein, wem er vertrauen kann und muss untertauchen. Als jedoch einer seiner Freunde von Hagan fast getötet wird, will er Rache.

Ist das Wort solide eigentlich positiv oder negativ behaftet? Die Frage stelle ich mir schon lange, denn dieser Streifen hier bietet genau das, was eben dieses Wort ausdrückt. Solide Schauspieler, solide Story, solide Action, alles ist solide und auch nicht langweilig, Doch irgendwie fehlt dem ganzen der Kick.

Während Bruce Willis in einer Nebenrolle für seine Verhältnisse extrem zurückhaltend agiert, muss D’ Onofrio wieder mal sein berüchtigtes Overacting voll ausleben. Den Mann würde ich für solche Rollen einfach nicht besetzen, denn bei den Darstellung von bösen Menschen übertreibt er einfach immer gnadenlos.

Unter dem Strich reicht FIRE WITH FIRE für einen netten Filmabend, am nächsten Tag hat man ihn aber auch schon wieder vergessen, somit geht ausleihen o.k.

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STITCHES (Universal Pictures)

am 06. März 2013 unter Horror, Komödie abgelegt

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Richard “Stitches” Grindle ist ein runtergekommener Clown, der auf Kindergeburtstagen auftritt und dumme Witze bringt, die den vorpubertären Herrschaften gar nicht zusagen. Als ihn die Kinder auf einer Party versehentlich umbringen (lustige Idee übrigens) scheinen seine Tage gezählt. Doch seine Clownfreunde führen ein Ritual mit einem Ei (!) durch, worauf es STITCHES möglich ist, einige Jahre später wiederzukehren und sich zu rächen – und dieser Tag ist nun gekommen.

Ohne etwas schönzureden; Die Story ist hochgradiger Schwachsinn und zwar von hinten bis vorne, aber auch Schwachsinn kann extrem unterhaltsam sein und das beweist STITCHES auf seine Art.

Klar als Hommage an die 80er und frühe 90er Slasher-Streifen gedacht, weiß der Film mit wirklich vollkommen skurillen Ideen zu überzeugen. Alleine die Art und Weise wie der Clown meuchelt, ist dabei extrem kreativ und ich kann mich nicht erinnern, das Kids schon mal auf diese Weise zur Strecke gebracht wurden.

STITCHES benötigt allerdings eine halbe Stunde um in die Gänge zu kommen, da man erst einen Einblick in das Leben der mittlerweile 16-jährigen erhält, die an der damaligen Geburtstagsparty teilgenommen hatten. Das geht aber in Ordnung, denn durch die in dem Alter üblichen Probleme und Gehässigkeiten gegenüber dem anderen ist das ganze doch unterhaltsam in Szene gesetzt.

Zwei Dinge verwundern. Das der Film bei der Firma UNIVERSAL erscheint, nun wahrlich nicht dafür bekannt, unbekannte Horrormovies aus Irland (!) zu präsentieren, das ordnet man eher Firmen wie ASCOT oder KSM zu. Und das dieser Film in dieser Version über die FSK gekommen ist, denn wenn die Splatterszenen auch meist einen satirischen Touch haben, sind sie teilweise extrem brutal.

Fazit: Lustig, Originell, Derb und Unsinnig – diese Worte passen am besten zu diesem kruden Streifen, der aber eins glänzend schafft – nämlich zu unterhalten. Wer wie ich auf so einen Nonsens wie LEPRECHAUN, JACK FROST oder CHUCKY steht, wird hier mit Sicherheit gut bedient.

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POINT BLANK (Koch Media)

am 06. März 2013 unter Drama, Thriller abgelegt

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Lucas ist Cop und verfolgt die Ausbreitung illegaler Waffenschieberei in Marseille, die mit dem Handel von für die NATO zugelassenen Waffen durch ein serbisches Syndikat eine ganz neue Qualität erhalten haben. Dann führt die Spur nach Paris und Lucas nimmt Kontakt zu seiner Tochter auf, die ebenfalls Cop ist. Das Verhältnis der beiden ist nicht gerade toll, denn damals hat der Vater die Familie verlassen und auch seitdem nicht wirklich den Kontakt zu seiner Tochter gesucht. Eher ungeplant verschränken sich beide Schicksale und dem möglicherweise vergeblichen Versuch, seiner Tochter wieder näher zu kommen. Und die begibt sich in höchste Gefahr.

Der zweite Teil mit dem stoischen Cop Lucas ist ein zweischneidiges Schwert, denn eigentlich sind das hier mehrere Filme in einem. Auf der einen Seite geht es um eine, eigentlich recht simpel gestrickte Schmugglergeschichte, die nicht wirklich etwas sensationell originelles bietet.

Der Handlungsstrang zwischen Vater und Sohn jedoch ist gut gelungen und wirkt auch nicht konstruiert. Doch es ist immer schwer zwei verschiedene Genres parallel laufen zu lassen und so verheddert sich der Streifen ein wenig, ohne das er dabei schlecht wäre. Nur wollen eben beide Geschichten zusammen nicht ganz funktionieren, denn die wenigsten mögen die Kombination aus Thriller und Drama.

Fazit: In der Bewertung halte ich mich zurück und gebe Möglichkeiten an,wie man den Film bewerten könnte, ich persönlich würde ihn etwa bei 5 Chuckys sehen aber je nach Geschmack ist hier alles drin von

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