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Archiv des Monats Februar 2013

GREYSTONE (Bubble Gum/Alive)

am 19. Februar 2013 unter Horror abgelegt

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Sean glaubt an Geister genau wie sein Vater, der berühmte Filmregisseur, und hat nun beschlossen, als erster Mensch eine leibhaftige Geistererscheinung auf Filmmaterial zu bannen. Zu diesem Zweck brechen er und zwei Freunde heimlich des Nachts ins berühmte psychiatrische Hospital von Greystone Park ein, einen sogenannten Hot Spot für Geistersichtungen. Was wie ein spaßiges Abenteuer beginnt, entwickelt dramatische Eigendynamik, als die jungen Leute tatsächlich auf Vorfällen stoßen, die sie sich nicht erklären können.

Soweit der Pressetext den ich einfach dreist hier reinkopiert habe weil ich etwas anderes auch nicht hätte schreiben können.

Sollte diese Geschichte oder ähnliche nicht kennen, dann ist dieser Mitte der 90er in ein Koma gefallen und erst gestern wieder aufgemacht, denn dieses „Wackelkameraselbstversucheanortenwoangeblichgeisterrumspuken“-Zeug ist nun mittlerweile so ein alter Hut, dass man sich langsam mal etwas neues ausdenken könnte.

Regie bei diesem Streifen führt doch tatsächlich Sean Stone der Filius von Filmemacher Oliver. Der hat sich anscheinend aber komplett aus der Sache herausgehalten und tritt nur als Schauspieler auf. Hätte er seinen Sohn besser mal beraten, denn das ganze ist so vorhersehbar wie der Ausgang eines Fußballspiels zwischen Argentinien und den Seychellen und das das ganze in MTV-Optik mit gefühlten 37 Cuts pro Minute gedreht wurde, ist vielleicht hip aber auf Dauer nervig.

Wer den ganzen Paranormalblairwitchkram kennt, braucht sich das hier nicht ansehen. Wer davon immer noch nicht genug hat liegt wohl richtig, denn schlechter als das andere Zeugs ist er auch nicht. Aber bitte – es reicht jetzt.

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P.S.: Immerhin ein schickes Cover.

RED NIGHTS (ALIVE)

am 19. Februar 2013 unter Horror, Thriller abgelegt

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Carrie eine Kunstliebhaberin aus Hongkong ist hinter einem besonders edlen Stück her, nämlich einer Box des ehemaligen Kaisers von China, welches ein tödliches Gift enthält, das allerdings sinnliche Grenzerfahrungen hervorrufen soll. Bald nimmt auch schon eine Dame Kontakt mit ihr auf bzw. mit einer Botin um ihr das Ding zu vermachen. Diese hat vorher mal eben ihren Geliebten um die Ecke gebracht und die Box von einem Gangster geklaut. Doch Carrie versucht Madame über den Tisch zu ziehen, was dieser gar nicht passt und auch die Botin kommt nicht schadlos davon, sie darf nämlich das Gift kosten und diese Grenzerfahrungen genießen, in dem Sie von Carrie zu Tode gefoltert wird.

Die Folterszenen sind, und das ist damit begründet, das Madame in der SM-Szene unterwegs ist, extrem derbe in Szene gesetzt. Zudem gibt es hier noch ein paar andere Stellen bei der ich mich wirklich wundere dass die geliebte FSK keine Schnitte gefordert hat.

Das interessante an dem Film aber ist, das der Zuschauer keine Möglichkeit hat Partei zu ergreifen, denn hier gibt es nur fiese Typen. Nicht ein einziger sympathischer Charakter wird hier eingeführt, was für den Konsument eine Ausgangssituation bildet, die er nicht jeden Tag zu sehen bekommt.

Die Story ist insgesamt nichts besonderes, denn eigentlich streiten sich nur 4 Parteien um eine Box und einer versucht den anderen zu linken. Dazu nervt das Overacting von Carrie NG (die heisst wirklich so), die da fast schon Nicholas Cage übertriftt.

Die Optik dieses Streifens ist allerdings überwältigend und insbesondere die Folterszenen sind superb in Szene gesetzt. Selbst der Abspann bietet noch elegante Bilder und einen tollen Song und das war glaube ich seit 5 Jahren das erste mal, das ich mir diesen komplett bei einem Film angesehen habe.

Fazit: Trotz der insgesamt wenig innovativen Geschichte die durch die SM-Szenerie ein wenig aufgebrezelt wurde, hat mir der Streifen gut gefallen. Wenn es hier auch einige Längen zu überbrücken gibt, kaschiert das RED NIGHS mit einer derart bildgewaltigen und eleganten Inszenierung, die man Nachwuchsregisseuren durchaus mal als Referenz zeigen könnte. Allerdings wird der Streifen nicht jedermanns Geschmack treffen, dies ist sicher.

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AGGRESSION SCALE (Sunfilm)

am 19. Februar 2013 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Gegen den Willen der Kids (Stiefgeschwister) zieht die Familie Rutledge in ein Haus auf dem Land. Was die drei jedoch nicht ahnen ist, dass Daddy dieses mit der Kohle bezahlt hat, die er einem Gangsterboss entwendet hat. Der ist jedoch nicht blöd und ahnt wer hinter dem ganzen steckt und findet auch schnell heraus wohin der Dieb geflüchtet ist. Also schickt er einen Schläger – oder besser gesagt Mördertrupp los damit die ihm sein Geld beschaffen, was mit einigen Todesopfern endet. Doch die beiden Kids können fliehen und wollen sich nicht einfach über den Haufen schießen lassen.

Was sich nach einer recht simplen Geschichte anhört ist in Wahrheit aber einer der originellsten Filme seit langem. Die Wende in der Mitte des Films, die mit Sohn Owen zu tun hat, ist absolut nicht vorhersehbar. Dieser wird gespielt von Ryan Hartwig, dem ich mal prophezeie, dass er künftig noch einige Rollen bekommen wird, denn seine Vorstellung ist exzellent, zumal er in dem ganzen Film kein Wort zu sagen hat und nur mit Gesten agiert. Zudem adelt der von mir geschätzte Ray Wise den Streifen mit einer kleinen Rolle.

Natürlich wird der ein oder andere sagen, dass es wieder weit hergeholt ist, dass 2 Kids Gangstern Paroli bieten können, was nicht ganz unrichtig ist, aber trotzdem ist das ganze wirklich spannend und gleichzeitig unterhaltsam. Auch die Ideen die Owen so an den Tag legt, um die Gangster zu überwältigen sind einfallsreich.

Irgendwo habe ich gelesen „die Erwachsenenversion von Kevin Allein zu Haus“. Das triffts gar nicht mal so schlecht, auch wenn der Film nicht für zartbesaitete ist, denn hier spritzt das Blut in Massen, ist aber nicht die vorrangige Intention. Für mich ein absoluter Geheimtipp.

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CABIN IN THE WOODS (Universum Film)

am 04. Februar 2013 unter Horror abgelegt

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Fünf Freunde brechen zu einem Wochenende in einer entlegenen Waldhütte auf. So beginnen gefühlt 1000 Filme aus dem Horrorgenre und man kann eigentlich schon voraussehen wie es weitergeht. Doch hier ist alles anders. Denn aus einem unterirdischen Labor werden die Handlungen der Herrschaften überwacht und auch manipuliert. Dies alles dient einem höheren Zweck, den wir aber erst gegen Ende erfahren. Jedenfalls macht eine Horde Zombies Jagd auf das Quintett, was auch schon bald die ersten Todesopfer mit sich bringt. Doch dann begehen die Wissenschaftler einen großen Fehler.

Es ist schwer den Film zusammenzufassen ohne zu viel zu verraten. Allerdings macht der Streifen diesen Fehler auch. Denn der Zuschauer weiß von Anfang an, dass sämtliche Aktionen von eben diesem unterirdischem Labor aus gesteuert und überwacht werden. Das hätte ich erst gegen Mitte des Films als Überraschung eingebracht.

Die letzte halbe Stunde des Streifens enthält aber dann doch einige Überraschungen und einen sensationellen Cameo-Auftrirr einer meiner Lieblingsschauspielerinnen.

Wie es der Film geschafft hat mit einer 16 er Bewertung durch die FSK zu schlüpfen, ist mir unbegreiflich, denn insbesondere gegen Ende ist das ein einziges Gemetzel.

Die Idee aus dem ganzen eine Mischung aus TRUMAN SHOW und WRONG TURN zu machen ist durchaus originell und wurde so nicht nicht gezeigt, was dem Film auch die vielen guten Kritiken einbrachte, denn gerade das Horrorgenre krankt in den letzten Jahren doch an latenter Ideenlosigkeit.

Zudem hat man die Rollen der Teenager mit gescheiten Schauspielern besetzt, was in Slasherfilmen ja eher eine Seltenheit ist.

So bleibt unter dem Strich ein sehr unterhaltsamer und auch origineller Streifen, mit einer etwas kruden Auflösung, aber jeder Menge kleiner, witzigen Ideen. Eine Fortsetzung wird jedoch durch das Ende verhindert oder?

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BLUTSSCHWESTERN (Koch Media)

am 04. Februar 2013 unter Horror, Thriller abgelegt

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Die Medizinstudentin Milla findet in der Bücherei im Zuge eines Referates ein mittelalterliches Manuskript aus der Zeit der Hexenverfolgung: Die Bibel des Blutes. Zusammen mit ihren drei Kolleginnen fängt sie an, mit Texten aus dieser zu experimentieren. Alle sehen das nur als Spaß an, zumal auch vorerst gar nichts passiert, Das ändert sich jedoch schnell, als erste Todesopfer folgen und ein Lehrer vollkommen durchdreht und die Klapse muss. Als sie einem Typen, der sie abserviert einen Fluch auferlegt und der dann wirklich in Erfüllung geht, wirft Milla das Buch in den Fluss. Doch das ist nicht das Ende.

Wenn man erst mal geschluckt hat, dass sich diese Bibel in einer Bücherei befindet und da einfach herumliegt, entwickelt sich, insbesondere für einen TV-Film, ein durchaus ordentlicher Horrorthriller, der sich deutlich an amerikanischen Vorbildern orientiert, was Kameraführung, Schnitt und Musik angeht – aber das muss ja nichts schlimmes sein.

Die vier Darstellerinnen machen ihre Sache auch ganz ordentlich und Esther Schweins als Kräuterhexe ist schick gegen den Strich besetzt.

In Sachen Effekte sieht man natürlich schon das recht geringe Budget und das Ende ist dann doch ein wenig too much. Trotzdem bleibt unter dem Strich ein unterhaltsamer TV-Thrilller mit einigen überraschenden Wendungen und spannenden Passagen.

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STASH HOUSE (Koch Media)

am 04. Februar 2013 unter Suspense, Thriller abgelegt

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David Nash hat ein besonderes Geburtstagsgeschenk für seine Gattin. Nämlich ein Traumhaus, das er billig bekommen hat. Was beide nicht ahnen: Das ganze war so günstig, weil es vorher einem Drogenbaron gehörte, der verschwunden ist und der Hausverwalter hat sich die Birne weggeballert. Außerdem befindet sich in dem neuen Domizil auch noch irgend etwas, auf das zwei leicht gestörte Kriminelle ganz scharf sind. Zunächst scheint es klar, denn das Paar findet haufenweise Drogen. Als diese jedoch anscheinend nicht das sind, was die beiden wollen, wird es eng für das Pärchen, das sich in dem Haus verbarrikadiert hat, was glücklicherweise auch problemlos möglich ist, da es unter anderem mit kugelsicherem Glas ausgestattet ist. Doch die beiden Verbrecher finden schnell andere Möglichkeiten…..

Was wird dieser Streifen im Internet niedergemacht, vor allem lese ich dort immer wieder das Wort Unlogik. Natürlich ist das auch etwas was mich im Normalfall stört, aber ich fand diesen Streifen nicht wirklich so unsinnig wie er beschrieben wird. Wenn man bedenkt welch gute Kritiken Müll wie SALT oder FACE OFF bekommen ist das hier fast eine seriöse Dokumentation.

Lediglich der schnelle Erwerb des Hauses und das die Herrschaften das was sie wollen noch nicht aus dem Haus geholt haben ist etwas unsinnig. Der Rest des Streifens erinnert ein wenig an PANIC ROOM, nur das der Room hier ein ganzes Haus ist.

Das Pärchen macht seine Sache gut, wobei Sean Faris locker als unehelicher Sohn von Tom Cruise durchgehen könnte. Die Handlungsweisen der beiden sind in weiten Teilen wesentlich nachvollziehbarer als in ähnlich gelagerten Filmen. Nur statt Herrn „ich hab mit zwei Gesichtsausdrücken immerhin doppelt so viele wie Steven Seagal“ Lundgren hätte ich vielleicht Michael Madsen besetzt, was ein wenig mehr schauspielerische Qualität in das ganze gebracht hätte.

Fazit: Mir persönlich hat der Streifen gut gefallen, nach einer kurzen Einleitung ist STASH HOUSE durchweg spannend und zudem gibt es einen zweiten Showdown an einer Stelle an der man schon fest davon überzeugt war, das alles vorbei ist.

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COLUMBUS CIRCLE (Concorde Video)

am 04. Februar 2013 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Vor vielen Jahren hat sich Abigail in ein New Yorker Apartmenthaus am Columbus Circle zurückgezogen und pflegt keinerlei Kontakt zur Außenwelt – selbst mit dem Pförtner kommuniziert sie nur über Briefe. Doch eines Tages wird ihre Nachbarin von ihrem Freund verprügelt und sie überwindet sich die Dame in ihre Wohnung zu lassen. Langsam freunden sich die beiden an. Aus Dankbarkeit versucht diese, Abigail aus ihrer Einsamkeit zu befreien und ihre Agoraphobie zu überwinden. Doch genau während dieses Experiments stürzt der Schlägerfreund wieder sturzbetrunken durch die Gegend, geht auf die beiden Damen los und kommt dabei zu Tode…Was nun?

Giovanni Ribisi, Kevin Pollak, Selma Blair, Jason Lee…es gibt sicherlich schlechtere Besetzungen für einen B-Thriller.

Die Meinungen bei diesem Streifen gehen im Netz extrem auseinander. Die TV-Spielfilm schreibt „Der Tod eines Thrillers: Die Vorhersehbarkeit“. Also wenn der Redakteur die ganzen Wendungen die in der zweiten Hälfte passieren, vorhergesehen hat, sollte er vielleicht mal einen Lottoschein ausfüllen. Insbesondere das Ende KANN man nicht vorausahnen und wer das behauptet erzählt dummes Zeug.

Die ersten 35 Minuten sind allerdings etwas langatmig, was aber auch damit zusammenhängt, dass man sich der Charakterzeichnung widmet. Wenn dies nicht ausreichend stattfindet meckern wir Kritiker aber auch, von daher geht das eigentlich in Ordnung, denn gegen Ende holt der Film das alles wieder nach und schlägt einen Haken nach dem nächsten.

Fazit: Durchaus interessanter, kleiner B-Thriller der langsam in Fahrt kommt, sich dann aber spannend entwickelt. Lediglich gegen Ende gibt es einen recht heftigen Logikfehler, aber über den sehe ich mal hinweg.

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