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Archiv des Monats November 2012

CLAUSTROFOBIA (ALIVE)

am 02. November 2012 unter Horror, Thriller abgelegt

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Eva möchte Schauspielerin werden, doch die Castings laufen nicht besonders gut, auch weil sie ständig im Stress ist, da sie nebenbei noch ein Studium am laufen hat. Ein Wohnungswechsel scheint ihr die richtige Lösung zu sein. Und siehe da, sie findet auch eine ganz niedliche Bude und lernt auch einen sehr netten Nachbarn kennen. Ein anderer jedoch scheint sie vom gegenüberliegenden Haus zu beobachten. Als sie eines Abends von einem Discogang nach Hause kommt, wird sie von einem Typen überwältigt und in ein Kellerverlies gesteckt. Warum?

Das erfährt der Zuschauer dann in den folgenden recht spannenden 90 Minuten. Wenn die Auflösung auch etwas weit hergeholt ist und die Motive des Entführers etwas zu extrem sind, als das man sie so glauben könnte, gibt es hier doch viel positives zu berichten.

Zu allererst: Eva ist kein willenloses Opfer das sich im Keller verkriecht und den Zuschauer mit ihrem Geheule nervt, sondern sie versucht mit diversen Tricks ihren Peiniger zu überlisten. Genau SO stelle ich mir jemanden in dieser Lage vor und nicht wie die ganzen anderen willenlosen Opfer die nix machen außer heulen und bestenfalls noch beten.

Ein geschickter Schachzug gelingt dem Regisseur auch mit dem Entführer. Der wirkt nämlich auf den Zuschauer gar nicht so unsympathisch und es fällt einem schwer, ein richtiges Feindbild aufzubauen.

Der Streifen stammt übrigens aus Holland. Aus diesem Land kenne ich genau 2 gute Filme, nämlich KILLER BABES und VERFLUCHTES AMSTERDAM. Dieses hier ist dann wohl der dritte.

Wer auf spannende und vor allem auch halbwegs realistische Filme steht, sollte einen Blick riskieren. Und wenn man annimmt, das Madame jetzt in dem Keller ala HOSTEL gequält wird der liegt falsch, hier geht es um etwas ganz anderes als die pure Lust am Quälen. Also einfach mal ausleihen.

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BLIND (Ascot Elite)

am 02. November 2012 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Den Titel könnten sogar Alzeyer übersetzen und das hat schon was zu heißen. Hinter diesem simplen Namen verbirgt sich jedoch ein asiatischen Schocker,der sich als einer der besten Filme des Jahres herausstellt.

Soo-Ah war eine hoffnungsvolle Nachwuchspolizistin bis ihr ein böser Fehler unterlief. Ihr kleiner Bruder starb dabei, sie selbst erblindete. Nun lebt sie zurückgezogen mit ihrem knuffigen Blindenhund in einem kleinen Appartement. Eines Abends steigt sie in ein Taxi ein. Der Fahrer macht einen sehr sympathischen Eindruck und will ihr auch den Zuschlag erlassen. Plötzlich kracht etwas gegen die Windschutzscheibe. Der Fahrer erzählt ihr, dass es sich hierbei um einen Hund handele, den er angefahren hat, doch Soo-Ah, die ein perfekt geschultes Gehör besitzt, glaubt ihm nicht. Sie ist sich sicher, dass es ein Mensch war. Doch auf dem Polizeirevier nimmt man sie aufgrund ihres Leidens natürlich nicht ernst. Zudem meldet sich bald ein zweiter Zeuge, ein Teenager, der aussagt, das es sich um ein normales Auto und eben mitnichten um ein Taxi handelte. Doch auch ihm will man nicht glauben, weil man denkt, dass er nur auf die Belohnung scharf ist. Doch bald stellt sich heraus, dass es sich hier wirklich nicht um einen Taxifahrer, sondern um einen Serienkiller handelt und die beiden Zeugen möchte dieser unbedingt loswerden.

Diese interessante Ausgangsposition führt, wie oben bereits erwähnt, zu einem der spannendsten Thriller aus Südkorea, die ich je gesehen habe. Der Drehstil ist auch nicht unbedingt Asien-typisch. Daher könnte der Streifen auch Menschen gefallen, die mit den Filmen aus diesen Ländern sonst nichts anfangen können.

Die beiden Hauptdarsteller liefern dabei eine grandiose Leistung ab. Insbesondere Kim-Ha-Neul fesselt mit ihrem intensiven Darstellung der Blinden. Aber auch der Killer weiß zu gefallen.

Der absolute Höhepunkt des Streifens ist allerdings die 15-minütige Verfolgung in der U-Bahn Station. Das ist so unglaublich klasse gedreht und durchdacht, das ich mir diesen Abschnitt noch ein zweites Mal angesehen habe. Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, aber diese Sequenz verschafft dem Streifen noch einen zusätzlichen halben Chucky.

Fazit: Spannender Thriller mit tollen Darstellern, dessen Remake nicht lange auf sich warten lassen wird. Ob dies jedoch die Klasse des Originals erreichen wird, wage ich zu bezweifeln.

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STOLEN (Splendid/WVG)

am 02. November 2012 unter Action, Thriller abgelegt

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Kein Monat ohne neues von Nicolas Cage. Der Mann scheint wirklich so viele Schulden zu haben, dass er 350 Drehtage im Jahr hat. Das erstaunliche dabei ist jedoch, dass ich seine früheren Filme alle zum Kotzen fand (KNOWING mal ausgenommen) und die ganzen Videopremieren nun zu gefallen wissen. Nach dem durchaus ordentlichen PAKT DER RACHE liegt nun schon der nächste Streifen mit ihm vor.

Nachdem er seine achtjährige Haftstrafe abgesessen hat, will der ehemalige Meisterdieb Will Montgomery nur noch in Ruhe leben und sich ganz um seine Tochter kümmern. Die ist jedoch gar nicht erpicht darauf, weil sie das Vorleben ihres Erzeugers nicht akzeptieren will. Zudem wollen ihn zwei andere nicht in Ruhe lassen, nämlich der damals ermittelnde Cop, der sich sicher ist, das Will die 10 Millionen, die man nicht bei ihm finden konnte, noch irgendwo versteckt hat und sein ehemaliger Kumpel Vincent, der damals ein Bein verloren hat und nun seinen Anteil will. Die Beteuerungen des Diebs, dass er die Kohle damals verbrannt hat nimmt ihm keiner ab. Vincent entführt daraufhin die Tochter von Will und erpresst ihn. Für den beginnt nun eine Hetzjagd, denn er hat nur 12 Stunden Zeit, die Kohle zu beschaffen und dabei auch noch ständig die Bullen am Hals.

Sicherlich bekommt die Geschichte keinen Originalitätspreis und der Film strotzt nur so vor Ungereimtheiten, die locker eine halbe Seite füllen könnten. Aber Regisseur Simon West, der mit WEHRLOS einen meiner ALL TIME FAVOURITES inszenierte (Hallo Paramount wo bleibt die Blu Ray dazu?) schielte sicherlich mit STOLEN auch nicht auf die Auszeichnung „Arthousefilm des Jahres“.

Er inszeniert hier einen routinierten Action-Thriller in dem Nic Cage (nicht wirklich ein Liebling von mir) sein berüchtigtes Overacting in Grenzen hält und überraschend glaubwürdig agiert. Der von Josh Lucas dargestellte Vincent wirkt hingegen etwas arg überzogen.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich während des gesamten Streifens auch nur mal 2 Minuten vorhanden waren, in denen ich mal schnell aufs Klo bin oder das Interesse verloren hätte. Hier geht es wirklich ohne jegliche Verschnaufpause und mit enormem Verve zur Sache. Und das muss man als Regisseur auch erst mal so hinbekommen.

Fazit: Nicht nachdenken – einfach schauen, so wie man es bei TAKEN auch getan hat. Auf Logik wird hier nicht sonderlich viel Wert gelegt – dafür umso mehr auf Spannung und Action – und das passt beides.

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