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TRANSFER (Lighthouse)

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Die Gentechnikfirma “Menzana” hat eine eine Methode entwickelt, um die Persönlichkeit eines Menschen in den Körper eines anderen Menschen zu transferieren. So bekommen alte oder tödlich kranke Menschen die Möglichkeit ihr Leben in einem jungen und gesunden Körper fortzusetzen. Als sogenannte “Wirte” nimmt man Menschen aus der dritten Welt, deren Leben eh so gut wie sinnlos ist. Hier haben sie wenigstens eine Aufgabe und dürfen sich sogar nachts für 4 Stunden sehen. Hermann und Anna nutzen diese nicht eben günstige Gelegenheit, denn SIE wird in naher Zukunft sterben. Damit kann sich Hermann nicht abfinden und unterschreibt den Vertrag. Zunächst läuft auch alles gut, auch wenn der Anblick des neuen eigenen ICH natürlich erst einmal gewöhnungsbedürftig ist. Und auch im Freundeskreis stößt das Ganze nicht wirklich auf Gegenliebe. Nicht vorhersehbar allerdings war, das die beiden Wirte sich ebenfalls in einander verlieben und Madame auch noch schwanger wird. Soll sie das Kind austragen? Zudem lehnt sich der männliche Wirt immer mehr gegen seinen „Besitzer“ auf und das Pärchen versucht zu fliehen.

Aus Deutschland hätte man so einen Streifen sicher am allerwenigsten erwartet, denn das Land der flachen Komödien hat nicht eben eine große Science-Fiction Vita aufzuweisen. Umso erstaunlicher, das der Regisseur, in seinem erst zweiten Film, nahezu alles richtig macht. Die Grundstimmung des Streifens erinnert stark an GATTACA, der auch einer meiner Lieblingsfilme ist.

Ganz groß sind die Momente in denen sich Hermann um seine kranke Frau kümmert – im Übrigen auch herzzerreißend gespielt. Bei den beiden Darstellern könnte man echt meinen, es handele sich um die wahre Geschichte ihres eigenen Lebens.

Das einzige Problem das TRANSFER hat, sind die teilweise etwas bedeutungsschweren und hölzernen Dialoge, die öfters ein wenig aufgesetzt klingen.

Ansonsten versucht der Streifen sehr viele verschiedene Dinge was Moral und Ethik angeht unter einen Hut zu bringen und schafft dies überraschend gut. Auch das farbige Pärchen, das sich nachts für 4 Stunden sieht, wird in seinem inneren Konflikt sehr gut eingefangen.

Fazit: Anspruchsvoller und mehr als ansprechender Sci-Fi Streifen aus deutschen Laden, mit einem coolen Look und einer mehr als gelungenen Auflösung. Das darfs ruhig öfter geben.

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