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A GANG STORY (Eurovideo)

gang

Kann bei einem Film von Olivier Marchal mit Gerard Lanvin und Tcheky Karyo etwas schiefgehen? Eigentlich nicht, denn die beiden Schauspieler sind bekannt dafür nur gute Drehbücher anzunehmen – ebenso der Regisseur. Wobei die Story an sich nichts weltbewegendes ist.

2 uralte Freunde, die sich seit Kindestagen kennen sind in den letzten Jahren unterschiedliche Wege gegangen. Während der eine (Edmond) sich schon lange zur Ruhe gesetzt hat und nichts mehr vom aktiven Geschäft wissen will, handelt der andere (Serge) mit Drogen und wird von der Polizei erwischt. Trotz anfänglichen Bedenken ist Edmond die Freundschaft zu viel wert und er befreit mit den alten Gangkollegen den Kumpel aus dem Knast. Doch nicht ohne Risiko, denn nun heftet sich die Polizei wieder an die Fersen des Ruheständlers und auch seine Frau ist nicht sonderlich begeistert, zumal sie schon 3 Jahre für ihren Mann im Knast war. Serge bittet seinen Freund, seine Tochter und den Enkel in Sicherheit zu bringen. Als das Versteck überfallen und Madame erschossen wird, droht die Situation zu eskalieren, denn es sind noch einige Rechnungen offen.

Normalerweise mag ich solche Gangstergeschichten nicht wirklich, weil man das alles schon zu oft gesehen hat. Aber was man mit guten Darstellern und einer Top-Regie aus dem Stoff herausholen kann, sieht man an A GANG STORY.

Die beiden oben erwähnten Hauptdarsteller liefern eine überragende Leistung ab, wobei insbesondere Lanvin eine Galavorstellung gibt, allerdings auch deutlich mehr Screentime hat. Dazu gesellt sich eine ruhige, aber nie langweilige Regie des französischen Starregisseurs.

Sehr gut gelöst wurde die Sache mit den Rückblenden. Ist man es aus anderen Filmen gewohnt das man stundenlang erzählt bekommt, wie die Freundschaft lief oder zustande kam, blendet Marchal immer nur wenige Minuten ein. Das nimmt den Film keinerlei Tempo und trotzdem ist man sehr gut über die Bedeutung der Freundschaft informiert.

Fazit: Ein Streifen der für Freunde des französischen Films ein gefundenes Fressen ist. Auch wenn die Story alles andere als neu ist, wird sie hier toll erzählt und ist überragend besetzt. Zudem gibt es einen völlig unerwarteten Schlusstwist, Was will man mehr?

7-chucky1

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