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Archiv des Monats Oktober 2012

KILLER JOE (WVG)

am 25. Oktober 2012 unter Action, Drama abgelegt

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Der junge Drogendealer Chris Smith braucht schnell 6.000 Dollar um seine Schulden zu bezahlen oder er stirbt. Die Lebensversicherung seiner Alkoholiker-Mutter wäre die Rettung doch Madame denkt nicht dran sich in die ewigen Jagdgründe zu verabschieden. Da naht die Lösung in Form von Joe Cooper : Ein korrupter Cop aus Texas, nebenberuflich Profikiller. Der will jedoch Cash im Voraus sehen und da Chris das nicht hat, überlässt er Joe seine Schwester Dottie als Pfand. Dies führt jedoch zu einer Katastrophe.

Einen Film namens KILLER JOE würde ich mir aufgrund des dusseligen Namens eigentlich schon nichte anschauen, doch Regisseur Friedkin hat noch nicht einen Streifen gedreht, den ich richtig schlecht fand, also habe ich mir das hier mal angetan.

Zuerst einmal zur Besetzung. Emile Hirsch ist als verzweifelter Chris o.k. Genauso wie Juno Temple als seine Schwester. Mister McConaughey jedoch hat sich hier als heißer Titelanwärter für die Fehlbesetzung des Jahres empfohlen. Man nimmt ihm den Killer einfach nicht ab, weil man ihn eben aus ganz anderen Rollen kennt. Imagewechsel missglückt!

Der Film selbst plätschert so dahin und kommt erst gegen Schluss in Fahrt, wobei sich da Langeweile in Brutalität verwandelt, was immerhin eine Steigerung ist. Ich kann diesen Streifen jedoch nicht mal einem Genre zuordnen. Da träfe es SONSTIGES wohl am besten.

Ein merkwürdiges Teil, das zwar nicht grottenschlecht ist, aber auch nicht wirklich Hand und Fuß hat.

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THE PACT (Ascot Elite)

am 25. Oktober 2012 unter Horror abgelegt

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Das Cover dieses Streifens macht echt was her, da hat man sich was einfallen lassen. Die Aufschrift „Der unheimlichste Film des Jahres. Du wirst vor Angst schreien“ ist jedoch sowas von dusselig und die Leute die auf so Ideen kommen, können sich doch denken dass man dann mit einer Erwartungshaltung an den Film geht, die dieser nicht halten kann. Obwohl THE PACT durchaus gelungen ist.

Annies Mutter ist gerade verstorben. Da sich ihre Schwester Nicole nicht meldet, muss sie wohl oder übel zurück ins alte Familienhaus, an das sie nicht gerade positive Erinnerungen hat. Nicole bleibt verschwunden, während deren kleine Tochter bei Lizzie untergekommen ist. Das Haus ist irgendwie unheimlich und spätestens als Annie von einer fremden Kraft durchs Haus geschleudert wird, erkennt sie, das hier Überirdisches am Werk ist. Dann macht sie eine Entdeckung, die sie genauso überrascht wie schockiert….

THE PACT heißt wohl auch im Original so. Warum dem so ist, weiß ich nicht, denn ich erkenne hier nichts von einem Pakt. Oder hat das Wort noch eine weitere, mir unbekannte Bedeutung?

Der Stil des Films ist ein wenig wie die PARANORMAL ACTIVITY Teile gehalten, allerdings ohne Wackelkamera und auch eher unabsichtlich. Man merkt schon irgendwie das Regisseur Mc Carthy eigentlich im Kurzfilm zuhause ist. Dem Film fehlt so wenig der dauerhafte Fluss. Dafür sind die gruseligen Szenen auch wirklich gruselig in Szene gesetzt. Da hat der Mann durchaus ein Händchen, ebenso wie mit der Besetzung, denn das Mädel, das die Hauptrolle spielt, agiert glaubwürdig.

Zwar gibt es gegen Ende noch ein haushohes Logikloch (bei genauerem Nachdenken) aber trotzdem hat der Streifen auch nachhaltig bei mir Eindruck hinterlassen, da manche Szenen wirklich spooky sind (zB Witchboardspielen mit nem Kreuz)

Fazit: Ein wenig mehr Fluss noch hätte dem Film nicht geschadet, der aber trotzdem einen Blick wert ist. Und das Cover ist einfach genial. Damit schließt sich der Kreis der Rezension.

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DIE TRAUZEUGEN (Eurovideo)

am 25. Oktober 2012 unter Komödie abgelegt

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Wie dem aufmerksamen Besucher dieser Seite sicherlich schon aufgefallen ist, gibt es hier beim Genre Komödie nicht allzu viele Beiträge. Das liegt allerdings daran, dass ich diese auch am seltensten schaue. Leider trifft nahezu keiner der Veröffentlichungen meinen Humor. Lediglich DAS SCHWIEGERMONSTER mit Jane Fonda fand ich sehr amüsant. Und infantiles Zeugs mit Kevin James oder Adam Sandler schau ich mir nicht an, da meine Lebenszeit begrenzt ist. Daher besitze ich gerade mal 16 Komödien in meiner Sammlung unter anderem natürlich die der Griswalds. Klammert man dann noch Horrorkomödien wie TUCKER AND DALE aus wird’s ganz eng. Doch dieser Streifen hier hat mich wirklich zum Lachen gebracht.

Die Handlung ist wie meistens bei Komödien recht simpel gestrickt, und nur dazu da um wenigstens irgend eine Geschichte zu erzählen. In diesem Fall geht es um eine Hochzeit eines Britin mit einer Australierin. Die beiden haben sich auf einer Rucksacktour kennengelernt und verliebt. Nun soll die Trauung stattfinden. Zur Verstärkung nimmt der Bräutigam seine drei besten Freunde mit, denn Madame ist nicht irgendwer, sondern die Tochter eines hohen Senators. Die Idee der Unterstützung bereut er allerdings in Nachhinein, denn die Kumpels machen das Fest zu einer Katastrophe, auch dadurch, das sie aus Versehen Drogen klauen und Schaf Ramsey sich damit vollstopft. Doch das ist erst der Anfang.

Was mir an diesem Film so gut gefällt ist, dass sich hier recht trivialer Humor mit Situationskomik und intelligenten Pointen abwechselt und nahezu alles trotzdem ins Ziel trifft.

Für das Niveau sorgen die Sprüche von Olivia Newton John (ja die aus GREASE, die für ihr Alter verdammt gut aussieht). Ihre Auftritte sind einfach köstlich und bei dem Spruch in Sachen „Catering“ hatte ich einen minutenlangen Lachanfall.

Der heimliche Höhepunkt ist jedoch Schaf Ramsey, ein edles Rassevieh, der jedoch einiges durchmachen muss. Ich weiß nicht ob es ein Casting für dieses Tier gab, denn Schafe schauen ja immer etwas dämlich, aber das hier schießt echt den Vogel ab.

Auch die Hochzeitsrede und die Sache mit dem Blumengebinde sind wirklich witzig und auch toll in Szene gesetzt.

Fazit: Ich habe mich seit Jahren nicht mehr so amüsiert. Natürlich ist das größtenteils Unsinn, aber eben kein infantiler Unsinn. Zudem sind insbesondere die Freunde des Bräutigams mit guten Darstellern besetzt.Für mich deutlich lustiger als HANGOVER und weil Lachanfälle bei Filmen selten vorkommen gibt es hierfür aufgerundete

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ANNE LIEBT PHILIPP (Eurovideo)

am 25. Oktober 2012 unter Drama, Komödie abgelegt

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Was sich nach einer romantischen Komödie aus Frankreich anhört, ist in Wirklichkeit ein Kinderfilm aus Norwegen, wobei diese Bezeichnung zwar überall als Angabe steht, ich diesen aber nicht wirklich so sehe.

Anne ist gerade mal 10 Jahre alt und hängt meist mir ihrer besten Freundin Beate ab, die in Einar verknallt ist, was Anne nicht versteht, hat sie doch mit Jungs noch gar nix am Hut Das ändert sich aber sehr schnell, als in das Dorf der gleichaltrige Philipp zieht und zwar in das Haus, wo angeblich ein Vater seine Tochter in die Wand eingemauert hat. Das behauptet zumindest Annes Bruder. Doch sie hat große Konkurrenz, denn die Klassenschönheit, die sogar schon Werbefilme fürs TV dreht, hat es ebenfalls auf Philipp abgesehen…

Um Nochmal zum ersten Abschnitt zurückzukehren. Neben dieser eben erwähnten Handlung gibt es auch noch einen weiteren Strang, der sich eben mit der vermeintlichen Ermordung des Mädchens durch ihren Vater beschäftigt, was sich am Ende aber doch stark relativiert. Trotzdem ist aufgrund dieser Szenen die FSK Freigabe ab 6 meiner Meinung nach schon grenzwertig.

Ich bin aber nun mal deutlich älter und sehe den Film aus anderen Augen und mir hat der Streifen wirklich gut gefallen. Das Mädel, das Anne spielt könnte man vom Fleck weg adoptieren und die Dialoge der Kids sind realitätsnah und wirken keinesfalls aufgesetzt.

Die Kernfrage des Film ist: Kann man sich mit 10 Jahren auch schon unsterblich verlieben oder ist das nur Einbildung? Die Antwort bekommt der Zuschauer von Anne in der Schlusseinstellung.

Fazit: Gefühlvoll inszenierter Streifen um die erste Liebe, der an keiner Stelle kitschig gerät.

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COSMOPOLIS (Ascot Elite)

am 25. Oktober 2012 unter mystery abgelegt

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Es gibt Regisseure da freut man sich, wenn sie wieder mal einen neuen Film machen. Und dann gibt es welche, bei denen könnte man brechen, wenn sich ein neuer Streifen ankündigt. David Cronenberg hängt genau in der Mitte, denn der Mann hat schon so viel Müll verbrochen, aber auf der anderen Seite auch richtig gute Filme gedreht, das man bei ihm nie voraussagen kann, was kommt.

Mit COSMOPOLIS liegt nun sein neuester Streifen vor, dessen Sinn sich mir auch nach 90 Minuten nicht erschließt. Irgendwie geht es darum, dass der Jungmillionär Eric Packer einen Haarschnitt möchte und dafür in seiner Stretch-Limousine die im inneren aussieht wie ein futuristisches Büro, durch Manhattan gondeln muss, dabei aber nichts vorwärts kommt, weil gerade Protestveranstaltungen laufen und irgend ein Rapper beerdigt wird, Zwischendurch vögelt er in seinem Wagen noch diverse Tussen und führt dusselige Gespräche mit Computer-Nerds.

Und es stellt sich die Frage. WAS SOLL DAS? Nicht nur das die auf intellektuell getrimmten Dialoge völlig sinnlos sind und man als Zuschauer teilweise gar nicht weiß. von was da gerade geredet wird, ist der Streifen einfach nur sterbenslangweilig.

Robert Pattison, den ich zum allererste Male in einem Film gesehen habe, weil ich den Twilight-Schrott erfolgreich vermeiden konnte, spielt die Rolle sogar sehr ordentlich und man nimmt ihm das was er darstellen soll auch ab. Nur teilweise versteht man gar nicht was er eigentlich darstellt. Und was Herr Cronenberg uns mit diesem Streifen sagen will, weiß wohl nur er selbst. Aber da wird dann gerne wieder das Wort KUNST in den Raum geworfen und schon hat man seine Erklärung.

Die Optik und die Kamera sind absolut exzellent, doch der Streifen reflektiert eigentlich keinerlei Inhalte, zumindest keine die man versteht.

Fazit: Geschwätziger Unfug in schickem Look und bedeutungsschwangere Dialoge, die auf Dauer nur eins verbreiten: Pure Langeweile.

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NATHALIE KÜSST (Eurovideo)

am 17. Oktober 2012 unter Drama, Komödie abgelegt

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…das wäre ja nichts besonderes. Doch sie küsst einen Kollegen ohne Vorwarnung, der auch nicht gerade ein Frauentyp ist. Aber fangen wir von vorne an. Nathalie hat ihren geliebten Francois verloren und ist seitdem wie ausgewechselt. Jegliche Versuche ihrer besten Freundin sie aufzuheitern scheitern. Doch wenigstens stürzt sie sich in ihre Arbeit. Doch auch da ist sie eher verschlossen und weist auch ihren Chef zurück. Doch dann geschieht das Unfassbare. Sie küsst ihren Kollegen Markus, kann sich aber kurz darauf nicht mehr daran erinnern. Er jedoch macht ihr daraufhin den Hof und obwohl er wahrlich nicht mit Schönheit gesegnet ist, fängt Nathalie an aufzutauen.

Wie so oft wird man hier mit den Trailer auf eine falsche Fährte gelockt, denn dies hier ist mitnichten eine Komödie. Gerade in der ersten Hälfte ist es ein eher trauriger Streifen, in der Audrey Taotou (grandios wie immer) hauptsächlich um ihren Francois trauert. Aber auch im zweiten Teil ist das eher ein Drama, wenn auch das ein oder andere komische Element eingebaut wurde.

Insgesamt aber trotzdem für die Verhältnisse der Hauptdarstellerin, die man ja nun doch eher aus lustigen Steifen kennt, eine anspruchsvolle Rolle, die sie aber toll löst, denn Madame hat trotz ihrer geringen Größe eine erstaunliche Leindwandpräsenz. Ich würde sie aber gerne mal in der Hauptrolle eines Psychothrillers sehen, denn sie bewegt sich für meinen Geschmack immer zu sehr auf sicheren Terrain, auch wenn dies hier keine Komödie ist. An spannende Stoffe traut sie sich nicht wirklich heran (sieht man mal von ihrer Stichwortgeberrolle im grausigen DA VINCE CODE ab).

Fazit: Wer hier ohne Erwartung herangeht und gerne auch mal Filme mit Niveau sieht, wird nicht enttäuscht. Auch das Thema „wie kann sich jemand so hübsches in so einen unattraktiven Gegenpart verlieben“ wird hier kritisch beleuchtet und es wird gezeigt, das Schönheit eben doch nicht alles ist.

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DIE FÜRCHTERLICHE FURCHT VOR DEM FÜRCHTERLICHEN (Universal)

am 17. Oktober 2012 unter Komödie abgelegt

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Ein ehemaliger ehemaligen Kinderbuch-Autor (Pegg), fühlt sich nun zu anderem berufen, nämlich ein Buch über Serienkiller zu schreiben. Das wäre alles nicht schlimm wenn er sich nicht immer tiefer reinsteigern würde. Er beobachtet Menschen, von denen er glaubt das sie ihn beobachten, geht nicht ans Telefon und öffnet nicht die Tür. Überall scheinen die Geister der Killer zu sein. über die er Nachforschungen angestellt hat. Und dann soll das auch nun noch verfilmt werden, was die Paranoia abermals steigert.

Eine durchaus interessante Ausgangssituation sollte man meinen und mit Simon Pegg hat man auch einen Darsteller an Bord geholt, der diesen Neurotiker durchaus spielen kann. Doch wie immer bei seinen „Solo-Filmen“ – ohne seinen Partner Nick Frost schlägt der Funken nicht über.

Der Streifen ist trotz guter Ansätze einfach nicht witzig genug und zudem vollkommen überdreht. Die One-Man Show von Pegg geht nicht auf und irgendwie nimmt man ihm den verstörten Autor nicht ab. Die restlichen Figuren sind eh nur Staffage, wobei ich das Scheitern nicht einmal dem Hauptdarsteller zurechne, sondern dem flachen Drehbuch, das zu platte und durchgenudelte Gags für ihn bereithält.

Fazit: Aus einer durchaus ausbaufähigen Grundidee wird hier zu wenig gemacht. Zu übertrieben sind die Darstellung von Pegg und die harmlosen Dinge hinter denen er gefährliches ahnt, erschließen sich dem Zuschauer nicht wirklich und wirken arg konstruiert. So ist der Film zwar nicht fürchterlich, fürchterlich, aber auch nicht besonders gelungen.

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TRANSFER (Lighthouse)

am 17. Oktober 2012 unter SciFi abgelegt

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Die Gentechnikfirma “Menzana” hat eine eine Methode entwickelt, um die Persönlichkeit eines Menschen in den Körper eines anderen Menschen zu transferieren. So bekommen alte oder tödlich kranke Menschen die Möglichkeit ihr Leben in einem jungen und gesunden Körper fortzusetzen. Als sogenannte “Wirte” nimmt man Menschen aus der dritten Welt, deren Leben eh so gut wie sinnlos ist. Hier haben sie wenigstens eine Aufgabe und dürfen sich sogar nachts für 4 Stunden sehen. Hermann und Anna nutzen diese nicht eben günstige Gelegenheit, denn SIE wird in naher Zukunft sterben. Damit kann sich Hermann nicht abfinden und unterschreibt den Vertrag. Zunächst läuft auch alles gut, auch wenn der Anblick des neuen eigenen ICH natürlich erst einmal gewöhnungsbedürftig ist. Und auch im Freundeskreis stößt das Ganze nicht wirklich auf Gegenliebe. Nicht vorhersehbar allerdings war, das die beiden Wirte sich ebenfalls in einander verlieben und Madame auch noch schwanger wird. Soll sie das Kind austragen? Zudem lehnt sich der männliche Wirt immer mehr gegen seinen „Besitzer“ auf und das Pärchen versucht zu fliehen.

Aus Deutschland hätte man so einen Streifen sicher am allerwenigsten erwartet, denn das Land der flachen Komödien hat nicht eben eine große Science-Fiction Vita aufzuweisen. Umso erstaunlicher, das der Regisseur, in seinem erst zweiten Film, nahezu alles richtig macht. Die Grundstimmung des Streifens erinnert stark an GATTACA, der auch einer meiner Lieblingsfilme ist.

Ganz groß sind die Momente in denen sich Hermann um seine kranke Frau kümmert – im Übrigen auch herzzerreißend gespielt. Bei den beiden Darstellern könnte man echt meinen, es handele sich um die wahre Geschichte ihres eigenen Lebens.

Das einzige Problem das TRANSFER hat, sind die teilweise etwas bedeutungsschweren und hölzernen Dialoge, die öfters ein wenig aufgesetzt klingen.

Ansonsten versucht der Streifen sehr viele verschiedene Dinge was Moral und Ethik angeht unter einen Hut zu bringen und schafft dies überraschend gut. Auch das farbige Pärchen, das sich nachts für 4 Stunden sieht, wird in seinem inneren Konflikt sehr gut eingefangen.

Fazit: Anspruchsvoller und mehr als ansprechender Sci-Fi Streifen aus deutschen Laden, mit einem coolen Look und einer mehr als gelungenen Auflösung. Das darfs ruhig öfter geben.

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DREAM HOUSE (Universum Film)

am 17. Oktober 2012 unter Thriller, mystery abgelegt

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Der erfolgreiche Verleger Will Atenton kündigt seinen gut bezahlten Job in Manhattan, um endlich mehr Zeit mit seiner Frau und den beiden Kindern zu verbringen. Dazu hat sich das Ehepaar ein Häuschen in New England gekauft. Doch die Nachbarn nehmen ihn nicht gerade mit Freunde auf und es ereignen sich seltsame Dinge. Die Kinder sehen Fremde am Fenster, hören Geräusche und eine Horde Goths hält unter dem Haus schwarze Messen ab. Will findet heraus, dass hier früher ein Mann lebte, dessen Familie umgebracht wurde und der vom Vorwurf deren Mörder zu sein, nie ganz freigesprochen wurde. Spukt der nun etwa in dem Haus herum? Als er bei der Polizei Hintergrundinformationen erhofft, sieht er auf einem Video die erschreckende Wahrheit.

Ich mag Daniel Craig und auch Naomi Watts, von daher Grund genug sich diesen Streifen einmal anzusehen, Doch Jim Sheridans Mystery-Thriller will einfach nicht wirklich überzeugen. Dem Regisseur kann man hierbei keinen Vorwurf machen, denn er verleiht dem Film eine schöne Atmosphäre mit mystischer Note und fängt dabei sehr gelungene Bilder ein. Naomi Watts hat nur eine kleine aber durchaus bedeutende Rolle und Craig erfüllt seinen Charakter ebenfalls glaubwürdig mit Leben.

Doch das Drehbuch weist einfach zu viele Ungereimtheiten auf und die Wende in der Mitte des Streifens ist zwar einerseits gut, aber andererseits schädlich für den weiteren Verlauf des Films, der immer weiter in Richtung Quark abdriftet.

Schöne Optik kann nicht immer verhindern, das ein Streifen, der auf reichlich bekannten Pfaden wandert, eine überragende Kritik bekommt. Wenn auch visuell alles stimmig ist, schwappt die Begeisterung des Zuschauers nicht gerade über. Zeitverschwendung ist DREAM HOUSE andererseits aber auch nicht, damit täte man ihm dann doch Unrecht.

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A GANG STORY (Eurovideo)

am 17. Oktober 2012 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Kann bei einem Film von Olivier Marchal mit Gerard Lanvin und Tcheky Karyo etwas schiefgehen? Eigentlich nicht, denn die beiden Schauspieler sind bekannt dafür nur gute Drehbücher anzunehmen – ebenso der Regisseur. Wobei die Story an sich nichts weltbewegendes ist.

2 uralte Freunde, die sich seit Kindestagen kennen sind in den letzten Jahren unterschiedliche Wege gegangen. Während der eine (Edmond) sich schon lange zur Ruhe gesetzt hat und nichts mehr vom aktiven Geschäft wissen will, handelt der andere (Serge) mit Drogen und wird von der Polizei erwischt. Trotz anfänglichen Bedenken ist Edmond die Freundschaft zu viel wert und er befreit mit den alten Gangkollegen den Kumpel aus dem Knast. Doch nicht ohne Risiko, denn nun heftet sich die Polizei wieder an die Fersen des Ruheständlers und auch seine Frau ist nicht sonderlich begeistert, zumal sie schon 3 Jahre für ihren Mann im Knast war. Serge bittet seinen Freund, seine Tochter und den Enkel in Sicherheit zu bringen. Als das Versteck überfallen und Madame erschossen wird, droht die Situation zu eskalieren, denn es sind noch einige Rechnungen offen.

Normalerweise mag ich solche Gangstergeschichten nicht wirklich, weil man das alles schon zu oft gesehen hat. Aber was man mit guten Darstellern und einer Top-Regie aus dem Stoff herausholen kann, sieht man an A GANG STORY.

Die beiden oben erwähnten Hauptdarsteller liefern eine überragende Leistung ab, wobei insbesondere Lanvin eine Galavorstellung gibt, allerdings auch deutlich mehr Screentime hat. Dazu gesellt sich eine ruhige, aber nie langweilige Regie des französischen Starregisseurs.

Sehr gut gelöst wurde die Sache mit den Rückblenden. Ist man es aus anderen Filmen gewohnt das man stundenlang erzählt bekommt, wie die Freundschaft lief oder zustande kam, blendet Marchal immer nur wenige Minuten ein. Das nimmt den Film keinerlei Tempo und trotzdem ist man sehr gut über die Bedeutung der Freundschaft informiert.

Fazit: Ein Streifen der für Freunde des französischen Films ein gefundenes Fressen ist. Auch wenn die Story alles andere als neu ist, wird sie hier toll erzählt und ist überragend besetzt. Zudem gibt es einen völlig unerwarteten Schlusstwist, Was will man mehr?

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