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Archiv des Monats September 2012

HESHER (Koch Media)

am 12. September 2012 unter Drama abgelegt

hesher

Bei einem Autounfall kommt die Mutter des kleinen T.J. ums Leben. Der Vater ist nur noch ein seelisches Wrack und stopft sich mit Antidepressiva voll und die Großmutter ist überfordert. Zudem hat der Junge in der Schule einen Interimsfeind, der ihn ständig hänselt. Dann tritt Hescher in das Leben der Familie, ein am ganzen Körper tätowierter Metalfreak, der sich nicht um Gesetze und Recht und Ordnung schert. Zuerst hänselt er den Jungen auch, doch dann werden die beiden so etwas wie Freunde. Dann tritt die unscheinbare Kassiererin Nicole in das Leben der beiden – und verändert alles.

Ich persönlich mag Gordon Levitt, hätte ihn jedoch nicht für diese Rolle besetzt. Mir gefällt er besser, wenn er Verletzlichkeit spielen soll oder charmant sein soll. Natalie Portman spielt Nicole und ist nicht wiederzuerkennen. Hat die sich intravenös einen Jugendtrank einpflanzen lassen? Sie geht hier glatt als Teenager durch.

Das Problem des Films ist einfach, dass er sehr viele kleine schöne Momente hat, aber zwischendurch auch immer wieder Leerlauf und nicht oder nur schwer nachvollziehbare Handlungen von Hescher. Überhaupt weiß ich eigentlich bis zum Schluss nicht, welche Rolle er überhaupt in dem Ganzen spielt und was uns der Autor mit dieser Rolle sagen will.,

Sicher sind die Dialoge toll und auch an den Schauspielern gibt’s nichts zu mäkeln, aber dem Streifen fehlt irgendwie eine stringente Handlung – an manchen Stellen bewegt er sich einfach nicht vom Fleck. Zudem ist er 20 Minuten zu lang,

Fazit: Sehr schönen Szenen (viele davon mit der Großmutter) stehen auch merkwürdige Handlungsstränge gegenüber, so dass sich iwie kein komplettes Ganzes ergibt. Schwer zu bewerten. Daher verzichte ich darauf.

DIE UNSICHTBARE (Ascot Elite)

am 12. September 2012 unter Drama abgelegt

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Einer Schauspielschülerin fehlt die nötige Ausstrahlung, sie gilt bei ihren Lehrern als “unsichtbar”. Nur wenn nachts ihre behinderte Schwester keine Ruhe findet, traut sie sich, bei Gesang, Tanz und Spiel aus sich herauszugehen. Beim Vorsprechen entdeckt ein fanatischer Regisseur ihr Talent und gibt ihr die Hauptrolle als Männer verschlingender Vamp, treibt sie psychisch und physisch an ihre Grenzen. Sie streunt mit blonder Perücke wie eine Fremde durch die Stadt und taucht gleichzeitig ein in eine Welt der Selbstzerstörung, in der sie sich selbst nicht mehr zurechtfindet. Sie schläft mit dem Regisseur, ist aber eigentlich in den Nachbar verliebt. Bald hat sie Probleme zu unterscheiden was real und was Rolle ist.

Das ist die Beschreibung des Video Marktes, die ich nur etwas ergänzt habe, denn ich fand das in diesem Beitrag die Geschichte des Films genial zusammengefasst wurde.

DIE UNSICHTBARE ist sicherlich kein Film für zwischendurch. Und er ist zudem eins nicht: Spannend. Trotzdem ist man als Zuschauer doch gefesselt und interessiert, wie es mit der Protagonistin weitergeht.

Die mir völlig unbekannte Stine Fischer Christensen liefert hier eine brillante Leistung ab. Ihre Wandlung vom unscheinbaren und auch unattraktiven Mäuschen zum Vamp ist wirklich glaubwürdig und nachvollziehbar gespielt. In den Extras erfährt man überraschenderweise, das sie die deutsche Sprache gar nicht beherrscht. In Nebenrollen brillieren Ulrich Noethen und Anna Maria Mühe, die zugleich Konkurrentin und auch Freundin ist.

Es wäre sicherlich interessant zu wissen, ob sich solche Geschichten wirklich ereignen und ob es solch cholerische Regisseure, wie den von Noethen dargestellten Charakter wirklich gibt.

Fazit: Eine starke Charakterstudie mit einem sehr guten Ensemble. Auch das Ende ist stimmig und nicht auf Happy-End gebügelt. Für Freunde des Arthaus-Kinos definitiv einen Blick wert.

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KINDER DES ZORNS – GENESIS (Sunfilm)

am 12. September 2012 unter Horror abgelegt

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1984 war der Beginn einer der langlebigsten Horrorreihen aller Zeiten. Während es aber zum Beispiel bei HALLOWEEN zwischendurch immer mal wieder gute Teile gab, wurden die KINDER DES ZORNS Teile immer beschissener und zudem waren sie in Deutschland noch totgeschnitten.

Der neue Teil ist eher ein Remake, denn eine Fortsetzung, aber überraschenderweise durchaus gelungen. Und die Voraussetzungen waren nun wirklich nicht gut, denn Regisseur Joel Soisson hat bisher wirklich nur Müll gedreht.

Ein junges Pärchen hat eine Autopanne mitten in der Einöde und fragt um Hilfe bei den Bewohnern des einzigen Hauses in der Nähe. Der Hausherr ist zwar vollkommen suspekt doch die Optionen sind gering. Er und seine Gattin bieten den beiden an bei Ihnen zu übernachten, was sie dann auch wohl oder übel tun. Aber vielleicht hätten Sie doch lieber im liegengebliebenen Auto die Nacht verbracht, denn da hätten sie sie wenigstens überlebt.

Billy Drago. Die 80er Jahre Videothekenbesucher kennen ihn noch. Brauchte man eine fiese Type – Drago war erste Wahl in hunderten von Videopremieren. Die Rolle des Predigers ist ihm hier auf den Leib geschrieben.

Das wirklich positive an dem Teil ist, das er die erste Stunde auf einem konstanten Spannungslevel bleibt. Das Ende ist dann etwas vorhersehbar, der Rest des Filmes aber fast gar nicht. Zudem sind die Dialoge des Pärchens endlich mal gescheit, Man schreit nicht dumm rum oder labert den üblichen „Wir sind verloren“-Müll, sondern versucht konstruktiv zu ergründen wie man der Lage entkommen kann.

Garniert mit einem gruseligen Score und eine guten Kameraführung macht das ganze durchaus Spaß und erhält im Vorfeld wohl nicht für möglich gehaltene 5,5 Chuckys. Sicher eine Überraschung.

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DARK TIDE (Universum Film)

am 12. September 2012 unter Drama, Thriller abgelegt

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Kann sich noch jemand an CLIFFHANGER erinnern, einen der besten Filme von Stallone? Man nehme diese Handlung, streiche den Kriminellen und nehme stattdessen einen reichen und arroganten Millionär und verlege das ganze von den Bergen ins Wasser. Und schon hat man die ganze Geschichte auch zusammengefasst. Frau verliert väterlichen Freund bei einem Haiangriff, will nie wieder tauchen, der Ehemann verschwindet, taucht (wie passend) wieder auf, sie ist pleite, muss dann doch nen Job zum Tauchen annehmen usw usw.

Der völlig überraschungsfreien Story stehen aber immerhin ordentliche Schauspieler (wobei mich der Eindruck beschleicht das Frau Berry Geld braucht) und vor allem wundervolle Naturaufnahmen gegenüber. Die kann man sich aber auch als Dokumentationen wie UNSERE ERDE anschauen.

Spannung kommt hier nur selten auf. Bestenfalls in den letzten 20 Minuten. Wasser ist eh das Spezialgebiet des Regisseurs, der ja mit BLUE CRUSH und INTO THJE BLUE schon zwei Filme in diesem Element drehte – die waren aber noch flacher als dieser Streifen, den man sich wenn er mal auf PRO SIEBEN kommt durchaus anschauen kann. Kaufen muss man sich das hier nicht, dann lieber nochmal den WEISSEN HAI ansehen.

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