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MACHINE GUN PREACHER/THE LADY (Universum Film)

machinelady

Hä? Was macht denn der Chucky jetzt? Bespricht zwei Filme, die auf den ersten Blick so verschieden sind – doch dem ist nicht so. Denn beides sind Biopics von noch lebenden Persönlichkeiten und beide sind fast gleichzeitig bei der Firma Universum erschienen.

Machine Gun Preacher hätte ich mir normalerweise gar nicht ausgeliehen wegen dem dusseligen Titel und einem Gerard Butler in Söldnerpose auf dem Cover, was unter normalen Umständen in etwa so interessant für mich wäre, wie eine Nacktfotoreihe von Angela Merkel. Da es aber ein Film von Marc Forster ist, der einen meiner All-Time Favourites gedreht hat (STAY), habe ich es dann doch gewagt.

Der Film erzählt die wahre Geschichte von Sam Childers, einem drogensüchtigen und gewalttätigen Rabauken, der zu Gott findet und bei einem Auftrag seiner Baufirma im Sudan das Elend der kleinen Kinder sieht und daraufhin dort ein Waisenhaus gründet. Doch die LRA eine Rebellengruppe die die Macht im Land übernehmen will, greift das Heim an und zerstört es. Doch er baut es wieder auf und beginnt das Gebiet mit allen Mitteln zu verteidigen. Immer mehr flüchtige Kinder finden bei ihm Unterschlupf. Irgendwann sind aber die finanziellen Mittel erschöpft und er verkauft seine Anteile an der Baufirma. Nun droht auch seine Familie zu zerbrechen.

Wer mehr über Childers wissen will sollte diesen LINK besuchen, der einen sehr guten Überblick über sein Schaffen gibt.

http://motivationsgeschichten.blog.de/2011/08/08/sudan-prediger-maschinengewehr-11629384/

In THE LADY geht es um Aung San Suu Kyi, die mit ihrem Ehemann, dem britischen Wissenschaftler Michael Aris und den beiden Kids in Oxford lebt. Der Schlaganfall ihrer Mutter lässt sie in ihr Heimatland Birma zurückkehren, in dem gerade schwere Unruhen herrschen. Regimegegner bitten Suu Kyi, die als Tochter eines Volkshelden ein hohes Ansehen genießt, den Vorsitz der neu gegründeten Partei für ein demokratisches Birma zu übernehmen. Sie gewinnt die Wahl auch haushoch, doch das Militär erkennt den Sieg nicht an, stellt sie unter Hausarrest und erteilt Besuchsverbot für ihre Familie. In England versucht Michael Aris derweil Suu Kyis Friedensbemühungen zu unterstützen. 1991 erhält Aung San Suu Kyi daraufhin den Friedensnobelpreis. Doch dann wird sie vor eine schwere Entscheidung gestellt. Michael ist unheilbar an Krebs erkrankt und bekommt kein Visum. Aber Aung San Suu Kyi kann das Land nicht verlassen, denn sonst würde man sie nie wieder einreisen lassen…

Mehr Infos bietet die WIKIPEDIA-SEITE unter folgendem Link

http://de.wikipedia.org/wiki/Aung_San_Suu_Kyi

Beide Filme haben das gleiche Problem. Wie soll man so zwei interessante Leben in einem jeweils zweistündigem Film unterbringen? Insgesamt gelingt das THE LADY besser. Denn die Wandlung vom Saulus zum Paulus vollzieht sich in MGP innerhalb von gefühlten 10 Filmminuten. Zudem ist es merkwürdig dass sich Childers so für diese Kinder engagiert, ansonsten aber irgendwie gar nicht gewillt ist, das Land näher kennenzulernen oder die Sprache zu lernen. Das fand ich etwas befremdlich. Butler spielt solide, genau wie Michelle Monaghan die Ehegattin.

Noch schwieriger ist das in THE LADY zu lösen, da in ihrem Leben so viele Dinge passieren, die man unmöglich zusammenfassen kann. Da würde sich eine TV-Serie eher anbieten. So konzentriert sich Krawallspezialist Luc Besson (den ich niemals für so einen Film engagiert hätte, der seine Sache aber sehr gut macht) auf die letzten 10 – 15 Jahre der imposanten Persönlichkeit und versucht dabei die Balance zwischen ihrem privaten Leben und ihrer politischen Karriere zu halten, was ihm auch gut gelingt. Besson inszeniert das ganze teilweise sogar eher als Thriller, denn als Drama was dem Film zugute kommt, denn Durchhänger hat der Streifen eigentlich keine, bietet aber wunderschöne opulente Bilder des Landes. Michelle Yeoh und David Thewlis spielen dabei fantastisch und bringen dem Zuschauer ihre Liebe zueinander und ihre beiden Persönlichkeiten näher.

Fazit: Zwei Biopics, deren Anschauen sich durchaus lohnt. Tendenziell fand ich THE LADY interessanter und stimmiger aber auch Machine Gun Preacher (das ist wirklich der Spitzname von Childers) ist durchaus gelungen…

MGP: 5-chucky223

LADY: 6-chucky1212

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