Kalender

August 2012
M D M D F S S
« Jul   Sep »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 07. August 2012

MACHINE GUN PREACHER/THE LADY (Universum Film)

am 07. August 2012 unter Drama abgelegt

machinelady

Hä? Was macht denn der Chucky jetzt? Bespricht zwei Filme, die auf den ersten Blick so verschieden sind – doch dem ist nicht so. Denn beides sind Biopics von noch lebenden Persönlichkeiten und beide sind fast gleichzeitig bei der Firma Universum erschienen.

Machine Gun Preacher hätte ich mir normalerweise gar nicht ausgeliehen wegen dem dusseligen Titel und einem Gerard Butler in Söldnerpose auf dem Cover, was unter normalen Umständen in etwa so interessant für mich wäre, wie eine Nacktfotoreihe von Angela Merkel. Da es aber ein Film von Marc Forster ist, der einen meiner All-Time Favourites gedreht hat (STAY), habe ich es dann doch gewagt.

Der Film erzählt die wahre Geschichte von Sam Childers, einem drogensüchtigen und gewalttätigen Rabauken, der zu Gott findet und bei einem Auftrag seiner Baufirma im Sudan das Elend der kleinen Kinder sieht und daraufhin dort ein Waisenhaus gründet. Doch die LRA eine Rebellengruppe die die Macht im Land übernehmen will, greift das Heim an und zerstört es. Doch er baut es wieder auf und beginnt das Gebiet mit allen Mitteln zu verteidigen. Immer mehr flüchtige Kinder finden bei ihm Unterschlupf. Irgendwann sind aber die finanziellen Mittel erschöpft und er verkauft seine Anteile an der Baufirma. Nun droht auch seine Familie zu zerbrechen.

Wer mehr über Childers wissen will sollte diesen LINK besuchen, der einen sehr guten Überblick über sein Schaffen gibt.

http://motivationsgeschichten.blog.de/2011/08/08/sudan-prediger-maschinengewehr-11629384/

In THE LADY geht es um Aung San Suu Kyi, die mit ihrem Ehemann, dem britischen Wissenschaftler Michael Aris und den beiden Kids in Oxford lebt. Der Schlaganfall ihrer Mutter lässt sie in ihr Heimatland Birma zurückkehren, in dem gerade schwere Unruhen herrschen. Regimegegner bitten Suu Kyi, die als Tochter eines Volkshelden ein hohes Ansehen genießt, den Vorsitz der neu gegründeten Partei für ein demokratisches Birma zu übernehmen. Sie gewinnt die Wahl auch haushoch, doch das Militär erkennt den Sieg nicht an, stellt sie unter Hausarrest und erteilt Besuchsverbot für ihre Familie. In England versucht Michael Aris derweil Suu Kyis Friedensbemühungen zu unterstützen. 1991 erhält Aung San Suu Kyi daraufhin den Friedensnobelpreis. Doch dann wird sie vor eine schwere Entscheidung gestellt. Michael ist unheilbar an Krebs erkrankt und bekommt kein Visum. Aber Aung San Suu Kyi kann das Land nicht verlassen, denn sonst würde man sie nie wieder einreisen lassen…

Mehr Infos bietet die WIKIPEDIA-SEITE unter folgendem Link

http://de.wikipedia.org/wiki/Aung_San_Suu_Kyi

Beide Filme haben das gleiche Problem. Wie soll man so zwei interessante Leben in einem jeweils zweistündigem Film unterbringen? Insgesamt gelingt das THE LADY besser. Denn die Wandlung vom Saulus zum Paulus vollzieht sich in MGP innerhalb von gefühlten 10 Filmminuten. Zudem ist es merkwürdig dass sich Childers so für diese Kinder engagiert, ansonsten aber irgendwie gar nicht gewillt ist, das Land näher kennenzulernen oder die Sprache zu lernen. Das fand ich etwas befremdlich. Butler spielt solide, genau wie Michelle Monaghan die Ehegattin.

Noch schwieriger ist das in THE LADY zu lösen, da in ihrem Leben so viele Dinge passieren, die man unmöglich zusammenfassen kann. Da würde sich eine TV-Serie eher anbieten. So konzentriert sich Krawallspezialist Luc Besson (den ich niemals für so einen Film engagiert hätte, der seine Sache aber sehr gut macht) auf die letzten 10 – 15 Jahre der imposanten Persönlichkeit und versucht dabei die Balance zwischen ihrem privaten Leben und ihrer politischen Karriere zu halten, was ihm auch gut gelingt. Besson inszeniert das ganze teilweise sogar eher als Thriller, denn als Drama was dem Film zugute kommt, denn Durchhänger hat der Streifen eigentlich keine, bietet aber wunderschöne opulente Bilder des Landes. Michelle Yeoh und David Thewlis spielen dabei fantastisch und bringen dem Zuschauer ihre Liebe zueinander und ihre beiden Persönlichkeiten näher.

Fazit: Zwei Biopics, deren Anschauen sich durchaus lohnt. Tendenziell fand ich THE LADY interessanter und stimmiger aber auch Machine Gun Preacher (das ist wirklich der Spitzname von Childers) ist durchaus gelungen…

MGP: 5-chucky223

LADY: 6-chucky1212

HAYWIRE (Concorde)

am 07. August 2012 unter Action, Suspense abgelegt

hay

Mallory arbeitet für eine Sicherheitsfirma im Auftrag der US-Regierung. Nach einer gelungenen Befreiungsaktion in Barcelona überredet sie ihr Chef Kenneth zu einem weiteren Job in Dublin. Zunächst will sich Mallory nicht darauf einlassen, da es hier um eine simple Überwachung handelt. Doch dann versucht man sie zu töten – und so wie es aussieht sind es ihre eigenen Leute. Aber warum?

Es ist unfassbar was Soderbergh in Hollywood für einen Ruf zu haben scheint, denn in seinen Filmen läuft wirklich immer die Creme de la creme auf. Michael Fassbender, Antonio Banderas (der gefühlte 5 Sätze zu sagen hat), Michael Douglas, Bill Paxton – und alle haben nur Nebenrollen. Die erste Geige spielt hier die völlig unbekannte Gina Carano, die aber wohl mal eine Martial-Arts Kämpferin war und daher für die Rolle gut geeignet ist. Erstaunlich aber, das sie auch schauspielerisch eine richtig gute Leistung hinlegt.

Natürlich ist die Story jetzt nicht weltbewegend, aber obwohl ich nun wahrlich kein Fan des Regisseurs bin (CONTAGION mal ausgenommen) holt er hier alles heraus, was möglich ist. Der Film ist hervorragend geschnitten und sehr elegant gefilmt. Im krassen Gegensatz dazu stehen dann die reichlich vorhandenen, brutalen Kampfszenen, bei denen Soderbergh jedes mal den Score weglässt, was dem ganzen eine sehr realistische Note verleiht und nicht gestellt wirkt

Fazit: Wenig Geschichte, viel Action. Das ganze ist spannend, sehr unterhaltsam und die Hauptdarstellerin ne richtig coole Sau. Sollte man mal gesehen haben. Die überwiegend negativen Kritiken kann ich nicht verstehen.

6-chucky1212

TAKE SHELTER (Ascot Elite)

am 07. August 2012 unter Drama abgelegt

shelter

Curtis lebt mit seiner Frau und der kleinen Tochter in einer amerikanischen Kleinstadt. Diese ist hörbehindert und findet auch keinen Anschluss an gleichaltrige. Doch die Eltern kümmern sich liebevoll um die kleine und lernen auch die Gebärdensprache. Curtis wird jedoch fast jede Nacht von heftigen und sehr realistisch wirkenden Albträumen gequält. In diesen Visionen sieht er eine große Katastrophe auf die Welt zukommen. Zudem wird sein Verhalten immer merkwürdiger – er vernachlässigt die Arbeit, bricht mit seinem besten Freund und beginnt einen riesigen Schutzbunker im Garten zu bauen, um seine Familie vor möglichen Katastrophe zu schützen. Werden seine Visionen wahr werden?

Nach der Beschreibung hört sich das ganze wie ein Science-Fiction Film an, doch TAKE SHELTER ist ein Drama, das auch mit der ein oder anderen Länge zu kämpfen hat, denn es passiert eigentlich nicht wirklich viel, was den Film vorwärts bringt.

Shannon spielt wie immer gut und seine Darstellung und Wandlung ist für den Zuschauer jederzeit nachvollziehbar. Auch die Bildkompositionen von Regisseur Nichols sind schick inszeniert und visuell beeindruckend.

Insgesamt wäre es wohl besser gewesen das ganze eher als Thriller denn als Drama zu gestalten, denn das Tempo ist wirklich extrem gering.

Fazit: Optisch und schauspielerisch überzeugend fehlt dem Streifen letztendlich nur etwas Spannung. Ein Pluspunkt sammelt das sehr gute Ende.

5-chucky223

HOWLING (Splendid/WVG)

am 07. August 2012 unter Suspense, Thriller abgelegt

howling

Eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche mit merkwürdigen Bissspuren wird in einem ausgebrannten Auto auf einem Parkplatz gefunden. Kurz darauf stirbt wieder eine Person unter merkwürdigen Umständen: Offensichtlich wurde das Opfer von einem Wolf getötet, doch diese gibt es in Korea nicht! Die unerfahrene Polizistin Eun-yeong, die neu in die Abteilung versetzt wurde und als Frau einen schweren Stand hat, sowie ihr Partner Sang-gil sind überzeugt, dass eine Verbindung zwischen diesen Morden besteht. Als eine weitere Leiche gefunden wird, die auch mit Bisswunden übersät ist, scheint es sich um einen tierischen Serienkiller zu handeln. Auf der schwierigen Suche nach dem „Täter“ findet das ungleiche Duo heraus, dass es hier auch um Drogen und Kinderprostitution geht.

HOWLING beginnt eigentlich als Horrorfilm, doch mit zunehmender Spielzeit wandelt sich das ganze dann zu einem spannenden Thriller, der immer wieder mal eine interessante Wende zu bieten hat.

Glücklicherweise gibt es hier kein typisch asiatisches Overacting, sondern sehr solide Schauspieler, die durchweg einen guten Job machen. Zwar ist die Synchronisation an manchen Stellen etwas holprig und der Film nimmt sich auch die ein oder andere Auszeit, doch interessant bleibt er trotzdem.

Die ungewöhnliche Auflösung und vor allem die Verfolgungsjagd kurz vor Schluss (mehr kann ich nicht verraten) sind weitere Pluspunkte des Streifens, der durchaus nach einem amerikanischen Remake ruft.

Insgesamt etwa 20 Minuten zu lang hat mir HOWÖING dennoch gut gefallen, da die Story bei weitem nicht so einfach gestrickt ist, wie man anfangs annehmen könnte.Auch für Leute geeignet, die normalerweise eher amerikanische Produktionen gewohnt sind. Aber nochmal, es handelt sich hier um KEINEN Horrorfilm auch wenn das Cover dies suggeriert.

5-chucky223