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Archiv des Monats Juli 2012

CAMELSPIDERS (Sunfilm)

am 12. Juli 2012 unter Horror abgelegt

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Einige hunderte Spinnen verschiedener Größe fallen über Menschen her, die versuchen sich vor Ihnen in Sicherheit zu bringen und sie dabei abschießen.

Das wars dann auch schon was es an Story über diesen Streifen zu verlieren gibt, denn mehr passiert einfach nicht. Charakterzeichnung ist eh nicht notwendig, da ja fast alle von den Spinnen vernichtet werden, bevor man etwas über sie erfährt.

Die Effekte sind ganz ordentlich, obwohl man natürlich sieht das die Viecher aus dem Computer stammen und einige Kamerafahrten witzig. Aber eines ist an diesem Streifen ganz wichtig – er nimmt sich zu keiner Zeit auch nur ein bisschen ernst und das macht ihn dann auch wieder sympathisch.

Für richtigen Trash sind die Schauspieler eigentlich auch nicht schlecht genug und die Synchronisation ist zudem sehr gelungen. Zudem sind die 90 Minuten wirklich wie im Flug vorbei, zumal es auch sofort losgeht.

Fazit: ARAC ATTACK mit 1 % dessen Budgets und ohne Drehbuch, der aber nicht nach normalen Maßstäben bewertet werden kann. Lustig ist das ganze allemal. Bewertung entfällt.

DIE GEHEIMNISVOLLE FREMDE (Universum Film)

am 12. Juli 2012 unter Drama abgelegt

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Tom Ricks ist ein amerikanischer Schriftsteller dem verboten wurde, seine Tochter zu sehen. Trotzdem reist er nach Paris und sucht seine Ex-Frau auf. Die ruft daraufhin die Polizei. Tom flüchtet, doch er möchte weiter in der Nähe bleiben und sucht sich einen Job und eine Bleibe. Er kommt in einer Kaschemme unter und der Besitzer hat auch Arbeit für ihn, wenn auch nicht gerade eine anspruchsvolle. Auf einer privaten Veranstaltung lernt er die geheimnisvolle Margit kennen. Kurz danach trifft man sich und es kommt zum Geschlechtsverkehr. Nebenbei macht ihm aber auch die Gattin seines Chefs Avancen, mit der er sich ebenfalls auf eine Affäre einlässt. Doch dann verdichten sich die Zeichen das Margit schon vor 20 Jahren gestorben ist.

Hört sich deutlich interessanter an als es letztendlich ist, denn der Film hat ein so unglaublich langsames Erzähltempo, dass man sich wirklich mit Mühe wachhalten muss. Lediglich die letzten 30 Minuten sind dann etwas spannender.

Regisseur Pawlikowski versucht hier so etwas wie einen Mystery-Liebes-Thriller zu erzwingen, doch dazu gehört auch ein gewisser Spannungsbogen, der hier leider nicht zu finden ist.

Wie bereits erwähnt, ist nur der letzte Abschnitt interessant, weil man da etwas erfährt mit dem man nun wirklich nicht gerechnet hat. Doch bis dahin schleppt sich das ganze wirklich so langsam vorwärts, das man manchmal meint der Streifen läuft in Zeitlupe ab.

Da wäre mehr drin gewesen, so bleibt nur ein vollkommen gekünstelt überfrachteter Streifen, allerdings mit guten Darstellern.

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HOME INVASION (Koch Media)

am 12. Juli 2012 unter Horror abgelegt

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Nirgendwo fühlt man sich so sicher wie in den eigenen vier Wänden … und nirgendwo ist man so angreifbar. Sarah lässt einen jungen Mann in ihr Haus, weil er von einem gewalttätigen Einbrecher verfolgt wird. Doch was genau ist wirklich passiert, wem kann sie hier trauen? Als auch der Einbrecher zu ihr kommt, entlädt sich ein unbarmherziger Horrortrip zwischen psychischer Tortur und roher, bösartiger Gewalt. Das eigene Haus als gnadenlose Todesfalle

Das ist der Text der auf dem Cover des BluRay steht. Das hat mit dem Film in etwa so viel zu tun wie die Bundesregierung mit fairer Steuerpolitik.

Klar ist der junge Mann mal 10 Minuten in ihrem Haus und auch sowas wie ein Einbrecher kommt hinzu, doch insgesamt erwartet man nach dieser Beschreibung etwas völlig anderes. Doch der Streifen hat soviel mehr zu bieten, als platten Psycho und Terror-Horror.

Alleine die durchgehend grandiose Atmosphäre sorgt für Gänsehaut und die richtig spannenden Abschnitte finden eigentlich außerhalb des Hauses statt, vor allem auf der einsamen Straße.

Etwas gewöhnungsbedürftig ist der Cut in der Mitte des Films, bei dem man über die (durchaus wichtige) Vorgeschichte aufgeklärt wird. Die Stelle dieses Breaks ist allerdings brillant gewählt und kommt völlig unerwartet.

Die Morde sind realistisch dargestellt und zeigen kein übertriebenes Gemetzel.

Ich wusste gar nicht dass Anne Parillaud noch Filme dreht, so wirklich ist sie mir nach ihrer Paraderolle in NIKITA nie wieder aufgefallen. Hier hat sie sehr viele verschiedene Emotionen zu spielen und erledigt dies auch grandios.

Fazit: Durchgehend spannender und atmosphärischer Horrorstreifen, den man ein wenig zu Unrecht in die französische Terrorwelle packt. Alleine inszenatorisch hat der Film deutlich mehr zu bieten. Zudem gibt es etwas was ich noch nie gesehen habe, ein alternatives Ende im Film integriert. Wie das geht? Kaufen, dann sieht mans. ^^Ein echter Geheimtipp.

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BEZAUBERNDE LÜGEN (Capelight)

am 12. Juli 2012 unter Komödie abgelegt

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Emelie besitzt zusammen mit ihrer Freundin einen kleinen Friseursalon in einem beschaulichen Städtchen an der französischen Küste. Eines Tages bekommt sie einen anonymen Liebesbrief, den sie allerdings sofort in den Mülleimer wirft. Unglücklicherweise ist der Absender der Plattenleger Jean, der in dem Moment neben ihr kniet.

Emelies Mutter indes kommt nicht über die Trennung ihres Mannes hinweg und lässt sich gehen. Also kommt ihre Tochter auf die Idee den Liebesbrief einfach an ihre Mutter Maddy zu schicken und siehe da – Madame blüht auch auf. Doch als ihre Mum sehnsüchtig auf weitere Briefe wartet und wieder in den alten Trott zurückzufallen droht, sieht sich Emelie gezwungen weitere Briefe zu verfassen. Jedoch fällt ihrer Mutter sofort auf, dass die einen ganz anderen Stil haben. Nun gerät Emelie in Schwierigkeiten und bittet auch noch ausgerechnet Jean den nächsten Brief einzuwerfen. Doch Maddy bekommt das mit und verfolgt ihren vermeintlichen Verehrer daraufhin. Das Chaos nimmt seinen Lauf…..

Bezaubernde Lügen hat die Bezeichnung für sich selbst schon im Titel, denn ich fand den Streifen wirklich bezaubernd. Das liegt auch an den beiden grandiosen Hauptdarstellerrinnen. Audrey Taotou ist eh immer knuffig, doch Nathalie Baye als ihre Mutter stiehlt ihr fast die Show. Auch die Nebenfiguren sind gut besetzt, vor allem die Rolle der Paulette.

Natürlich weiß man nach gefühlten 20 Minuten wie der Streifen ausgehen wird, aber das ist bei den amerikanischen romantischen Komödien doch genauso. Das hier hat aber einen typisch französischen Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Es handelt sich hierbei jetzt nicht um einen Film bei dem man alle 3 Minuten laut lacht (ist mir aber doch einige Male passiert), aber er zaubert einem ein latentes Grinsen aufs Gesicht und das ist doch auch was oder?

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SAFEHOUSE (Universal Pictures)

am 12. Juli 2012 unter Action, Thriller abgelegt

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Matt Weston ist bei der CIA und leitet ein SAFEHOUSE in Kapstadt. Hört sich spannender an, als es ist, denn diese Häuser dienen zur Unterbringung und (wie der Name schon sagt) Schutz von wichtigen Personen oder Gefangenen. Die Langeweile ändert sich ganz schnell als man Tobin Frost in das Haus bringt. Der ehemalige CIA Agent verkauft nun gewinnbringend interne Informationen an den meistbietenden. Kaum dort aufgetaucht wird das Haus gestürmt und Frosts Bewacher ermordet. Weston schnappt sich den ehemaligen Kollegen und es beginnt eine rasante Flucht vor den Verfolgern. Doch er weiß nicht auf was er sich da eingelassen hat, denn Frost hat derartig brisante Informationen die große Teile weltweiter Geheimdienste zu Fall bringen könnte – und das wissen auch Leute die Weston nahestehen.

SAFEHOUSE ist so ein Film, der an manchen Tagen bei mir eine ganz andere Bewertung bekommen würde als heute. Denn ich hatte einfach Lust auf so einen Film. Einfache Unterhaltung, gespickt mit unglaublichen Actionszenen. Die Verfolgungsjagden sind mal richtig genial, obwohl ich so etwas gar nicht so gerne sehe. Dazu trägt natürlich auch die ungewöhnliche Umgebung bei.

Zudem kann mit dem Cast wenig schiefgehen. Denzel Washington (mit Morgan Freeman-Gedächtnisfrisur, obwohl der ja noch lebt), Vera Farmiga (grauenhaft geschminkt und frisiert) sowie Ryan Reynolds (Frisur wie immer) sind ja nun nicht das schlechteste, was Hollywood zu bieten hat. In Nebenrollen sind Brendan Gleeson und Sam Shepard (grau geworden) zu sehen.

Der Film hat kaum ruhige Momente und wenn nicht gerade durch die Straßen gejagt wird, verballert man Tausende von Kugeln. Das ist aber trotzdem spannend und auch stylish in Szene gesetzt, aber nicht andauernd, wie momentan üblich, mit dieser doofen Wackelkamera, die hier nur ganz selten zum Zug kommt.

Fazit: Kompromissloser Actionstreifen ohne nennenswerten Pausen, dessen FSK 16 Freigabe an machen Stellen fast schon grenzwertig ist.

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