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Archiv des Monats Juni 2012

THE GOOD DOCTOR (Koch Media)

am 27. Juni 2012 unter Drama abgelegt

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Dr. Blake ist ein unauffälliger Arzt, der in einem Krankenhaus an der kalifornischen Küste ein ebenso unauffälliges Dasein fristet und sich nach Anerkennung sehnt. Als die 18-jährige Diane Nixon eingeliefert wird, die ihn anhimmelt, verliebt er sich in das Mädchen, das aus eher einfachen Verhältnissen stammt. Doch er weiß genau, das, wenn sie das Krankenhaus verlässt, sie auch das Interesse an ihm verlieren wird. Also verabreicht er ihr Medikamente die den Krankheitsverlauf maßgeblich verlängern. Doch dann steht plötzlich ihr Leben auf dem Spiel.

THE GOOD DOCTOR ist mitnichten ein Thriller, wie es sowohl im Trailer als auch auf der Coverrückseite suggeriert wird, sondern ein recht unspektakuläres Drama, bei dem die partiell eingebauten Krimielemente eher stören.

Orlando Bloom sieht man hier in einer recht ungewöhnlichen Rolle. Dafür bekam er dann auch die beschissenste Frisur seiner Filmkarriere verpasst. Sein Chef ist der von mir sehr geschätzte Rob Morrow aus NUMBERS.

Doch der Streifen kommt und kommt einfach nicht in die Gänge. Auch wenn Bloom seinen Charakter durchaus annehmbar ausfüllt (und eine sehr gute Synchronstimme verpasst bekam) ist der Film insgesamt einfach zu unspektakulär geraten.

Fazit: Kann man sich mal anschauen, muss man aber nicht, Die Story hätte deutlich mehr hergegeben.

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SCREWED (Sunfilm)

am 27. Juni 2012 unter Drama abgelegt

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Sam kommt aus dem Krieg zurück und ist traumatisiert, doch das Leben muss weitergehen, zumal er eine Frau und einen kleinen Sohn hat. Also nimmt er einen Posten als Gefängniswärter an. Anfangs findet er sich gut zurecht, doch mit der Zeit verliert er den Blick dafür was Recht und Unrecht ist. Zudem stopft er sich Drogen in die Nase und es kommt zur Trennung mit seiner Frau. Als man ihn ihn illegale Geschäfte hereinzieht muss er sich entscheiden, wie sein weiteres Leben verlaufen soll.

SCREWED, der den völlig blödsinnigen Untertitel „Krieg im Knast“ verpasst bekommen hat, ist ein anspruchsvolles und intensiv gespieltes Drama mit einem wirklich guten Hauptdarsteller, der die Gebrochenheit und die Ausweglosigkeit seines Charakters sehr gut rüberbringt.

Natürlich kommt es auch zu Auseinandersetzungen im Gefängnis, doch lockt das den Zuschauer im Vorfeld auf eine völlig falsche Fährte, denn man glaubt bei dem Titel, dass man wieder die üblichen Knastkeilereien und Sprüche zu sehen bekommt. Dem ist mitnichten so.

Daher werden die Hohlbirnen, die das erwarten von dem Streifen enttäuscht sein und die, die gerne anspruchsvolle Filme sehen, einen weiten Bogen um den Film machen. Eigentlich schade, aber wer sich den beknackten Untertitel hat einfallen lassen, trägt hierfür die alleinige Schuld.

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FEAR-X (Sunfilm)

am 27. Juni 2012 unter Drama, Thriller abgelegt

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Harry arbeitet als Wachmann in einem Kaufhaus und hat kürzlich seine Frau auf tragische Weise verloren. Als sie ihn abholen wollte, wurde sie in der Tiefgarage erschossen. Seitdem wühlt er sich in jeder freien Minute durch unzählige Überwachungsvideos um irgend etwas zu entdecken, dass zur Aufklärung des Falles führen könnte. Per Zufall findet der apathische Harry auch einen Hinweis, dem er schließlich nachgeht, Die Spur führt zu einem Hotel, in dem er auch mit seiner Frau schon übernachtet hat. Doch er kommt mit seinen Nachforschungen manchen Leuten in die Quere, die das gar nicht schätzen.

Was macht man normalerweise, wenn ein Regisseur, den man vorher nicht oder kaum kannte, einen Überraschungshit landet? Man kramt eben ältere Filme von ihm hervor und schreibt seinen Namen dick aufs Cover.

In diesem Fall geht es um  Nicolas Wending Refn, der mit „DRIVE“ wohl einen der Überraschungshits der letzten Jahre gelandet hat. Selten traf ein Streifen den Geschmack von Publikum und Kritiker gleichzeitig.

Aber auch dieses Werk aus dem Jahre 2003 weiß zu gefallen. Der Regisseur arbeitet hier mit allerlei surrealistischen Elementen, die denen eines David Lynch nicht unähnlich sind. Trotzdem gibt es hier eine stringente Handlung, die sich wie ein roter Faden durch alles zieht. Lediglich das Ende ist ein wenig unspektakulär geraten.

John Turtorro spielt den gebrochenen Witwer mit Hingabe und auch der Rest des Castes, unter anderem die viel zu wenig beschäftigte Deborah Kara Unger, machen einen ordentlichen Job.

Fazit. Wer Filme wie STAY oder auch THE BROKEN mag, dürfte auch hieran Gefallen finden, Auch wenn ich das ganze als Thriller einordne, ist der Streifen doch sehr langsam geraten. Mir persönlich macht das nichts, ich weiß aber auch, dass viele sich damit nur schwerlich anfreunden können. Also erst einmal ausleihen und dann kaufen.

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EIN RISKANTER PLAN (Concorde)

am 27. Juni 2012 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Nick Cassidy mietet sich ein Zimmer im 21. Stock des Roosevelt Hotels, frühstückt ganz in Ruhe, um kurz danach auf den Sims zu steigen und damit zu drohen, sich in die Tiefe zu stürzen. Cassidy will unbedingt mit der Polizistin Mercer verhandeln, der aber nicht unbedingt ein toller Ruf vorauseilt, was Verhinderung von Suizidversuchen angeht. Mit der Zeit stellt sich heraus, dass Nick ein ehemaliger Cop ist, der zu einer langen Haftstrafe verdonnert wurde, doch bei der Beerdigung seines Vaters fliehen konnte. Je länger die Sache geht, desto misstrauischer werden Mercer und ihr Kollege, das es hier in Wirklichkeit um etwas ganz anderes geht, als einen Suizidversuch.

Die Story ist nicht unoriginell und die Wende in der Mitte des Streifens auch nicht wirklich vorhersehbar. Im letzten Teil des Films wird es aber dann wieder arg unlogisch, was zwangsläufig bedeutet, dass man wieder über einige Zufälle und merkwürdige Geschehnisse hinwegsehen muss, um nicht genervt zu sein.

Das ist so ähnlich wie bei GESETZ DER RACHE mit Gerard Butler. Auch der bot wirklich spannende Unterhaltung, die aber mit zunehmender Spielzeit immer unsinniger wurde.

Trotzdem bleibt man bis zum Ende aufmerksam und wird mit einem recht konventionellen, aber durchaus ordentlichen Finale belohnt.

Schauspielerisch mit Sam Worthington, Jamie Bell und Edward Burns gar nicht übel besetzt, ist der Streifen auf jeden Fall Wert, gesehen zu werden. Ob man ihn in die Sammlung aufnimmt muss jeder selbst entscheiden.

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BLOOD RUNS COLD (Ascot Elite)

am 18. Juni 2012 unter Horror abgelegt

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Winona hat einst ihre Heimat verlassen um als Sängerin Karriere zu machen, doch nun zieht es sie, zumindest um auszuspannen, wieder dorthin zurück. Ihr Manager hat dort ein Haus, das sie bezieht. Um mal unter Menschen zu kommen besucht sie eine Bar, wo sie ihre Jugendliebe wiedertrifft. Zusammen mit seinen Freunden trifft man sich dann noch in dem einsamen Haus für einen Absucker. Doch am nächsten Morgen sind alle verschwunden. Als Winona die erste Leiche findet, kapiert sie schnell, dass die Herrschaften mitnichten daheim in ihren Schlafzimmern liegen.

Es gibt verschiedene Aussagen über die Kosten dieses Films. Manchen Quellen zufolge hat dieser Streifen lediglich 5000 Dollar „verschlungen“, andere sprechen vom doppelten Budget, was ja immer noch lächerlich ist.

Diese geringen Produktionskosten muss man bei der Kritik schon berücksichtigen, denn daraus hat man eine Menge gemacht. Natürlich sind das nicht die Überschauspieler und auch die Handlung ist alles andere als originell und über diverse Handlungsweisen der Protagonisten kann man (eigentlich wie immer) nur den Kopf schütteln. Zusätzlich erhält man keinerlei Infos über den Killer oder seinen Hintergrund.

Dafür gibt es einige wenige Splatterszenen, die aber sehr schick in Szene gesetzt wurden. Die FSK 16 Freigabe lässt mich in diesem Zusammenhang allerdings staunen, denn einige Stellen sind wirklich extremst derb und wären in anderen Filmen komplett entfernt worden.

Fazit: Wirklich ordentlicher und relativ professionell ausschauender Low Budget Slasher, der mit seinen 74 Minuten Laufzeit zwar kurz geraten ist, dafür aber ungeschnitten auf den Markt kommt und wenig Leerlauf hat.

Unter Berücksichtigung der geringen Mittel:

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RAMPART (Ascot Elite)

am 18. Juni 2012 unter Drama, Thriller abgelegt

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Dave Brown ist ein abgestumpfter Cop, der in seiner Stadt mit nicht legalen Mitteln für Ordnung sorgt. Seine Methoden sind berüchtigt und er selbst zerstört sich selbst immer mehr. Er nimmt Drogen und vögelt sich quer durch die City. Nur für seine beiden Töchter empfindet er etwas, wobei diese Liebe eher einseitig bleibt. Als er einen Typen fast zu Tode verprügelt, nur weil der ihm ins Auto gefahren ist und dies von einem Kamerateam aufgenommen wurde und im TV gezeigt wird, gerät er in Schwierigkeiten.

Die Besetzung dieses Streifens ist mehr als imposant. Neben Woody Harrelson, sind unter anderem Anne Heche, Sigourney Weaver, Ned Beatty, Robin Penn (sieht grausig aus) und Ben Foster zu sehen. Auch Steve Buscemi ist dabei und hat bestenfalls 5 Sätze zu sagen. Das ist schon erstaunlich, liegt aber wohl daran, dass bekannte Schauspieler gerne mal für einen Film mit Anspruch unterschreiben. Doch genau an diesem Anspruch scheitert letztendlich der Streifen.

Die Verhaltensweisen des Cops sind teilweise extrem irrational und die überwiegend subjektive Kamera, die ein wenig an den typischen Dokustil erinnert, sorgt zwar dafür, dass man als Zuschauer immer nah dabei ist, doch mit fortlaufender Zeit ermüdet das ganze sehr, weil es irgendwie nichts in RAMPART gibt, was den Streifen mal etwas voranbringt. In manchen Abschnitten ist das dann hoffnungslos geschwätzig und auch langweilig.

Fazit; Überragende Besetzung für einen Streifen, der letztendlich an seiner Überambitioniertheit scheitert. Anspruch muss nicht auch zum Einschlafen sein.

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VERFÜHRT (Sunfilm)

am 18. Juni 2012 unter Thriller abgelegt

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Devon ist 17 Jahre alt, der Vater hat Geld bis zum Abwinken und die Jungs fliegen reihenweise auf sie. Doch die interessieren sie alle nicht. Sie hat es auf den neuen Mathematiklehrer abgesehen und schafft es auch nach kurzer Zeit, sein Vertrauen zu gewinnen, unter anderem in dem sie sich bei seiner Tochter einschmeichelt. Als Madame erfährt das die Ex ihres Schwarms umziehen will und dieser gedenkt mitzukommen, um seine Tochter nicht zu vernachlässigen, überfährt sie die Nebenbuhlerin einfach. Doch sie hat noch einige andere Hindernisse zu beseitigen.

VERFÜHRT erzählt nicht wirklich eine Geschichte die man noch nicht so oder so ähnlich gesehen hat. Reiche Gören die sich in ältere Männer verknallen, die aber kein Interesse an ihnen haben gabs schon häufiger.

Das ist aber der einzige Vorwurf dem man dem Film machen kann. Ansonsten ist er handwerklich sehr solide inszeniert und auch die Schauspieler machen einen ordentlichen Job. Den Showdown hätte man allerdings etwas weniger konservativ gestalten können.

Fazit: Recht unterhaltsamer Thriller im Stile von „Weiblich, ledig, jung….“ der aber nicht ganz an sein großes Vorbild heranreicht, für einen netten Fernsehabend aber durchaus geeignet ist.

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DRIVE (Universum Film)

am 18. Juni 2012 unter Drama, Thriller abgelegt

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Der „Driver“ arbeitet tagsüber in einer Autowerkstatt, sowie als Stuntfahrer – nachts fährt er Fluchtautos für Verbrecher. Doch als er seine neue Nachbarin und ihren kleinen Sohn kennen und lieben lernt, werden seine Abgestumpftheit und Emotionslosigkeit, die er sich im Laufe der Jahre angeeignet hat, aufgebrochen. Dann kehrt der Ehemann von Madame aus dem Knast zurück und steckt in ziemlichen Schwierigkeiten. Trotzdem versucht der Driver der Familie zu helfen – und das nimmt kein gutes Ende.

„Drive“ ist sicherlich nicht jedermanns Sache und die Hauptfrage die sich hier stellt ist sicherlich: ARTHOUSE und GEWALTFILM, kann das funktionieren? Meiner Meinung nach ja, denn im ersten Teil ist das ganze ein ganz ruhiges und stilles Drama, welches von seinem Hauptdarsteller mühelos im Alleingang getragen wird. Als es dann zur ersten herben Gewaltszene kommt, ist der Zuschauer natürlich vollkommen vor den Kopf gestoßen, denn dieser Übergang ist schon extrem ungewöhnlich.

Doch wer damit klarkommt bekommt für die restliche Zeit einen spannenden Thriller geboten, der aber nach wie vor eher von Gesten und Blicken lebt, denn von vielen überflüssigen Gesprächen.

Der auch in den Nebenrollen mit Albert Brooks und Ron Pearlman exzellent besetzte Streifen profitiert wie bereits erwähnt aber hauptsächlich von seinem Hauptdarsteller, dem diese Rolle auf den Leib geschneidert ist. Ich finde eh das Gosling in Dramen seine bisher besten Leistungen abgeliefert hat (siehe auch IDES OF MARCH).

Wer sich auf diese kuriose Genremischung einlässt, wird mit einem kleinen Kunstwerk belohnt, das insbesondere mit einer filigranen Kameraführung aufwartet. Manche werden allerdings nach 45 Minuten ausschalten und ein Actionfilm wie es der Titel suggeriert, ist das mal gar nicht.

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HUMAN CENTIPEDE (Koch Media)

am 18. Juni 2012 unter Horror abgelegt

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Der deutsche Forscher Dr. Heiter hat kürzlich einen seiner drei Hunde verloren. Doch das arme Vieh war kein freilaufendes Tier mehr, sondern mit zwei anderen an deren Hintern aneinander genäht, weil der bekloppte Arzt einen eigenen Tausendfüßler kreieren wollte !!!. Doch wieso sollte man das gleiche nicht einmal mit Menschen versuchen? Glücklicherweise verirren sich zwei Damen in einer Nacht zu seinem Haus, weil ihr Auto stehen geblieben ist. Nachdem diese gefangengenommen wurden, schnappt er sich noch einen Asiaten und fertig ist der neue Tausendfüßler. Doch das ganze bleibt nicht unentdeckt.

Was sich hier wie totaler Trash anhört, ist aber handwerklich und insbesondere kameratechnisch überraschend professionell in Szene gesetzt worden, so dass es eben nicht wirklich als Mist durchgeht, sondern eher als kranker Nonsens.

Dieter Laser, der sowohl in Tatorten als auch in Faßbender Filmen mitgewirkt hat, spielt den bescheuerten Arzt jedenfalls mit unglaublicher Hingabe und sieht aus wie der uneheliche Halbbruder von Udo Kier. Die anderen Schauspieler müssen eh nicht groß etwas können, da man fast nur ihre Augen sieht.

Im Interview mit dem lockeren und wirklich sympathischen Regisseur erfährt man auch, wie er auf diese kranke Idee kam und Fakten über die Fortsetzung, die dermaßen eklig sein muss, dass sie selbst in Great Britain keine ungeschnittene Freigabe bekam, und das hat was zu heißen.

Fazit: Wer sich mal wieder richtigen Mist anschauen will, der aber erstaunlich gut inszeniert wurde und trotzdem einen hohen Unterhaltungswert besitzt, sollte hier zugreifen. Bewertung unmöglich.