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Archiv für den 30. April 2012

PERFECT SENSE (Universum Film)

am 30. April 2012 unter Drama, SciFi, Thriller abgelegt

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Michael ist der Chefkoch eines Gourmet-Restaurants, Susan eine Wissenschaftlerin die sich mit Epidemien beschäftigt. Obwohl beide emotional verkümmert sind, kommt man sich langsam näher und lernt den anderen schätzen. Dann bricht eine Epidemie über die Welt herein. Zuerst fangen die Menschen an zu weinen, um danach ihren Geruchssinn zu verlieren. Doch das ist erst der Anfang, denn mit fortlaufender Dauer gehen auch noch andere Sinne verloren und die Welt droht im Chaos zu versinken.

Diese sehr ungewöhnliche Mixtur aus Liebesfilm und Thriller funktioniert überraschenderweise perfe(c)kt. Das hängt auch mit der unglaublich ausdrucksstarken Bildersprache zusammen, die zusammen mit dem grandiosen Soundtrack eine faszinierende Mixtur ergibt. Leider gibt es letzteren nicht käuflich zu erwerben, was eine Schande ist.

Im Internet gibt es viele gute Kritiken, aber auch einige die sich beschweren, dass der Streifen recht langweilig ist. Das kann man durchaus so sehen, denn spannend ist PERFECT SENSE eigentlich nicht und gegen das hier vorhandene Erzähltempo wirkt ein Streifen wie CONTAGION mit ähnlicher Thematik wie ein Action-Thriller. Man muss sich auf diese Bildersprache einlassen.

Auch die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern passt, wobei insbesondere Eva Green eine wirklich außergewöhnliche Vorstellung abgibt.

Interessanterweise wird hier auch beleuchtet was mit den Menschen passiert, wenn ihnen einer ihrer Sinne verlorengeht – man konzentriert sich halt auf die anderen und irgendwann hat man dann den abhanden gekommenen vollends vergessen. Ob die Menschheit so wirklich reagieren würde bleibt mal dahin gestellt, ist aber eine sehr interessante These.

Fazit: Einer der ungewöhnlichsten Streifen der letzten Jahre, was auch an der strangen Genremischung liegt. Lässt man sich auf die Bildersprache des Streifens ein bekommt man ein kleines Meisterwerk geboten. Kann man dies jedoch nicht, sollte man lieber auf die Mainstream-Varianten des Themas ausweichen.

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2:22 (Ascot Elite)

am 30. April 2012 unter Thriller abgelegt

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Vier Diebe planen einen recht simplen Einbruch. Man wartet bis 2:22 nachts und nimmt dann die drei Angestellten des Hotels in Gewahrsam um die Schließfächer auszuräumen, während einer den Rezeptionisten gibt. Doch immer wieder kommen irgendwelche Gäste dazwischen und so langsam füllt sich der Nebenraum, wo man alle „parkt“. Zudem kann einer der Diebe den Hals nicht vollbekommen, was dazuführt, das er beim Hehler von einem der Hotelgäste wiedererkannt wird…..

Der Streifen braucht leider doch recht lange bis er mal in die Gänge kommt. Auch die Geschichte mit der Frau in der Bar bringt das alles nicht wirklich weiter., Der Bruch ist allerdings smart gefilmt und gespickt mit skurrilen Ideen (ich sag nur der alte Mann der sich umbringen will). Auch die letzten dreißig Minuten sind durchaus unterhaltsam.

Schauspielerisch ist das ganze nicht wirklich auf einem hohen Niveau. Nur der Held der Titelrolle sticht da ein wenig hervor. Ansonsten wissen noch die Kameraführung und die Wende gegen Ende zu gefallen und es gibt einen CAMEO-Auftritt von Gabriel Byrne, der im Abspann nicht erwähnt wird.

Fazit: Netter Heist-Thriller mit der einen oder anderen überraschenden Wende. Recht unterhaltsam für einen netten Abend – nicht mehr aber auch nicht weniger. Val Kilmers Rollenauswahl wird hingegen so langsam immer peinlicher.

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INSIDE THE DARKNESS (Eurovideo)

am 30. April 2012 unter Horror abgelegt

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Vier Highschool-Kids beobachten, wie beim Leichenbestatter Vaughn merkwürdige Schatten im Fenster zu tanzen scheinen. Also steigen sie ins Haus ein und finden Vaughns verstorbene Frau. Anscheinend hat der spleenige Kerl Madame konserviert. Dummerweise werden die Kids vom Herr des Hauses überrascht. Einen davon stößt er die Treppe hinunter und tötet ihn, in dem er ihn mit dem Fuß das Genick bricht. Doch natürlich glaubt den Jugendlichen keiner. Als sie weiter herumschnüffeln wird es gefährlich.

Ein typischer Streifen den man sich mal anschauen kann – wenn man bereit ist über einige Logikfehler hinwegzusehen. Alleine beim Tod des Jugendlichen sollte der schlauen Polizei doch zumindest mal auffallen, dass das Ableben nicht durch einen Treppensturz verursacht wurde. Auch die Flucht aus dem Krankenhaus ist hanebüchen konstruiert.

Ähnliche Aussetzer gibt es reihenweise, doch wie gesagt, wenn man bereit ist über so etwas hinwegzusehen ist der Streifen recht unterhaltsam, wenn man auch Dennis Quaid den Bösewicht nicht so recht abnimmt, weil man ihn eigentlich nur als den guten kennt – außer vielleicht in PANDORUM habe ich ihn noch nie in der Rolle des Psychopathen gesehen.

Fazit: Leidlich unterhaltsamer Horrorthriller, der aber immerhin aus wenig Budget noch etwas herausholt.

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THE THING (Universal Film)

am 30. April 2012 unter Horror, SciFi abgelegt

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Bei einer Expedition am Südpol stoßen norwegische Forscher auf ein Alien-Raumschiff. Im vereisten Wrack entdecken sie ein Wesen, das anscheinend beim Absturz ums Leben kam. Die Paläontologin Kate Lloyd und ihr Team beginnen sofort mit der Untersuchung, müssen aber feststellen, das das Vieh noch ganz schön lebendig ist. Und noch fies dazu. Es kann nämlich in den Körper eines Menschen eindringen und ihn 1:1 nachahmen. Und bald stellt sich für die Wissenschaftler die Frage: Wer ist denn nun eine Kopie und wer nicht?

THE THING ist die Vorgeschichte zum John Carpenter Klassiker „DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT“, würde aber auch genauso gut als Remake durchgehen, wenn da nicht das Ende wäre, denn da schafft man es geschickt zum vermeintlichen Nachfolger überzuleiten ,in dem man die zum Klassiker gewordene Musik einführt. Eine sehr schöne Idee wie ich finde.

Auch ansonsten weiß der Streifen zu überzeugen. Dem Regisseur gelingt es eine unglaublich klaustrophobische Spannung zu erzeugen. Dazu gesellt sich ein extrem hoher Bodycount und es ist unbegreiflich, wie der an manchen Stellen wirklich eklig brutale Streifen eine FSK 16 Freigabe bekommen hat. Die Verwandlungsszenen sind teilweise wirklich widerlich.

Trotzdem wurden hier mehr als ordentliche Schauspieler gewählt und auch die Rolle der Forscherin wurde mit Kate Lloyd gut besetzt, die die toughe Wissenschaftlerin überzeugend verkörpert.

Fazit: Erstaunlich gutes Horrorstreifen, der sowohl als Prequel als auch als Sequel durchgeht. Durchhänger findet man hier absolut keine. Eine Überraschung.

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STRAW DOGS (Sony Pictures)

am 30. April 2012 unter Thriller abgelegt

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Der erfolgreiche Autor David Sumner zieht mit seiner jungen Frau Amy in das Haus ihrer verstorbenen Eltern in die Pampa. Dort will er das Drehbuch zu einem Film über STALINGRAD schreiben. Anfangs scheint auch alles ganz gut zu funktionieren, doch dann tauchen so langsam alle möglichen Leute aus der Vergangenheit von Amy auf. Als David einem vermeintlichen Irren Unterschlupf gewährt, kommt es zur Eskalation.

STRAW DOGS ist ein Remake eines Streifens aus dem Jahre 1971 in dem Dustin Hoffman die Hauptrolle spielte. Lustigerweise habe ich diesen auch erst vor einem halben Jahr gesehen. Fakt ist das ich das Original schon nicht annähernd so überragend fand wie es in den Kritiken wegkommt und auch das Remake reißt mich nicht wirklich von Hocker.

Zu viele Stereotypen, zu viele unglaubwürdige Handlungsweisen und das vollkommen überzogene Ende indem der unscheinbare Autor aus nicht nachvollziehbaren Gründen zum Kämpfer mutiert, für einen Typen, den er nicht mal kennt, ergeben im Zusammenspiel einen recht öden Streifen, der sich noch dazu am Anfang zieht wie Kaugummi.

Fazit: Überflüssiges Remake eines überbewerteten Originals.

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