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Archiv für den 18. April 2012

THE CALLER (Ascot Elite)

am 18. April 2012 unter Horror, Thriller, mystery abgelegt

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Mary hat sich von ihrem Mann getrennt und ist in eine kleine Stadt in Puerto Rico gezogen. Beim Einzug entdeckt sie ein altes Telefon, das sie auch alsbald anschließt. Kurz darauf bekommt sie einen Anruf einer Dame namens Rose, die nach einem ehemaligen Bewohner fragt. Mary erklärt ihr das die Person dort nicht mehr wohnt, doch die Dame lässt nicht locker und ruft immer wieder an. Dann stellt sich heraus, das die Anrufe von Rose aus dem Jahre 1979 kommen. Mary kann das aber verständlicherweise nicht recht glauben. Als sie nachforscht findet sie heraus das Rose früher tatsächlich im ihrem Appartement gewohnt hat und einen untreuen Freund hatte. Als Mary ihrer Anruferin sagt sie möchte sie bitte nicht mehr belästigen, greift diese zu radikalen Mitteln um die Freundschaft zu erhalten. Denn Rose kann natürlich in ihrer Zeit die Zukunft ändern und das geht für manche Beteiligten im Umfeld von Mary gar nicht gut aus.

Da sieht man mal wieder, dass es kein riesiges Budget braucht um einen kleinen, feinen Reißer zu schaffen. Es genügt eine gute Idee und ein Telefon – nicht gerade viel in der heutigen Zeit.

Natürlich gibt es auch hier das eine oder andere kleinere Logikloch, aber das ist bei dieser Story zu verschmerzen. Da muss man dann drüber hinwegsehen, was aber kein großes Problem darstellt, denn der Streifen ist sauspannend und man ertappt sich bald selbst dabei bei dem Versuch zu erahnen, was Rose denn nun als nächstes tun wird.

Zudem gibt es einen sensationellen Showdown der relativ lange geht und eine wirklich originelle Idee bereithält. Lange habe ich nicht mehr so einen spannenden Schluss gesehen, da dieser in letzter Zeit in vielen Filmen doch ziemlich hingerotzt wird.

Inmitten dieses Szenarios liefert die mir unbekannte Rachelle Lefefre eine gelungene Performance ab, Ich habe schon den ein oder anderen Film gesehen, in dem sie mitspielte fiel mir auf als ich bei ofdb stöberte, aber aufgefallen war sie mir noch nie.

Fazit: Toller kleiner B-Movie der aus fast nichts extrem viel macht. Ein echter Geheimtipp.

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POINT BLANK (Atlas/Koch)

am 18. April 2012 unter Action, Suspense abgelegt

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Krankenpflegehilfe Samuel lebt ein eher bescheidenes Leben in Paris. Seine Frau ist schwanger und er büffelt für seine Prüfung. Eines Tages wird ein Patient eingeliefert der von einem Motorrad angefahren wurde. Kurz später kommt Samuel zufällig hinzu als ein vermeintlicher Arzt die Beatmungsmaschine abstellen will. Er rettet den Patienten und löst damit eine Kette von Ereignissen aus, denn am nächsten Morgen wird er niedergeschlagen und seine Frau entführt. Damit diese überlebt muss er den Herren, dem er einen Tag zuvor noch das Leben gerettet hat innerhalb von 3 Stunden aus dem Krankenhaus entführen. Am Bahnhof soll der Austausch gegen seine Frau erfolgen, doch da kommt die Polizei dazwischen. Nun beginnt eine gnadenlose Hetzjagd durch Paris, denn als die Chefin der Polizei ermordet wird fällt der Verdacht ebenfalls auf Samuel.

ATLAS sind bekannt dafür französische Filme auf den deutschen Markt zu bringen, die bei uns nie im Kino liefen, in ihrer Heimat aber recht erfolgreich waren. So ein Fall ist auch POINT BLANK. Der Streifen hat die komplette Laufzeit keinerlei Durchhänger und die Hetzjagd durch die Stadt der Liebe ist hervorragend eingefangen und das ohne nervige Wackelkamera.

Den besonderen Reiz bezieht POINT BLANK auch daraus, das der unbescholtene Krankenpfleger und der Verbrecher gemeinsame Sache machen müssen um zu überleben. Hinzu kommt die eine oder andere überraschende Wende und ein klassischer Showdown in einem Polizeirevier.

Fazit: Spannende Krimikost aus dem Land des Baguette, für Genrefreunde durchaus eine Empfehlung wert. Die fette Aufschrift auf den Cover „Tausend mal besser als 96 hours“ ist aber dann doch etwas übertrieben.

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SCHLAFKRANKHEIT (Lighthouse)

am 18. April 2012 unter Drama abgelegt

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Der deutsche Entwicklungshelfer Ebbo Velten arbeitet schon seit Jahren in Kamerun und befasst sich mit der Erforschung der Schlafkrankheit. Doch jetzt will er nach Deutschland zurückkehren auch weil die Gelder gekürzt wurden, da es immer wenige Fälle dieser Erkrankung gibt und seine Frau zurück in die Heimat will, denn Tochter Helen ist in einem Internat untergebracht und sie will sich mehr um sie kümmern. Nach einem Besuch bei ihren Eltern steigt sie mit ihrer Mutter ins Flugzeug – ihr Vater will einige Tage später nachkommen – doch so weit kommt es nicht.

Drei Jahre später begibt sich der französische Arzt Alex Nzila nach Kamerun um zu überprüfen, ob die verwendeten Forschungsgelder überhaupt noch sinnvoll angelegt sind, muss aber feststellen , dass es kaum mehr Patienten gibt, die wegen der Schlafkrankheit behandelt werden müssen. Also sucht er das Gespräch mit Velten, doch der ist unauffindbar.

Es ist schwer den Streifen zusammenzufassen, da er keine stringente Story bietet. Zudem wirken viele Teile des Films etwas willkürlich aneinander gesetzt und eher wie einzelne Episoden.

Auch über den Sinn von SCHLAFKRANKHEIT lässt sich trefflich streiten. Soll er uns ein Bild des bedürftigen Kameruns bieten oder soll er beleuchten wieviele Gelder unnütz in Entwicklungshilfe gesteckt werden, die dann aber für ganz andere Dinge verwendet werden? Oder ist es einfach nur die Geschichte eines Arztes, den eine Hassliebe mit diesem Land verbindet und der sich nicht aufraffen kann seiner Familie nach Deutschland zu folgen.

Trotz all dieser Fragen ist SCHLAFKRANKHEIT ein interessanter Film, der es schafft den Zuschauer bei der Stange zu halten, auch wenn es schwer zu erklären ist wie, da Teile des Streifens doch sehr langatmig erzählt sind.

Fazit: Für Freunde des anspruchsvollen Dramas durchaus eine Empfehlung wert, unterlasse ich hier aber eine endgültige Chucky-Bewertung, da eine klassische Noteneinordnung dem Film nicht wirklich gerecht wird.

SLEEPING BEAUTY (Capelight)

am 18. April 2012 unter Drama abgelegt

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Lucy ist Studentin und nimmt, um ihr Studium zu finanzieren, so ziemlich jeden Job an. Bürogehilfin, Versuchskaninchen in einem Labor und Putzfrau in einer Bar. Da flattert ihr eines Tages ein Angebot der ganz besonderen Art ins Haus. Sie soll, nur in Dessous bekleidet, alten Herrschaften Essen servieren. Dann gibt es aber noch die Möglichkeit einer wesentlich lukrativeren Beschäftigung. Betäubt mit einem speziellen Trunk steht sie den Opas schlafend als Sexobjekt zur Verfügung, wobei diese sie zwar anfassen dürfen, aber sexueller Verkehr ist untersagt.

Wie und das wars werden jetzt viele denken? Tja mehr passiert in dem Streifen eben nicht. Was andere in Rezensionen als schockierend bezeichnen, nämlich das Frauen als willenlose Sexobjekte behandelt werden kann ich nicht nachvollziehen, denn sie machen es ja gegen Bezahlung und wissen worauf sie sich einlassen. Zudem scheint mir das ganze doch sehr weit hergeholt.

Emily Browning liefert schauspielerisch eine gute Leistung ab, sollte sich aber vielleicht einen anderen Agenten suchen, der ihr gescheite Rollen besorgt (ich sag nur „Soccer Punch“).

Zwischendurch gibt es noch ein paar sensationell dusselige Oneliner („Ihre Vagina ist ein Tempel“) und jede Menge Leerlauf.

Trotzdem hat der Film einen gewissen Unterhaltungswert was insbesondere auf den edlen Look zurückzuführen ist. Insbesondere die Szenerie wenn Lucy schlafend im Bett liegt und auf ihre Kundschaft wartet ist sehr schick eingefangen.

So bleibt unter dem Strich hübsch photographierter Unsinn mit fragwürdigen Inhalt. Bewertung entfällt.