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Archiv für den 02. April 2012

ATEMLOS (Kinowelt)

am 02. April 2012 unter Action, Thriller abgelegt

atemlos

Auf einer Internetseite vermisster Kinder, entdeckt Nathan ein Bild, das ihm erstaunlich ähnlich sieht. Zudem kann er sich nicht wirklich an seine Kindheit erinnern und auch seine Eltern wirken schon immer eher wie gute Freunde, denn wie Erziehungsberechtigte. Als Nathan nachforscht muss er feststellen, dass man ihn jahrelang angelogen hat, denn er ist der Sohn eines verdeckten Geheimagenten. Als einige Männer auftauchen und seine Ersatzeltern töten, muss er mit seiner Freundin schnellstens fliehen, denn die Gangster suchen einen Geheimcode den Nathans richtiger Vater einem kriminellen Individuum entwendet hat. Doch wem kann er noch trauen?

So weit so unsinnig. Die Logiklöcher dieses Streifens sind größer als die Lücken im deutschen Haushalt. Das ist ja für diese Art Film nichts ungewöhnliches, doch irgendwann kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.

Der Hauptdarsteller muss wohl in den Twilight Filmen rumgefallen sein und daher bei den weiblichen Wesen einen gewissen Bekanntheitsgrad besitzen. Seine Versuche zu schauspielern versagen allerdings kläglich, dazu ist seine Mimik viel zu stoisch. Sieht ein bisschen aus wie der kleine Bruder von THE ROCK.

Der Rest der Besetzung ist allerdings erstaunlich gut, denn neben Sigourney Weaver sind auch Maria Bello und Alfred Molina dabei, die allerdings die vielen Schwächen des Drehbuchs auch nicht kaschieren können.

Alles in allem ist der Film aber auch nicht schlechter als ähnlich gelagerter Unsinn wie FACE OFF. Wer es daher schafft sein Gehirn nonstop auszuschalten wird zumindest recht ordentlich unterhalten. Ein cineastisches Meisterwerk wird man hier eh nicht erwarten.

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TICKET OUT (Eurovideo)

am 02. April 2012 unter Drama, Thriller abgelegt

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Jocelyn hat gerade einen Gerichtsstreit verloren, der es ihrem Mann nun wieder erlaubt, die beiden Kinder regelmäßig zu sehen, auch wenn Indizien vorlagen, dass Dennis, zumindest den Jungen, körperlich misshandelt hat. Der will nicht zu seinem Vater, doch dieser hat nunmal ein Besuchsrecht, Als die Mutter die beiden Kinder abholen will und erkennen muss, dass ihr Ex wieder gewalttätig wurde, flieht sie mit den Kids zu einer Untergrundorganisation, die in solchen Fällen eingreift. Doch Dennis setzt einen Privatdetektiv auf das Trio an und auch das FBI ist hinter den Flüchtlingen her.

TICKET OUT hat eine ungewöhnliche Story zu bieten, denn besonders im Verlauf der Flucht kommt es zu viele Situationen, die man so noch nicht gesehen hat. Zudem bleibt die ganze Zeit die Frage offen, welche Rolle der von Ray Liotta verkörperte Charakter denn nun spielt.

So weit mir bekannt handelt es sich hierbei um einen TV-Film, der aber durchaus das Zeug für eine Kinoauswertung gehabt hätte, denn diese Geschichten sehen viele Menschen gerne.

Der Ausgang ist zudem einigermaßen überraschend und zeigt mal wieder, dass das amerikanische Rechtssystem nicht annähernd so gut ist wie es gerne wäre.

Fazit: Kleiner, feiner Thriller mit guten Darstellern und eher spärlich gestreuten Action-Szenen, dafür aber gespickt mit jeder Menge kleiner Wendungen.

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DER EXORZISMUS DER EMMA EVANS (Universum Film)

am 02. April 2012 unter Horror abgelegt

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Die 15jährige Emma genießt ihre Pubertät. Erster Alkoholkonsum, erstes Rumknutschen – nichts was zur Beunruhigung der konservativen Erzeuger führt. Doch eines Tages bekommt sie plötzlich einen epileptischen Anfall im Beisein ihrer Eltern. Zwar kommt sie relativ schnell wieder auf die Beine, doch danach ist nichts mehr wie es war, denn Emma verspürt eine hohe Lust Menschen, die ihr nahestehen, zu verletzen. Sie versucht zum Beispiel ihren Bruder zu ertränken. Ihre Freundin beleidigt und verletzt sie aufs Tiefste mit Worten ohne das sie sich später erinnern kann, was sie gesagt oder getan hat. Als sie daraufhin zu einem Psychologen aufsucht und dieser am nächsten Tag tot in seiner Praxis liegt, ahnen die Eltern dass es sich hierbei nicht um ein normales Problem handelt. Als Emma nach einem weiteren Anfall plötzlich über dem Boden schwebt, schalten, die Eltern den Bruder der Mutter ein, welcher Priester ist. Offensichtlich ist das Mädchen vom Teufel besessen und der hat aber mal gar keine Lust seinen neuen Wirt schnell wieder zu verlassen.

Also ich muss erst einmal sagen, dass ich die vielen negativen Kritiken im Internet nicht verstehe. Natürlich ist das ein Thema, aus dem man nicht mehr viel herausholen kann, doch alleine die Art und Weise wie man sich dem ganzen nähert, ist ganz anders gelagert als bei anderen Produktionen dieser Thematik. Auch die subjektive Kamera unterstützt das Geschehen hierbei sehr gut.

Die Hauptdarstellerin liefert eine wirklich überzeugende Leistung ab – die Besessenheit wird von ihr durchaus glaubwürdig verkörpert.

Der Schlusstwist ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und wirkt doch etwas konstruiert. Auch dass Madame ohne Überwachung mal eben mit nem Kumpel wegfährt oder sich mit der Freundin trifft ist doch etwas merkwürdig, denn ich würde meine vom Teufel besessene Tochter nicht in der Gegend herumlaufen lassen, zumal ja bekannt ist, dass sie anderen wehtun will und wird.

Trotzdem gebe ich hier 5 Chuckys weil mir die Atmosphäre gut gefallen hat und der Film das Thema wie bereits erwähnt anders angeht, als ähnliche Streifen in Hochglanzoptik.

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SIEBEN TAGE SONNTAG (Lighthouse)

am 02. April 2012 unter Drama abgelegt

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Der 16 jährige Adam wohnt bei seiner Oma in einem der typischen Plattenbauten. Während er eher zurückhaltend ist, glänzt sein Kumpel Tomekk mit coolen Sprüchen. Beide sind in Sarah verschossen, doch die fühlt sich zu Adam hingezogen, der aber Angst davor hat eine Beziehung mit ihr einzugehen. Der triste und öde Alltag verleitet die Jugendlichen zu allerlei Blödsinn, bis es eines Abends zu einer Katastrophe kommt.

Die Geschichte wird einigen bekannt vorkommen, denn dieser Fall ging damals durch die Presse. SIEBEN TAGE SONNTAG ist eine ausgezeichnete Milieustudie, die die Tristheit und Sinnlosigkeit die in dieser Gegend herrscht, perfekt widerspiegelt.

Ludwig Trepte, der bereits in KOMABT SECHZEHN eine sehr gute Figur machte, verleiht seinem Charakter durchaus Glaubwürdigkeit und spielt den Adam als desillusionierten Jungen der nichts mit sich anzufangen weiß und der sich auch keine Gedanken darüber macht, was die Zukunft so bringt. Als Oma gibt es ein Wiedersehen mit der aus vielen 60er Jahre Produktionen bekannten Karin Baal.

Natürlich ist der Streifen keine leichte Kost, zumal er auch einen leicht dokumentarischen Touch hat, dem es aber zu verdanken ist, dass der Zuschauer sich mit in das Geschehen integriert fühlt.

Wer gerne anspruchsvollere Dramen aus deutschen Landen sieht kann hier bedenkenlos zugreifen. Eine Lösung für das Problem der Menschen dieser Gegend wird allerdings auch nicht angeboten, aber das soll wohl auch so sein.

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ONE WAY TRIP (Ascot Elite)

am 02. April 2012 unter Horror abgelegt

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Ricola haben die Schweizer erfunden. Das wissen wir mittlerweile alle. Der Horrorfilm kommt da doch eher aus einer anderen Ecke, doch das heißt nicht, dass man das in der Schweiz nicht auch kann.

Sechs Studenten wollen in den Ferien die freie Natur genießen. Allerdings hat man sich entschieden, das nicht in Form von öden Spaziergängen zu tun, sondern man sucht den spitzkegeligen Kahlkopf, einen kleinen feinen Pilz, der für einige Stunden einen Trip schickt. Unterwegs gabelt man noch ein Pärchen auf und zu acht erreicht man trotz leichter Probleme (Autoreifen platzt) den Zielort. Dann schmeißt man sich die lustigen Dinger ein und schon geht’s los. Doch plötzlich kommt einer der Herrschaften mit blutigem Gesicht zum Zeltplatz zurück getaumelt. Also sucht man nach Hilfe und findet einen abgelegen Hof. Doch da wartet alles andere als eben diese.

Natürlich ist das nicht überragend neu. Das hat man zum Beispiel in SHROOMS schon mal so ähnlich gesehen. Ansonsten orientiert sich der Slasher an vermeintlichen Vorbildern wie COLD PREY oder vielen amerikanischen Streifen.

Trotzdem weiß OWT durchaus zu gefallen. Die Location ist gut gewählt, die Effekte sind gelungen und das Verhalten der Protagonisten ist bei weitem nicht so dämlich wie in anderen Streifen dieser Sorte. Die Auflösung ist auch in Ordnung und verläuft dabei nicht ganz so wie die meisten es sich sicherlich denken.

Schauspielerisch ebenfalls im positiven Bereich, fällt lediglich auf, dass die Darsteller sich alle bemühen Hochdeutsch zu sprechen – das klingt an manchen Stellen doch etwas verkrampft.

Trotzdem ist OWT ein gelungener Genre-Beitrag der sich vor den Vorbildern nicht verstecken braucht und in dem es spannungstechnisch nahezu keine Durchhänger gibt. Zudem sind einem die meisten Figuren sympathisch, so dass einem deren Ableben eher leid tut. Für Genrefans eine Empfehlung wert.

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