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Archiv des Monats Februar 2012

COLLAPSE OF THE LIVING DEAD (Intergroove)

am 15. Februar 2012 unter Horror abgelegt

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Das Farmerehepaar Robert und Molly ist vom Leben schwer gezeichnet. Vor einem halben Jahr haben die beiden ihre Tochter verloren und man steht kurz vor dem Ruin. Dann wird auch noch Sohn Will eines Tages von einem Fremden angefallen und gebissen. Wie sich herausstellt ist das jedoch nur der Anfang, denn plötzlich sind überall Untote auf den Straßen. Jedoch gehen langsam die Lebensmittel aus und Robert muss in die Stadt. Doch der Weg dahin ist mit vielen Gefahren gepflastert, denn die Untoten lauern überall.

Das hört sich nach der altbekannten Geschichte an, nur gibt es hier zwei Besonderheiten. Die Hauptrollen spielen Herrschaften Ende 50 und keine kreischenden Teenies und der Twist nach 60 Minuten des Films ist einer der besten, die ich seit Jahren gesehen habe. Niemals wäre ich darauf gekommen.

Anfangs dauert es jedoch etwas bis der Streifen in die Gänge kommt und die erste halbe Stunde ist schon etwas langatmig geraten. In der Mitte nimmt das ganze jedoch Fahrt auf und wird zu einer One Man Show von Chris Mulkey, einer der Schauspieler die jeder kennt, dem aber niemand einen Namen zuordnen kann.

Für einen Low Budget Streifen sieht das ganze zudem durchaus recht professionell aus und der Running Gag mit Bob dem Kopf, sorgt zwischendurch für einige Lacher.

Durchaus unterhaltsam das ganze und die Wende ist wirklich klasse, so verdient sich der Streifen trotz des recht lahmen Beginns noch 5 Chuckys.

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ROLLERGIRL (Universum Film)

am 15. Februar 2012 unter Drama, Komödie abgelegt

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Bliss lebt in einer öden Kleinstadt und arbeitet nebenbei in einem Fast Food Laden. Ihre Mutter meldet sie zu Schönheitswettbewerben an, obwohl Bliss dazu gar keine Lust hat. Eines Tages fällt ihr zufällig ein Flyer eines Rollerwettbewerbs für Mädels in die Hand. Fasziniert von dem Mut und dem Willen der Mädels meldet sie sich zu einem Schnupperkurs an und wird Mitglied bei den „Hurl Scouts“, dem schlechtesten Team der Liga. Mit Bliss wird das Team jedoch wesentlich stärker und fährt sogar Siege ein, die sonst niemals in Frage kamen. Dann lernt sie noch nen süßen Typen kennen und alles scheint perfekt. Doch ihre Mutter ist gegen diese brutale Sportart und versucht die weitere Teilnahme ihrer Tochter zu verhindern. Dann entdeckt Bliss, dass sie ihr Freund auch noch betrügt. Das neue Leben scheint wieder zusammenzubrechen.

ROLLERGIRL ist ein Film, den ich mir nur aus einem Grund ausgeliehen habe und der heißt Ellen Page. Dieses Mädel kann wirklich alles spielen und schließlich habe ich sie ja auch (zumindest für mich) schon entdeckt, als sie keiner kannte und in HARD CANDY und der TV-Serie RE-GENESIS mitspielte. Auch hier liefert sie wieder eine bezaubernde Vorstellung ab und bringt ihren Charakter absolut glaubwürdig rüber.

Aber auch der Film selbst weiß zu gefallen, denn die wirklich guten Dialoge und das Spiel der Nebendarsteller ist brillant. Drew Barrymore sieht mal richtig beschissen aus und wird nur noch von Juliette Lewis getoppt, die noch beschissener aussieht, aber ihre Rolle sehr gut ausfüllt.

Zudem gibt es eine wunderschön gefilmte Unterwasserszene von Bliss und ihrem Freund. Selten habe ich das Verliebtsein so schön eingefangen gesehen wie in diesen 3 Minuten – auch wegen dem tollen Score.

Fazit: Drew Barrymores Regiedebut macht wirklich Spaß. Auch wenn das Happy-End irgendwo vorhersehbar ist, gibt der Streifen einen sehr guten Einblick in eine Szene, die man in Deutschland kaum kennt und zeigt, was man mit Willen erreichen kann. Das ganze ist allerdings wesentlich weniger amerikanisch umgesetzt, als es nun vielleicht klingt. Auch für Menschen geeignet, die sonst keine Sportfilme mögen.

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A LONELY PLACE TO DIE (Ascot Elite)

am 15. Februar 2012 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Alison und ihre Freunde wollen in den Highlands auf Klettertour gehen. Bei einer Rast hört einer von Ihnen plötzlich eine Stimme um Hilfe rufen. Tatsächlich schreit ein kleines Mädchen ununterbrochen, weil es in einem Loch eingesperrt sitzt und Hunger und Durst hat. Man befreit die Kleine, doch das Mädel beherrscht die Sprache nicht und kann nichts erzählen. Zu spät kapieren die fünf, dass sie sich durch die Befreiungsaktion in Lebensgefahr begeben haben, denn die Kleine war nicht ohne Grund eingesperrt. Entführer wollen ein Lösegeld vom reichen Vater erpressen und jagen das Sextett nun gnadenlos um ihre „Altersrente“ wieder zu bekommen.

Eine ungewöhnliche Kombination ist der Streifen geworden, denn eine Mischung aus Bergsteigerdrama und Action-Thriller ist nicht gerade die Regel. Die Story ist originell und die Aufnahmen der Highlands sind eindrucksvoll.

Melissa George beweist wieder einmal mehr ihr Gespür für gute Drehbücher, denn sie spielte bereits in den genialen THE TRIANGLE und 30 DAYS OF NIGHT eine tragende Rolle.

Leider mutiert der Film gegen Ende ein wenig zu sehr in Richtung Action und einiges wirkt doch etwas aufgesetzt – insbesondere die typischen Verbrecherklischees.

Trotzdem unter dem Strich ein spannender Streifen der auf jeden Fall eine Empfehlung wert ist.

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EINE OFFENE RECHNUNG (Universal Pictures)

am 15. Februar 2012 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Die Agenten Rachel, Stefan und David erlangten Berühmtheit, weil sie einen der größten NS-Kriegsverbrecher vor 30 Jahren gestellt und erschossen haben, wobei letzteres nicht geplant war. Seitdem werden die Herrschaften in ihrem Land wie Helden verehrt. Rachel ist schon lange aus dem aktiven Dienst ausgetreten und genießt ihr Rentnerleben. Doch dann bekommt sie urplötzlich Besuch ihres Ex-Mannes Stefan, der sie wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. Und auch David taucht plötzlich auf. Kurz darauf stirbt er. Suizid? Wenn ja warum?

Leider kann ich hier nicht mehr verraten: Durch die Drehweise des Films würde dies bedeuten, das ich extrem viel spoilern müsste, denn man bekommt in Rückblenden die ganze Geschichte erzählt, wie sie sich in den 60ern abgespielt hat. Nach 2/3 des Films wird man dann mit einer völlig überraschenden Wende konfrontiert, die ein ganz anderes Licht auf die Zusammenhänge wirft.

EINE OFFENE RECHNUNG orientiert sich ganz klar an den Old-School Agententhrillern und wird dominiert von Dialogen, während die Actionszenen eher rar gesäht sind. Inmitten dessen liefern Tom Wilkinson eine gute und Helen Mirren, eine schauspielerische Glanzleistung ab, die zumindest eine Oscar-Nominierung verdient gehabt hätte.

Gewöhnungsbedürftig ist allerdings schon das die Geschichte auf 2 Ebenen erzählt wird, nämlich im hier und damals. Daher sollte man schon genau aufpassen, damit man nicht den Faden verliert.

Fazit: Absolut brillant gespielter Agententhriller der insbesondere durch die o.g. Wende und der letzten halben Stunde extrem viele Chuckys sammelt. Wer so etwas gerne sieht oder auch neuere Produktionen wie STATE OF PLAY oder MICHAEL CLAYTON mag, wird auf keinen Fall enttäuscht.

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