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DEUTSCHES FILM-SPECIAL: ES IST NICHT VORBEI (KNMH) / DER VERLORENE SOHN (Highlight) / WOMB (Lighthouse)

vzz sohn wddd

Wer mich kennt weiß, das ich schon länger denke, das der deutsche Film vollkommen unterbewertet ist, weil man immer noch aus den 90ern in Erinnerung hat, das die Deutschen außer Komödien (dazu noch meist reichlich dusselige) nix zu bieten haben. Dem ist mitnichten so, wie gleich 3 Steifen beweisen, die gerade erschienen sind.

In der Haftanstalt Hoheneck wurden Ende der 80er Frauen die nicht ins DDR-Regime passten eingesperrt und teilweise auch gequält. Als Carola (der beim damaligen Aufenthalt ein Finger abgeschnitten wurde) bei einer Party, die sie zusammen mit ihrem Mann besucht in der Stimme des neuen Chefarztes ihren einstigen Peiniger erkennt, setzt sie alles daran, der Sache nachzugehen und bringt dabei nicht nur sich in Gefahr sondern setzt auch die Karriere ihres Gatten aufs Spiel, der ihr natürlich nicht glaubt.

In „Der verlorene Sohn“ wird der zum Islam konvertierte Filius von Stefanie (brillant: Katja Flint) überraschend aus der Haft entlassen und kehrt nach Deutschland zurück. Dort wird er mit Ausnahme seiner Mutter nicht gerade mit offenen Armen empfangen, auch der Bruder traut dem Frieden nicht. Ebenso wenig die Polizei und der Geheimdienst, die ihm auf Schritt und Tritt folgen, Plant „Der verlorene Sohn“ einen Terrorangriff auf deutschem Boden oder sind das alles nur Hirngespinste?

Als vorpubertäre Kinder müssen sich Rebecca und Thomas nach einer kurzen Sommerbekanntschaft trennen. Doch erstere hat ihre Liebe nie vergessen und kehrt Jahre später auf die einsame Nordseeinsel zurück und zwischen beiden funkt es tatsächlich, doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn Thomas wird von einem Auto überfahren. Daraufhin fasst Rebecca einen folgenschweren Entschluss und klont ihren geliebten Freund, der dann in ihr heranwächst. Die ersten Jahre funktioniert alles wunderbar, doch irgendwann ist Thomas wieder in dem Alter als er verunglückte und während Rebecca ihn noch immer liebt, ahnt dieser zwar das etwas nicht stimmt, denn seine Gefühle für seine Mutter sind sonderbar, ist jedoch gleichzeitig in ein gleichaltriges Mädel verliebt. Es kommt zur Katastrophe.

Während die ersten beiden Streifen als Thriller zu bezeichnen sind, geht WOMB eher in die Richtung Drama, das zudem noch sehr elegisch gedreht ist. Das wird nicht jedem behagen. Ich persönlich fand die Atmosphäre sehr interessant und auch die schauspielerischen Leistungen durchaus nachvollziehbar. Eine Art GATTACA in sehr ruhiger Form.

Die beiden anderen Filme sind aber ebenfalls eine Empfehlung wert. Ersterer erinnert ein wenig an die Geschichte von Polanskis „Der Tod und das Mädchen“. Viele warfen dem „Verlorenen Sohn“ zuviel Klischeedenken vor, doch ich finde eigentlich nicht das dem so ist. Der Streifen lebt bis zum Ende von der Frage ob Robert einen Anschlag verüben will oder nicht während „Es ist nicht vorbei“ ebenfalls bis kurz vor Schluss interessant bleibt, weil man nie wirklich weiß ob der Arzt nun tatsächlich derjenige ist der Carola gefoltert und entstellt hat.

Fazit: Drei wirklich gute Filme aus deutschen Laden, die ich in nur kurzem Abstand gesehen habe und die mich alle auf ihre Art überzeugt haben, dafür gibt es dann auch jeweils 5 1/2 Chuckys, wobei WOMB aufgrund seiner langsamem Erzählweise nicht jedem zusagen dürfte.

5-chucky

05chucky

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