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Archiv für den 26. Dezember 2011

DEUTSCHES FILM-SPECIAL: ES IST NICHT VORBEI (KNMH) / DER VERLORENE SOHN (Highlight) / WOMB (Lighthouse)

am 26. Dezember 2011 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

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Wer mich kennt weiß, das ich schon länger denke, das der deutsche Film vollkommen unterbewertet ist, weil man immer noch aus den 90ern in Erinnerung hat, das die Deutschen außer Komödien (dazu noch meist reichlich dusselige) nix zu bieten haben. Dem ist mitnichten so, wie gleich 3 Steifen beweisen, die gerade erschienen sind.

In der Haftanstalt Hoheneck wurden Ende der 80er Frauen die nicht ins DDR-Regime passten eingesperrt und teilweise auch gequält. Als Carola (der beim damaligen Aufenthalt ein Finger abgeschnitten wurde) bei einer Party, die sie zusammen mit ihrem Mann besucht in der Stimme des neuen Chefarztes ihren einstigen Peiniger erkennt, setzt sie alles daran, der Sache nachzugehen und bringt dabei nicht nur sich in Gefahr sondern setzt auch die Karriere ihres Gatten aufs Spiel, der ihr natürlich nicht glaubt.

In „Der verlorene Sohn“ wird der zum Islam konvertierte Filius von Stefanie (brillant: Katja Flint) überraschend aus der Haft entlassen und kehrt nach Deutschland zurück. Dort wird er mit Ausnahme seiner Mutter nicht gerade mit offenen Armen empfangen, auch der Bruder traut dem Frieden nicht. Ebenso wenig die Polizei und der Geheimdienst, die ihm auf Schritt und Tritt folgen, Plant „Der verlorene Sohn“ einen Terrorangriff auf deutschem Boden oder sind das alles nur Hirngespinste?

Als vorpubertäre Kinder müssen sich Rebecca und Thomas nach einer kurzen Sommerbekanntschaft trennen. Doch erstere hat ihre Liebe nie vergessen und kehrt Jahre später auf die einsame Nordseeinsel zurück und zwischen beiden funkt es tatsächlich, doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn Thomas wird von einem Auto überfahren. Daraufhin fasst Rebecca einen folgenschweren Entschluss und klont ihren geliebten Freund, der dann in ihr heranwächst. Die ersten Jahre funktioniert alles wunderbar, doch irgendwann ist Thomas wieder in dem Alter als er verunglückte und während Rebecca ihn noch immer liebt, ahnt dieser zwar das etwas nicht stimmt, denn seine Gefühle für seine Mutter sind sonderbar, ist jedoch gleichzeitig in ein gleichaltriges Mädel verliebt. Es kommt zur Katastrophe.

Während die ersten beiden Streifen als Thriller zu bezeichnen sind, geht WOMB eher in die Richtung Drama, das zudem noch sehr elegisch gedreht ist. Das wird nicht jedem behagen. Ich persönlich fand die Atmosphäre sehr interessant und auch die schauspielerischen Leistungen durchaus nachvollziehbar. Eine Art GATTACA in sehr ruhiger Form.

Die beiden anderen Filme sind aber ebenfalls eine Empfehlung wert. Ersterer erinnert ein wenig an die Geschichte von Polanskis „Der Tod und das Mädchen“. Viele warfen dem „Verlorenen Sohn“ zuviel Klischeedenken vor, doch ich finde eigentlich nicht das dem so ist. Der Streifen lebt bis zum Ende von der Frage ob Robert einen Anschlag verüben will oder nicht während „Es ist nicht vorbei“ ebenfalls bis kurz vor Schluss interessant bleibt, weil man nie wirklich weiß ob der Arzt nun tatsächlich derjenige ist der Carola gefoltert und entstellt hat.

Fazit: Drei wirklich gute Filme aus deutschen Laden, die ich in nur kurzem Abstand gesehen habe und die mich alle auf ihre Art überzeugt haben, dafür gibt es dann auch jeweils 5 1/2 Chuckys, wobei WOMB aufgrund seiner langsamem Erzählweise nicht jedem zusagen dürfte.

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F (Universal Film)

am 26. Dezember 2011 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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F bedeutet das gleiche wie bei uns die Note 6. Diese vergibt der Lehrer Robert Anderson an einen Schüler, der sich dafür mit einem Kopfstoß vor der gesammelten Klasse bedankt. Die Schulleitung will das ganze jedoch vertuschen und beurlaubt den Lehrer bis der besagte Schüler die Uni verlassen hat. Als der Lehrer zurückkehrt ist er nicht mehr der gleiche und dem Alkohol verfallen. Auch seine Tochter Kate die in seine Klasse geht, ist ihm nicht mehr freundlich gesinnt. Als er sie nachsitzen lässt und dann sogar noch schlägt, flieht sie. Doch ihr Vater ist nicht der Feind, sondern eine Horde von Kapuzenträgern die in die Schule eindringen und dort wahrlos Menschen umbringen – und das auf fieseste Weise.

Der Streifen hat mich stark an den französischen „THEY“ erinnert, denn auch da tyrannisieren Jugendliche bzw. Kinder Menschen ohne einen ersichtlichen Grund und auch hier sieht man nicht wer sich hinter dem ganzen verbirgt, da alle Kapuzenshrts tragen. Aber genau das wird eben auch vielen nicht gefallen, denn die eigentliche Motivation der Bande wird nie aufgeklärt. Zudem ist der Schluss offen und das Ende sehr abrupt.

Der Streifen will zudem ein wenig zu viel und vermischt zu viele Genre miteinander und eigentlich sieht man gegen Ende keinen Sinn mehr in dem Vater-Tochter Konflikt.

Dennoch ist der Film sehr spannend gemacht und spielt geschickt mit Lichtverhältnissen, dazu gesellt sich ein wirklich spookiger Soundtrack, der an seinen besten Stellen an alte John Carpenter oder Argento-Scores erinnert.

Wer nicht alles erklärt haben muss, wird hier sehr gut unterhalten, der Rest der Menschheit wird mit einem Kopfschütteln zurückbleiben. Wer den oben genannten THEY oder auch EDEN LAKE mag, kann hier bedenkenlos zugreifen.

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WHISTLEBLOWER (Universum Film)

am 26. Dezember 2011 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

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Und wieder mal ein Film nach einer wahren Geschichte. Dieses Mal kann man sich jedoch darauf verlassen, das das Geschehene im Großen und Ganzen auch so abgespielt hat, denn Kathryn Bolkovac, um die sich der Streifen dreht, hat über die Vorkommnisse ein Buch verfasst und lebt heute in Holland mit ihrem Mann Jan.

Der Film spielt im Jahre 1999. Im Rahmen der US Friedensmission kommt die toughe Polizistin Kathryn ins vom Krieg zerstörte Sarajevo um der dortigen Polizei beratend zur Seite zu stehen. Als sie die erste Verurteilung eines Ehemanns wegen häuslicher Gewalt erzwingt, wird sie befördert und erhält Anerkennung von den Kollegen. Doch dann mischt sie sich in Angelegenheiten ein, von denen sie besser die Finger gelassen hätte, denn sie entdeckt das sich in Hinterzimmern einiger Bars Menschenhandel und Prostitution abspielen. Als sie dann auch noch herausfindet, das die eigenen UN Kollegen darin verstrickt sind, gerät sie in höchste Gefahr.

Der erste Spielfilm von Larysa Kondracki bietet spannende Unterhaltung, die zudem immer realistisch wirkt und nie übertrieben oder an den Haaren herbeigezogen. Inmitten diesem Treiben bietet die von mir an sich nicht sonderlich geschätzte Rachel Weisz (was wohl auch an ihrer bescheidenen Rollenauswahl liegt) eine großartige schauspielerische Leistung, die ich ihr wahrlich nicht zugetraut habe, zumal sie weite Teile des Filmes alleine trägt. In Nebenrollen gefallen David Straitharn und die in Würde gealterte Vannesa Redgrave.

Die durchweg spannende Inszenierung ohne einen nennenswerten Durchhänger hält den Zuschauer konstant bei der Stange und auch der elektronische Score ist stimmig.

Fazit: Rundum gelungenes Regiedebut mit einer starken Hauptdarstellerin und einer perfekten Inszenierung. Die besten Geschichten schreibt eben immer noch das Leben. Großartig!

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THE CHILDS EYE 3D (Ascot Elite)

am 26. Dezember 2011 unter Horror abgelegt

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Anfang des neuen Jahrtausends brach die Horror-Asien-Welle über Europa und die USA herein, Streifen wie THE RING oder THE GRUDGE fanden große Anerkennung und wurden zu Remakes verwurschtelt. Der beste Ableger dieser Richtung wurde 2002 veröffentlicht, denn THE EYE war spannendes und intelligentes Kino der beiden PANG Brüder, die seitdem versuchen ihren guten Ruf zu beschädigen, indem sie nur noch Müll abliefern, insbesondere seit sie in den USA Filme drehten. Außer dem grandiosen Re-Cycle haben die beiden wirklich nichts mehr zustande gebracht und das ändert sich mit THE CHILDS EYE auch nicht – im Gegenteil, dieser Streifen ist geradezu erschreckend innovationsfrei.

Die Story um 6 Freunde die in Thailand Urlaub machen wollen und aufgrund der Unruhen in der Bevölkerung in einem Hotel unterkommen und in diesem von Geistern heimgesucht werden, ist so spannungsarm und dämlich, das ich mich wirklich schwer tue, dem Streifen überhaupt etwas positives abzugewinnen.

Wer aber immer noch bei Mädels mit langen Haaren, sich selbstständig bewegenden Stühlen und langen Korridoren mit Schummerlicht zusammenzuckt, mag das hier vielleicht sogar spannend finden.

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HIDDEN 3D (Universum Film)

am 26. Dezember 2011 unter Horror abgelegt

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Nach dem seine Mutter das Zeitliche gesegnet hat erbt Brian ihr Anwesen. Madame war allerdings eine äußerst umstrittene Psychologin die Experimente durchführte, welche sich mit Suchtbehandlung beschäftigten. Zuerst will Brian auf das Erbe verzichten, fährt auf Anraten eines Freundes mit ein paar anderen Leuten dann aber dennoch hin. Kaum angekommen ereignen sich merkwürdige Dinge und nach kurzer Zeit dezimiert sich die Gruppe auch schon.

Das einzige was in diesem Streifen punkten kann ist die wirklich schön-schaurige Atmosphäre und die Dekoration, da hat man sich wirklich Mühe gegeben, im Gegensatz zur Storyausarbeitung oder der Charakterzeichnung.

Die Auflösung gegen Ende ist mit hanebüchen nicht einmal annähernd beschrieben und die Protagonisten eigentlich durch die Bank blöd, unsympathisch oder beides gleichzeitig. Die Rolle der Haley, Kollegin von Brians Mutter, ist zudem vollkommen dusselig.

Ich habe den Streifen zwar nicht in 3D gesehen, gehe jedoch nicht davon aus, das dieser sich dadurch enorm verbessert, dazu ist die Geschichte einfach zu krude und einem die Darsteller zu egal.

Fazit: Mauer Horrorstreifen, der gerne spannend wäre und wohl auch glaubt das zu sein, auf Dauer aber nur tierisch langweilt. Gähn.

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ATTACK THE BLOCK (Capelight)

am 26. Dezember 2011 unter Action, SciFi abgelegt

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Endlich haben die Hopper auch mal einen Film, in dem sie die Helden spielen können. Da die meisten von ihnen eh Primaten sind trifft es sich ganz gut, dass sie auf ihresgleichen treffen, nämlich Aliens, die in ihrem Block landen. Dummerweise tötet die Gang um Moses das erste der E.T.`s und hat fortan die nachfolgende Sippe am Hals. Doch ein cooler Hopper hat immer einen Ausweg um seinen Block zu schützen.

Im Laufe des Films steigt zumindest der Unterhaltungswert des Streifens, wobei man dennoch sagen muss, das die meisten Witze nicht wirklich zünden. Zwischendrin gibt es mit Nick Frost auch ein bekanntes Gesicht zu sehen, der in seiner Rolle aber komplett verschenkt ist.

Am Ende wird der Ganganführer zum großen Helden, die Aliens sind erledigt und es stellt sich die Frage, ob man diesen Film nun gesehen haben muss oder nicht.

Im Großen und Ganzen recht unterhaltsam, hat der Film vor allem mit fehlenden Sympathieträgern zu kämpfen und die Sprache der Hopper gefällt wohl auch nur deren gleichen. Da ich nun aus einer ganz anderen Ecke komme, kann ich damit nun gar nichts anfangen.

Fazit: Ganz netter und vor allem professionell inszenierter Streifen, der allerdings voller Klischees steckt und nie an ähnlich gelagerte Filme heranreicht. Für einen netten Abend allerdings o.k.

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