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Archiv für den 07. Dezember 2011

ACCIDENT (Lighthouse)

am 07. Dezember 2011 unter Drama, Thriller abgelegt

accident

Eigentlich sind Ho (Spitzname „Brain“) und sein Team lediglich Auftragskiller. Sie haben sich jedoch darauf spezialisiert das Sterben ihrer Opfer wie Unfälle aussehen zu lassen, indem sie die örtlichen Gegebenheiten und die Natur mit einbeziehen. Doch in letzter Zeit wird „Uncle“ das älteste Mitglied des Quartetts nachlässig, was an seiner Krankheit liegt, denn er leidet an schleichender Demenz. Eines Tages geht ein Auftrag schief und alle Anzeichen deuten daraufhin, das der letzte Auftraggeber seine Finger im Spiel hatte um die Mitwisser zu beseitigen. Als dann noch bei Ho eingebrochen wird, taucht er unter und versucht herauszufinden was passiert ist. Doch wem kann er noch Vertrauen?

ACCIDENT ist zusammen mit MAN FROM NOWHERE das beste was ich in letzter Zeit im Bereich des asiatischen Kinos gesehen habe. Die Story ist originell und die Wendungen gegen Ende sind mal wirklich überraschend.

Hier gibt es kein typisches asiatisches Overacting und auch keinen Idioten der seine Späße macht, was mich an Filmen aus dieser Ecke immer stört. Selten habe ich so zurückhaltend agierende Schauspieler gesehen. Der Film mischt geschickt die beiden Genre Thriller und Drama ohne dabei langweilig zu werden. Insbesondere Hauptdarsteller Luis Koo bietet hier eine formidable Leistung.

Fazit. Kleiner Geheimtipp der geradezu nach einem amerikanischen Remake schreit, welches aber eigentlich nur schiefgehen kann. Für Freunde des asiatischen Kinos ein gefundenes Fressen.

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TRUST (Koch Media)

am 07. Dezember 2011 unter Drama, Thriller abgelegt

trust

Annie ist 14 Jahre alt und lebt in einer intakten Familie. Auch wenn die Eltern in ihren Augen ab und an etwas streng sind, ist das Zusammenleben sehr harmonisch. Nebenbei chattet Annie fast unentwegt mit dem 16jährigen Charlie und verliebt sich in ihn. Ohne Wissen ihrer Eltern vereinbart sie kurz darauf ein Treffen mit ihrem Traummann, doch dann stellt sich heraus, dass Charlie bei seinem Alter enorm gelogen hat und Mitte 30 ist. Nach anfänglicher Enttäuschung kommen die beiden doch miteinander ins Gespräch und trotz der Lüge mag ihn Annie immer noch sehr. Zudem versteht er es das Mädchen mit Worten einzuwickeln. Es kommt zum Geschlechtsverkehr, doch danach ist Charlie komplett verschwunden. Annies Freundin hat von dem ganzen jedoch Wind bekommen und sagt dem Schulleiter Bescheid. Als die Eltern hören was passiert ist sind sie außer sich und versuchen mit allen Mitteln den Täter auf eigene Faust zu finden. Und auch die Familie droht zu zerbrechen, denn im Gegensatz zu denen sieht Annie das ganze nicht als Vergewaltigung, weil sie es ja auch wollte. Als sich jedoch herausstellt dass Charlie das mit anderen Mädchen auch macht, ändern sich ihre Gefühle.

In diesen Falle musste ich ausnahmsweise mal eine etwas längere Zusammenfassung schreiben, denn hier wären 3 Sätze dem ganzen nicht gerecht geworden und es wäre auch nahezu unmöglich gewesen die vielen Dinge kürzer zusammenzufassen.

Im Netz erntet der Film unterschiedliche Kritiken. Manche finden das man das Thema nicht richtig angegangen ist, andere bemängeln das der Film zu wenig Thriller-Elemente beinhaltet. Kann er eigentlich auch nicht, denn bei diesem Streifen handelt es sich eindeutig um ein Drama, wenn auch mit einigen spannenden Momenten.

Schauspielerisch ist das ganz stark, und Lina Liberato spielt ihre renommierten Kollegen Catherine Keener und Clive Owen locker an die Wand. Zudem schlägt sich der Film hier auf keine wirklich Seite, war das nun Vergewaltigung oder nur verbotener Sex? Das soll der Zuschauer selbst entscheiden.

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ON THE RUN (Koch Media)

am 07. Dezember 2011 unter Action, Thriller abgelegt

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Franck hat die überwiegende Zeit seiner Strafe im Knast abgesessen, die er für einen Bankraub kassiert hat. Alle dort wissen Bescheid und jedem ist klar, das er nach seiner Entlassung schön von der Kohle leben kann. Auch seiner Frau verrät er das Versteck nicht. Als er jedoch seinem Zellenkollegen Jean-Louis, einem angeblichen Kinderschänder hilft als ihn Knastkollegen vergewaltigen wollen, wird seine Haftstrafe verlängert. Jean-Louis kommt jedoch wegen Mangels an Beweisen auf freien Fuß. Franck bittet ihn seiner Frau etwas auszurichten, doch der hat ganz andere Pläne. Denn auch der weiß von der Kohle. Als Franck erfährt das seine Tochter und Gattin verschwunden sind bricht er aus dem Gefängnis aus und versucht sie zu finden. Doch das Geld ist weg und auch sein ehemaliger Mitinsasse hat sich aus dem Staub gemacht…und die Polizei sitzt ihm zudem im Nacken.

Frankreich hat sich in den letzten Jahren wirklich zu einem ordentlichen Filmland gemausert, wobei mir die Thriller meist besser gefallen als die Horror-Gewaltausbrüche, die dann auch manchmal in so einem Schrott wie Märtyr enden. Aber mir fallen auf Anhieb mit CHRYSALIS, 36 oder auch THE SNAKE richtig gute Sachen ein…

ON THE RUN weiß die ersten beiden Drittel auch zu gefallen. Gegen Ende wird es dann etwas langatmig und teilweise auch unglaubwürdig, denn die Bullen stellen sich schon reichlich doof an um einen Mann zu finden bzw. zu stellen, der zu Fuß auf der Flucht ist.

Der von mir geschätzte Albert Dupontel liefert jedoch eine glaubwürdige Performance ab. Für Freunde des französischen Films einen Blick wert.

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HIDDEN (Lighthouse)

am 07. Dezember 2011 unter Thriller, mystery abgelegt

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Dieser Streifen ist nahezu unmöglich zu benoten, da es sich um einen Thriller mit stark surrealistischen Einlagen handelt. Zwar sind diese nicht ganz so schwer zu deuten wie bei Ergüssen eines David Lynch, doch auch hier muss man sich vieles selbst dazudenken.

Im Grunde geht es um Kai, der nach vielen Jahren zurück in seinen Heimatort kehrt. Die Mutter die er zu Lebzeiten nicht ausstehen konnte hat ihm jedoch das Haus vermacht. Kaum dort angekommen wird er von merkwürdigen Flashs übermannt, mit denen er nur schwer umgehen kann. Zudem scheint auch mit dem Haus irgend etwas nicht zu stimmen.

Der Film lebt von vielen kleinen Zeichen die immer wieder eingestreut werden, wie der immer wiederkehrende Ball und auch der Zuschauer weiß nie ob das was jetzt gerade passiert real ist oder nicht.

Wer diese Art Film grundsätzlich nicht mag und eine stringente Handlung benötigt, sollte sich das Ding gar nicht erst zulegen. Menschen die Filme wie THE BROKEN oder UNTER VERDACHT mögen, dürften hier ihre helle Freude haben.

ARMAGEDDON 2012 (Sunfilm)

am 07. Dezember 2011 unter SciFi abgelegt

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Nein der Streifen hat natürlich nichts mit dem Bay-Vehikel zu tun. Was für Gefahren hatten wir denn noch nicht aus dem All? Ach genau weiße Löcher sind mal was neues, denn die stoßen ultradichte Materie aus. Diese landet unglücklicherweise in der Nähe unserer Erde und wird dafür sorgen, das diese bald untergeht. Aber da gibt es ja noch den toughen FBI Agenten, seinen Computer-Nerdigen Sohn und eine Wissenschaftlerin, die versuchen die Katastrophe zu verhindern.

Also so schlecht wie sich das nun anhören mag, ist der Streifen gar nicht. Die erste Stunde ist sogar wirklich ordentlich, aber gegen Ende hin wird’s dann hochgradig lächerlich, besonders wenn sich der Sohn von irgendwo per W-Lan in die Rechner der Regierungen einhackt und da drin rumfliegt als würde er den ganzen Tag nichts anderes tun. Das ist zwar nix neues, aber so konsequent beknackt wie hier, habe ich das noch nie gesehen.

Der Streifen ist erstaunlich besetzt. Neben Cameron Brgnt (Twilight) ist auch Robert Knepper (Der Tag den die Erde stillstand/Hitman) mit dabei.

Die Tricks sind für so eine Produktion auch ordentlich, also kann man sich den Streifen im TV ruhig mal ansehen. Ob man ihn unbedingt als BluRay besitzen muss wage ich jedoch zu bezweifeln.

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THE HOLDING (DTP Entertainment)

am 07. Dezember 2011 unter Thriller abgelegt

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Cassies Ranch steht kurz vor dem Bankrott, doch sie hält krampfhaft an ihrem Zuhause fest, obwohl ihr ein Angebot von ihrem Nachbarn vorliegt. Auch ihre älteste Tochter ist nicht gerade begeistert von dem Landleben. Eines Tages kalbt eine Kuh zu früh und beide Tiere drohen zu sterben. Glücklicherweise taucht ein Fremder auf, der seine Hilfe anbietet und beide Tiere rettet. Aus Dankbarkeit lässt ihn Cassie eine Nacht bleiben. Er überredet sie jedoch noch zu einem längeren Aufenthalt, um ihr beim Aufbau der Farm zu helfen. Nach anfänglichen Bedenken willigt Cassie ein und kommt Aden auch näher, doch der verbirgt eine ganz düstere Seite.

Viele dürften sich nun an STEPFATHER erinnert fühlen und in diese Richtung geht der Streifen auch – besonders gegen Ende. Aber die ungewöhnliche Location und auch einige schöne Bilder geben dem Streifen seine Daseinsberechtigung. Eigentlich fühlte ich mich 90 Minuten gut unterhalten, aber da ich schon sehr viele Filme dieser Art gesehen habe, konnte mich nicht vieles überraschen. Für meinen übermäßigen Konsum kann aber der Streifen an sich ja nichts.

Schauspielerisch auf sehr gutem Niveau weiß THE HOLDING auch durch geschickt eingesetzte Klangeffekte zu überzeugen, die oft mal recht satt aus den hinteren Speakern kommen und schafft so eine wirklich düstere Atmosphäre.

Fazit: Durchaus unterhaltsamer Thriller, der zwar nicht sonderlich überraschend, dafür aber handwerklich mehr als solide gemacht ist

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