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Archiv des Monats November 2011

SPEED OF THOUGHT (Infopictures/ALIVE)

am 02. November 2011 unter Drama, SciFi abgelegt

speed

Manchmal sind mir Bewertungen für Filme im Internet unbegreiflich. Dieser Streifen hat bei imdb einen Schnitt von 4,6. Da frage ich mich wirklich was die Leute eigentlich erwarten. O.K die Genremischung aus Drama und Sci Fi ist jetzt nicht jedermanns Sache, trotzdem sehe ich SPEED OF THOUGHT viel besser.

Joshua Lazarus (wer kommt auf so Namen?) kann etwas was nicht jeder kann, nämlich sich in die Gedanken anderer Menschen hineinversetzen und sie ggf. auch manipulieren – Scooper nennt man die wenigen, die das können. Doch diese Gabe erfordert zu viel Kraft vom Körper, so dass die meisten, die diese Fähigkeiten besitzen, ihren 30. Geburtstag nicht erleben, weil sie von einer mysteriösen Krankheit ereilt werden. Als er Anna kennenlernt, die dieses Alter bereits überschritten hat, öffnet sie ihm die Augen, dass eben diese Krankheit vielleicht gar nicht existiert, sondern aus einem anderen Grund dafür gesorgt wird, dass keiner älter wird….

Im letzten Abschnitt des Films gibt es doch einige Wendungen, die einen wirklich überraschen. Auch wie Joshua sich in die Gedanken anderer versetzt ist optisch sehr schön dargestellt, genauso wie die Verschmelzung mit anderen Scoopers. Auch wenn die Effekte nun nicht superteuer sind, weil es sich hier um einen kleinen Streifen mit wenig Budget handelt, hat man alles herausgeholt was möglich war.

Nick Stahl fühlt sich in Blockbustern wie TERMINATOR 3 genauso wohl wie in kleinen Independentproduktionen und liefert eine glaubwürdige Leistung ab.

Fazit. Interessante Story die aber eher als Drama denn als Thriller inszeniert wurde und daher doch recht dialoglastig ausfällt. Wem Filme wie GATTACA gefallen sollte hier einen Blick riskieren.

6 chucky

THE ASSAULT (Atlas/Koch Media)

am 02. November 2011 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

assa

Bei diesem Film handelt es sich NICHT um den Streifen von John Carpenter, sondern um ein Ereignis, das sich 1994 wirklich so zugetragen hat, zumindest grob, denn wenn das so ablief, habe ich hier doch einige Ungereimtheiten entdeckt.

In Algier wird eine französische Maschine der AIR FRANCE von fanatischen Irren gekapert (wie immer im Auftrag des Allah). Verhandlungen scheitern und die Anzeichen deuten darauf hin, das das Flugzeug irgendwo in Frankreich zerschellen wird und möglichst viele Leute dabei draufgehen sollen. Dafür eignet sich Paris natürlich perfekt. Nach etlichen Versuchen die Sache friedlich zu lösen, soll eine Spezialeinheit das Flugzeug stürmen.

Zuerst zum positiven, was insgesamt überwiegt. Der Film ist schnell inszeniert, stylisch geschnitten und durch die Bank spannend, egal an welchem Schauplatz man sich gerade befindet.

Über den extremen Einsatz von Filtern kann man geteilter Meinung sein, denn warum man den Film so drehte erschließt sich mir leider nicht – an manchen Stellen, weiß man gar nicht ob man es hier wirklich mit einem Farbfilm zu tun hat.

Allerdings stellt sich hier schon die Frage nach dem Realismus, der an manchen Stellen doch abhanden kommt. Ein Typ, der die Gangway entfernen soll schafft dies nicht, statt aber einfach abzuhauen, kehrt er wieder brav ins Flugzeug zurück – welch vorbildliche Geisel. Die Terroristen schießen durch die Einrichtung des Flugzeugs hindurch ,weil die Mitglieder der Terroreinheit dahinterstehen. Die kommen aber nicht mal auf diese schlaue Idee, dann wäre das ganze nämlich viel schneller erledigt gewesen. Eine Geisel wird geopfert, doch statt einfach von der Treppe nach unten zu springen, schließt er die Augen und lässt sich erschießen, vielleicht hatte er mehr Angst vor dem Beinbruch als vor dem Tod.

Das sind solche Dinge die mich an Filmen, die ja angeblich nahe an der Realität sein sollen, doch etwas erstaunen. Insgesamt ist der ähnlich gelagerte Film MOGADISCHU besser, wenn man sich für das Thema interessiert, dafür ist ASSAULT zeitgemäßer und mit viel Tempo gedreht. Wer über die oben beschriebenen Dinge hinwegsieht, wird gut unterhalten.

5 chucky

ALABAMA MOON (Eurovideo)

am 02. November 2011 unter Drama abgelegt

moon

In einem Naturschutzgebiet leben Moon und sein Vater, der der Regierung misstraut und nicht auf den Staat angewiesen sein will. Als er jedoch stirbt, ist Moon auf sich alleine gestellt und will nach Alaska, wie es ihm sein Dad geraten hat. Doch dazu kommt es nicht, stattdessen landet er in einer Jugendhaftanstalt. Doch schnell hat er einen Plan geschmiedet, wie er hier ausbüchsen kann und weiht dabei seine beiden besten Freunde ein, die mitkommen. Der Ausbruch gelingt und die Jungs versuchen nun in der Wildnis zu erleben. Hal macht jedoch bald schlapp und flüchtet zu seinem Vater, während Kit und Moon versuchen in den Wäldern zu überleben, doch Kit ist krank und ein Cop bereits hinter den Jungs her.

Die einzige Schwäche die der Film aufzuweisen hat, sind die 10 Minuten gegen Ende, denn die Gerichtsverhandlung wirkt doch etwas arg gestellt. Das ist schade, da es dem Film eine noch bessere Bewertung verhagelt. Die Freundschaft vom Kit und Moon steht ganz klar im Mittelpunkt und ich würde die beiden vom Fleck weg adoptieren. Auch schauspielerisch legt das Duo eine perfekte Performance hin.

Der Film hat auch einige ganz traurige Szenen, wobei mir bei der einen wirklich Tränen in die Augen geschossen sind, was mir sonst eher nicht passiert. Allerdings würde ich dem Streifen nicht wirklich das Prädikat Kinderfilm verliehen, auch wenn es um Kids geht, denke ich, dass eher Erwachsene an ALABAMA MOON Gefallen finden werden.

Fazit: Schön gefilmter und teilweiser herzzerreißender Streifen, der von seinen jungen Darstellern lebt. Geheimtipp.

6 chucky

05chucky