Kalender

Oktober 2011
M D M D F S S
« Sep   Nov »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31  

Videotie bei Twitter

  • Twitter hat Schluckauf...

Archiv für den 19. Oktober 2011

SECONDS APART/FERTILE GROUND (Universum Film)

am 19. Oktober 2011 unter Horror abgelegt

sec fert

Mit FERTILE GROUND und SECONDS APART liegen die beiden nächsten Filme des AFTER DARK Horrorfestivals vor, die von Universum Film gekauft wurden.

Interessanterweise handelt es sich hierbei um den bislang schlechtesten und den besten Streifen der Serie. Fangen wir mit dem weniger guten an.

In FERTILE GROUND erleidet die Protagonistin eine Fehlgeburt. Sie zieht mit ihrem Mann, einem Maler, aufs Land um alles zu vergessen, doch schon bald ereignen sich in ihrem Haus merkwürdige Dinge und hier lauert ein schreckliches Geheimnis.

Der Streifen ist nicht wirklich schlecht, nur kann man eben Häusern auf denen ein alter Fluch lastet nicht mehr viel neues hinzufügen was man nicht schon in anderen Streifen wie AMITIYVILLE HORROR, SHINING oder auch HAUS DER DÄMONEN gesehen hat. Das Genre ist einfach ausgelutscht. Wäre der Film aus dem Jahre 1990 wäre er sicherlich interessanter als heute. Die Schockeffekte sind zwar recht gut gesetzt aber eben alle vorhersehbar. Auch schauspielerisch ist das alles nur Durchschnitt.

Genau das Gegenteil davon ist SECONDS APART. Hier geht es um die untrennbaren Zwillinge Jonah und Seth, die über besondere Fähigkeiten verfügen wenn sie ihre Kräfte bündeln. Doch mittlerweile sind beide abgestumpft und haben das Gefühl der Angst noch nie kennengelernt. In einem Projekt versucht man nun diese zu empfinden, indem man Menschen in den Selbstmord treibt. Doch dann verliebt sich Seth, der sensiblere des Duos plötzlich und auch ein Detective ist den beiden auf der Spur…

An diesem Streifen gibt es nur eines auszusetzen und das ist das Trauma des Polizisten, was nun wirklich schon in so vielen Filmen gezeigt wurde, das es einem am Hals raushängt. Der Rest von SECONDS APART ist jedoch brillant. Insbesondere die Kamera und die durchgängig recht farblosen Bilder erschaffen über die ganze Spieldauer eine unglaublich morbide Stimmung. Die schauspielerische Leistung der Zwillinge ist sensationell. Wie sie den beiden ein dämonisches Äußeres verleihen ist einfach grandios. Auch Orlando Jones als Polizist schlägt sich wacker. Gegen Ende gibt es dann noch eine recht überraschende Wende und auch der Abschluss ist des Streifens würdig.

Obwohl der Film über 90 Minuten Lauflänge kommt, ist er fast noch ein wenig zu kurz, denn die Hintergründe der mentalen Kräfte der Zwillinge kommen ein wenig zu kurz.

Trotzdem gibt es hierfür verdiente 7 Chuckys, denn alleine die Atmosphäre habe ich schon lange nicht mehr so geschickt eingefangen gesehen wie hier. Ich freue mich schon auf die nächsten 4 Streifen, die uns von dem Festival noch erwarten.

Fertile ground:4 chucky

Seconds apart:

:7 chucky

SQUARE (Atlas/Koch Media)

am 19. Oktober 2011 unter Drama, Thriller abgelegt

sq

Raymond und Clara sind beide unglücklich liiert und haben eine sexuelle Affäre. Eines Tages entdeckt Madame, dass ihr Freund eine größere Summe Bargeld in einer Tasche in der Lüftung versteckt, also heckt sie mit ihrem Lover einen Plan aus um an die Kohle zu kommen. Man engagiert einen Herren, der die Bude in die Luft sprengt – so fällt der Verdacht niemals auf Clara. Unglücklicherweise kommt dabei ihre Schwiegermutter ums Leben. Doch das ist erst der Anfang einer Verkettung von unglaublichen Umständen.

Und genau da liegt die Stärke des Films. Das Drehbuch ist wirklich gelungen und hält die ein oder andere wirklich überraschende Wende parat. Gerade gegen Ende dreht sich das Blatt desöfteren und schlägt enorme Haken.

Die Schwäche des Films liegt in seinem Inszenierungsstil. Anscheinend dreht man in Australien anderes als in Amerika, aber der Film droht an manchen Stellen wirklich zu erlahmen, weil einfach der Zug fehlt. Das können die guten Darsteller leider nur bedingt kaschieren. Auch der Score ist an manchen Stellen etwas unpassend ausgefallen.

Fazit: Ein gutes und intelligentes Drehbuch aber leider eine etwas behäbige Umsetzung, das schreit eigentlich nach einem Remake, bei dem einem wohl sofort die COEN-Brüder als Regisseure einfallen würden.

5 chucky

THE WALKING DEAD (Entertainment One/WVG)

am 19. Oktober 2011 unter Drama, Horror, TV-SERIE abgelegt

walki

Eine TV Serie über Untote, die Jagd auf Menschen machen? Was kann man da schon erwarten – dachten wohl viele, doch als bekannt wurde das Gale Ann Hurd produziert und Frank Darabont die Regie übernimmt und die Bücher schreibt, klang das schon interessanter. Der Mann hat immerhin bei zwei der besten Stephen King Verfilmungen Regie geführt.

Der Anfang ist zwar von „28 days later“ geklaut (denn auch da wachte der Hauptdarsteller in einem Krankenhaus auf), aber ansonsten wurden hier sechs durchaus spannende Folgen gedreht. Im Gegensatz zu anderen Streifen dieses Genres, wird hier sehr stark auf Charakterentwicklung geachtet und die menschliche Seite und die Probleme, die die Überlebenden aufgrund der neuen Situation haben, näher beleuchtet.

Die Darsteller sind allesamt nicht sonderlich bekannt – den ein oder anderen kennt man vom Sehen oder aus Darabonts “Der Nebel”, von da hat er gleich die halbe Schauspielercrew mitgebracht. In Nebenrollen sind dann viele dabei, die schon jahrelang auf der Leinwand präsent sind wie Michael Rooker, Noah Emmerich oder auch Norman Reedus (Der blutige Pfad Gottes).

Das interessante an der Serie ist, das hier wirklich nicht vorauszusehen ist, wer als nächster das Zeitliche segnet und es auch durchaus die bekannten Namen treffen kann oder auch Darsteller die man lieb gewonnen hat.

Zum Thema Schnitte. Soweit mir bekannt fehlt in der ganzen Serie keine gröbere

Splatterszene. Wieso man den Folgen teilweise Minuten der Handlung geraubt hat weiß ich nicht. Das große Geschrei kann ich dennoch nicht nachvollziehen, denn eigentlich fällt das gar nicht auf, wenn man die Originale nicht kennt und wer tut das schon?

Fazit: Gut inszenierte TV-Serie, die allerdings ein wenig mehr Action vertragen könnte und von Dialogen dominiert wird. Aber in der nächsten Staffel soll es ja dbzgl. eine Steigerung geben. Wir sind gespannt.

6 chucky

PICCO (Movienet/ALIVE)

am 19. Oktober 2011 unter Drama abgelegt

picco

Kevin ist der Neue in der Jugendhaftanstalt, daher wird er auch Picco genannt, weil dies der Spitzname für die Frischlinge ist. Er teilt sich sein Zimmer mit drei anderen Jungs und hat Probleme sich einzugliedern. Der Alltag in den Zellen und Räumen ist eintönig und die meisten sehen eh nicht ein, dass sie einen Fehler in ihrem Leben begangen haben. Eines Tages eskaliert die Situation in der Zelle, denn sein Kollege Tommy ist ein Weichei und die anderen beiden haben es auf ihn abgesehen.

Das ist auch schon die größte Überraschung des Streifens, denn als Zuschauer geht man natürlich davon aus, dass der Neue derjenige sein wird, der von den anderen gehänselt wird, doch er schafft es sich durchzusetzen, muss dabei aber gegen seine Natur handeln, als er zum Beispiel bei einer Vergewaltigung nicht eingreifen darf.

Der im Dokumentarstil gedrehte Streifen versucht Authentizität zu präsentieren, droht aber genau daran in manchen Abschnitten zu ersticken. Zudem ist der Film eigentlich nie wirklich spannend und was genau die Jungs dazu treibt, ihren Zellenkollegen in den Suizid zu schicken wird auch nicht wirklich aufgeklärt.

Trotzdem ist PICCO als Einblick in die trostlosen Jugendstrafanstalten interessant anzusehen und wenn es dort wirklich so zugeht, fragt man sich was diese Einrichtungen eigentlich bringen sollen.

Eine Bewertung ist nahezu unmöglich, weil man den Streifen nicht als klassischen Unterhaltungsfilm sehen kann. Daher enthalte ich mich diesbezüglich., Wer Interesse an dieser Art Film hat wird sicher nicht enttäuscht sein, zumal PICCO besser ist als SIEGBURG das vermeintliche Original von unserem geliebten Uwe Boll.