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Archiv des Monats September 2011

DECODER (KNM)

am 22. September 2011 unter SciFi, Thriller, mystery abgelegt

decoder

Die beiden Studentinnen Sarah und ihre Freundin Zoe, wollen es mal krachen lassen, doch letztere muss einsehen, das sie in ihren Lehrer verliebt ist und keinen Bock auf Anbaggerei hat. Spontan suchen sie den Geliebten auf, weil Zoe mit ihm sprechen will. Dort angekommen sind aber noch zwei weitere Herrschaften anwesend, inmitten eines mit PCs und Monitoren gespickten Raumes. Das ungleiche Trio versucht nämlich das Geheimnis der Tora zu entschlüsseln, was dem Vatikan natürlich gar nicht gefällt, und man schafft es wirklich, sich in die Datenbank einzuhacken und wichtige Dateien zu kopieren. Bei der Entschlüsselung des Codes geschehen jedoch merkwürdige Dinge und es stellt sich heraus, das einige Geheimniss vielleicht besser hinter verschlossenen Türen bleiben sollten.

Vielen werden jetzt natürlich Da Vinci Code und Illuminati einfallen, doch Decoder hat natürlich nur ein sehr geringes Budget zur Verfügung und der Streifen nimmt im zweiten Teil auch eine vollkommen andere Wende und Richtung.

Der erste Abschnitt des Films ist klasse. Wie man dem Geheimnis auf die Spur kommt ist spannend geschildert und mit einem coolen Soundtrack unterlegt. Im zweiten Teil will man aber dann doch etwas zu viel und man verliert als Zuschauer irgendwann den Überblick. Es werden sehr viele Dinge angeschnitten und irgendwann kann man dem Geschehen nur noch bedingt folgen und es bleiben einige Fragen offen.

Allerdings ist das auf der anderen Seite auch wieder interessant, denn man sollte sich den Streifen doch mehrmals ansehen, damit man ihn komplett versteht. Dazu gesellt sich ein wirklich geniales Ende.

Die Darsteller machen ihre Sache ebenfalls gut und auch die Synchronisation passt, was bei vielen Veröffentlichungen von KNM ja früher eher etwas problematisch war.

Fazit. Spannender und origineller Cyber-Thriller, der am Ende zwar etwas (achtung extra für Nekki, der englische Begriffe, die auch auf deutsch möglich wären, hasst) „overpaced“, aber dennoch bis zum konsequenten Schluss interessant bleibt.

6 chucky

THE CHAIR (I-on New Media/WVG)

am 22. September 2011 unter Horror abgelegt

chair

Die Psychologiestudentin Danielle hat eine schwere Zeit hinter sich, denn sie litt unter Paranoia. Nun zieht sie in ein altes Haus ein, um sich auf ihre Abschlussarbeit vorzubereiten. Schon nach kurzer Zeit merkt sie das dort etwas nicht stimmt. Gegenstände wandern selbständig im Haus herum und nachts schient auch jemand im Gebäude herumzuschleichen. Als sie nachforscht kommt sie dahinter, das hier früher einmal der Magier Zymytryk lebte und den Kindermörder Crowe mit einem Fluch belegte, so dass dieser 100 Jahre lang nicht sterben kann…doch diese sind nun abgelaufen.

Das hört sich wesentlich platter an als es letztendlich ist, denn der Streifen ist durchaus als gelungen zu bezeichnen. Dazu trägt vor allem die hervorragende Kameraarbeit bei, die es durch geschickte Schwenks immer wieder schafft aus dem Nichts Spannung aufzubauen. Zudem ist mal neu, dass die Protagonistin nicht schreiend durch die Gegend rennt, sondern versucht das Geheimnis zu ergründen und dabei selbst in Gefahr gerät und trotzdem weitermacht.

Das Ende ist mal wieder eher mau ausgefallen, da hätte man sich etwas besseres einfallen lassen können, dich insgesamt ist der Streifen durchaus zu empfehlen, zumal die Hauptdarstellerin für so einen Low Budget Film eine durchaus beachtliche Leistung abliefert.

4 chucky

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EXAM (Eurovideo)

am 22. September 2011 unter Thriller abgelegt

exam

Es ist nicht leicht bei einer so bekannten Firma wie dieser in die Endausscheidung eines Auswahlverfahrens zu gelangen und nun will man den Job auch haben., Acht Menschen setzen sich also in dem sterilen ausschauenden Raum an einen Tisch. Dann erscheint ein adrett gekleideter Mann und erklärt die Regeln, die äußerst merkwürdig zu sein scheinen., denn der Papierbogen vor ihnen beinhaltet laut ihm nur eine Frage. Sollte man während der zwei Stunden Zeit ,die jedem bleiben, den Wachmann ansprechen oder den Raum verlassen wars das. Auch eine Zerstörung oder Beschädigung des Prüfungsbogens hat das gleiche Resultat zur Folge. Noch überraschter ist man dann aber, als auf dem Blatt bei keinem der Herrschaften eine Frage zu finden ist oder ist sie nur versteckt? Man rauft sich also zusammen um die Lösung gemeinsam zu finden, doch das Teamwork funktioniert nicht lange, denn jeder will schließlich den Job.

Eine wirklich spannende Ausgangsidee, die man hier geschaffen hat und eine Story, die noch nicht schon bis zum Exitus durchgenudelt wurde. Zwar kennen wir das Prinzip viele Leute in einem Raum schon aus Filmen wie HOUSE OF 9 oder CUBE, aber hier geht es erst einmal nur um einen Job.

Wie man sich von einer Idee zur nächsten hangelt ist auch interessant geschildert und dass man sich gegenseitig immer weniger vertraut und gegen Ende der Versuchung erliegt, einen Konkurrenten lieber zu eliminieren als mit ihm zusammenzuarbeiten, wird auch glaubwürdig geschildert.

Bei den Charakteren hat man allerdings wieder einmal die üblichen Klischees eingebaut, wie den des Anführertyps, der schwächliche, der überhebliche, der nette usw usw.

Gegen Ende gibt es 2 Schlusstwists von denen einer völlig überrascht, der andere jedoch vorhersehbarer ist, als es die Macher wohl selbst glauben. Trotzdem bleibt unter dem Strich ein origineller und spannender Streifen, der durchaus neues zu bieten hat und zudem mit ordentlichen darstellerischen Leistungen aufwarten kann.

5 chucky

05chucky

BLITZ (Universum Film)

am 22. September 2011 unter Action, Thriller abgelegt

blitz

Mit dem Bullen Tom Brant legt sich niemand an. Der harte Hund benutzt auch schon mal unkonventionelle Methoden und nimmt es mit den polizeilichen Regeln nicht so genau. Aber das ist in seinem neuesten Fall auch durchaus notwendig, denn ein Verrückter ermordet in regelmäßigen Abständen Cops. Zwar scheint der Schuldige schnell gefasst, doch man hat keine klaren Beweise gegen den vermeintlichen Täter. Die versucht nun Brant zu finden. Doch das erweist sich als schwieriger als gedacht.

Merkwürdigerweise mag ich Jason Statham, weil ich finde das er schauspielerisch gar nicht so schlecht ist, wie man ihn macht. Allerdings könnte er sich auch mal andere Rollen als nur immer die des Tough Guy heraussuchen, dann könnte man vielleicht eher beurteilen, was er so drauf hat.

Blitz hat zwar eine ganz interessante Story zu bieten, doch das man den Täter schon früh kennt, macht den Film nicht gerade spannender. Zudem fehlt hier der rechte Fluss. Immer wieder verschwindet zuviel Tempo, dass dann überwiegend mit coolen Onelinern von Statham gefüllt werden soll, was aber nicht funktioniert.

So ist BLITZ ein routinierter Cop-Thriller, fernab jeglicher Originalität, aus dem man aber mehr hätte herausholen können

4 chucky

GANTZ (Sunfilm)

am 22. September 2011 unter SciFi, mystery abgelegt

gantz

Manga und Animes sind ein Gebiet auf dem ich mich nun gar nicht auskenne. Daher gehe ich an diesen Film auch total unvorbelastet heran.

Kei und Kato kennen sich aus der Grundschule aber haben sich jahrelang nicht gesehen. Auf einem U-Bahn Gleis treffen sie sich wieder, als Kato versucht das Leben eines Mannes zu retten der auf die Gleise gefallen ist. Als ihm Kai zur Hilfe eilt, werden beide vom Zug überfahren – oder auch nicht, denn sie wachen in einem Raum auf, in dem eine große Kugel steht und in dem sich noch viele andere Menschen befinden. Wie sich herausstellt wird diese vom Geist eines Mannes betrieben, der Menschen, die kurz vor dem Tod stehen aus dieser Zone wegkatapultiert um mit Ihnen ein perfides Spiel zu spielen, denn innerhalb einer bestimmten Zeit muss man einen außerirdischen Gegner erlegt haben. Erreicht man 100 Punkte bekommt man sein Leben zurück oder kann das Leben eines Gefallenen zurückkaufen….

Das hört sich recht krude an, ist es aber eigentlich gar nicht. Man sollte allerdings schon den ein oder anderen asiatischen Film gesehen haben, denn der Inszenierungsstil ist schon gewöhnungsbedürftig und die Japaner drehen eben die Filme anders als die Amerikaner.

Der Streifen ist fast 2 Stunden lang und hat zwischendurch doch mit einigen Spannungsabfällen zu kämpfen. Allerdings gibt es hiervon einen zweiten Teil und so hat man sich im Prequel bemüht dem Zuschauer die Geschichte und die Charaktere näherzubringen.,Das ist ähnlich wie bei X-MEN denn auch da ist der erste Teil der schlechteste weil man ja erst einmal die Hintergrundgeschichte erzählen und erklären muss. Von daher kann man schon auf die Fortsetzung gespannt sein.

Fazit: Durchaus abgefahrener Streifen mit seltsamer Handlung, der nicht „GANTZ“ überzeugt, aber Lust auf Teil 2 macht. Die Optik ist teilweise wirklich grandios.

5 chucky

I WANT TO BE A SOLDIER (DTP Entertainment)

am 05. September 2011 unter Drama abgelegt

soldier

Alex träumt davon Astronaut zu werden und ist ein netter Junge. Als seine Eltern Zwillinge bekommen wird er jedoch von diesen immer mehr verdrängt. Um ihn ruhigzustellen kauft man ihm einen Fernseher der Alex jedoch komplett verändert. Im Laufe der Zeit legt er den Traum vom Weltall ad acta und will Soldat werden. Die Sendungen die er sich ansieht werden hierbei immer grausamer und brutaler. Auch sein imaginärer Freund, ein Raumfahrer verändert sich zu einem Marine, der ihm Befehle erteilt. Alex neigt immer mehr zu Gewalt bis es zu einem bitteren Ende kommt.

„I want to be a soldier“ ist ein originelles Drama, angereichert mit einigen Fantasyelementen allerdings ohne jegliche Effekte. Der kleine Fergus Riordan liefert in der Rolle des Alex eine oscarverdächtige Vorstellung ab. Unfassbar wie es der Knirps schafft, die verschiedenen Phasen seines Lebens so darzustellen, das sie glaubwürdig erscheinen.

Sicher mag der eine oder andere jetzt motzen „wieder so ein Streifen der zeigt was Fernsehen und die böse Welt aus einem netten Jungen machen kann“, wie es Larry Clark und Gus van Saint so gerne zeigen. Doch Regisseur Molina bezieht keine eindeutige Stellung und lässt den Zuschauer entscheiden, ob das hier gesehene realistisch ist oder nicht.

Fazit: Eindringlich gespieltes und durchaus glaubwürdiges Drama mit einem phänomenalen Hauptdarsteller. Für Menschen die gerne anspruchsvolle Filme sehen auf jeden Fall einen Blick wert.

6 chucky

HUNTERS (Koch Media)

am 05. September 2011 unter Action, Thriller abgelegt

hunters

Nachdem er heldenhaft ein Verbrechen vereitelt hat, kehrt Eric wieder in seinen beschaulichen Heimatort zurück und möchte da als Polizist eine ruhige Kugel schieben. Doch dazu kommt es nicht, denn es sind Wilderer unterwegs die dutzendweise Rentiere abschlachten. Als er Nachforschungen anstellt und herausfindet, das ortsansässige Bürger mit diesen Wildereien zu tun haben, macht er sich keine Freunde. Zudem scheint auch sein Bruder in die Sache verwickelt. Als auch noch Morde geschehen und Erik versucht diese aufzuklären, muss auch er um sein Leben fürchten.

Keine klassischen Killer, keine Psychopathen – Hunters ist mal was ganz anderes. Hier geht es vielmehr um verzweifelte Menschen, die versuchen zu überleben und nicht um irgendwelche geisteskranke Verrückte.

Hunters ist eine Mischung aus Drama und Kriminalfilm, dem eine erstaunliche Synchronisation beschert wurde, denn hier sind unter anderem die deutschen Stimmen von Jean Reno und Tommy Lee Jones zu hören, die auch sehr gut zu den kernigen Jungs aus dem hohen Norden passen.

Das Geschehen wird glaubhaft und zu keiner Zeit übertrieben geschildert und auch Erics Handlungen sind für den Zuschauer jederzeit nachvollziehbar und er ist auch nicht der Supercop der alle aufmischt.

Wer so etwas mag und auch mal ohne Kettensägenschwingende Irre leben kann, wird hier gut bedient.

5 chucky

THE ROOMMATE (Sony Pictures)

am 05. September 2011 unter Thriller abgelegt

room

Die junge Studentin Sara ist neu an der Universität. Schnell lernt sie neue Freunde kennen und verliebt sich auch wieder. Als dann noch ihre Zimmerkollegin eine sehr nette ist, scheint alles perfekt. Doch Madame gefällt es gar nicht, das Sara andere Leute außer ihr mag und trifft, da sie schwesterliche Gefühle entwickelt hat. Also bedroht man einfach mal den Rest des Freundeskreises und schreckt auch vor schlimmerem nicht zurück.

Der Thriller wird überall im Internet gnadenlos zerrissen. Das kann ich nicht unbedingt nachvollziehen. Sicher wird hier das Rad nicht neu erfunden, aber durch die beiden attraktiven Darstellerinnen, die auch schauspielerisch eine solide Leistung abliefern, gestaltet sich der Streifen doch recht unterhaltsam.

Natürlich lauert hier an jeder Ecke die Nähe zu Thrillern wie „Single white female“, aber Horrorfilme klauen ja auch voneinander, wieso dürfen das Thriller nicht auch tun.

Nichts neues aber altbekanntes ordentlich kombiniert. Dazu gesellt sich eine erstaunlich gute Synchronisation.

4 chucky

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TRIPLE DOG (Ascot Elite)

am 05. September 2011 unter Action, Drama abgelegt

TRIPLE

Skaterin Chapin ist nicht gerade eine pflegeleichte Schülerin und steht immer kurz vor einem Schulverweis. Als eines Abends ihre beste Freundin Geburtstag hat und die Party ziemlich langweilig gerät, kommt sie auf die Idee TRIPLE DOG zu spielen. Einer stellt dem anderen eine Aufgabe und falls dieser sie nicht erfüllt will und der „Auftraggeber“ das ganze durchzieht, werden dem Feigling die Haare wegrasiert, was bei weiblichen Wesen nicht wirklich gut aussieht. Chapin kommt die Sache recht, denn mit den ganzen spießigen Herrschaften auf dem Geburtstag kann sie eh nichts anfangen. Diese zeigen sich jedoch tougher als angenommen und so werden die Mutproben immer ausgefallener.

Dennoch ist der Film eigentlich an keiner Stelle richtig spannend, was gar nicht so schlimm ist, denn im Gegensatz zu dem was auf der Rückseite des Covers steht und was der Trailer uns suggeriert, handelt es sich hier um ein Jugenddrama und mitnichten um einen Thriller.

Die gut aufgelegten Jungdarstellerinnen liefern eine gute Leistung ab und stellen ihre teilweise doch recht schwierigen Charaktere überzeugend da. Das Ende ist auch gelungen und bringt noch eine Überraschung ans Licht.

Die Altersfreigabe ab 12 ist aber vollkommen gerechtfertigt, denn der Streifen wäre in KIKA um 20.15 Uhr perfekt aufgehoben. Wer so etwas gerne sieht wird nicht enttäuscht sein, wer hingegen einen Thriller erwartet schon.

5 chucky

BLACK HEAVEN (Koch Media)

am 05. September 2011 unter Drama, Thriller, mystery abgelegt

BLACK

Beim Knutschen in der Umkleidekabine finden Gaspard und Marion zufällig ein fremdes Handy und versuchen, den Besitzer zu ermitteln. Dies gelingt den beiden auch, doch zum Spaß sprechen sie diesen nicht direkt an, sondern verfolgen ihn. Als er sich mit einer hübschen Dame triff,t verfolgen sie die beiden. Als sich jedoch längere Zeit nichts tut, gehen sie zu deren Auto und müssen feststellen, das die beiden sich umbringen wollen. Das Mädchen können die beiden noch retten. Anscheinend haben sich beide vorher nicht gekannt und erst durch das mysteriöse Onlinespiel BLACK HOLE kennengelernt. Als Gaspard das Spiel auch ausprobiert und das geheimnisvolle Mädchen dort wiedertrifft, wird es mit der Zeit für ihn immer schwieriger, Realität und Fiktion zu unterscheiden.

Nun wird es schwierig, denn ich soll hierfür ja auch noch eine Bewertung abgeben. Der erste Abschnitt des Streifens ist wirklich spannend inszeniert. Wie die beiden das Geheimnis des Pärchens herausbekommen ist clever gemacht. Sobald aber der Cyberkram anfängt, wird die Geschichte etwas langatmig auch wenn die Grundidee durchaus weiterhin interessant bleibt.

Einige Reaktionen mancher Charaktere sind jedoch nicht nachvollziehbar und der Film weiß die restliche Laufzeit nicht, ob er nun ein Thriller oder ein Drama sein will.

Die Darsteller sind durchaus überzeugend, die Darstellung des interaktiven Spiels ordentlich., Trotzdem ganz schwer hierfür eine Bewertung zu finden, da der Streifen im letzten Teil einfach keinerlei Spannung aufkommen lässt……

4 chucky