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I COME WITH THE RAIN (Ascot Elite)

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Kline ist einer der besten Cops von Los Angeles. Bis er in der Gewalt des perversen Serienkillers Hasford die Hölle auf Erden durchlebt. Seelisch und körperlich gebrochen, quittiert er den Dienst und schlägt sich fortan als Privatdetektiv durch – mehr schlecht als recht.
Eine neue Mission soll Kline von seinem Trauma erlösen. Im Auftrag eines mächtigen Magnaten reist er nach Südostasien, um dessen vom Erdboden verschluckten Sohn Shitao ausfindig zu machen. Schnell kommt Kline zu der Überzeugung, dass Shitao nicht mehr am Leben sein kann. Doch dann gibt es eine erste Spur in Hongkong, die den Amerikaner geradewegs zu dem brutalen Gangster Su und dessen drogenabhängige Freundin Lili führt – und einem mysteriösen Geheimnis, das den angeschlagenen Detektiv endgültig den Verstand rauben könnte.

Normalerweise kopiere ich keine Beschreibungen der Pressetexte hier herein, aber in diesem Fall fand ich es doch interessant, um das ganze mal mit dem zu vergleichen, was der Zuschauer wirklich zu sehen bekommt.

Die Zusammenfassung hört sich doch wirklich nach einem spannenden Thriller an. Dem ist jedoch mitnichten so. Vielmehr handelt es sich hier um reines Arthaus-Kino, das den künstlerischen Anspruch deutlich über den des Unterhaltungswertes stellt.

Das muss ja nicht schlecht sein, nur wenn man den o.g. Text liest, erwartet man eben als Zuschauer etwas gänzlich anderes und wird ohne Frage komplett enttäuscht sein.

Zudem ist die Story nicht linear, sondern in ständigen Rückblenden erzählt und wechselt ständig zwischen verschiedenen Handlungssträngen, was auf die Dauer doch etwas ermüdend wirkt.

Fakt ist, das sich dieser Film ohne Frage als eine Anspielung auf das neue Testament versteht. Sehr viele Dinge werden einem hier bezüglich dessen optisch kredenzt. Sei es die Kreuzigung, der Abschnitt mit den Wunderheiler, der die Schmerzen anderer aufnimmt oder die superbe Einstellung einer Skyline in Form eines Kreuzes.

Auch die Darsteller fallen keineswegs negativ auf. Doch nochmals – es handelt sich hier nicht um einen Unterhaltungsfilm, sondern um reines Kunstkino mit biblischen Anspielungen und visuellen Spielereien, die zugegebenermaßen teilweise sehr imposant sind, genauso wie die recht heftigen Gewaltszenen, die die FSK 16 Freigabe etwas verwunderlich erscheinen lassen.

Fazit: Wer einen spannenden Thriller sehen will, sollte hiervon schleunigst die Finger lassen. Wer auf kunstvolles Kino mit visuellen Höhepunkten und einem gelungen Soundtrack steht, kann hier einen Blick riskieren. Eine Bewertung indes halte ich hierfür für unmöglich, daher lasse ich es auch.

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