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DIE ENTBEHRLICHEN (Lighthouse)

entbehrlich

Der 12jährige Jakob hat es nicht leicht. Sein Vater ist ein Säufer und verprasst das wenige Geld. Seine Mutter versucht die Familie zusammenzuhalten, doch den Wutausbrüchen ihres Gatten ist sie mit der Zeit nicht mehr gewachsen. Als er ihr eines Tages im Suff ihr Gesicht gegen eine Herdplatte drückt und sie ins Krankenhaus muss, kommt es zum endgültigen Bruch und sie beschließt nicht mehr zurückzukommen. Daraufhin erhängt sich Jakobs Vater. Um zu vermeiden, dass er ins Heim muss, hält dieser das jedoch geheim und versucht sein Leben ganz normal weiterzuleben, was sich mit zunehmender Zeit auch des Geldes wegen, immer schwieriger gestaltet. Sein einziger Halt ist seine Freundin, die aus gut situiertem Hause stammt.

Zuerst ein mal ein dickes Lob an den kleinen Oskar Bökelmann. Das Kerlchen ist so knuffig, dass man ihn sofort adoptieren will und hat schon die Mimik eines ganz großen in petto. Der Rest des Ensembles spielt ebenfalls ansprechend.

Leider nimmt der Regisseur das Tempo immer wieder aus dem Film, in dem er die Ereignisse durch Rückblicke erzählt. Zudem ist der Streifen ein wenig zu lang geraten und es gibt hier zu viele Nebenschauplätze. Der alte Soldat der im Hof wohnt, die zerstrittene Ehe der Freundin, alles Dinge auf die man hätte verzichten können.

Trotzdem hat der Streifen einige wirklich bewegende Momente und ist zudem ein Plädoyer gegen Hartz 4 und zeigt auf wie man dadurch leicht in die Gosse abrutschen kann. Auch als der Vater ein Plakat von Schröder mit einem Hammer schlägt, ist das sehr gut in Szene gesetzt.

Fazit: Authentischer Streifen, der nur ein wenig zu lang geraten ist, aber dennoch das Elend einer Familie recht glaubwürdig rüberbringt. Der kleine Hauptdarsteller ist ein Hit.

5 chucky

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