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Archiv des Monats Juli 2011

DIE ENTBEHRLICHEN (Lighthouse)

am 04. Juli 2011 unter Drama abgelegt

entbehrlich

Der 12jährige Jakob hat es nicht leicht. Sein Vater ist ein Säufer und verprasst das wenige Geld. Seine Mutter versucht die Familie zusammenzuhalten, doch den Wutausbrüchen ihres Gatten ist sie mit der Zeit nicht mehr gewachsen. Als er ihr eines Tages im Suff ihr Gesicht gegen eine Herdplatte drückt und sie ins Krankenhaus muss, kommt es zum endgültigen Bruch und sie beschließt nicht mehr zurückzukommen. Daraufhin erhängt sich Jakobs Vater. Um zu vermeiden, dass er ins Heim muss, hält dieser das jedoch geheim und versucht sein Leben ganz normal weiterzuleben, was sich mit zunehmender Zeit auch des Geldes wegen, immer schwieriger gestaltet. Sein einziger Halt ist seine Freundin, die aus gut situiertem Hause stammt.

Zuerst ein mal ein dickes Lob an den kleinen Oskar Bökelmann. Das Kerlchen ist so knuffig, dass man ihn sofort adoptieren will und hat schon die Mimik eines ganz großen in petto. Der Rest des Ensembles spielt ebenfalls ansprechend.

Leider nimmt der Regisseur das Tempo immer wieder aus dem Film, in dem er die Ereignisse durch Rückblicke erzählt. Zudem ist der Streifen ein wenig zu lang geraten und es gibt hier zu viele Nebenschauplätze. Der alte Soldat der im Hof wohnt, die zerstrittene Ehe der Freundin, alles Dinge auf die man hätte verzichten können.

Trotzdem hat der Streifen einige wirklich bewegende Momente und ist zudem ein Plädoyer gegen Hartz 4 und zeigt auf wie man dadurch leicht in die Gosse abrutschen kann. Auch als der Vater ein Plakat von Schröder mit einem Hammer schlägt, ist das sehr gut in Szene gesetzt.

Fazit: Authentischer Streifen, der nur ein wenig zu lang geraten ist, aber dennoch das Elend einer Familie recht glaubwürdig rüberbringt. Der kleine Hauptdarsteller ist ein Hit.

5 chucky

JIGSAW (8-Films/WVG)

am 04. Juli 2011 unter Horror abgelegt

jigsaw

Zehn junge, na ja Schauspieler treffen sich auf einem Parkplatz und werden von einem netten älteren Herren abgeholt, um zu einem Vorsprechen gebracht zu werden. Keiner der Herrschaften ahnt, dass es sich hierbei um eine reale Internetshow handelt und man sich bald gegenseitig umbringt oder umgebracht wird, denn in dem abgelegenen Haus warten jede Menge fieser Fallen und Personen.

Boahh wie klasse, endlich mal wieder ein origineller Stoff, den wir hier zu sehen bekommen. Man verhehlt durch den Titel auch gar nicht die Verbundenheit zu SAW, ohne jedoch dessen Klasse auch nur annähernd zu erreichen (wobei ich hier nur die ersten 3 Teile meine).

Die Darsteller geben dem Wort untalentiert eine völlig neue Bedeutung und im Endeffekt ist man um jede/n froh der schnell von der Bildfläche verschwindet.

Ein paar Ideen und Fallen sind sogar recht originell und mit etwas mehr Budget, wäre hier sogar mehr drin gewesen. Da jedoch neben den Darstellern auch noch die Inszenierung dilettantisch ausgefallen ist, kann man sich den Streifen getrost schenken.

1 chucky

RABIA (Universum Film)

am 04. Juli 2011 unter Thriller abgelegt

ia

Jose Maria lernt zufällig Rosa kennen und lieben. Doch er ist Einwanderer und hat einen schweren Stand. Dann tötet er den Bauarbeiter, der ihn einen Tag zuvor entlassen hat. Obwohl es eigentlich ein Unglücksfall war, bekommt er es mit der Angst zu tun und versteckt sich im Haus der Leute, bei denen Rosa als Hausmädchen arbeitet. Mit der Zeit muss er so einige schlimme Dinge mit ansehen, zum Beispiel die Vergewaltigung seiner Geliebten, die von ihm ein Kind erwartet…

„Wieso hast Du mir nicht schon früher gesagt dass Du hier bist „ fragt Rosa kurz vor Ende und das ist auch die Frage, die sich mir stellt.. Wieso eigentlich nicht? Wahrscheinlich weil der Film dann zu Ende gewesen wäre und ich mir die Zeit hätte schenken können, denn im Endeffekt erkenne ich in dem ganzen Streifen keinen Sinn.

Herr del Toro hat das ganze übrigens produziert. Ob er gewusst hat was für eine Schlaftablette er da mitfinanziert – dessen bin ich mir nicht sicher.

Fazit: Nicht komplett schlechter, aber eigentlich sinnloser Streifen, der aber einen wunderschönen Klaviersoundtrack zu bieten hat. Der rettet zwar nichts, ergaunert sich aber immerhin einen zusätzlichen Chucky. Auf dem Cover steht „Kann sich mit THE OTHERS messen“ – dem ist mitnichten so.

2 chucky

JANE DOE (Atlas/Koch Media)

am 04. Juli 2011 unter Action, Thriller abgelegt

jane

Janes Sohn ist entführt worden und die Entführer treiben ein perfides Spiel mit ihr, bis sie ihn wiederbekommt, doch hinter der Sache steckt etwas ganz anderes. Man will ihr einen Mord in die Schuhe schieben und sie als Sündenbock dastehen lassen. Dann taucht plötzlich ihr Exmann auf und erzählt ihr, das hinter dem ganzen die Regierung steckt. Doch schnell müssen alle Beteiligten einsehen, dass auch diese Dreck am Stecken hat.

Es ist sehr schwierig den Streifen zusammenzufassen, da er so viele verschiedene Abschnitte und Wendungen hat, dass man als Zuschauer kaum mehr mitkommt. Das ganze startet schon in der allerersten Sekunde nach einem sehr kurzen Vorspann und das Tempo wird nahezu die ganze Zeit hochgehalten..

Selbstverständlich muss man hier über einige grobe Logiklöcher hinwegsehen, doch das tut man ja in Michael Bay Filmen ja die ganze Zeit.

Überhaupt hätte das ganze mit einer namhafteren Besetzung durchaus eine Kinochance gehabt, doch Rob Lowes Ruhm war Anfang des neuen Jahrtausends etwas verblasst und Tery Hatcher wurde erst später mit dem Desperate Housewives richtig bekannt.

Fazit: Schnörkelloser Action-Thriller ohne größere Atempause allerdings doch bestückt mit einigen Logiklöchern. Wen das nicht stört wird sehr gut unterhalten.

5 chucky

UNTER DIE HAUT (Universum Film)

am 04. Juli 2011 unter Drama abgelegt

haut

Eigentlich führt die Modephotographin Karen ein sorgenfreies Leben. Sie ist verheiratet, hat eine knuffige kleine Tochter und finanziell geht es ihr gut. Dann lernt sie eines Tages einen ebenfalls verheirateten Fremden namens Maciek kennen, mit dem sie eine Affäre beginnt. Das ganze wird für beide zur Obsession, doch eines Tages will er das ganze beenden. Doch das ist nicht so einfach, denn Karen ist nun richtig verliebt und fest entschlossen ihn für sich zu behalten.

Also grundsätzlich sind solche Geschichte ja immer ganz interessant anzusehen. Auch hier hat man eigentlich inszenatorisch und atmosphärisch nichts falsch gemacht, doch zu einem Erotikthriller gehört nicht nur Erotik, sondern auch Thrill und den sucht man hier nahezu vergebens.

Auch wenn die Schauspieler durch die Bank glaubwürdig agieren, ist das Drehbuch viel zu eindimensional und nimmt den Beteiligten jeglichen Spielraum zur Kreativität. Zudem wirkt der leicht übersinnliche Einschlag deplatziert.

So bleibt unter dem Strich ein passables Erotikdrama, das aber an manchen Stellen doch einige Längen aufzuweisen hat. Ansehen kann man sich den Streifen mal – mehr aber nicht.

4 chucky

WIR SIND DIE NACHT (Highlight)

am 04. Juli 2011 unter Drama, Horror abgelegt

nachr

Die bereits vorbestrafte Lena wird dabei ertappt,wie sie einem Passanten die Kohle stehlen will. Tom, ein junger Nachwuchspolizist stellt sie zwar, doch sie kann ihm listig entwischen. Trotzdem lässt ihn das Mädel nicht mehr los und er beginnt nach ihr zu suchen .- eher aus privatem Interesse. Das hat jedoch auch Louise, die in ihr ihre Traumfrau erkennt. Kleineres Problem hierbei ist, das Madame eine Vampirin ist, die schon seit Jahrhunderten auf der Suche ist und mit ihren zwei Mitstreiterinnen ein Leben in Saus und Braus führt. Doch Lena hat zuerst kein Interesse, was sich nach einem Biss ungewollt ändert und so langsam erkennt auch sie die Vorteile dieses Daseins – zunächst.

Was wurde dieser Streifen niedergemacht und ich kann beim besten Willen nicht verstehen wieso. Die Story ist cool, die Kameraführung auf Hollywood-Niveau und die Darstellerinnen exzellent ausgesucht. Insbesondere Nina Hoss liefert als Obervampirin eine sagenhaft gute Performance ab. Auch die Effekte sind durchaus auf internationalem Level und so fällt es mir schwer hier überhaupt einen Kritikpunkt zu finden – eventuell das etwas abrupte Ende.

Ich mag grundsätzlich eigentlich gar keine Vampirfilme (von „30 days of night“ mal abgesehen), aber dieser Streifen hat mir richtig gut gefallen. Zudem für einen deutschen Film bemerkenswert fotografiert. Hierfür gibt’s jede Menge Chuckys.

Den Herrschaften vom Feuilleton war das wohl zu wenig tiefgehend – dann sollen sie Lars von Trier Filme schauen z.B. so nen Mist wie Antichrist, dabei bekommen sie dann wieder nen Orgasmus.

6 chucky