THE MAN FROM NOWHERE (Splendid Video/WVG)
am 12. Juni 2011 unter Action, Drama, Thriller abgelegt
Tae Sik ist ein verschlossener Mensch und lebt zurückgezogen in einer kleinen schäbigen Wohnung. Sein Geld verdient er sich als Pfandleiher. Die kleine So-Mi schafft es aber im Laufe der Zeit das steinerne Herz des Schweigers zu erweichen. Dann wird sie mitsamt der Mutter entführt, weil diese Rauschgift entwendet hat, was sich der ortsansässige Dealer natürlich nicht bieten lässt. Eher zufällig gerät auch Tae Sik in die Sache hinein, weil die Tasche mit dem Stoff bei ihm aufbewahrt ist. Also zwingt man ihn einen Deal zu erledigen und im Gegenzug dafür die beiden freizulassen. Doch die Gegenpartei spielt mit falschen Karten und so wird der Pfandleiher plötzlich von der Polizei gejagt, doch wie sich herausstellt ist Tae Sik alles andere als ein hilfloses Opfer und fest entschlossen die beiden Entführten zu befreien.
An dieser Stelle hätte der Film jetzt zu einem banalen Actionstreifen verkommen können, doch dazu lässt es der Regisseur nicht kommen und kann sich hierbei auf seinen sensationellen Hauptdarsteller verlassen. Ich kann mich nicht erinnern jemals eine so fantastische Performance eines asiatischen Schauspielers gesehen zu haben, denn Won Bin trägt den Film problemlos im Alleingang. Auch das kleine Mädel mit ihren Killeraugen liefert eine absolute Top-Vorstellung ab.
„Die koreanische Antwort auf 96 hours“ steht auf der Coverrückseite, was gegen Ende gar nicht mal so falsch ist. Doch war das vermeintliche Vorbild ein gradliniger Actioner gibt es hier auch Zeit für ruhige und besinnliche Momente.
Der Streifen ist zudem für einen Film aus dem asiatischen Raum recht westlich orientiert gedreht, so dass die Sehgewohnheiten des Europäers keine allzu große Umstellung erfordern, wie es normalerweise der Fall ist und daher ist THE MAN FROM NOWHERE auch für Leute interessant, die normalerweise die asiatischen Filme meiden.
Ein absolut gelungener Streifen mit einer sehr perfekten Optik, der aber nie überstilisiert wirkt. Anfangs ein Drama mutiert das ganze zwischenzeitlich zu einem lupenreinen Actionfilm, ohne dabei den Anspruch aus dem Auge zu verlieren. Von dem Hauptdarsteller wird man mit Sicherheit noch viel hören.






















Neueste Kommentare