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Archiv des Monats April 2011

DAS LETZTE SCHWEIGEN (Warner Home Video)

am 25. April 2011 unter Drama, Thriller abgelegt

schweigen

In einer Kleinstadt geschieht ein schreckliches Verbrechen. Die 11-jährge Pia kommt eines Abends nicht mehr nach Hause und es stellt sich heraus, das das Mädel zuerst sexuell missbraucht und dann ermordet wurde. 23 Jahre später passiert im gleichen Ort genau die selbe Tat noch einmal. Alles deutet daraufhin dass es sich um den gleichen Täter handelt doch wieso mordet er nach so langer Zeit wieder? Der erneute Vorfall reißt bei vielen Menschen alte Wunden auf.

Und genau hier wird das Drehbuch sensationell gut. Denn erst einmal könnte man meinen, das dies jetzt ein Routine Krimi aus deutschen Laden wird. Doch man beleuchtet jeweils im Wechsel diese einzelnen Schicksal der Personen die in die beiden Verbrechen involviert sind.

Da wäre zunächst einmal der ermittelnde Polizist, der den Fall nie zu einem Abschluss bringen konnte, was heute noch, obwohl pensioniert, an ihm nagt. Da wäre die Mutter von Pia, die auch nach 23 Jahren immer noch im gleichen Haus und Ort wohnt und bei der alte Erinnerungen wieder aufkeimen. Desweiteren einer der beiden Mörder selbst der mittlerweile eine Familie hat und die Ereignisse von damals vollkommen verdrängt hat zumal er auch nicht unmittelbar am Mord beteiligt war, sondern ihn nur nicht verhinderte. Und natürliche die Eltern des neuen Opfers. Zudem gesellt sich ein Ermittler, der zwar als sehr guter Detektiv gilt, dessen Frau aber gerade an Krebs verstorben ist, was ihm enorm zusetzt.

Diese verschiedenen Schicksale haben irgendwie alle mit den Morden zu tun und werden dann auch geschickt miteinander verknüpft, was sich durch die beiden Morde die im Zusammenhang stehen, auch gar nicht vermeiden lässt.

Dass Ensemble ist zudem imposant. Neben Wotan Wille Möhring (kurz vorm Overacting) agieren , Burghart Klaussner, Sebastian Blomberg und die überragende Katrin Sass.

Zudem ist die Auflösung, wieso der zweite Mord nun eigentlich geschehen ist durchaus originell geworden.

Ein für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich bedrückender und kalter Streifen der in seiner Machart ein wenig an den genialen TATTOO erinnert , bei dem ebenfalls eine eisige Atmo herrschte. An manchen Stellen ein wirklicher Schlag in die Fresse und trotzdem oder gerade deshalb so gut.

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FIRED – MOBBEN KANN TÖDLICH SEIN (Eurovideo)

am 25. April 2011 unter Horror abgelegt

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In den Zeiten der Wirtschaftskrise muss gehandelt werden und wenn das ganze noch mit dem eigenen Aufstieg verbunden ist – umso besser. Also entlässt der noch recht junge Abteilungsleiter Joy in der Londoner Betriebsniederlassung, von jetzt auf gleich mal nebenbei 121 seiner Mitarbeiter, einschließlich der ehemaligen Geliebten. Jetzt sitzt er endlich da wo er hinwollte – auf dem Chefsessel. Doch dann wird der Triumph erheblich gestört, denn Joy wird von Visionen geplagt, in denen unter anderem seine Ex auftaucht und ihm ans Leder will genauso wie sein ehemaliger Chef. Doch auf den Videobändern ist nichts zu sehen. Als die Vorkommnisse immer schlimmer werden verlässt er mit dem Hausmeister schnellstens das Gebäude, doch damit ist der Schrecken nicht vorbei.

Ein kleiner, feiner Streifen, der sich noch dazu an keiner Stelle ernst nimmt, das ist doch genau das, was wir gerne sehen. Nahezu in einer einzigen Location gedreht, weiß der Zuschauer zudem nicht ob er zu dem Opfer oder den Geistern stehen soll.

Wenn man allerdings ganz ehrlich ist trägt diese Grundidee keinen Film von 90 Minuten, daher gerät das ganze gegen Ende doch etwas langatmig und vieles wiederholt sich.

Trotzdem ein wirklich gelungener Genrebeitrag, ideal geeignet als Geburtstagsgeschenk für den Personalchef der Firma, in der man arbeitet.

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DETENTION (KNM)

am 25. April 2011 unter Horror abgelegt

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Wäre man nicht so aufmüpfig gewesen oder dauernd zu spät zum Unterricht erschienen müsste man jetzt nicht nachsitzen. Also müssen sieben Schüler der Reseda High School statt mit den anderen zu feiern im Klassenzimmer rumhocken. Als der Strom ausfällt und die Herrschaften plötzlich unheimliche Erscheinungen sehen wird’s brenzlig, denn der Geist eines vor 30 Jahren umgekommenen Schülers streift durch die Hallen und will Rache.

Böah, gääähn, gibt es denn durchgelutschtere Geschichten als die? Ich wüsste nicht und so bekommt man hier die übliche Standardkost geboten. Schreiende Teenager die natürlich alle total unterschiedlich sind, wobei vom coolen Hopper über den Schönling und der Gothicbraut nix ausgelassen wird.

Das beste an dem Streifen ist noch das Cover, welches durchaus Lust auf mehr macht, aber da hat man ja auch den DVD Player noch nicht angeworfen.

Ganz gross und breit hat man hier erwähnt, dass es sich nun aber auch wirklich um den aller aller letzten Film mit Kung Fu Star David Carradine handelt. Wenn man den Streifen gesehen hat denkt man zweifelsohne sofort. „Is wohl auch besser so“.

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THE THIRD WAVE (Atlas/Koch Media)

am 25. April 2011 unter Action, Thriller abgelegt

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Vom schwedischen Cop Johan Falk gibt es mittlerweile 3 Spielfilme und eine TV-Serie wobei die meisten ihn hierzulande trotzdem nicht wirklich viele kennen. Gespielt wird er von Jakob Eklund, der ihn als vielschichtigen Charakter darstellt. Von der Spielfilmreihe ist THIRD WAVE der dritte und letzte Teil, der nun von ATLAS wiederveröffentlicht wurde.

Obwohl die Story nun nicht wirklich originell ist, denn es geht mal wieder um internationale Verbrecher-Kartelle welche bekämpft werden müssen, die bereits große Teile wichtiger Machtorgane eingenommen haben, ist der Film absolut gelungen. Selten hat man drei so gleichwertig gute Filme aus einer Reihe gesehen wie die um den Cop Johan Falk (die anderen beiden heißen übrigens ZERO TOLERANCE und EXECUTIVE PROTECTION)

Was bei diesem vollkommen ohne Leerlauf gedrehten Thriller besonders auffällt ist die sehr gute Kameraführung, die vor allem, ohne das in letzter Zeit so beliebte Handkamera-Dauergeruckel auskommt, aber dennoch sehr dynamisch wirkt. Die Synchronisation ist makellos und während der kompletten Spielzeit fällt die Spannung eigentlich nicht einmal ab, was bei einer Lauflänge von sage und schreibe 114 Minuten gar nicht so einfach zu bewerkstelligen ist.

Der einzige kleinere Kritikpunkt ist der Showdown, bei dem sich (aber das ist man ja eigentlich gewohnt) doch einige Zufälle aneinanderreihen. Trotzdem bleibt auch in diesen letzten etwa 30 Minuten der Spannungsbogen auf einem hohen Level und es werden einige richtig nette (und neue) Ideen eingebaut (Stichworte: Brief, Polizeiwaffe und Handy).

Wer Wirtschaftskrimis mag und auch kein Problem mit der Machart europäischer Produktionen hat, sollte sich “Third Wave” unbedingt anschauen. Allerdings schadet es nicht die anderen beiden Teile zu kennen, weil man dort auch die familiären Hintergründe von Falk erzählt bekommt und einfach auch weil die fast genauso gut sind. Der Abschluss der Trilogie ist allerdings der beste Streifen von allen.

7 chucky

SWEATSHOP (NEW KSM)

am 25. April 2011 unter Horror abgelegt

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Charlie will mit ihren Freunden in einem verlassenen Lager eine Party feiern, doch die Wahl der Location ist leider etwas unglücklich, denn sie sind nicht alleine und das dort ansässige Monster mag es gar nicht wenn Störenfriede ins traute Heim eindringen.

Wie das war’s schon an Story? Nun viel mehr würde mir nicht einfallen. Zwischen dieser mördermäßig originellen Geschichte gibt’s dafür jede Menge dusseliges und überwiegend sexistisches Gelaber. Die findet den geil, der findet deren Arsch geil…wahnsinnig aufregend.

Zudem fehlen in der deutschen Fassung auch noch jegliche Splatterszenen, was zwar den Film nicht besser gemacht hätte, aber immerhin wäre man etwas Freude aufgekommen, wenn man gesehen hätte,wie die dummschwätzigen Großmäuler auf die Fresse bekommen hätten.

Fazit: Doof, doofer, noch doofer, Sweatshop. Den halben Chucky gibt’s nur für die eine Gothictussi – die ist echt heiß…

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TAKERS (Sony Pictures)

am 25. April 2011 unter Action, Drama abgelegt

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Nachdem eine Profibande von Bankräubern ihren letzten Coup vollzogen hat, will man sich zur Ruhe setzen. Doch da taucht plötzlich ein ehemaliges Mitglied namens Ghost aus dem Knast auf und schlägt den Herrschaften ein unglaubliches Geschäft vor. Zwei der Gruppe sind von Anfang an skeptisch, weil der Informant nicht gerade koscher ist. Doch dann wagt man den Überfall doch und es läuft auch (fast) nach Plan, doch dann stellt sich heraus, das Ghost ne fiese Ratte ist und die Jungs an die Russenmafia verraten hat – und auch Cop Jackie ist der Bande auf den Fersen.

Einen Originalitätspreis bekommt die Geschichte sicherlich nicht, das mal vorweg. Dennoch verstehe ich die Kritiken im Internet nicht, denn die sind teilweise recht vernichtend.

Wenn man das erwartet was Takers letztendlich sein will, kann man eigentlich nicht enttäuscht sein, denn die Stunts und die Action sind erste Sahne, wenn das schauspielerische Potential dass mit Matt Dillon, Paul Walker und Michael Ealy durchaus vorhanden ist, auch keineswegs ausgeschöpft wird, denn die können nicht mal im Ansatz zeigen was sie können.

Dennoch war ich die 103 Minuten konstant dabei und habe den Film an keiner Stelle als langweilig empfunden wie so viele andere. Den auf dem Cover aufgeführte Vergleichsfilm AMERICAN GANGSTER fand ich wesentlich schlechter….

5chucky