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Archiv für den 25. März 2011

ZARTE PARASITEN (Lighthouse)

am 25. März 2011 unter Drama abgelegt

zart

Jakob und Maja führen ein recht unorthodoxes Leben. Die beiden leben nämlich im Wald und verdienen sich ihren Lebensunterhalt damit, anderen Leuten das zu geben was sie brauchen oder nachdem sie sich sehnen. Während Maja eine ältere Dame betreut, schleicht sich Jakob in das Leben von Martin und seiner Frau ein, die kürzlich ihren Sohn verloren haben. Insbesondere Martin entwickelt langsam so eine Art Vatergefühl, während sich seine Ehefrau dagegen sträubt. Doch allmählich gleitet Jakob das ganze aus dem Ruder, denn auch er entwickelt mehr als nur Sympathie für das traurige Ehepaar. Maja versucht das jedoch nach einer gewissen Zeit mit allen Mitteln zu verhindern, weil sie Angst hat, ihren Freund zu verlieren.

Eine ungewöhnliche Idee – das kann man hier wirklich mal mit Fug und Recht behaupten. Der Streifen spielt geschickt mit den Gefühlen des Zuschauers, der nicht recht weiß ob er das Geschäft der beiden nun gutheißen oder verabscheuungswürdig finden soll, denn eigentlich geben sie den „jeweiligen“ Opfern genau das, nach dem diese sich sehnen. Genau dieser Konflikt ist es auch, der den Zuschauer bei der Stange hält, denn ansonsten ist der Streifen in einem atemberaubend langsamen Tempo gedreht, was sicherlich nicht vielen zusagen wird.

Schauspielerisch ist das hier erstklassig – keiner der Protagonisten fällt in irgend einer Form ab und die mehr als originelle Liebesszene (muss man gesehen haben, kann man nicht beschreiben) verdient sich auch noch einen halben Sonderchucky und auch den Titel des Films finde ich sehr gut gewählt.

Fazit: Sehr ruhig erzähltes Drama mit einer interessanten Grundidee, das sein mögliches Potenzial nicht ganz ausschöpft aber durch das sensible Spiel der Darsteller und den seelischen Konflikt in den der Zuschauer hineingezogen wird, trotzdem zu überzeugen weiß.

5chuckys

INSANE (EuroVideo)

am 25. März 2011 unter Horror abgelegt

insane

arah ist auf der Suche nach ihrer kleinen Schwester Jenny, die eigentlich nur auf ein Konzert wollte und seitdem nicht mehr aufgetaucht ist. Also klappert sie ein Motel nach dem nächsten ab, in der Hoffnung einen Hinweis auf ihren Verbleib zu finden. Schließlich landet sie im „Bridgeburn Motel“, das nicht mehr sehr gut besucht ist, weil es durch einen Umbau der Straßenführung eher selten von Autofahrern angesteuert wird. Der sehr freundliche und zuvorkommende Hotelmanager gibt vor, ihre Schwester nicht zu kennen, doch Sarah spürt, dass er lügt und forscht nach, was nicht ganz ungefährlich ist im „Bridgeburn Motel“.

Die Zusammenfassung des Streifens startet lustigerweise erst nachdem schon 40 Minuten um sind, denn der Zuschauer weiß, dass Jenny sehr wohl in dem Hotel zu Gast war. Trotzdem ist das ganze recht spannend inszeniert.

Die Auflösung ist zwar nicht wirklich überraschend und beinhaltet mal wieder ein Kindheitstrauma, was man sich nun echt hätte schenken können.

Trotzdem mag ich den Streifen, weil er aus nahezu gar nichts sehr viel macht. Das Budget dürfte deutlich unter einer Folge von UNTER UNS liegen, aber die beiden Regisseure zeigen, dass man mit einem guten Gespür für Atmosphäre und einer schicken Location einiges aus einer recht simplen Geschichte herausholen kann.

Für Freunde des B-Horrors durchaus mal einen Blick wert. Für das Budget:

5chuckys

PIRANHA 3 D(Kinowelt)

am 25. März 2011 unter Horror abgelegt

piranha

Es ist wieder mal Party angesagt am Lake Victoria, da sich tausende Teens und Twens zum jährlichen Rave treffen, um sich zulaufen zu lassen. Doch in diesem Jahr hätten sie das ganze besser mal überlegen sollen, denn durch ein Erdbeben wird ein lange Zeit verborgener Meereszugang geöffnet. Prähistorische Piranha können entkommen und haben nach so langer Zeit verständlicherweise viel Appetit.

Mehr gibt es an Story nicht zu berichten. Ich finde es allerdings erschreckend, dass dieser vollkommen hohle und hirnverbrannte Streifen im kompletten Internet richtig gute Bewertungen bekommt.

Klar, wenn man auf viel Titten, nackte Weiber und die üblichen „Es ist ja so geil besoffen zu sein“ Gags steht vielleicht, denn ansonsten hat der Steifen nahezu nichts zu bieten. Dann kann ich mir aber auch gleich nen Porno und hinterher BIERFEST anschauen, dann habe ich den gleichen Effekt.

Witzig sind in diesem Streifen lediglich der Anfang, der uns ein Wiedersehen mit Richard Dreyfuss beschert, den ich schon ewig nicht mehr auf der Leinwand gesehen habe und der wirklich originelle Schlussgag.

Dazwischen bekommt man saudumme Dialoge und massenweise williges Fickfleisch geboten und freut sich als Zuschauer über dessen Entsorgung durch die, relativ mies getricksten Killerfischlein, statt mit den Herrschaften zu leiden. Die erzwungene Nebenhandlung mit den verschwundenen Kindern (bei denen eh klar ist dass sie nicht gefressen werden) kann da auch nichts mehr retten.

Elisabeth Shue müht sich, als Polizistin ein wenig schauspielerische Qualität einzubringen, ebenso wie Ving Rhames, aber beide scheitern am dümmlichen Ambiente.

Und wieder einmal ein Streifen von Herrn Aja, der meiner Meinung nach außer HIGH TENSION noch nie einen guten Film abgeliefert hat, aber jedes mal in den Himmel gelobt wird.

Nur für Splatterfreunde wird hier einiges geboten, denn der Film ist für heutige Maßstäbe der FSK doch ziemlich brutal (gelassen) worden.

Fazit: Viel Titten, wenig Handlung. Einen Chucky für den Anfang, einen fürs Ende und einen für den Blutzoll macht insgesamt 3.

3chuckys

ROAD TRAIN (Sony Pictures)

am 25. März 2011 unter Horror, Suspense abgelegt

road

Zwei Pärchen sind im australischen Outback unterwegs. Die Stimmung ist aufgrund zwischenmenschlicher Probleme eh nicht die beste, doch noch eher harmlos gegen das was dann passiert. Die Herrschaften werden nämlich von einem sogenannten ROAD TRAIN, einem riesigen Laster von der Straße gedrängt. Das Auto ist vollkommen hinüber und Zivilisation meilenweit entfernt. Jedoch hat der Truck auch angehalten, also machen sie sich auf den Weg dorthin. Der Fahrer scheint zuerst verschwunden, taucht dann aber wild um sich ballernd wieder auf und das Quartett flüchtet notgedrungen mit dem ROAD TRAIN. Ein großer Fehler wie sich herausstellt.

Wer jetzt allerdings glaubt, das ganze ginge im Stile von JOYRIDE oder DUELL weiter, die von der Ausgangsposition ja ähnlich gelagert sind, der liegt hier falsch – leider. Denn mit zunehmender Spieldauer wird der Streifen immer abstruser und auch beknackter.

Der Lastwagen wird nämlich durch Blut angetrieben und hat zudem einen eigenen Willen und die Möglichkeit seine Insassen mental zu beeinflussen !!! Wer sich sowas ausdenkt sollte sich schnellstens selbst in eine Klapse einweisen lassen.

Schade ist hierbei, dass der Streifen eine wirklich tolle Atmosphäre zu bieten hat und durchaus talentierte Darsteller. Daher ist der erste Abschnitt auch als gelungen zu bezeichnen. Doch leider wird es durch diesen übersinnlichen Schnick-Schnack eben immer blöder und so wird die schöne Atmosphäre durch die dusselige Story komplett zermalmt – wie die Opfer des ROAD TRAINS.

3chuckys

OFF LIMITS (Koch Media)

am 25. März 2011 unter Action, Drama, Thriller abgelegt

limit

Auf einer Routinestreife kommt es für die Polizisten Julie und Simon zu einer Katastrophe. Als diese eine Wohnung wegen Lärmbelästigung kontrollieren wollen, öffnet der Bewohner die Tür und erschießt ohne Vorwarnung einen Kollegen der beiden Beamten. Diese erwidern das Feuer und der mit einer neuen Designerdroge namens „Sphinx“ zugedröhnte Jugendliche wird ins Krankenhaus eingeliefert. Allerdings stellt sich heraus, dass der Täter der Filius eines hochrangigen Politikers ist, der dafür sorgt das Julie und Simon suspendiert werden, zumal die Tablettchen plötzlich spurlos verschwunden sind. Also versuchen sie die Dealer ausfindig zu machen und geraten in große Lebensgefahr um zu beweisen, dass hier Drogen mit im Spiel waren, denn die Verbrecher gehen nicht gerade zimperlich mit Schnüfflern um……und die Tarnung der beiden wird immer wackeliger…

Die Story ist nun nicht wahnsinnig neu, wird aber an manchen Stellen ungewöhnlich variiert. Inmitten dieses Szenarios liefern die beiden Hauptdarsteller eine vorzügliche Leistung ab. Cecile de France kennt jeder noch aus HIGH TENSION während Fred Testot locker als französische Antwort auf Vin Diesel durchgeht, dabei aber deutlich mehr schauspielerisches Talent besitzt.

Unterstützt von einem gelungenen Score wird die anfangs etwas gemächliche Gangart gegen Ende deutlich zügiger und man fiebert automatisch mit den Protagonisten mit.

Cover und Pressetext deuten jedoch auf einen Film mit viel Action und Krawall hin. Dem ist mitnichten so. Es handelt sich eher um ein Drama mit Thrillereinflüssen.

Für Freunde des französischen Films eine Empfehlung wert.

5chuckys

1halberchucky