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Archiv für den 09. März 2011

SPURLOS – DIE ENTFÜHRUING DER ALICE GREED (Ascot Elite)

am 09. März 2011 unter Thriller abgelegt

alice

Danny und Vic kommen gerade aus dem Knast und haben dich dort kennen und lieben gelernt. Doch damit man sich jetzt auch ein schönes Leben gönnen kann, plant man die Entführung einer Millionärstochter. Das funktioniert dann auch reibungslos. Madame wird an ein Bett gefesselt und Papa bekommt eine nette Videobotschaft mit seiner weinenden Tochter, die belegt, dass es die Entführer auch ernst meinen. Als Vic für einige Stunden das Haus verlässt, schaut Danny nach dem Opfer und der überraschte Zuschauer stellt fest, dass die beiden sich kennen und vor dessen Aufenthalt im Knast ein Paar waren. Als sich der gute von ihr um den Finger wickeln lässt, kann sie sich befreien und will ihm eine Kugel in den Schädel jagen. Doch dann erzählt er ihr von dem Plan, und verspricht ihr, dass sie nach dem Coup gemeinsam durchbrennen. Alice willigt daraufhin ein, weiterhin das Opfer zu sein, denn Daddy hält seine Tocher finanziell an der kurzen Leine und ein Leben in Saus und Braus findet auch die nicht uninteressant. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.

Das ist zwar alles nicht sonderlich spektakulär inszeniert und zudem auch ohne technischen Schnickschnack oder Effekte, aber die Grundstory hat genügend Potenzial für einige Überraschungen und Wendungen, mit denen man als Zuschauer nicht rechnen kann. Zudem hat mir der Ausgang gefallen.

Die Schauspieler sind alle nicht extrem bekannt, lediglich den Darsteller des Vic habe ich öfters schon einmal wahrgenommen. Alle machen ihre Sache aber durchweg gut, was gar nicht mal so einfach ist, denn der ganze Streifen besteht auch nur aus diesem Trio. Sonst bekommt man KEINE weitere Person zu sehen.

Umso erstaunlicher ist es, dass Regisseur Blakeson es schafft aus seinem Debüt so viel herauszuholen, denn eigentlich ist die Story ja auch nicht wahnsinnig neu, sieht man mal davon ab das Entführer und Opfer sich kennen.

Fazit: Sehr unterhaltsamer britischer Independent-Streifen, bei dem ich mir sicher bin, das Hollywood ihn als Remake bringen wird.

6chuckys

OHNE JEDE SPUR (Sunfilm)

am 09. März 2011 unter Thriller abgelegt

spur

Mary Walsh ist erfolgreiche Geschäftsführerin einer Bank und hat nun auch endlich einmal Glück in der Liebe, denn Kevin ist der Traummann schlechthin für sie. Eines Morgens liefert sie ihn im Krankenhaus ab, weil dieser sich eines ambulanten Eingriffs unterziehen muss. Doch als sie auch nach mehreren Stunden im Wartezimmer immer noch nichts von ihm gehört hat, fragt sie bei den Schwestern nach. Doch niemand will Kevin je gesehen haben und einen Termin hat der gute Mann auch nicht. Als Mary das ganze Krankenhaus incl. Leiterin verrückt macht, schaltet diese die Polizei ein. Doch auch der zuständige Beamte kann keinen Beweis dafür finden dass Kevin jemals da war. Als sich herausstellt, dass Mary starke Psychopharmaka nimmt, scheint der Fall klar zu sein. Die junge Dame scheint sich ihren Freund nur eingebildet zu haben…

Ein Plot, der durchaus vielversprechend klingt und die ersten 40 Minuten wurden auch recht ordentlich umgesetzt, wenn auch die Kameraführung an manchen Stellen ein wenig unbeholfen wirkt. Doch danach fährt Regisseur Feiger seinen Streifen völlig gegen die Wand, denn dann wird es nicht nur langweilig, sondern auch noch dusselig, denn der Showdown und die dabei geführten Dialoge sind vollkommen erbärmlich.

Dies ist der letzte Streifen von Brittany Murphy, die sich nach Lage der Dinge ja 2009 selbst entsorgt hat. Da hätte sie sich aber etwas besseres zum Abgang bescheren sollen, als diesen durchschnittlichen Thriller. Mir bleibt sie eher als Freundin von EMINEM in Erinnerung, denn ihr Auftritt in 8 MILE ist ihre mit Abstand beste Rolle gewesen.

Auch das Wiedersehen mit Trash-Ikone Tim Thomerson (Trancers, Dollman) rettet da nicht wirklich was.

Fazit: Vielversprechender Plot in den Händen eines untalentierten Regisseurs, der im Jahr mehr Filme dreht als Scorsese in zehn. Das sagt alles…

3chuckys

THE AMERICAN (Universal Pictures)

am 09. März 2011 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

america

Jack ist ein amerikanischer Auftragskiller, der seinen Job perfekt beherrscht. Doch plötzlich fliegt er auf und muss nach Italien zu seinem Mentor und Auftraggeber flüchten. Der besorgt ihm eine Unterkunft in einem kleinen beschaulichen Örtchen. Nach kurzer Zeit fühlt Jack sich dort sehr wohl und führt erhellende Gespräche mit dem dortigen Pfarrer. Zudem verliebt er sich in eine Nutte, die diese Gefühle auch erwidert und der Killer denkt ans Aufhören. Doch der nächste Auftrag wartet schon, denn Jack soll für eine „Kollegin“ eine Waffe herstellen. Das wird sein letzter Job werden..oder doch nicht…

Eins vorneweg: Wer Filme nicht mag, die praktisch jegliches Tempo verweigern, kann sich diesen Streifen schenken, denn selten habe ich in einer Mainstreamproduktion (zumindest vom Cast) eine so langsame Gangart gesehen.

Regisseur Corbijn, der nahezu alle Videos für Depeche Mode gedreht hat und mit CONTROL vor drei Jahren ein grandioses Regiedebüt hinlegte, hat ein tolles Gespür für Atmosphäre und weiß genau, was er dem Zuschauer wann zeigen muss. Unterstützt wird das ganze durch einen grandiosen Soundtrack, der, man kann es kaum glauben, tatsächlich von Herbert Grönemeyer geschrieben wurde. Soll er doch dabei bleiben und uns nicht mit seinem grausigen Poprock nerven, dann hätten wir alle was von.

Clooney ist die Idealbesetzung für den Streifen und auch Madame Reuten nimmt man die Profikillerin durchaus ab.

Menschen die keine schnellen Cuts brauchen, sondern eher Wert auf atmosphärisches Kino und geschliffene Dialoge (wie zum Beispiel auch in GHOSTWRITER) legen, sei dieser Streifen wärmstens empfohlen.

6chuckys

THE RESIDENT (Paramount)

am 09. März 2011 unter Thriller abgelegt

resd

Nachdem sich Juliet von ihrem Freund getrennt hat, sucht sie in New York eine Wohnung, was sich äußerst schwierig gestaltet. Doch dann wird sie eines Tages fündig und das zu einem günstigen Preis. Zudem ist ihr Vermieter ein sehr höflicher und netter Mensch. Nach kurzer Zeit verspürt Juliet auch stärkere Gefühle für den Herren, der diese zunächst nicht erwidert, es sich dann aber einen Tag später (!) anders überlegt. Jedoch hat Juliet auch wieder Kontakt mit ihrem Ex und alte Erinnerungen keimen wieder auf. Das missfällt ihrem Vermieter jedoch sehr und schon beginnt der Psychoterror….

Der ist allerdings so unglaublich überraschungsfrei, dass man nach gefühlten 22 Minuten schon weiß was jetzt noch so alles kommen wird….aufregend.

Frau Swank spielt ordentlich, steht aber kurz vor der Magersucht, während Jeffrey Dean Morgan als fieser Vermieter schlichtweg fehlbesetzt ist. Die Rolle des Psychos nimmt man ihm nie ab. Und auch Oberdracula Christopher Lee sollte doch lieber die Rente genießen, als eine so belanglose Rolle in einem noch belangloseren Film zu übernehmen

Aber es gibt noch einen positiven Punkt, denn der Score und die Geräuschkulisse sind durchweg gelungen und unterstützen die schicke Kameraführung. Trotzdem ist die Vorhersehbarkeit so grausig, dass auch das den Streifen nicht vor seiner totalen Mittelmäßigkeit bewahrt.

Wer noch nie einen Psychothriller gesehen hat der kann sich THE RESIDENT mal anschauen, der Rest wird eher gelangweilt sein.

3chuckys

halberchucky10