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Archiv des Monats Februar 2011

UNTHINKABLE (Universum Film)

am 18. Februar 2011 unter Drama, Suspense, Thriller abgelegt

unthink

Beim FBI geht eine Videobotschaft ein, aus der klar hervorgeht, dass ein Attentäter drei schmutzige Bomben in drei verschiedenen Städten Amerikas einsetzen will. Special Agent Helen Brody wird auf den Fall angesetzt, doch sie und ihre Kollegen tappen im Dunkeln – bis der Hauptdarsteller des Videos sich selbst stellt. Doch aus ihm ist nichts herauszubekommen. Also zieht man den Verhörspezialisten „H“ hinzu. Dessen Methoden sind jedoch mehr als fragwürdig brutal und verletzen so ziemlich jedes Menschenrecht. Zuerst versucht Brody diese Folterungen zu unterbinden, doch als es erste Tote gibt, ändert sich Ihre Denkensweise.

Um es gleich vorwegzunehmen. Dieser Streifen ist kein zweites „24“ und auch die Story ist durchaus ausgefeilter und interessanter als hier beschrieben, was wieder einmal daran liegt, dass ich nicht zu viel spoilern will.

Wie dieser Streifen so über die FSK kam ist mir allerdings unbegreiflich, denn die Folterszenen sind teilweise schon extrem drastisch, aber da bekannte Darsteller mit an Bord sind, hat man da wohl wieder einmal ein Auge zugedrückt.

Was an „Unthinkable“ besonders gefällt ist, das hier für keine der beiden Seiten Partei ergriffen wird, sondern das man vollkommen wertfrei herangeht und den Zuschauer selbst entscheiden lässt, was er für richtig oder falsch hält.

Samuel Jackson (dick geworden) und Carrie Ann Moss (vielleicht jetzt zu alt dafür, gefiel mir aber in Latex besser als im Rock) mag ich eh und auch Michael Sheen ist ja kein schlechter.

Fazit: Spannender und teilweise ultrabrutaler Streifen, der insbesondere auf Grund seiner Neutralität gefällt. Auch das Ende ist gelungen.

6chuckys

halberchucky10

BURIED (Ascot Elite)

am 18. Februar 2011 unter Horror, Thriller abgelegt

buried

Kann man mit einem Typen in einem Sarg, einem Handy und einem Feuerzeug einen spannenden Film über 90 Minuten gestalten? Allerdings kann man das, denn mehr Elemente gibt es in diesem Streifen hier nicht zu bewundern und eigentlich auch kaum etwas zu erzählen, denn der gute Ryan Reynolds hat nur ein paar Stunden Zeit, um die entsprechenden Telefonate zu führen, die ihm sein Leben retten sollen.

Das ist jedoch so genial und spannend inszeniert, dass man den ganzen Film über mit dem Protagonisten mitfiebert. Zudem gibt es noch ein richtig gutes Ende, mit dem man auch nicht wirklich rechnet, zumindest nicht bis 10 Sekunden vor Schluss.

Schon der Auftakt ist gelungen , denn der Vorspann baut schon eine tolle Atmosphäre auf. Ich leide selbst unter Klaustrophobie und habe durchaus Probleme mit diesen Situationen, zumindest wenn ich keine Tabletten einstecken habe, von daher ist es für mich noch etwas schlimmer, das zu beobachten.

Gerüchteweise sind massenweise Besucher aus dem Kino gerannt, weil sie diese Enge des Darsteller nicht ertragen haben. Da ist zwar auf der einen Seite doof, weil die Kohle nun mal weg ist, zeigt aber wie spannend das ganze inszeniert wurde.

Normalerweise 7 Chuckys, aber da ich die Idee so klasse finde und das ganz mit einem solchen Minibudget verwirklicht wurde, geize ich heute mal nicht und vergebe die Höchstwertung…..

8chuckys

FEAR ISLAND (Eurovideo)

am 18. Februar 2011 unter Horror, Thriller abgelegt

fear

Sechs Freunde fahren auf eine Insel und wollen bevor man getrennte Wege geht noch einmal abfeiern. Dann werden sie einen nach dem anderen eliminiert. Klingt originell oder? Wie der gibt so viele Chuckys für so etwas? Ja, denn der Film ist völlig anders aufgebaut als die üblichen Streifen dieser Machart. Ganz am Anfang jagt die Polizei nämlich die einzige Überlebende, die dann auch die Hauptverdächtige ist. Nachdem Madame geschnappt und eingesperrt wird, erzählt sie den Cops was passiert ist, kann sich aber nur noch bruchstückhaft an alles erinnern.

Der Zuschauer bekommt ihre Ansätze dann zwischen den Morden erzählt. Das ist eher ungewöhnlich und durchaus spannend inszeniert. Die vielen Wendungen sind auch nett und die Auflösung durchaus überraschend – weniger wer der Täter ist, aber das Zustandekommen von allem.

Auch fällt auf, dass der Streifen fast schon mit einer Hollywoodreifen Synchronisation ausgestattet wurde und zudem ordentlich besetzt ist. Auch das übliche dumme Geschwafel und Sexgelaber am Anfang entfällt durch den Erzählstil.

Fazit: Kleiner, feiner Psychothriller mit vielen Wendungen. Der Splattergehalt hält sich allerdings in Grenzen, aber es muss ja auch nicht immer Gemetzel sein oder?

5chuckys

halberchucky10

WALL STREET 2 – Geld schläft nicht (Fox)

am 18. Februar 2011 unter Drama, Thriller abgelegt

wall

Gordon Gekko hat seine Strafe abgesessen und verlässt das Gefängnis nach acht Jahren Haft. Seine Tochter die ihn abholen wollte, erscheint nicht und will auch nichts mehr von ihm wissen. Ihr Freund Jacob, der ebenfalls an der Börse tätig ist, sucht kurz danach Gekko auf und bittet ihn um Rat. Also machen die beiden einen Deal: Der Ex-Knacki gibt dem Jungen Tipps mit denen er weiterkommen und vor allem Rache üben kann, denn ein Konkurrent hat seinen Ziehvater in den Suizid getrieben. Im Gegenzug dafür soll Jacob helfen, das Vater und Tochter wieder mehr Kontakt bekommen, was schließlich auch gelingt. Doch ist Gekko wirklich geläutert und verdient seine Brötchen nur noch als Buchautor?

Viele haben lange auf diese Fortsetzung gewartet, und auf die Rolle, die Michael Douglas auf dem Höhepunkt seiner Karriere so eindringlich verkörperte. Da man auch Oliver Stone wieder verpflichten konnte und als Nachwuchsbroker den angesagten Shia LeBoeuf, konnte doch nichts mehr schiefgehen.

An den Kinokassen schnitt der Streifen aber eher mäßig ab, was vielleicht auch daran liegt, das er sich die ganze Zeit nicht für ein Genre entscheiden kann und Douglas den Rest des Ensembles locker an die Wand spielt. Die Geschehnisse ohne seine Figur sind leider überwiegend öde geraten und der Film hat daher auch einige Längen aufzuweisen.

Erwähnenswert aber noch die tolle One Man Show beim Prolog von Frank Langella.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, das Stone hier komplett auf Nummer sicher gehen wollte. Auch das viel zu versöhnliche Ende will nicht wirklich zu dem vorher gezeigten passen und die Reaktion von Gekkos Tochter ist vollkommen unrealistisch.

Fazit: Keine schlechte, aber auch keine überragende Fortsetzung eines Kultstreifens, dessen Nachfolger dann doch nicht ans Vorbild heranreicht. Die Leistung von Douglas ist jedoch wieder brillant.

5chuckys

THE EXPENDABLES (WVG)

am 16. Februar 2011 unter Action abgelegt

expo

Vorab muss ich gleich eins sagen. Ich mag Filme dieser Machart NULL – und zwar weder heute noch früher. Doch wenn man weiß was einen erwartet, verstehe ich nicht, wieso so viele Menschen über diesen Streifen herziehen. Der Film bietet eben eine riesige Ansammlung von Action-Stars und keine Charakterdarsteller. Manche haben ihren Zenit überschritten, manche sind noch überraschend fit.

Die Story ist hierbei natürlich vollkommen banal, denn das Team der Expendables soll einen Diktator töten und eine Insel von ihrem Leid befreien. Das ist  ein guter Aufhänger für heftigste Krawallorgien, die natürlich vollkommen sinnfrei sind und teilweise schon fast grausig unrealistisch.

Doch mal ehrlich….das war doch von vornherein klar. Stallone ist für 63 sehr fit, Statham ist ja noch relativ jung, Lundgren sieht aus als wäre im Irakkrieg gewesen und auch Jet Li ist ganz schön alt geworden.

Neben den Actionszenen gibt es ein paar wirklich witzige Sprüche. Insbesondere die Sache mit der SMS und der Dialog von Stallone mit Schwarzenegger in der Kirche sind gelungen.

Nochmal: Hier gibt es genau das zu sehen was die Fans erwarten – nicht mehr und nicht weniger….für Arthaus-Cineasten natürlich nicht wirklich geeignet…

5chuckys

THE REEF (Koch Media)

am 16. Februar 2011 unter Drama, Horror, Suspense abgelegt

reef

Fünf Freunde treffen sich nach langer Zeit wieder und wollen einen kleinen Segeltörn unternehmen. Doch mitten auf hoher See rammen sie plötzlich ein Riff und das Boot kentert. Nun sitzen sie auf dem Wrack und wissen nicht was sie tun sollen. Die einzige Möglichkeit scheint das meilenweit entfernte Festland zu sein, das man schwimmend erreichen muss. Nur einer bleibt an Bord und hofft das ein anderes Boot vorbeikommt. Anfangs scheint noch alles gutzugehen, doch längst hat ein Hai die Witterung aufgenommen – die Freunde geraten in höchste Lebensgefahr…..und die Küste ist noch weit entfernt, Waffen nicht vorhanden…

Jetzt werden manche sofort meckern, dass das doch einfach nur ein Abklatsch von „Open Water“ und „Der Weisse Hai“ ist. Dem ist allerdings mitnichten so, denn der große Unterschied zu den „Open Water“-Teilen ist zum Beispiel, dass die Herrschaften vollkommen realistisch agieren und sich nicht dusselig verhalten.

Ein besonderer Kunstgriff gelang Regisseur Traucki (der sich anscheinend gerne im Wasser aufhält denn auch sein Vorgänger spielte in diesem Naturelement) mit den Kameraaufnahmen. Immer wieder schwenkt er mit dieser über das wunderschöne Meer und den Ausblick um dann mit der subjektiven Kamera wieder zu den Protagonisten zurückzukehren, die um ihr Überleben kämpfen. Dieser Kontrast ist ihm wirklich gut gelungen. Auch die Szene mit der Schildkröte ist einfach phänomenal.

Fazit. Wirklich spannender Kampf ums Überleben mit glaubhaften Darstellern und toller Kameraführung. In diesem Fall sollte man aufgrund der Bildintensität unbedingt die Blu ray bevorzugen.

6chuckys

BAD END (WVG)

am 16. Februar 2011 unter Thriller abgelegt

bad

Ein junges Pärchen will ein gemütliches Picknick veranstalten. Leider wird sie ihm aber mitteilen, dass sie keinen Bock mehr auf ihn hat. Enttäuscht sucht er das Weite und entdeckt dabei eine Leiche. Als er zu ihr zurückrennt und sie warnen will, glaubt sie ihm natürlich nicht (und hält das für einen Versöhnungstrick (!)). Doch das sollte sie mal besser tun, denn der Killer ist schon hinter den beiden her.

Der Titel passt nicht ganz, denn hier ist nicht nur das Ende Bad sondern der ganze Streifen. Die Schauspieler sind am Rande der Körperverletzung und die vollkommen sinnfreien, gestelzten Dialoge wirken dermaßen konstruiert, dass einem übel wird, wobei das Gelaber der Trulla am meisten nervt.

Nichts gegen deutsche Streifen, aber das ist nun wirklich extrem dilettantisch inszeniert. Die ersten 10 Minuten sind allerdings witzig, denn dort gibt es nicht nur gleich mehrere Filmfehler, sondern auch die Kamera, die sich in der Windschutzscheibe spiegelt. Wurgs!

1chucky

DIE TÜR (Universum Film)

am 16. Februar 2011 unter Drama, mystery abgelegt

tür

Der Maler Dave Anderson ist erfolgreich und führt ein angenehmes Leben. Doch leider ist er auch den Reizen seiner Nachbarin erlegen und besucht sie desöfteren auf einen kleinen Fick. An diesem Tag hätte er das besser lassen sollen, denn während er und Madame vögeln, fällt seine kleine Tochter in den Pool und ertrinkt. Daraufhin lässt sich seine Frau Maja scheiden und David verfällt in tiefe Depressionen. Kurz bevor er sich umbringen will, entdeckt er jedoch eine Tür, die in die Vergangenheit führt. Damit kann er seinen Fehler korrigieren. Doch ein Rückweg ist ebenso unmöglich. Und nun lebt er auf der anderen Seite zweimal…was zu weiteren Komplikationen führt.

Diesen Film zusammenzufassen ist mehr als kompliziert, da man wirklich an jeder Stelle zu viel verraten könnte, was den Filmgenuss dann arg trüben würde, da man doch die eine oder Überraschung kredenzt bekommt.

Grundsätzlich ist sie Story auch sehr gelungen und mit einem leichten philosophischen Anstrich versehen von wegen „Was würdest Du tun, wenn Du Dein Leben und deine Fehler nochmal ändern könntest“.

Jedoch gibt es schon das ein oder andere Logikloch, das man umschiffen muss, auch wenn man bei diesem Genre da vielleicht nicht so genau hinschauen sollte. Mikkelsen ist mir ein wenig zu stoisch, während Jessica Schwarz eine sehr gute Leistung zeigt.

Trotz der interessanten Handlung überzeugt der Film aber nicht komplett, dazu sind einige Verhaltensweisen der Darsteller doch weit hergeholt. Anschauen sollte man sich DIE TÜR aber dennoch.

5chuckys

SAME SAME BUT DIFFERENT ( Eurovideo)

am 16. Februar 2011 unter Drama abgelegt

samesame

Bei diesem Streifen komme ich eigentlich etwas spät, doch aufgrund einer Krankheit geriet er bei mir in Vergessenheit, doch die Review muss ich unbedingt nachholen.

Der junge Deutsche Ben reist mit seinem Kumpel Ed durch Asien und will seinen Spaß haben, bevor es zuhause ins Berufsleben zurückkehrt. Saufen, Mädels vernaschen und chillen stehen auf der Tagesordnung. Das ändert sich jedoch alles als Ben die geheimnisvolle Syrekeo kennenlernt, die in einer Bar arbeitet und sich nebenbei etwas Geld als Hure verdient. Nach einer wunderschönen Nacht verlängert er spontan seinen Aufenthalt, lässt sich von ihr Kambodscha zeigen und entwickelt Gefühle für das Mädchen. Mit der Zeit geht es ihr auch genauso, doch irgendwann muss Ben nach Deutschland zurück. Die Beziehung der beiden scheint zum Scheitern verurteilt. Dann beendet Syrekeo diese über Internet, doch Ben reist seiner großen Liebe hinterher..

Normalerweise nicht wirklich ein Film der auf meiner Wellenlänge liegt, denn Liebesgeschichten waren noch nie mein Ding. Was allerdings die beiden Hauptdarsteller hier abliefern, ist so gefühlvoll und auch nachvollziehbar gespielt, dass auch Eisblöcke schmelzen würden. Selten zuvor habe ich eine so grandiose Chemie zwischen zwei Darstellern gesehen, wie die von David Kross und Apinya Sakuljaroensuk und man könnte sich die beiden durchaus als Paar vorstellen.

Zusätzlich gibt es noch sehr aufschlussreiches und tolles Bonusmaterial in der auch der echte Ben zu Wort kommt, denn diese Geschichte beruht auf wahren Erlebnissen, was diesmal auch wirklich stimmt.

Fazit: Wunderschön gefilmtes und von seinen Darstellern getragenes Drama, dass auch Menschen mit einem Herz aus Stein erweichen lässt.

7chuckys