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Archiv für den 15. Dezember 2010

SALT (Sony Pictures)

am 15. Dezember 2010 unter Action, Thriller abgelegt

salt

CIA-Agentin Evelyn Salt verhört einen russischen (angeblichen) Überläufer der ihr mitteilt, dass Russland jede Menge Schläfer in den USA eingeschleust hat, die jahrelang darauf warten, eingesetzt zu werden. Als er auch ihren Namen nennt und die Agenten im Nebenraum das mitbekommen, flieht sie mal eben aus dem gesicherten Gebäude.

Soweit so erträglich. Bis dahin ist der Film auch noch o.k. und handwerklich gut gemacht. Was danach allerdings folgt ist der Gipfel der Peinlichkeit. Madame hat nämlich den Auftrag den russischen Präsidenten zu töten, der sich zufällig in Amerika befindet. Die Art und Weise wie sie das anstellt im Beisein von gefühlten 1000 Polizisten, ist die erste Lächerlichkeit des Streifens. Doch es kommt noch besser.

Nachdem der Auftrag erledigt ist, reist Frau Salt einfach mal aus den USA aus (klar, denn wen interessiert schon eine russische Spionin die gerade einen Präsidenten getötet hat) und später dann auch problemlos wieder ein, denn es gibt noch mehr zu tun im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, zum Beispiel Atombomben zu zünden. Diese befinden sich zwar in einem unterirdischen Bunker, aber heeee…für Frau Salt kein Problem da einzudringen.

Gegen Ende ist dann der hohe CIA Chef auch noch ein russischer Schläfer (!) doch auch den bringt Madame zur Strecke, denn hoho… wie überraschend, ist sie zu den Amerikanern übergelaufen und der russische Präsident gar nicht tot. Das soll wohl die spannende Wende des Films sein, doch das erahnt jeder mit einem IQ von 30 (ab 35 gelingt es einem, eine Banane zu öffnen) schon nach wenigen Minuten.

Als sie verhaftet wird, klimpert sie im Helikopter ein paar mal mit den Äuglein und überzeugt den zuständigen Agenten, dass nur sie den Rest der Schläfer aufhalten kann (obwohl ihre Unschuld alles andere als erwiesen ist). Der lässt sie großmütig aus dem Hubschrauber entkommen und die Jagd kann beginnen, was mich befürchten lässt, dass noch ein zweiter Teil dieses Mülls auf uns zukommt.

Was für eine zusammengewürfelte Scheiße. Der einzige Grund wieso ich mir den Streifen angeschaut habe ist, weil das Drehbuch von Kurt Wimmer stammt, und der Mann hat wirklich schon gutes abgeliefert, doch hier scheint er, wie die restlichen Macher, vollkommen den Verstand verloren zu haben.

Mittendrin Frau Jolie, die ihre 2 Gesichtsausdrücke, die ihr zur Verfügung stehen, nur minimal variiert, ein gelangweilter Liev Schreiber, der schauspielerisch völlig unterfordert ist und August Diehl (nix gegen dem Mann, der in 23 und TATTOO in zwei der besten deutschen Filmen aller Zeiten mitgespielt hat) als ihr Ehemann, der die Fehlbesetzung des Jahrhunderts darstellt. Das Frau Jolie sich mit dem abgibt, ist in etwa so wahrscheinlich wie ein One Night Stand von Angela Merkel mit George Clooney.

Fazit: Nach ordentlichem Beginn, ist der Film ein einzig großes Logikloch mit einer talentfreien Hauptdarstellerin und einer unglaublich behämmerten Geschichte. Himmel hilf!

2chuckys

MANEATER (KNM)

am 15. Dezember 2010 unter Horror abgelegt

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In den Appalachian Mountains entkommt bei einem Unfall unbemerkt ein Bengalischer Tiger, der die Wälder nun als sein Jagdrevier ansieht. Als der Sheriff herausfindet, dass es sich bei dem Tier um einen Tiger handelt, informiert er die Presse, was unzählige Freizeitjäger anzieht. Doch auch die dienen der Raubkatze nur als Nahrung. Danach kommt das Militär zum Einsatz, doch auch die werden der Lage nicht Herr. Letzte Chance ist nun ein gewisser Colonel Graham, ein erfahrener, aber in die Jahre gekommener Tigerjäger, und ein keiner Junge, der den Tiger schon mehrfach gesehen hat und mit ihm in Verbindung zu stehen scheint.

Natürlich handelt es sich bei diesem Streifen um kein Meisterwerk des Horrorgenres. Trotzdem wird man 90 Minuten lang ansprechend unterhalten. Gary Busey gibt es also auch noch, ich kann mich nicht erinnern den Mann in den letzten zehn Jahren mal in irgend einem Film gesehen zu haben. Für 66 Jahre sieht der Mann erstaunlich jung aus. Kompliment.

Auch der Rest des Ensembles ist für einen B-Movie ansprechend, lediglich die Mutter des Jungen nervt mit ihren frommen Bibelsprüchen.

Das Tigerchen ist durchaus beeindruckend und hier wurde nur mit wenigen Computertricks gearbeitet, so dass der Horror recht realistisch rüberkommt. Die FSK 18 Freigabe ist allerdings ein Witz.

Fazit: Solide Unterhaltung für Freunde des gepflegten Tierhorrors.

4chuckys

SIX-PACK (Ascot Elite)

am 15. Dezember 2010 unter Suspense, Thriller abgelegt

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Ein äußerst brutaler Killer treibt in Paris sind Unwesen, denn nachdem Frauen von ihm umgebracht werden, schlägt er ihnen auch noch die Zähne aus, damit diese nicht stören wenn er seinen piep in ihren Rachen steckt, Die Polizei ist mit diesem Fall vollkommen überfordert, da man in Frankreich den klassischen Serienkiller so nicht kennt. Also holt man sich Rat bei den Behörden in Amerika. Als sich herausstellt, dass es sich bei dem Killer um einen Diplomaten handelt, der Immunität besitzt, wird es kompliziert, zumal die beiden Polizisten von dem Fall abgezogen werden und auf eigene Faust versuchen den Killer zu stellen. Dazu haben sie sich einen Plan einfallen lassen, der allerdings mit einigen Gefahren verbunden ist.

Six-Pack kommt im Internet allgemein nicht besonders gut weg, was ich nicht verstehen kann. Natürlich sind manche Dinge schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen, doch sollen wir den Kultstreifen SIEBEN auch mal auf diese Weise sezieren?

Die beiden Darsteller der Polizisten machen einen absolut guten Job und auch der Killer spielt seine Rolle glaubwürdig. Zudem wird man mit einem Ende belohnt, das man in Hollywood-Filmen so nie sehen würde.

Einziger negativer Punkt ist der Score, der doch an manchen Stellen ein wenig aufdringlich ist und zudem an falschen Stellen eingesetzt wird. Da hätte weniger Bombast nicht geschadet.

Fazit: Interessanter Thriller mit guten Darstellern und interessanten Locations. Die Wende in der Mitte des Streifens ist nicht vorhersehbar. Allerdings sieht man dem Film seine Herkunft in jeder Sekunde an und wer französische Filme im Allgemeinen nicht mag, kann sich SIXPACK schenken.

5chuckys

THE TRAVELLER (Splendid)

am 15. Dezember 2010 unter Horror, mystery abgelegt

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Es ist die Nacht vor Weihnachten. Auf einem Polizeirevier befinden sich noch 6 Polizisten die allesamt eine ruhige Kugel (hoho tolles Wortspiel gell?) schieben wollen. Doch dabei bleibt es nicht nicht, denn plötzlich steht ein geheimnisvoller Fremder vor der Tür, der einen Mord gestehen will. Zuerst nimmt man ihn nicht wirklich ernst, doch dann passiert er auch schon. Der Fremde gesteht nämlich nur Morde, die er noch begehen wird und die Opfer sind die Polizisten.

Eine durchaus interessante Grundstory wie ich finde, und im Laufe des Streifens erfährt der Zuschauer auch, wieso der Fremde diese Rachegelüste hat. Der Film bietet zudem eine wirklich schaurige Atmosphäre und den ein oder anderen recht rabiaten Splattereffekt.

Das Problem des Streifens ist jedoch, dass er (wie so oft) ein wenig zu lange gerät und im Laufe der Geschichte zu wenig neue Elemente dazukommen. Hat man erst einmal kapiert worum es geht, fehlen dann doch irgendwann die Überraschungsmomente und das Ende ist dann eher mäßig geworden, denn tote Geister die den Lebenden helfen gehen mir langsam auf die Nerven.

Trotzdem aufgrund einer schönen Atmosphäre und einem starken Val Kilmer in seiner gefühlten 87. Videopremiere seit 2008 ein sehenswerter Streifen.

5chuckys

WAFFENSTILLSTAND (KNM)

am 15. Dezember 2010 unter Action, Drama abgelegt

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Wir befinden uns im Irakkrieg im Jahre 2004. Während eines 24 stündigen Waffenstillstandes wollen die Ärzte Kim und Laroche ins Kriegsgebiet nach Falludscha, um Hilfsgüter in ein dortiges Krankenhaus zu schaffen. Mit an Bord sind auch der Nachwuchsjournalist Oliver und sein Kameramann, der von Anfang an gegen diese Unternehmung ist. Doch ersterer wittert seine große Chance Karriere zu machen. Anfangs geht alles gut, doch als man Umwege fahren muss, um die Wachposten zu umgehen, geraten die vier in große Gefahr. Als sie in Falludscha ankommen ist es zudem zu spät, denn das Krankenhaus wurde bombardiert und der Rückweg ist versperrt…

Filme über Geschehnisse im Irakkrieg sind ja schon viele gedreht wurden, doch hier versucht man mal eine andere Sicht zu zeigen, nämlich die der Helfer vor Ort, die ihr Leben riskieren um anderen Menschen das Leben zu retten.

Das Drama ist durchaus prominent besetzt und hat mit Thekla Reuten sogar einen internationalen Star mit an Bord. Mathias Habich und Hannes Jaenicke (der für mich die beste Performance aller Beteiligten abliefert) sind eh immer Bänke..

Wer gerne diese Art Film sieht, wird nicht enttäuscht werden, zumal man dem Streifen nicht wirklich ansieht, dass er eine deutsche Produktion ist und alles recht glaubwürdig geschildert wird.

4chuckys

halberchucky