RED MIST (I-ON NEW MEDIA/WVG)
am 03. November 2010 unter Horror, Thriller abgelegt
Der unsichere und schüchterne Kenneth arbeitet als Hausmeistergehilfe in einem Krankenhaus. Dort lernt er viele arrogante Nachwuchsärzte kennen, die ihn meist mies behandeln, insbesondere die Clique um Sean. Als er heimlich einen Diebstahl von Medikamenten filmt und das dummerweise auf einer Party herumzeigt, nehmen die Ärzte ihn zum Schein in ihre Gemeinschaft auf, aber nur, um es ihm heimzuzahlen und Drogen zu verabreichen, um dann sagen zu können, dass er mit dabei war. Doch der Plan endet in einem Desaster, denn Kenneth erleidet einen epileptischen Anfall und stürzt auf den Hinterkopf. In Panik lädt man den halbtoten vor dem Krankenhaus ab, damit man halbwegs glimpflich aus der Sache herauskommt. Kenneth wird zwar gefunden, ist aber hirntot. Als die lebenserhaltenden Geräte ausgeschaltet werden sollen, versucht Catherine, die schon von Anfang Mitleid mit dem Außenseiter hatte, ihm mit einem bislang nicht erforschten Arzneicocktail zu helfen, der die Gehirnströme wieder aktivieren soll. Und es funktioniert tatsächlich, doch leider hat das ganze einen äußerst unangenehmen Beigeschmack, denn Kenneth kann seinen Körper verlassen,von anderen Besitz ergreifen und diese zu seinem Werkzeug machen (!). So dezimiert sich die Clique nach und nach.
Das hört sich alles erst einmal halbwegs bescheuert an und die Pille (wie passend) muss man wirklich erstmal schlucken, denn das ist schon weiter hergeholt als eine Senkung der Benzinpreise unter eine grünen Regierung.
Allerdings gibt es an diesem Streifen sonst nahezu nichts auszusetzen, denn der Spannungsbogen bleibt durchgängig erhalten, die Atmosphäre stimmt und die Hauptdarsteller liegen weit über dem üblichen B-Movie Niveau, wobei insbesondere Arielle Kebbel eine tolle Leistung abliefert.
Zudem sind die Dialoge bei weitem nicht so bescheuert wie in vielen anderen Filmen ähnlicher Machart. Dazu gesellt sich eine durchaus gelungene Synchronisation. Der Splatteranteil hält sich zwar in Grenzen und die Tötungsmethoden sind jetzt auch nicht wahnsinnig originell, doch der Streifen macht trotzdem richtig Laune.









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