
Lisa ist eine erfolgreiche Schuhdesignerin und glücklich mit Peter verheiratet. Eines Tages stellt sie ihm in einem Restaurant eine merkwürdige Frage, nämlich ob er sich vorstellen kann, ein ganzes Leben lang zu zweit zu verbringen. Umso erstaunlicher, da beide schon 20 Jahre verheiratet sind. Dennoch denkt sich Peter nichts dabei. Kurz darauf ist Lisa allerdings verschwunden. Der verzweifelte Ehemann beginnt nachzuforschen und kontrolliert die Emails seiner Gattin. Dort entdeckt er rein zufällig Fotos, die sie und einen anderen Mann zeigen. Da dieser in Italien wohnt, reist Peter dort hin – entschlossen, den vermeintlichen Widersacher zur Rede zu stellen. Doch es kommt anders als man denkt.
Besonders für den Zuschauer, denn nach etwa 2/3 des Films gibt es eine extreme Wendung, mit der ich nicht wirklich gerechnet habe, die man aber durchaus herausbekommen kann, wenn man vorher genau hingesehen hat. Mir sind die entscheidenden Szenen beim ersten Ansehen aber wohl entgangen. Also gut aufpassen!
Der Rest des Streifens ist ein teilweise etwas langatmiges, aber durchaus hübsch photographiertes Drama, dass mit einem erstaunlichen Cast aufwartet. Neben Liam Neeson (immer gut), Antonio Banderas (nie gut, aber für diese Rolle die perfekte Besetzung), spielt endlich mal wieder Laura Linney, die sich in letzter Zeit leider sehr rar gemacht hat, eine tragende Rolle. Ihre seltenen Auftritte finde ich sehr schade, da sie zusammen mit Cate Blanchett und Maria Bello zu meinen Lieblingsschauspielerinnen gehört.
Man hätte den Streifen auch als Thriller aufziehen können, doch Regisseur Richard Eyre (der anscheinend den gleichen Geschmack bei Darstellerinnen hat wie ich, denn in „Tagebuch eines Skandals“ spielte ja Frau Blanchett die Hauptrolle) inszenierte das ganze dann doch als Drama, was die Käuferschicht ein wenig einschränkt.
Fazit: Routiniert inszeniert und mit einem sehr stimmigen Soundtrack untermalt, muss man zwar über die ein oder andere Länge hinwegsehen, bekommt aber gute Darsteller und eine nette Wende kredenzt, bei der das besondere ist, das sie lediglich durch einen einzigen CUT am Anfang des Films entsteht. Respekt.


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