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Archiv für den 04. Oktober 2010

THE SHADOW (KNM)

am 04. Oktober 2010 unter Drama, Horror abgelegt

shadow

Ein junger Soldat kehrt aus dem Krieg zurück. Um sich von seinen Qualen zu erholen und komplett auszuspannen, hat er sich sein Mountainbike geschnappt und unternimmt eine kleine Tour durch ein wunderschönes Landschaftsgebiet in den Bergen. Bei einer Rast bekommt er in einer Gaststätte mit, wie zwei eher grobschlächtige Herren eine junge Dame belästigen. Er greift beherzt ein und es kommt zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung. Als er und Madame sich später zufällig wiedertreffen und verhindern, dass eben oben genannten Herrschaften einen Hirsch erschießen, werden diese richtig sauer und verfolgen die zwei. Als die beiden abermals entkommen können, flüchtet man in ein extrem abgelegenes Gebiet – die Peiniger hinterher. Doch dort wartet jemand weit aus schlimmeres als die beiden Jäger….

Zum Zeitpunkt da ich diese Kritik schreibe, ist kaum ein Bild im Internet über diesen Streifen auffindbar, geschweige denn eine Rezension. Also dürfte THE SHADOW wohl noch relativ unbekannt sein, doch das wird sich schnell ändern.

Auch wenn sich die Story erst einmal banal anhört, ist das ganze mit guten Schauspielern besetzt und die späteren Folterszenen und vor allem die Locations sind absolut angsteinflössend. Leider kann ich nicht viel mehr verraten, da ich sonst doch arg spoilern würde.

Einen dicken Pluspunkt gibt es vor allem für das völlig unvorhersehbare Ende, das absolut stimmig ist und durchaus Sinn macht. Natürlich wird bis zu dieser Wendung das Rad des Horrorfilms nicht neu erfunden. Dennoch erschafft der Streifen eine sehr schöne Atmosphäre. Besonders der Kontrast der wunderschönen Landschafts- Location zur „Folterstube“ ist klasse in Szene gesetzt.

Fazit: Überraschend gut gespielter und spannender Horrorstreifen, der mit einem Ende aufwartet, auf das wirklich niemand kommen kann. Kleiner Geheimtipp.

6chuckys

DER ANDERE (Koch Media)

am 04. Oktober 2010 unter Drama, Suspense abgelegt

other

Lisa ist eine erfolgreiche Schuhdesignerin und glücklich mit Peter verheiratet. Eines Tages stellt sie ihm in einem Restaurant eine merkwürdige Frage, nämlich ob er sich vorstellen kann, ein ganzes Leben lang zu zweit zu verbringen. Umso erstaunlicher, da beide schon 20 Jahre verheiratet sind. Dennoch denkt sich Peter nichts dabei. Kurz darauf ist Lisa allerdings verschwunden. Der verzweifelte Ehemann beginnt nachzuforschen und kontrolliert die Emails seiner Gattin. Dort entdeckt er rein zufällig Fotos, die sie und einen anderen Mann zeigen. Da dieser in Italien wohnt, reist Peter dort hin – entschlossen, den vermeintlichen Widersacher zur Rede zu stellen. Doch es kommt anders als man denkt.

Besonders für den Zuschauer, denn nach etwa 2/3 des Films gibt es eine extreme Wendung, mit der ich nicht wirklich gerechnet habe, die man aber durchaus herausbekommen kann, wenn man vorher genau hingesehen hat. Mir sind die entscheidenden Szenen beim ersten Ansehen aber wohl entgangen. Also gut aufpassen!

Der Rest des Streifens ist ein teilweise etwas langatmiges, aber durchaus hübsch photographiertes Drama, dass mit einem erstaunlichen Cast aufwartet. Neben Liam Neeson (immer gut), Antonio Banderas (nie gut, aber für diese Rolle die perfekte Besetzung), spielt endlich mal wieder Laura Linney, die sich in letzter Zeit leider sehr rar gemacht hat, eine tragende Rolle. Ihre seltenen Auftritte finde ich sehr schade, da sie zusammen mit Cate Blanchett und Maria Bello zu meinen Lieblingsschauspielerinnen gehört.

Man hätte den Streifen auch als Thriller aufziehen können, doch Regisseur Richard Eyre (der anscheinend den gleichen Geschmack bei Darstellerinnen hat wie ich, denn in „Tagebuch eines Skandals“ spielte ja Frau Blanchett die Hauptrolle) inszenierte das ganze dann doch als Drama, was die Käuferschicht ein wenig einschränkt.

Fazit: Routiniert inszeniert und mit einem sehr stimmigen Soundtrack untermalt, muss man zwar über die ein oder andere Länge hinwegsehen, bekommt aber gute Darsteller und eine nette Wende kredenzt, bei der das besondere ist, das sie lediglich durch einen einzigen CUT am Anfang des Films entsteht. Respekt.

5chuckys

IN MY SLEEP (Schröder Media)

am 04. Oktober 2010 unter Thriller abgelegt

sleep

Marcus leidet unter Parasomnie und da kann es schon mal passieren, dass er nachts auf einem Friedhof aufwacht, ohne zu wissen, wie er da hingekommen ist. Das Leiden hat er schon seit seiner Kindheit, doch es wird mit der Zeit immer schlimmer. Zudem ist diese Schlafstörung mit teilweiser Amnesie verbunden und dadurch ist auch sein Sexualleben komplett gestört, denn er vögelt alles was sich ihm gerade in den Weg stellt und kann sich an manche Damen später gar nicht mehr erinnern. Eines Tages wacht er blutüberströmt in seinem Bett auf – mit einem Messer neben sich liegen. Als dann auch noch die Gattin seines besten Freundes Justin ermordet aufgefunden wird, mit der er kurz zuvor noch ein Techtelmechtel hatte, wird er für sich selbst zum Hauptverdächtigen und versucht die Sache im Alleingang aufzuklären. Dafür muss er einen bitteren Trip in seine eigene Vergangenheit unternehmen.

Kleines Budget aber viel daraus gemacht kann man da nur sagen, denn die Story ist originell und vor allem bis zum Ende hin sehr gut durchdacht. Diese Krankheit gibt es auch tatsächlich, so dass das ganze in der Realität passieren könnte. Auch die Aufklärung woher diese Nachtwanderungen kommen, ist durchaus glaubwürdig.

Ebenso die Schauspieler. Keinen dieser Menschen habe ich bislang bewusst in irgend einem Film gesehen. Insbesondere Hauptdarsteller Philipp Winchester liefert eine vorzügliche Leistung ab, zumal sein Charakter und dessen verschiedenen Handlungsweisen und Gemütsregungen ein recht variables schauspielerisches Talent erfordern. Aber auch der Rest der Crew geht in Ordnung und die Synchro ist für so einen kleinen Streifen zudem sehr ansprechend.

Lediglich der Showdown ist im Vergleich zum Rest ein wenig arg konventionell geraten. Trotzdem gibt es hierfür verdiente

6chuckys

REYKJYAVIK WHALE WATCHING MASSACRE (KNM)

am 04. Oktober 2010 unter Horror abgelegt

rey

Eine Gruppe von Touristen aus allen Ländern lernt sich zufällig auf einem ehemaligen Walfängerschiff kennen. Der bunt zusammengewürfelte Haufen ist zum sogenannten Whale-Watching nach Island gekommen. Doch kurz nach dem Auslaufen passiert ein äußerst stranger Unfall, bei dem der Kapitän des Schiffes stirbt. Statt dem Touristen zu helfen verschwindet der erste Offizier lieber mit dem Rettungsboot. Nun steht man da und weiß nicht was zu tun ist, doch Rettung naht in Form eines Walfängers. Dessen Crew besteht jedoch aus einer ziemlich gestörten ehemaligen Walfängerfamilie, deren Lust zu Morden mit dem Verbot der Tötung der Wale nicht gleich mit erloschen ist. Statt Fische zu beobachten landen die Touristen einer nach dem anderen bei diesen.

Die Splatterszenen des Streifens sind teilweise recht amüsant und der „Unfall“ des Kapitäns ist sogar schön schräg. So habe ich zumindest noch keinen sterben sehen. Auch die Aufnahmen der Wale sowie die urigen Boote haben eine gewisse Atmosphäre.

Was jedoch die Anfangssequenz des Films, bei der man sieht wie ein Wal getötet und auseinandergenommen wird, mit dem Film zu tun hat, weiß ich nicht wirklich. Ich dachte irgendwann im Verlauf bekommt dieser Abschnitt noch einen tieferen Sinn.

Stattdessen ist das ganze ein grundsolider Slasherstreifen, der allerdings nichts aufklärt. Auch wieso die Familie so gestört ist wird offen gelassen. Ist eben so. Zudem halten sich die Sympathien für die Opfer in Grenzen.

Gunnar Hannssen, bekannt als der Original Leatherface hat 3 Sätze zu sagen und spielt satte 15 Minuten mit. Nicht gerade viel für einen Aufhänger auf dem Cover.

Fazit: Ordentlicher Slasher vor ungewöhnlicher Kulisse und durch die Enge der Schiffe auch in Sachen Klaustrophobie nicht uninteressant. Ein wenig mehr sinnvolle Dialoge hätten dem Ganzen allerdings gut zu Gesicht gestanden. So sieht man eben eher belustigt zu, wie die doofen Touristen entsorgt werden, statt mit ihnen zu bangen.

4chuckys

5150 – ELMS WAY (Splendid)

am 04. Oktober 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

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Yannick, ein junger Filmstudent, hat einen Unfall mit dem Fahrrad in einem abgelegenen Vorort. Also bittet er den netten Herren dessen Taxi vor der Tür steht, ihn bitte ins Krankenhaus zu bringen. Doch dieser lehnt ab, bietet ihm aber an, eines telefonisch zu rufen. Trotz seiner Zusage vor der Tür zu warten, betritt Yannick doch das Haus, um sich das Blut von den Händen zu waschen. Doch das hätte er besser unterlassen, denn in eben diesen Räumlichkeiten wird ein junger Mann gefangen gehalten. Jetzt kann Hausherr Jaqcues ihn natürlich nicht mehr ziehen lassen und sperrt ihn ein. Sämtliche Ausbruchsversuche gehen schief, zumal die Tochter ebenso gestört ist wie der Vater und diesen bei dessen Taten noch unterstützt. Eines Tages bietet Jacques ihm jedoch an ihn freizulassen, wenn er eine Partie Schach gegen ihn gewinnt – doch erstgenannter hat noch nie eine Partie verloren.

Selbstverständlich kann ich in dieser Zusammenfassung nicht auf alle Details eingehen, dazu sind die Dinge die dort passieren zu umfangreich. Da der Film auch dramatische Elemente besitzt, obwohl man ihm eher den Thrillergenre zuordnen würde, bekommt man hier eine ausgezeichnete Charakterzeichnung präsentiert – und zwar von ALLEN Beteiligten. Zudem gibt es ein paar wirklich originelle Ideen oder hat jemand schon einmal ein Schachspiel in einem Film gesehen, das komplett aus verblichenen Menschen besteht?

Der zusätzliche Wahnsinn des Films besteht darin, das die Familie nicht unbedingt normal, aber auch nicht vollkommen psychopathisch ist, wie üblicherweise in solchen Filmen. Zudem begeht der Vater die Handlungsweisen nicht willkürlich und wahrlos sondern aus einer Überzeugung. Dies ist keine Rechtfertigung, aber zumindest ein interessanter Aspekt.

Gewöhnungsbedürftig ist allerdings das Ende, denn ob jemand, der die Möglichkeit hat, endlich in die Freiheit zu gelangen, so reagieren würde, halte ich doch für relativ weit hergeholt.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Streifen mit recht perfiden Ideen, der trotz recht langer Laufzeit sehr gut unterhält und auch zum Nachdenken anregt.

6chuckys