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Archiv für den 23. September 2010

MOON (Koch Media)

am 23. September 2010 unter Drama, SciFi abgelegt

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3 Jahre sind mittlerweile vergangen, die Sam Bell vollkommen alleine auf dem Mond verbracht hat. Dort führt er Wartungs- und Kontrollarbeiten für den Konzern Lunar Industries durch. Kurz vor Ende seiner Tage auf dem einsamen Trabanten, hat er jedoch einen Unfall in einem Weltraumbuggy. Als er wieder aufwacht, befindet er sich wieder in der Station. Sein treuer Wegbegleiter, der hochentwickelte Computer Gerty, kümmert sich um ihn und bald ist Sam auch wieder auf den Beinen. Als er gegen die Anweisung seines „Kumpels“ wieder vor die Tür geht, findet er wiederum in einem Weltraumbuggy eine Person, die ihm bis aufs Haar gleicht. Als auch dieser wieder erwacht, machen die beiden eine erschreckende Entdeckung.

Puh, wie soll man denn bei diesem Streifen eine vernünftige Zusammenfassung schreiben, ohne zu viel zu verraten? Ich hoffe das ist mir einigermaßen gelungen, denn die interessante Wende in der Mitte des Films habe ich extra weggelassen.

Moon ist nach CARGO nun schon das zweite Weltraumdrama binnen kürzester Zeit, wobei man SUNSHINE ja fast auch dazu zählen kann. Anscheinend ist ein neues Subgenre dabei, sich zu etablieren.

Dieser Streifen jedoch ein eher kleiner Film, der mit wenigen Mitteln gedreht wurde. Das sieht man den Effekten allerdings nicht an, doch Weltraumschlachten oder Aliens darf man hier nicht erwarten.

Stattdessen bietet Sam Rockwell eine erstaunlich starke One Mann Show (wobei Mitte des Streifens ja sogar Two Man Show). Als Regisseur wäre mir er nun wahrlich nicht als erster eingefallen, um einen kompletten Film im Alleingang zu tragen.

Als die Stimme des Computers Gerty konnte man Kevin Spacey verpflichten und auch in der deutschen Synchro hat man glücklicherweise die bekannte benutzt.

Die teilweise recht wortwitzigen Dialoge der beiden Protagonisten sorgen zwischen den eher tragischen Momenten dann auch für den ein oder anderen Lacher.

Einziges Manko des Films ist vielleicht, das am Ende wirklich auch das noch so kleinste Mysterium aufgelöst wird. Ich persönlich hätte es lieber gesehen, wenn einige Fragen offen geblieben wären.

Trotzdem ein sehenswerter Streifen, mit einer sehr guten Grundidee und einer fantastischen Stimmung, der übrigens vom Sohn des Rockstars David Bowie gedreht wurde.

6chuckys

DER GHOSTWRITER (Kinowelt)

am 23. September 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

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Der ehemalige Premierminister Großbritanniens sucht einen Ghostwriter, der seine bereits fertig verfassten Memoiren überarbeitet, denn dessen Vorgänger kam auf tragische Weise ums Leben. In der Residenz von Adam Lang angekommen wird um das Skript ein großes Geheimnis gemacht. X (nenne ich den Charakter von Ewan Mc Gregor im weiteren Verlauf, da sein Name bewusst nicht genannt wird) darf die Korrekturen nur in den dortigen Räumlichkeiten durchführen. Nachdem bekannt wird, das Lang beschuldigt wird, Kriegsverbrechen begangen zu haben, muss X aus seinem Hotel ausziehen, da dieses von Journalisten und Gegnern Langs besetzt wird. Also bringt man ihn im Zimmer des verunglückten Vorgängers unter. Dort entdeckt er geheime Unterlagen, die erstaunliches zu Tage, ihn jedoch auch in höchste Lebensgefahr bringen, als er beginnt Nachforschungen anzustellen.

Viele werden diesen Streifen nicht mögen, weil hier relativ wenig Action stattfindet. Menschen die gerne subtilere Politthriller oder Agentenfilme sehen, liegen hier aber definitiv richtig.

Roman Polanski ist auch mit seinem neuesten Streifen abermals ein kleines Meisterwerk gelungen. Casting, Locations, sowie der perfekt eingesetzte Score ergeben in Verbindung mit höchst intelligenten und geschliffenen Dialogen eine grandiose Atmosphäre, in denen insbesondere Mc Gregor zur Höchstform ausläuft. Die Rolle des intelligenten, aber in seiner Art eher sachlich-trockenen und zurückhaltenden Ghostwriters, ist ihm wirklich auf den Leib geschrieben.

Zudem ist der Streifen über zwei Stunden lang und trotzdem hätte ich gerne noch weitere 45 Minuten gesehen, weil hier eben alles perfekt zusammenpasst. Der Film ist wie aus einem Guss und die Erzählung kommt nie ins Stocken oder beginnt zu langweilen, da immer wieder kleine Wendungen und Wechsel der Location den Zuschauer bei der Stange halten. Das hat Polanski auch bei den „Neun Pforten“ schon glänzend hinbekommen. Doch bei letztgenanntem schwächelte das Ende ein wenig, welches bei „Ghostwriter“ aber alles perfekt abrundet.

Fazit: Intelligenter Thriller mit einem ungewöhnlichen Protagonisten und glänzender Regie der Leuten gefallen dürfte, die Filme wie JFK oder RUFMORD mögen. Klasse!!

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KICK-ASS (Universal Pictures)

am 23. September 2010 unter Action, Komödie, SciFi, Thriller abgelegt

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Dave ist der Prototyp des stinknormalen Teenagers. Keine Freundin, nicht sonderlich attraktiv, aber auch nicht hässlich – eben der totale Durchschnitt. Doch eines Tages kommt er auf die wahnwitzige Idee, in New York für die Bürger einzutreten und ihnen gegen das Verbrechen zu helfen. Also kauft er sich ein cooles Kostüm im Internet und beginnt seinen neuen Job. Leider hat er dabei nicht bedacht, dass ein Kostüm noch keine Superkräfte beschert und bekommt erst mal richtig auf die Mütze. Zufälligerweise gelingt ihm aber auch mal etwas und das gerade in dem Moment, als das Fernsehen vor Ort ist. Die bauschen die Story groß auf und plötzlich ist Dave ein Held. Hilfe erhält er bei seinen Einsätzen unerwartet von Big Daddy und dessen Tochter Hit-Girl, die es im Gegensatz zu ihm aber drauf haben. Gemeinsam versucht man den Gangsterboss D’amico zur Strecke zu bringen, der die Frau von Big Daddy auf dem Gewissen hat, doch das gestaltet sich schwieriger als erwartet, zumal ein weiterer Held auf der Bildfläche auftaucht, der aber falsch spielt.

Klingt vollkommen bescheuert, ist es aber gar nicht, denn selten hab ich in letzter Zeit einen Mainstream-Streifen mit so hohem Unterhaltungswert gesehen, wobei es Mainstream nicht wirklich trifft. Die Inszenierung ist zwar klare A-Liga, aber Story und auch einige Handlungsweisen der Protagonisten entsprechen nun gar nicht dem Gesetz der Majors. Auch das kleine Kinder große Männer recht brutal niedermetzeln ist eher selten der Fall.

Die Story hat einen gewissen Witz und durchaus einen Hintergrund, veralbert jedoch das Superheldengenre auch nicht wirklich. Dadurch ist Kick-ASS auch ganz schwer einem Genre zuzuordnen.

Der junge Superheld Aaron Johnson spielt seinen Part wirklich perfekt, ebenso wie sein vermeintlicher Kollege Christopher-Minz-Plasse. Sogar Nic Cage ist zu ertragen und die kleine Chloe Moretz als Hit-Girl stiehlt eh allen die Show.

Fazit. Überraschend kurzweiliger Streifen, dessen Story sich viel blöder anhört, als sie im Endeffekt ist. Dazu kommen gute Effekte und recht brutale Hinrichtungsszenen. Trotz oder gerade wegen dieser Mischung gibt es keinerlei Leerlauf und lockere Unterhaltung – das muss dann auch mal reichen.

6chuckys

CHERRY BOMB (Capelight)

am 23. September 2010 unter Drama, Thriller abgelegt

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Malachy und Luke sind zwar befreundet, aber vollkommen verschieden. Während der eine aus einem wohlbehüteten Elternhaus stammt, ist der Vater des anderen ein Junkie und sein Bruder ein Drogendealer. Als eines Tages Michelle in der Stadt auftaucht, beginnen die beiden Jungs einen Wettkampf, wer sie zu erst ins Bett bekommt. Doch Malachy empfindet mit der Zeit mehr für das Mädchen – doch dann kommt es zu einer Katastrophe.

Als solche würde ich den Film nicht bezeichnen, doch was genau mit der Streifen jetzt sagen soll, kann ich ebenso wenig deuten. Irgendwie will hier nichts wirklich zusammen passen und die „packende Story um ein Teenager Trio in einem wilden Strudel (!) aus Alkohol Sex und Gewalt“ (in dicken Lettern auf dem Cover platziert), habe ich dann wohl übersehen.

Dabei hat man mit den Darstellern alles richtig gemacht. Harry Potter Star Rupert Grint liefert genauso wie die anderen beiden eine wirklich gute Performance ab, doch leider hält das Drehbuch keine interessante Geschichte parat.

Fazit: Seltsames Werk, dass man allerdings auch nicht vollkommen niedermachen kann, denn handwerklich durchaus ansprechend und mit guten Schauspielern bestückt, gibt es hier auch einige Pluspunkte. Doch ohne ein gescheites Script geht eben nix.

3chuckys

COP OUT (Warner Home Video)

am 23. September 2010 unter Action, Komödie abgelegt

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Auch Bruce Willis braucht mal Geld, obwohl doch im Moment gar keine Scheidung ansteht. Trotzdem ist es nur schwer zu erklären, wie der Mann sich dazu hinreißen lassen konnte, in diesem völligen Rohrkrepierer mitzuwirken.

Die Ausgangslage ist eigentlich relativ simpel. Schwarzer Cop und weißer Cop sind unterschiedlich, mögen sich aber irgendwo doch und ermitteln gemeinsam. Bei diesen typischen Buddy Movies kann man ja nicht viel erwarten, doch das es ein Film, der als Komödie deklariert ist, es schafft, nach einer wirklich gelungenen Eröffnungssequenz (die Filmzitate beim Verhör des Täters sind wirklich witzig), KEINEN, ich betone, KEINEN einzigen guten Gag mehr im Laufe der quälend langweiligen Restzeit hinzubekommen, ist doch mehr als erbärmlich.

Das Gehampele des farbigen Cops (den Typ hab ich vorher noch nie gesehen und ich hoffe das bleibt auch so), geht einem mit der Zeit dermaßen auf die Nüsse, dass man inständig hofft, er möge irgendwann erschossen werden – dem ist leider nicht so

Wenn man unbedingt mal wieder Bruce Willis in ähnlicher Rolle sehen will, sehen sollte man sich lieber noch mal „Last Boy Scout“ anschauen. Der ist ähnlich gelagert, aber witzig und spannend zugleich.

Cop Out ist nichts von alledem und somit pure Zeitverschwendung. Den zweiten Chucky gibts lediglich für die ersten 10 Minuten und dafür dass ich Bruce Willis mag.

2chuckys