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Archiv für den 01. September 2010

GESETZ DER STRASSE (Kinowelt)

am 01. September 2010 unter Action, Drama, Suspense, Thriller abgelegt

gesetz

Der Film beleuchtet drei Schicksale sehr unterschiedlicher Polizisten in Brooklyn. Sal war mal eine ehrliche Haut, doch nun ist seine Frau mit Zwillingen schwanger und an Asthma erkrankt. Ihr Zustand verschlechtert sich täglich, da das Haus von Schimmel befallen ist. Also greift er sich Kohle bei Beschlagnahmungen oder erschießt einfach mal einen Gangster, um sich und seiner Familie ein besseres Heim leisten zu können. Eddie steht kurz vor seiner Pensionierung und hat bei seinen Kollegen einen miserablen Ruf. Der verbitterte und einsame Mann muss sich die letzten 7 Tage vor der Rente noch mit Neulingen herumschlagen – dabei passiert ein Unglück. Doch dann wird sein Kampfgeist geweckt, als er ein vermisstes Mädchen in der Hand eines Gangsters entdeckt und sie versucht zu befreien. Tango ist Undercover Polizist und will aussteigen, doch seine Vorgesetzten wollen nur ungern auf ihn verzichten, also setzen sie ihn unter Druck. Um endgültig den Absprung zu schaffen, soll er den Menschen verraten, dem er sein Leben verdankt. Der ist zwar ein Krimineller, doch Tango gerät aufgrund dieser Sache in schwere Gewissenskonflikte.

Wann hat man denn mal einen Film mit so einer namhaften Besetzung? Neben Richard Gere, der mir auch hier wieder richtig gut gefällt und seit „Zwielicht“ keinen wirklich schlechten Film mehr gemacht hat (davor keinen einzigen wirklich guten), spielen u.a. Wesley Snipes (cool wie immer), Don Cheadle (authentisch wie immer), Ethan Hawke (dürr wie immer), Will Patoon (verschenkt wie immer) und Ellen Barkin (am overacten wie immer).

Leider gönnt Regisseur Fuqua seinem Streifen aber eine enorme Anlaufzeit, was sicherlich der Einführung der vielen Charaktere geschuldet ist. Dennoch sind die ersten 40 Minuten sehr geschwätzig geraten.

Im zweiten Teil entwickeln sich eben diese Charaktere immer mehr und der Film nimmt Tempo auf.

Die letzten 45 Minuten sind dann wirklich fantastisch und lohnen das Warten, denn als alle Polizisten zum entscheidenden Wendepunkt ihres Lebens kommen, ist das grandios photographiert und mit einem tollen Score unterlegt. Der Kniff, zwischen den drei Geschichten hin und her zu switchen, der dem Film anfangs zum Verhängnis wird, ist nun plötzlich seine Stärke.

Fazit. Gut gespielter Streifen der zu Beginn eher langweilt, am Schluss aber locker die Kurve bekommt und zu einem richtig guten Episodendrama mutiert.

Abschnitt 1

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Abschnitt 2

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Abschnitt 3

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gesamt

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BATTLE PLANET (Sunfilm)

am 01. September 2010 unter SciFi abgelegt

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Also dieser Streifen schlägt wirklich vieles, was ich in der letzten Zeit so gesehen habe. Mit einem hochmodernen Anzug ausgestattet, der ihm in jeglichen Lebenslagen hilft und dabei ständig mit ihm kommuniziert, macht sich ein Commander Strider zu einer Mission auf. Leider stürzt sein Raumschiff vorher ab und er landet zwar auf dem richtigen Planeten, aber an einer ganz anderen Stelle. Nun muss er sich zu Fuß auf den Weg machen, was mit einigen Gefahren verbunden ist, denn hier geht es nicht allzu friedlich zu.

Näher auf die Story einzugehen macht wirklich keinen Sinn, denn die ist absoluter Schwachsinn. Die Kostümierungen der Bewohner des Planeten schreien gegen den Himmel und die Effekte sind bestenfalls mittleres TV Niveau.

Trotzdem erkennt der aufmerksame Leser, dass ich dem Streifen 5 Chuckys gegeben habe. Dies liegt aber nicht an der herausragenden Qualität, sondern vielmehr am Humor, der aber überwiegend unfreiwillig komisch ist. Die Rededuelle zwischen Strider und seinem Anzug sind wirklich witzig und bei einigen Sprüchen musste ich laut lachen. Ob diese dazu synchronisiert wurden kann ich nicht beurteilen – unterhaltsam ist es allemal.

Fazit: Todsicherer Tipp für die nächste Trash Party und für diese kann man dem Film diese Bewertung geben, aber auch nur dafür!

5chuckys

BABYSITTER WANTED (NEW KSM)

am 01. September 2010 unter Horror abgelegt

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Die sehr religiös erzogene Angie ist erstmal auf sich alleine gestellt und schreibt sich an der Uni ein. Doch das Zimmer versetzt ihr gleich den ersten Schlag, denn ihre Mitbewohnerin hat es nicht wirklich mit der Ordnung und auch das versprochene Bett ist nicht vorhanden – Kohle keine da. Doch nach kurzer Suche findet sie zuerst einen Job als Babysitter bei den freundlichen Stantons und lernt auch noch den netten Kommilitonen Nick kennen. Alles scheint perfekt. Doch am ersten Abend, als sie auf den kleinen Sam aufpassen soll, kommt es zu einem Zwischenfall. Ein scheinbar wahnsinniger Irrer dringt ins Haus ein und versucht den Zwerg zu töten. Angie kann das zwar verhindern, doch bald muss sie feststellen, dass die Mordabsichten des Eindringlings nicht ganz unberechtigt waren.

Dieser Streifen orientiert sich ganz klar an Genrevorbildern aus den 80ern, ähnlich wie auch der kürzlich erschienene „House of the devil“. Die Story ist nichts wirklich neu und der Film in Deutschland leider auch geschnitten.

Doch die beiden Regisseure schaffen es, mit subjektiven Kameraeinstellungen und dank ihrer toughen Protagonistin einen kleinen, feinen Horrorfilm zu erschaffen. Zwar ist die Wendung nicht unbedingt überraschend, aber durch gutes Timing und, für einen B-Movie überraschend guten Darstellern, entsteht hier ein kleiner, unterhaltsamer und garstiger Horrorbeitrag, der das Genre zwar nicht revolutioniert, aber durchweg spannend anzusehen ist.

Unter Berücksichtigung des Budgets gibt es hierfür verdiente

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UNDER THE MOUNTAIN (Ascot Elite)

am 01. September 2010 unter Action, Horror, SciFi, Thriller abgelegt

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Die Zwillinge Rachel und Theo verlieren völlig überraschend ihre Mom und insbesondere letzterer fällt in ein tiefes Loch. Das Band, das die beiden Zwillinge einst verband und sie sogar über Gedanken kommunizieren ließ, zerbricht. Um sich vom Tod der Mutter abzulenken, zieht man zu Onkel und Tante. Gegenüber deren Heim liegt ein verfallenes Haus, in dem äußerst merkwürdige Gestalten hausen, die man Wilberforces nennt. Eines Abends kann Theo seine Neugier nicht mehr zügeln und steigt in die verfallene Villa ein. Zu seiner Überraschung ist dort alles mit stinkigen Ranken überwuchert und die Herrschaften sind auch nicht gerade begeistert von Gästen. Doch das ist der Anfang des Grauens, denn als Theo den geheimnisvollen Mr. Jones kennenlernt, der ihm offenbart, dass die Wilberforces hier sind um die Weltherrschaft zu übernehmen und nur Zwillinge sie mit Hilfe von geheimnisvollen Steinen aufhalten können, beginnt für die beiden nicht nur der Kampf um die Welt, sondern auch ums eigene Überleben.

Kämpfen muss auch der Zuschauer – nämlich sich durch nahezu jedes Genre, das einem so einfällt. Horror, Sci-Fi, Action, Fantasy, Thrill, Abenteuer – alles mit dabei und das ist auch die Schwäche des Streifens, denn insgesamt ist das doch deutlich too much.

Die Effekte sind allerdings erstaunlich gut und auch die jugendlichen Darsteller dem Zuschauer sehr sympathisch. Auch Sam Neill gibt den geheimnisvollen Mr Jones mit Überzeugung.

So bleibt unter dem Strich ein Streifen, der zwar durchaus ansprechend unterhält, der sich aber die ganze Laufzeit nicht entscheiden kann, was er eigentlich sein möchte und dadurch ein erhebliches Zielgruppenproblem hat.

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DEADLY CHUCKY DOLLS (KNM)

am 01. September 2010 unter Horror abgelegt

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Es gibt Comebacks die braucht von vornherein niemand (Tic Tac Toe, Lance Armstrong, Take that, Gerhard Schröder usw) und es gibt Comebacks, die interessieren fast niemanden. Wer kennt schon noch das berühmt berüchtigte Label FULL MOON, dass uns in den 80ern regelmäßig mit niedlichen Puppenhorrorfilmen beglückte? Für Trashfreunde waren das teilweise wahre Perlen. Insbesondere die ersten 3 Puppet Master Teile, den grandiose DOLLS und DEMONIC TOYS sind da zu nennen. Damals war ein gewisser, längst vergessener Screaming Mad George für die Effekte verantwortlich und Brian Yuzna, Stuart Gordon oder der Labelchef selbst waren die Regisseure. Alle diese Dinge sind eben aber nur Leuten bekannt, die sich für so etwas seinerzeit begeistern konnten.

Nun kehrt FULL MOON zurück und Charles Band himself führt Regie. Auch klasse, dass er seinen Bruder Richard wieder für den Soundtrack verpflichtet hat, denn die genießen in Insiderkreisen eben solchen Kultstatus.

Die Story des Streifens ist relativ banal – aber das war bei FULL MOON noch nie anders. Eva wird in einen Frauenknast eingeliefert. Dort bekommt sie zunächst kräftig auf die Mütze. Dann bringt ihr die Tochter ein paar Wurly Dolls mit. Das sind kleine Spielzeugpuppen, die man sich unter das Kopfkissen legt, damit sie einem Wünsche erfüllen. Am nächsten Tag ist Eva wie verwandelt, mischt den Knast auf und besorgt es ihren Peinigern.

Und da liegt auch der Knackpunkt, denn die putzigen kleinen Puppen werden nicht lebendig und morden sich durch den Knast sondern Eva selbst – und das ist schade. Zu gerne hätten wir doch die kleinen Männchen wieder killen sehen, zumal sich die Tricktechnik nach 20 Jahren sicher auch enorm verbessert hat. Doch dazu kommt es leider nicht.

Daher bleibt unter dem Strich nur ein solider Knasthorrorfilm, mit teilweise talentfreien Darstellern, aber guter Kamera und schönem Score.

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