SLAUGHTER (WVG)

Faith ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Liebhaber. Nur ihre beste Freundin weiß, wo sie hingezogen ist. Das Alleinsein in einer fremden Gegend fällt ihr jedoch schwer. In einer Disco lernt sie zufällig die etwas jüngere Lola kennen und die beiden Mädchen freunden sich an. Letztere lebt mit ihrem Vater und den beiden Brüdern auf einer Farm. Das Verhältnis innerhalb der Familie ist seit dem Tode der Mutter allerdings zerrüttet, so dass Lola dem gerne entfliehen würde. Dies setzt sie als bald auch in die Tat um, doch statt einfach abzuhauen benutzt sie Faith für ihre Zwecke, der ihrerseits langsam dämmert, dass mit ihrer Freundin etwas nicht stimmt, zumal ständig Menschen in ihrem Umfeld verschwinden..
Slaughter ist ein durchaus ansprechender Thriller geworden, der allerdings das Problem hat, das der zweite Abschnitt komplett anders gelagert ist, als der erste. Das ganze beginnt als lupenreines Drama und mutiert dann später zu einem garstigen Horrorthriller mit einem wirklich fiesen Ende (letzte Szene).
Das Problem könnte sein, dass den Horrorfreaks der Einstig zu lange ist, denn die wollen ja keine Problembewältigung verstörter Teenies, sondern Gemetzel oder zumindest Thrill serviert bekommen. Davon gibt es jedoch nichts in den ersten 45 Minuten.
Die beiden Protagonisten spielen das ganze durchaus glaubwürdig und der Film ist zudem kurzweilig geworden.
Wen die Genrekreuzung nicht stört, sollte sich Slaughter (vollkommen bescheuerter Titel übrigens) ruhig mal anschauen. Wer subtilere Abschnitte nicht mag, kann sich die Ausleihgebühr schenken.


21 November 2010 um 16:58
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24 November 2010 um 11:55
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